Tag 1114 – Neues aus Absurdistan.

Der Kollege übernachtet heute noch mal bei uns. Das hat folgenden Grund… (sitzen Sie? Ja?)… Die Firma hat die Miete für die Wohnung, in der er einquartiert war und für die ein Teil seines Gehalts einbehalten wurde, nicht bezahlt.

Ja, genau.

Ich wünschte ja, ich würde mir das ausdenken. Wirklich. Aber so kreativ bin ich nicht, wirklich, das alles ist so, so, SO absurd, das kann man sich echt nicht ausdenken.

Heute das Meeting dürfte auch ein Kapitel in unserem Buch füllen, auch wenn ich dieses Mal nicht so souverän war und mir vom Chipsmann ziemlich viele Unverschämtheiten habe gefallen lassen, bzw. vor lauter Unverschämtheit so perplex war, dass mir meine scharfsinnigen Antworten im Hals stecken blieben. Auf der Heimfahrt war ich jedenfalls ordentlich geladen. Da half es auch nicht, abends noch rumzutelefonieren, nochmal den *mieeeep* Report* zu überarbeiten und zu verschicken und überhaupt, wie UNVERSCHÄMT, Arrgh.

Nun ja. Das nächste Mal lasse ich solche Dinge nicht unkommentiert stehen, das habe ich mir fest vorgenommen. Für mich. Weil mir das wichtig ist, dass ich nicht nochmal aus einem Meeting gehe, in dem mich jemand von vorne bis hinten klein gemacht hat, mich dumm hat dastehen lassen und mir einfach zu verstehen gegeben hat, ich sei das dumme kleine Mädchen, das nur durch Glück mit den echten Männern spielen darf. Aber bestimmt** war das auch wieder nur alles ein Missverständnis***.

___

*darüber fange ich lieber nicht an, mich wieder drüber aufzuregen. Sinnlose Veranstaltung von vorne bis hinten

**nicht

***wie alles, was erst irgendwie kommuniziert wird, dann aber doch nie so gesagt wurde und dann am Ende eigentlich immer schon so war, alles andere ist Fake News!

4 Gedanken zu “Tag 1114 – Neues aus Absurdistan.

  1. Sunni schreibt:

    Liebe Frau Dr. Rabe, es geht nicht anders:Weitersuchen nach etwas Ordentlichem und so lange das DING als ein Theaterstück ansehen. Ich bin ja gespannt, ob dann das Gehalt gezahlt wird….Kopf trotzdem hoch. Und nun gerade als Queen! Sunni

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  2. Frau Nabitte schreibt:

    Liebe Frau Dr. Rabe, ich habe mal als Praktikantin auf einen ähnlichen sinkenden Schiff (oder war es doch schon ein totes Pferd?) gearbeitet und Ähnliches erlebt. Auch ich wurde niedergemacht und als dumm beschimpft, als ich offen kommunizierte, dass meine ursprüngliche Aufgabe unter den vorhabenden Randbedingungen nicht mal annähernd durchführbar war. Ich habe mich dann emotional aus der Sache zurückgezogen und unengegierten Dienst nach Vorschrift gemacht, alles andere wären Perlen vor die Säue gewesen. Übrigens waren 8/10 Mitarbeitern des Ladens Leute (auch ich) die aus fernen Ländern extra für ihre Master- bzw Doktorarbeit oder als Post-Doc dorthin gekommen waren und nicht „mal fix sich was anderes suchen oder eben arbeitslos sein“ konnten. Ich war zum Schluss soweit, dass ich auch dahinter ein Kalkül vermutet habe.

    Alles Gute für diesen Höllenritt und Danke, dass Sie so offen berichten!

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  3. Franziska schreibt:

    Liebe Frau Rabe,

    mir fehlen ein wenig die Worte. Ich lese hier seit ein paar Tagen heimlich mit. Es wird wohl Zeit, sich einen ordentlichen Chef zu suchen? Inklusive ihrem Kollegen. In dem Moment, wo einem eine Arbeit schadet, erst einmal nervlich (der körperliche Aspekt kommt später), sollte man gehen. Sagt sich natürlich so flockig, wenn man keine Kinder hat. Sie haben welche und ein Haus und sich grad eingerichtet. Das ist alles nicht so leicht. Sie werden einen Weg finden, ganz sicher.
    Und manchmal muß man ein Arschloch sein. Sonst merkt die Gegenseite nicht, das sie dumm ist.

    Liebe Grüße aus Bonn
    Franziska

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  4. Wenn ich etwas mitgenommen habe aus allen undankbaren Jobs, in denen ich an der Geschäftsleitung verzweifelt bin, dann dass man denen nichts schuldet, und an sich selber denken muss. Falsche Loyalität ist da fehl am Platze. Das hat mit „Arschloch sein“ nichts zu tun.

    So schlimm wie das bei Ihnen scheint, ist es aber noch nie gewesen (obwohl, ein Ex-Chef ist mal für 18 Monate in den Knast gegangen, nachdem Økokrim ihm auf die Schliche kam, aber da war ich schon lange weg). Das klingt ja fast, als ob es Zeit ist, sich schonmal nach einem Anwalt für den Ernstfall umzusehen, wenn der Untergang der Heldin in die Schuhe geschoben wird. Oder falls das Gehalt auch nicht kommt, wenn die schon bei den Kollegen so Dinger drehen.

    Werden da evtl. Anleger verschaukelt, oder Fördergelder verschwendet? Hat man dann vielleicht als eventueller Whistleblower besonderen Schutz? Ich kenne mich da mit den Norwegischen Regelungen allerdings auch nicht aus.

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