Tag 299 – WMDEDGT Juni ’16

WMDEDGT (Was machst du eigentlich den ganzen Tag) ist quasi der monatliche Aktionstag Tagebuchbloggen und wird von Frau Brüllen gehostet. 
Der Tag begann mit schreiendem Baby. Und dann nochmal eine Stunde später mit einem kuschelnden Kleinkind und der langsam durchsickernden (haha) Erkenntnis, das bei selbigem die Notfall-Schlüpferwindel nicht gehalten hatte. Also Bett abgezogen, alles in die Waschmaschine. Michel wollte seinen feuchten Schlafi partout nicht ausziehen, weshalb wir uns schon vor dem Frühstück anschrieen. Nachdem ich kurz eine Tür geknallt und etwas geatmet hatte, war das Frühstück fertig und siehe da, nach einem Kaffee ging alles schon viel besser. Außerdem lagen drei Kinderfreie Stunden vor uns: Michels Babysitterin sollte kommen und parallel die Oma Pippi im Kinderwagen herumfahren. Dann kam die Oma viel zu spät („Guten Morgen!“ flötend. Um viertel nach eins.) , Pippi war inzwischen auf mir eingeschlafen, meine Laune wieder im Keller, Herr Rabe putzte schon mal (Michel war ja pünktlich abgeholt worden). Als Pippi und Oma abgedampft waren (Pippi natürlich wach) ging ich duschen und putzte danach das Bad. Kinderfrei heißt bei uns: Haushalt, Finanzen und anderes romantisches Gedön. Also schrubbte ich Fußabdrücke in Größe 18 in Wickeltischhöhe von der Außenseite der Duschkabine. Dann wischte ich und Zack, war es drei und Michel samt Babysitterin vom Ausflug auf den Bauernhof zurück. Meine Laune weiterhin eher nicht so gut. Draußen super Wetter. Nach weiteren 15 Minuten waren auch die Oma und Pippi zurück, recht fröhlich und meine Mutter mit deutlichem Sonnenbrand. Heller Hauttyp, rote Haare, und keine Sonnencreme dabei. Ich schenkte ihr den Rest einer Flasche, das kann ich ja nicht verantworten sonst. Und Sonnencreme ist hier auch einfach echt teuer. Da jetzt wegen vielleicht vier mal eincremen ne Flasche kaufen? Naja egal, jedenfalls gab es dann erst mal Kaffee und Kakao und Joghurt für alle die wollten, Herr Rabe bastelte kleine Rankhilfen und dann gingen Michel, meine Mutter und ich in unseren Minigarten, um einen Teil unserer Wartepflanzen auszuwildern. Versehentlich weckten wir dabei die Nachbarin von ganz unten, die in der Hängematte schlief. Im Gegenzug durften wir uns deren Gartengerät und Blumenerde leihen. Michel und ich pflanzten also erstmal die Silberbäumchen und dann die Stockrosen ein, dann band ich die Stockrosen hoch, Michel drehte ein paar Beetbegrenzungs-Schieferplatten um und fand allerlei interessantes Kriechtier, dann schnitt er den Rasen mit seiner Bastelschere, wir gossen die Blumen an und zum Abschluss bekam Michel vom Nachbarn von ganz unten noch Möhrensamen geschenkt, die wir dann natürlich auch wieder in Pötten aussähen mussten. 

Sechs mal zwei Stockrosen (die, die aussehen, wie am Galgen), ganz rechts die Silberbäumchen.


Zwei Pötte raus, zwei Pötte rein: hier wachsen also demnächst Möhren.


Links die Minigurken, mit den Schaschlikspieß-Rankhilfen. In der Mitte Minichili-Bäumchen, rechts gestern von Michel angepflanzte Zuckerschoten.


Also unsere Fensterbank wird so auch nicht leerer. Ziel ist, die Minigurken in ca. zwei Wochen auch auszusetzen, dann können die den hässlichen Zaun überwuchern. Aber erstmal müssen die etwas größer und robuster werden. 

Danach etwas Gespiele, Pippi war auf Herrn Rabes Arm eingeschlafen und weil der Kochen wollte, legte er sie auf den Spielteppich. Irgendwann wurde sie wach, war sehr anhänglich, ich schleppte sie herum, nähte in Ultraschallgeschwindigkeit das abgerissene Gummi unseres Matratzenschoners wieder an, schleppte Pippi noch mehr herum und deckte dabei den Tisch, Michel und Oma bauten Lego. Dann gab es Essen, Pippi warf mit Reis um sich (in der frisch geputzten Wohnung, wääääähähä!), Michel machte Blödsinn und wurde nach dem Essen direkt ins Bett komplimentiert. Pippi bekam Milch-Nachtisch und kurz dachte ich, sie schliefe dabei ein, doch weit gefehlt: danach krabbelte sie eineinhalb Stunden wie verrückt durch die Gegend und schien sich sehr am Patsch-Patsch ihrer eigenen Hände zu erfreuen. Dabei erfreute sie gleichzeitig auch Oma, Herrn Rabe und mich. Meine Mutter musste sich irgendwann wegen großer Müdigkeit verabschieden, da steckte Herr Rabe Pippi auch in ihren Schlafi, wir putzten alle unsere Zähne, ich wusch mich und machte brav das Peeling drauf und cremte mich ein und machte einen Eintrag in mein imaginäres Pickel-Bestandsheftchen, um hoffentlich bald entscheiden zu können, ob die zum Testen bestellten Paula’s Choice-Produkte ihr Geld wert sind. 

Tja, und seitdem liege ich hier im frisch bezogenen Bett, Pippi ist (ein Hurra auf Verdunkelungsrollos!) eingeschlafen und schnarcht mich an, und gleich werde ich zurückschnarchen. Das wird fein. 

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