Tag 1252 – Grrrrrr.

Morgen sollte ja nun der Termin sein, um meinen Führerschein gegen einen norwegischen einzutauschen. Den musste ich grade verschieben, weil ich neben Sehtest, Antrag, altem Führerschein und Pass auch noch ein „Bostedsattest“ brauche, also einen Wisch, auf dem steht, dass ich wohne wo ich wohne und seit wann. Das ärgerte mich schon, weil ich das hinter mich bringen will. Aber tjanun. Dann dachte ich, ach, ich schlag zwei Fliegen mit einer Klappe und bestelle gleich 2 Bostedsatteste, dann kann ich auch gleich nen neuen Personalausweis beantragen. Pustekuchen, denn ich brauche für den Personalausweis kein Bostedsattest sondern dessen große Schwester, die „Utskrift av opplysninger registrert i det sentrale folkeregisteret“, also einen Wisch, auf dem steht, was in Norwegen so über mich gespeichert ist.

Und überhaupt brauche ich für einen Perso auch noch allerlei anderen Quatsch.

Natürlich ist meine Geburtsurkunde nicht hier. Aber die kann man online bestellen. Unsere Heiratsurkunde ist hier, nicht jedoch die Bescheinigung über die Namensführung (haben wir je eine besessen? Keine Ahnung.) und die kann man natürlich nicht online bestellen und ich frage mich jetzt ernsthaft ob es den Aufriss überhaupt wert ist, der Perso ist hier eh kack egal. Aber der Reisepass ist unhandlich. Immerhin haben wir die Abmeldebescheinigung hier, yeah. Und auf der Heiratsurkunde steht das mit dem geänderten Familiennamen ja auch drauf, genauso wie auf meinem (gültigen) Perso und meinem ebenso gültigen Reisepass, ich verstehe das nicht, dass man das doppelt und dreifach belegen muss und generell könnte ich mich grad kolossal darüber aufregen und muss auch eigentlich ins Bett da wollte ich schon seit ner Stunde liegen aber dann musste ich ja das verkackte Bostedsattest anfordern und jetzt die höllenkombi deutsch-norwegische Bürokratie leidenschaftlich hassen.

Entschuldigen Sie bitte den Ausbruch, es ist nur so arrrrrgggggghhhhhh!

(Was lernen wir daraus? Diejenige sein, die ihren Namen bei Heirat ändert, ist scheiß, wer weiß, irgendwann will man nen neuen Perso haben und lebt im Ausland und dann kommt so was.)

Herrn Rabes Perso ist übrigens bereits seit einiger Zeit abgelaufen und es kümmert ihn null, ich wär auch gern mal so.

9 Gedanken zu “Tag 1252 – Grrrrrr.

  1. Ich habe schon seit über einem Jahrzehnt keinen Perso mehr, Reisepass hat es immer getan. Aber warum denn den norwegischen Führerschein? Der deutsche hat doch volle Gültigkeit hier?

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      • Genau so. (Ich hatte damals übrigens noch die Papierversion des deutschen Führerscheins und war schon deswegen froh, ihn umtauschen zu können.)

        Aber der tut’s ja dann auch als Personalausweisersatz?! Ich jedenfalls habe seit 13 Jahren keinen Personalausweis mehr (der hier sowieso völlig für die Katz‘ wäre, weil da – im Gegensatz zum Führerschein – meine finnische Personenkennziffer ja nicht draufsteht, ohne die sowieso gar nichts geht), und auf Reisen würde ich sowieso immer lieber meinen Pass mitnehmen.

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  2. Olga schreibt:

    Ich bilde mir ein, dass man die Bescheinigung ueber die Namensfuehrung nur braucht, wenn man nicht in Deutschland geheiratet hat. Denn auf der deutschen Heiratsuhrkunde steht ja, wer den Namen von was zu was geaendert hat.
    Ich dachte ja vor ein paar Jahren, wenn ich schon in Vancouver bei der Botschaft bin und einen neuen Pass beantrage, koennte ich gleich auch einen neuen Perso beantragen, weil man ja fast den gleichen Mist braucht. Aber nein, den kann ich nur in Toronto beantragen. Jetzt muss es halt warten, bis ich aus Versehen mal in Toronto bin…

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  3. Sunni schreibt:

    Mir fiel auch gerade ein, dass auf der Heiratsurkunde in Deutschland doch steht: Der gemeinsame Ehename ist…oder eben anders im Fall, man bleibt bei zwei Namen. Boah, das ist aber auch ein echter Bürokratieballen zum Ärgern!

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  4. Das mit dem neuen Namen steht auf der Heiratsurkunde – insofern halte ich das für „nicht zutreffend“, ein zusätzliches Schriftstück vorlegen zu müssen. Und ich würde eigentlich auch erwarten, dass man Geburtsurkunde und Co. nicht braucht, wenn man gültigen Pass und Perso mitbringt – zumindest klappt das im Inland. Aber vielleicht sind die in der Botschaft da strenger, keien Ahnung. Viel Erfolg mit der Bürokratie!

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  5. Joriste schreibt:

    Möglicherweise ist dieser Zusatz für Leute wie uns eingebaut, die zunächst keinen gemeinsamen Familiennamen festgelegt hatten u beide den jeweiligen Namen behielten, sich das dann aber wegen der Kinder änderte bzw entschied (u ich dann zu allem Überfluss den Familiennamen des Mannes nahm.) jetzt hab ich hier einige Belege, die ich ständig übersetzen lassen soll…. Gute Nerven, ich hoffe, es fügt sich möglichst unproblematisch.

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  6. Ich musste für meinen neuen Personalausweis in Polen neben der Abmeldung aus Deutschland die Anmeldebestätigung aus Polen vorlegen, damit ich nur die gleichen Gebühren wie in Deutschland bezahlen musste. Hätte ich das nicht vorgelegt, hätte ich höhere Gebühren zahlen müssen wie ein Tourist, der seinen Personalausweis verloren hat. Allerdings reichte die Anmeldebestätigung aus, die man eben bei Anmeldung erhalten hatte. Es war nicht nötig, noch einmal extra Bestätigungen einzuholen.
    Und tatsächlich „muss“ man den Führerschein in einen nationalen des Wohnsitzlandes umtauschen, wenn man sich länger als sechs Monate dort mit Hauptwohnsitz anmeldet. Macht aber fast keiner. Jedenfalls habe ich in unserer Expat-Zeit in Polen keinen kennengelernt, der es gemacht hätte. Wenn ich aber meinen deutschen Führerschein verloren hätte, hätte ich einen polnischen beantragen müssen, da keine deutsche Behörde für mich in Führerscheinfragen mehr zuständig gewesen wäre. Allerdings reichte in Polen auch für alles der deutsche Personalausweis. Aber Ämterangelegenheiten waren für mich immer das Schlimmste in dieser Zeit. Selbst wenn man keine Sprachbarrieren hat… ist in Deutschland schon nicht schön, aber im Ausland ist man immer ein Ausnahmefall.

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