Tag 385 – Namaste!

Hurra! Endlich wieder Yoga! Hurra!

Morgens um acht kann ich mir zwar eigentlich schöneres vorstellen, als Sport zu machen, nachdem ich wie eine gesengte Sau zur Arbeit geradelt bin, damit ich auch ja pünktlich bin. Um dann im völlig überfüllten, fensterlosen Kellerraum (ich war pünktlich!) über ca. fünfzehn Frauen drübersteigen zu müssen und den letzten freien Platz für meine Yogamatte zu kriegen: ganz vorne, direkt neben der Lehrerin. Wunderbar, ne Showtreppe hat so einen ganz ähnlichen Effekt.

Aber egal, ich schweife ab. Also Yoga. Das mache ich schon seit ich mit Michel schwanger war, damals war das so ein Krankenkassen-Bonusheft-Ding und ich sehr skeptisch, und als wir das erste Mal „Oooohhhhhhhmmmmmm!“ singen sollten, kriegte ich fast einen Lachkrampf, aber mir gefiel die Kombi aus Kraft- und Stretchtraining echt gut. Und nach ner Weile mochte ich auch das Meditative und das Ommm und den ganzen Kram mit der Atmung (wobei ich es immer noch schlimm finde, wenn ich andere so herumschnaufen höre), dass alle Übungen so ihren eigenen Rhythmus bekommen indem man beim Einatmen dies und beim Ausatmen das tut, doch, das ist sehr angenehm. 

Bei der von der Arbeit organisierten Yoga-Klasse liegt der Fokus noch mal mehr auf dem geistigen Aspekt um es mal neutral auszudrücken. Die Frau die das macht ist sehr sehr… achtsam (ahhhh, ich hasse das Wort, das erzeugt bei mir instantan Aggressionen) und sagt dann auch so Dinge wie „achte auf deinen Körper, was er tut, wie er sich anfühlt und nimm es an… lass die Emotionen dazu im Körper… Mach keine große Sache draus… Don’t judge… Lass es einfach wieder ziehen… Das nächste Mal, wenn du mit deinem Partner streitest, versuch mal, keine große Sache draus zu machen, anzunehmen, aber nicht zu bewerten…“ Ja, also das nehme ich dann so an und dann lasse ich es auch direkt durch mein anderes Ohr wieder herausziehen, damit ich mich nicht aufrege, aber ansonsten finde ich Yoga einfach immer noch wunderbar. 

Was ich aber wohl nie mehr lerne, ist, es nach längeren Pausen langsam angehen zu lassen. Und mehr als ein Jahr ist eine lange Pause. Aber ich kanns einfach nicht lassen und ich mag auch einfach gerne den Dehnungsschmerz und so ein Rückentwist ist ja erst richtig schön am absoluten Maximum der Drehbarkeit der Rückenwirbel und wenn sämtliche Bauchorgane gegeneinander gedrückt werden. Dazu kommt noch, dass ich so gewisse Ansprüche an mich selbst hab und wenn ich eben schon weiß, dass man beim Aufstehen von der Bauchlage in den nach unten schauenden Hund mit dem Po zuerst und möglichst geradem Rücken hochkommen soll, tja, das ist dann so drin, das wird dann so gemacht. Jetzt hab ich eben Muskelkater in Brust- Oberarm- Schulter- und Pomuskulatur und das wird mir morgen, wenn es auch endlich wieder mit dem Ballett losgeht, sehr leidtun. Und dann werde ich es da genauso machen. 

Namaste!

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