Tag 1173 – Menno.

Ich hatte mich so aufs nach Hause kommen gefreut. Wirklich sehr. Ich dachte, wir kämen um acht hier rein, es gäbe schnell noch einen Happen zu essen, danach plumpsen die Kinder ins Bett, dank Uhrzeitumstellungstralala schlafen sie direkt ein und ab viertel vor neun hätten Herr Rabe und ich dann Feierabend und würden das Wochenende gemütlich auf dem Sofa ausklingen lassen.

So kam es aber nicht, jetzt ist es fast elf, auf dem Sofa gesessen habe ich gar nicht und Herr Rabe werkelt irgendwas unten rum. Ich bin hundemüde aber auch wütend wegen des verkorksten Abends und der undankbaren, gierigen, dauerstreitenden Kinder und hasse einfach alles.

Das geht so nicht weiter mit den Abenden. So. Wir müssen früher essen, damit die Kinder früher ins Bett kommen. Schluss, aus. Kein Gehampel mehr und noch ein Video und noch ne Folge Tralala bis es super spät ist und die Kinder vor lauter Bildschirm ganz gaga sind und meinen „Dumme Mama!“ und wütendes Schnauben als Kommunikationsform seien angemessen. Einfach nein. Und genauso muss das Gehampel beim vorm und nach dem Essen aufhören. Wenn die Kinder kurz vorm Essen halt noch diesdasjenes essen, essen sie beim Essen nix, rennen rum, stehen dauernd auf (vor allem Michel) und zumindest Pippi meint dann nach dem Zähneputzen regelmäßig, sie habe ja Hunger und könne so nicht schlafen.

ROUTINE! Ich will Routine. Ich will Feierabend, möglichst ab acht. Ja, das werden dann ein paar harte Wochen, aber ich kriege hier sonst echt zu viel.

Und das am besten Tag des Jahres, wenn endlich die Uhr wieder richtig geht. Hrmpf.

9 Gedanken zu “Tag 1173 – Menno.

  1. Das mit Fernsehen/Netflix war auch hier zwischendurch (als der midi-monsieur so 6/7 war) ein großes Problem. Das Kind war viel zu aufgedreht davon, alles verzögerte sich etc.
    Es war erstaunlich, wie schlagartig sich die Situation entspannte, als ich abendliches Medienverbot verhängte. Gemütliches Essen, kuscheliges Vorlesen und schnelles Einschlafen.

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  2. Sunni schreibt:

    Routine ist gut (nicht die vom KH). Fernsehen sehr stark minimieren hilft ungemein. Möglichst feste Essenszeit, lässt sich nicht immer haben, aber wäre super in der Auswirkung. Was noch gut hilft:Nichts Süßes nach 14 Uhr.Das wird schon. War auch wegen der Reise bestimmt alles unter Stress. Heute ist ein anderer Tag!

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  3. shiri schreibt:

    Das kriegen sie hin! Grosse Wut, ja, die wird es geben. Aber sie machen das ja nicht, um die Kinder zu ärgern,sondern um ein für alle Beteiligten angenehmeres Familienleben zu erreichen. Wichtig ist, denke ich, dass Herr Rabe am gleichen Strick zieht und sie gemeinsam Grundregeln aufstellen. Wann wird gegessen, wie viel Fernseh (ab wann nicht mehr) und das ein paar Wochen oedantisch durchziehen. Danach bestätigen Ausnahmen die Regel ;) Wichtig scheint mir auch noch: Sie entziehen ihren Kindern keine lebenswicgtifen Dinge wie Nähe und Liebe und ihre Kinder sind keine Babies mehr. Familienleben ist ein geben und nehmen von allen Familienmitgliedern. (Natürlich entsprechend ihres Alters/Könnens)

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  4. Vielleicht könnt Ihr auf eine gemeinsame Fernsehserie im Kinderfernsehen abends umsteigen und Euch die bewusst gemeinsam anschauen? Als sanfterer Ausstieg aus dem Netflix und Video. Mit der Kleinen hatten wir auch das Drama, beim Großen damals mit fester Fernsehzeit nicht. Die Kleine wollte da halt selbst bestimmen, was bei Netflix und Video ja auch besser geht. Beim Fernsehen sind die Zeiten vorgegeben. Ich tat mich schwer, mit den Kindern Routinen einzuführen, und mir halfen die festen Fernsehzeiten. Nach dem Abendessen bis zum Sandmann durfte geschaut werden, dass waren dann so 30 bis 45 Minuten. Und wir schauten gemeinsam. In der Regel hatten wir dann um 08:00 Ruhe. Und die Fernsehzeit wurde nie als Druckmittel eingesetzt. Der Fernseher wurde erst angemacht, wenn Abendbrot vorbei war.

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  5. das_weib schreibt:

    Da sagt auch die bedürfnisorientierte Mutti: Jawoll, machen! Für die Kinder sind diese stressigen Abende mit Gemotze und Streitereien ja auch nicht schön. Von daher tut man allen am Ende was Gutes, wenn man was ändert.
    Bei uns klappt das Netflixen noch ganz gut. Nach einer Phase mit sehr, sehr lautem und nachhaltigem Protest beim Ausschalten wird jetzt nur noch ganz mechanisch kurz aufgeheult, wenn der Laptop zugeklappt wird. So lange es so funktioniert, behalten wir das bei. Aber sobald das so in Stress ausartet wie bei euch, würden wir auch was ändern.

    Viel Glück und gute Nerven für euch alle!

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  6. ohmskine schreibt:

    Sehr geehrte Frau Dr. Rabe,
    wir haben sehr gute Erfahrungen mit Abendroutinen gemacht. Hier wird um 6 gegessen, um 7 gehts nach oben, bettfein machen und um 8 wird das Licht ausgemacht. Das ziehen wir seit etwa 7 Jahren durch.
    Denn es läßt genug Spielraum für spontane Anpassungen. Wenn die Damen (6 + 9 Jahre) früh bettfertig sind, ist Zeit für längeres Vorlesen. Mittwochs, wenn der Vater nicht da ist, dürfen die beiden „heimlich“ auf dem Sofa vor dem Fernseher essen (meist bei der aktuellen Maus). Wochenends wird nach dem Essen oft eine Spielerunde eingeschoben.
    Aber ja, häufig gibt es Gemecker, wenn man auf die Uhrzeit verweist und an Absprachen erinnert. Läßt sich wohl nicht komplett vermeiden.
    Wünsche Ihnen viel Erfolg und bald ruhigere Abende!

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