Tag 355 – Der erste Tag. 

Tja, da war er also, der erste Kindergartentag. Wenn ich zurückdenke, kann ich mir immer noch nicht vorstellen, dass Michel auch nur zwei Wochen älter war, als er im Kindergarten anfing. Pippi wirkt irgendwie auf mich kleiner. Jünger. Babyhafter. 

Wir waren heute beide mit*, weil ich mir wegen eines Misverständnisses heute frei genommen hab und dann dachte, ach, ist vielleicht auch besser, dann ist einer bei Pippi und einer macht den Papierkram. Und so war es auch gut. Die großen Kinder waren alle draußen (inklusive Michel, den hatte ich schon morgens gebracht), wir waren drinnen alleine mit dem einzigen anwesenden anderen Mädchen und dem einzigen anderen wachen U3-Kind in Personalunion und Pippis Bezugserzieherin E.. Die Erzieher*Innen in dem Kindergarten sind eh alle toll, aber E. ist so warm und herzlich und lustig, Michel liebt sie auch heiß und innig, kurz: besser könnte es nicht sein. Pippi und das andere Mädchen spielten mit einer Kiste Schleichtiere, Herr Rabe saß recht unbeteiligt daneben, ich und die Erzieherin füllten im Gespräch den Fragebogen aus („Welche Grenzen setzen Sie zu Hause?“ Meine Güte, sie ist fast noch ein Baby, ähhh, ich glaub wir haben für sie quasi keine Grenzen bisher…). Danach durfte Pippi den Toberaum erkunden, ein bisschen herumklettern und fand alles ganz toll, bis sie von der Turnmatte fiel und sich den Kopf stieß. Dies hielt ich dann auch für den geeigneten Moment, E. mitzuteilen, dass Pippi keinen Schnuller nimmt und auch bisher keine Kuscheltiere gewöhnt ist. Also keine einfache Tröstung. Tjanun. Wir gingen dann raus und dann war es auch schnell vergessen. 

Draußen setzte sich Pippi direkt in den Sandkasten, die großen Kinder spielten mit ihr und zeigten ihr die grade gefundene Spinne. Pippi buddelte fröhlich, Michel kam zu mir und zeigte mir sein frisch erworbenes Pflaster, dann wollte er noch kurz Pause auf meinem Schoß machen und dann… Tja, dann war es für mich Zeit zu gehen. Also verabschiedete ich mich und ging nach Hause. Für Pippi überhaupt kein Problem, auch für Michel nicht. Irgendwie für keinen, außer mir. 

Zu Hause tat ich dann viele Dinge, zum Beispiel wusch ich den TrippTrapp-Bezug, räumte Kisten auf Schränke und nähte in Windeseile ein Dings**, aber eigentlich versuchte ich nur nicht daran zu denken, dass meine beiden Babies, das große und das kleine, bald viele Stunden am Tag außerhalb der Familie betreut werden. Dass sie da Bezugspersonen haben. Dass sie da norwegisch reden. Auch Pippi wird auf norwegisch sprechen lernen. Sie wird da erst richtig laufen lernen. Himmel. Ich bin noch nicht soweit…

* Die Eingewöhnung läuft hier nach Bedarf, aber zügig ab. Also so im Rahmen von 3-7 Tagen. Finde ich nicht schlimm. Ich bin aber gleichzeitig auch dankbar, dass Herr Rabe die Eingewöhnung macht: wie man sieht, habe ich gewisse Probleme, loszulassen.

** Empfängerin liest mit, deshalb keine Spezifizierung. Leider auch wegen „Aaahhh, die Post schließt in drei Minuten“ weder verpackt noch ein Foto gemacht. Sorry. 

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