Tag 302 – Viel

Heute war viel irgendwie. Uffz. 

Zuerst mal plagt mich seit Tagen eine schlimmer werdende Erkältung. Das war bisher nur nervig, aber heute morgen als der Wecker klingelte und mein Kopf voller Rotz war und höllisch wehtat und ich keine Luft bekam und überhaupt, da stellte ich den Wecker eine Stunde weiter und war schon fast sicher dann auch nicht aufzustehen, sondern mich für heute krank zu melden. Erstaunlicherweise ging es aber nach dieser einen Stunde deutlich besser und so war ich eben später bei der Arbeit, aber ich war da. 

Um dann den ganzen Tag Artikel zu lesen. Es ist nämlich so: mein Chef (und ein Ex-Doktorand) haben was tolles gefunden, in dem RNA-Projekt. Und ein Paper dazu geschrieben. In dem Manuskript sagen sie: Hey, das ist der erste Beweis dafür, dass X auch in Menschen passiert. Cooli! Und dann las ich mir etwas Theorie dazu an und die neueren Artikel zu dem Thema waren so: also, X ist ja eigentlich auch wie Y. Y ist schon lange in Menschen nachgewiesen. Wir wissen auch sehr genau wie Y funktioniert, alles alte Hüte. Und ach ja, X gibt’s zumindest auch in Fruchtfliegen, also zu Menschen ist es dann ja nicht mehr weit. Oder vielleicht gibt es X auch gar nicht, sondern ist nur eine Variante von Y. Tja. Und dann las ich noch mehr und noch mehr, weil zu meinem Chef gehen und sagen, ich hoffe ihr habt das nicht schon eingesendet, weil das ist alles ganz falsch und dann hab ich nur was übersehen und eigentlich haben sie doch recht, das wäre doch ziemlich peinlich. Heute sind bei der ganzen Leserei dann wenigstens ein Paar Groschen gefallen und ich fühle mich mit ausreichend Information gerüstet, um morgen zum Chef zu gehen. Und dann kann ich ihm hoffentlich vorschlagen, alles etwas weniger pompös zu formulieren, stattdessen vielleicht ein paar neuere Artikel zu zitieren und vor allem noch mal in die Daten zu gucken, ob wir da nicht auch Bestandteile von Y finden, das würde nämlich die Theorie von X wahrscheinlicher machen. Und dann müssen wir wohl oder übel mal RNA sequenzieren lassen, um zu gucken, ob wir es wirklich eher mit X oder Y zu tun haben. Wir werden sehen. Nach dem Lesen und Entscheiden wr dann aber mein verrotzter Gehirn zu nix mehr in der Lage. Ich wollte gerade gehen, da kam mein Chef rein. Die neuen Zellen für ebendieses Projekt waren endlich da. Aufgetaut. Kein Futzel Trockeneis mehr in der Box. Seit zwei Wochen (!) unterwegs. Die wanderten dann direkt in die Tonne und ich endlich nach Hause. 

Tja, dann Nachmittag, Michel abholen, mit Michel Fahrradrennen spielen, damit wir irgendwann auch zu Hause ankommen, Essen machen, Oma kam, Essen. 

Und dann: Erste Hilfe Kurs für Kinder und Säuglinge. Mit Herrn Rabe und dann musste ich als Notfallübersetzerin mit und dann musste Pippi auch mit, weil die ja ohne mich nicht schläft. Mit mir auch nicht, wie sich dann herausstellte, sie war jedenfalls die ganze Zeit fit und unterhielt den ganzen Raum und war wahnsinnig niedlich. Bis sie einem anderen Baby den Schnuller aus dem Mund zog, ließ ich sie gewähren. Zwischendurch versuchte ich drei mal sie in den Schlaf zu stillen, aber erfolglos. Im Wagen schuckeln: erfolglos. Auf dem Arm schuckeln: erfolglos. Dass ich mitgekommen war, war trotzdem gut, denn der Kursleiter sprach so dermaßen Hardcore-Trøndersk dass selbst ich anfangs Schwierigkeiten hatte, ihn zu verstehen. Nun ja, das wichtigste haben wir glaube ich mitbekommen (FREIE ATEMWEGE!!1!elf!) und der Kurs war wirklich gut, besser als der letzte, den ich gemacht hab, aber eben auch viel länger. 

Leider war dann auf dem Rückweg ein Teil der Stadtautobahn gesperrt, weshalb wir sehr viel länger nach Hause gebraucht haben, als geplant. Zu Hause dann nur noch schnell die Oma abgelöst, Bettfertig gemacht, ab in die Heia und vor allem die schreiende Pippi beruhigen (keine Milch mehr, alles im Kurs aufgebraucht, aber Nuckeln ging noch), die zwar im Auto eingeschlafen aber beim ins-Bett-legen wieder aufgewacht war. 

Jetzt noch mal Nasenspray und dann schlafen. Und morgen dann hoffentlich fitter sein und weniger machen. 

Uffz.

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