Tag 298 – Juba Juba Kinderfestival 

Heute waren wir auf einem Kinderfestival. Von Mittag bis Spätnachmittags. Zielgruppe des Festivals sind Kinder von Michels Alter aufwärts, bis ca. 8. Ich sach mal so: ich will nochmal sechs Jahre alt sein und sowas machen. Das war soooo cool. Tausend Aktivitäten, Sachen basteln (richtig coole, ich hab ein Mädchen mit selbstgebastelter Ukulele gesehen!), Pflanzen pflanzen, Dosenwerfen, Tauschmarkt, Kinderdisco, Parcours, Lesebühne, Bücherbus, Theater, Jonglage, StarWars, Indianerecke,… Kurz: für wirklich jedes Kind mit jedem Geschmack was dabei. Dazu wirklich schöne Details, zum Beispiel (von Ikea gesponserte) Sitzverkleinerer bei den Dixiklos zum Ausleihen, „Elternparkplätze“ überall, wo die Eltern auf Sofas sitzen und Kaffee trinken können, Still- und Wickelzelt, extra Armbänder für die Kleineren, auf die man Namen und Telefonnummer der Eltern schreiben konnte. Dazu viel Platz, viel Grün, auch mit Erlaubnis, in den Bäumen rumzuklettern. 

Selbst das Essen war vielseitig und angenehm wenig Süßkram. Es gab eine Bude mit Zuckerwatte und zwei Kioske mit Kaffee, Waffeln (mit Käse), Pizza, Pølse, Lollies, Weingummi und Popcorn (Salzig). Daneben gab es aber auch drei (!) richtige Restaurants, die Essen anboten, davon ein vegetarisch/veganes. Natürlich alles etwas abgestimmt auf Festival und Kinder, also gab es Burger und Würstchen und Smoothies und so. Aber lecker und dafür dann auch nicht überteuert. Und Ikea gabs auch noch, die verkauften Köttbullar und Veggiebollar in kleinen Papphütchen. 

Richtiges Festivalfeeling kam fast auf, wenn man die Hauptbühne sah, auf der wir heute erst zwei Kindergärtner sahen (Gastronautene), der eine mit langem Bart, der andere mit Glatze und Tätowierungen, die Rocklieder mit norwegischen Texten über kleinkindliches Essverhalten coverten. Das war sehr unterhaltsam und Herr Rabe will mal fragen, ob die ihn nicht vielleicht als Bassisten mit ins Boot holen wollen, auch wenn Herr Rabe natürlich weder Bart, noch Tätowierungen hat, noch Kindergärtner ist. Dann sahen wir als Abschluss noch eine Mitsingband, die Songs der norwegischen Kult-Kindermusikgruppe Knutsen & Ludvigsen spielte. Das war wirklich witzig, die Texte der Band sind quatschig-lustig ohne peinlich zu sein, die Melodien eingängig* ohne langweilig zu sein und die Band spielte sehr gut. Alles auch nicht zu laut, Michel wollte trotzdem seine Kopfhörer aufsetzen, seit der Polypen-OP letztes Jahr hört er wohl sehr viel besser und es wird ihm schnell zu laut. Aber ich fand es eben nicht zu laut und hatte auch kein schlechtes Gewissen, dass wir die Kopfhörer für Pippi vergessen hatten. Die übrigens die Musik fast komplett verschlief. 

Und was fand Michel am Besten? „H.! Und E.!“. Die beiden Kumpels, die wir da getroffen haben. Tjanun, das hätten wir günstiger haben können, aber egal, es war ein richtig toller Tag und jetzt sind wir alle kaputt im Bett. Sehr schön ist das. 

* Herr Rabe hat einen Ohrwurm von „Ka-aaaanskje kommer kongen**“ und ich von „Ja jeg er dum og deilig*** (Juba, Jubaaaa)“ 

** vielleicht kommt der König (Zum Essen, für den man extra gedeckt hat und so)

*** Ja ich bin (fühle mich) dumm und wunderbar (nachdem man schlimmes Lampenfieber hatte, wenn man dann auf der Bühne steht, der Text geht weiter mit „ich tanze wie ne Schnecke“ und ich finde das ein ganz schönes Bild)

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