Tag 1279 – #12von12 im Februar ’19.

Es ist schon wieder der 12. und das heißt, wir machen alle brav 12 Bilder von unserem Tag und lassen unsere Sammlungen wiederum von Caro von Draußen nur Kännchen sammeln.

Auf geht es also. Der Wecker klingelt um 05:15, wie immer. Hurts. Aber es hilft ja nix. 45 Minuten später bin ich gewaschen, gecremt, geföhnt und bekleidet und das Frühstück ist fertig.

Kaffee für groß, Grøt für klein. #1von12 von #12von12

Es folgt: Gesicht bemalen samt Quatsch.

Heute vielleicht mal ein ganz dezenter Haarschmuck? #2von12 von #12von12

Dann hole ich Pippi aus dem Bett, ich versuche es auch bei Michel, aber der hat in seinem Bett durchgeschlafen und ich kriege keinen schlafenden Sechsjährigen aus dem Hochbett gehoben, ohne mir diverse Muskeln zu zerren und eventuell Wirbel zu brechen. Pippi frühstückt, mein Frühstück fällt Pippis Harndrang zum Opfer und wird auf „Banane im Zug“ eingedampft, wie immer und dann ist es auch schon Zeit zu gehen.

Tschüss, Pinzesse Fusselhaar! #3von12 von #12von12

immerhin ist es schon dabei, hell zu werden. Um 06:43 an der Bushaltestelle. Kalt ist es trotzdem.

Da! Licht! #Bushaltestellenfreuden #4von12 von #12von12

Dank einer Verspätung von einer Minute beim Zug bekomme ich noch den um 06:512. Der ist ziemlich voll und die Menschen sind ausgesucht missgestimmt, ich kapsle mich einfach ab und lese. ich Leider hab ich das Buch nun fast durch und fast hätte ich im Zug losgeheult, es war knapp. Ein sehr sehr gutes Buch, das gehen zu lassen mir schwer fällt. (Wie schön! Emotionen beim Lesen! Ich kann’s noch wieder!)

Bald aus. #mimimi #Unterleuten #5von12 von #12von12

07:40 betrete ich die Agentur, 5 Minuten später sitze ich mit ohne Winterboots und aber mit Kaffee am Rechner.

Hier müssen Sie leider draußen bleiben. #6von12 von #12von12

Dann Arbeit, Arbeit, Unterweisung, Arbeit, Arbeit, Arbeit, Mittag (kleiner Salat, weil) Zumba.

An meinen #Fahrstuhlselfie -skills muss ich noch arbeiten. Hier jedenfalls Post-Zumba das frisch geföhnte Schaf. #7von12 von #12von12

Bei mir habe ich noch nicht bemerkt, dass die Haare über Nacht von „Frisur ok“ auf „Geht gar nicht, ich hätte vor einer Woche beim Friseur gewesen sein müssen!“ anwachsen. Meine Haare wechseln von „geht noch aber müsste mal demnächst zum Friseur“ zu „Ach du scheiße, was ist das denn für ein seltsamer Pelz-Helm???“ exakt in dem Moment, in dem ich einen Friseurtermin abmache. Das war letzten Freitag und kommenden Samstag wird das Schaf geschoren.

Ich arbeite noch weiter und mache heute einen dicken Haken an den Punkt: interne Prozeduren (siehe [27 items lange Liste]) durchlesen. Done!

Dann fahre ich nach Hause, der Zug ist wieder verspätet, Tjanun. Ich muss bis zum Flughafen stehen, dann steigen endlich genug Leute aus, damit der Rest sitzen kann. Aber nur ganz kurz denn sogleich erschallt die Lautsprecherdurchsage „der Zug ist ab hier eingestellt, steigen Sie alle aus und nehmen Sie den nächsten Zug, der ist direkt hinter uns.“ Nun. Direkt ist in der Zugfahrwelt wohl eher ein dehnbarer Begriff, wir warten also alle erst. Und natürlich, als der Zug dann kommt, quetschen sich zwei normal volle Züge in einen und es wird so voll, dass ich mehr Gerüche und Telefonate um mich rum mitbekomme, als mir lieb ist. Ich drehe die Musik sehr viel lauter und das macht alles viel erträglicher für mich, Mitfahrende schauen seltsam aber mir ist das in dem Moment egal, ja, die spießige Frau im Angela-Merkel-Gedächtnis-Strickjäckchen frittiert ihre Ohren mit Punkrock, because fuck you, that’s why. So lässt sich selbst in vollen Zügen (muhahaha) das Leben genießen. Ich Google nebenher, wie alt Dexter Holland (der Sänger von The Offspring) ist (53) und finde dabei heraus, dass der erst 2017 seinen PhD in Molekularbiologie bekommen hat, da war „der hat nen Doktor in Molekularbiologie!“ vor 10, 15 Jahren also eine Urban Legend, die ich arglos weiter verbreitet habe und die nachträglich doch noch validiert wurde.

In Eidsvoll muss ich erst mal das Auto aus dem Schnee ausgraben. Das mit dem Schnee von oben hat sich meiner Meinung nach auch langsam etwas abgenutzt. Ja, Winter, ja, Schnee, Hurra, aber das heißt doch nicht, dass der pausenlos vom Himmel fallen muss! (Sie dürfen mit den Augen rollen, ich mache das auch, wenn Sie alle über ihre Sommerhitze stöhnen.)

Ich hab echt nichts gegen Schnee, einige meiner besten Freunde sind Schnee, aber… #8von12 von #12von12

Ich hole Pippi aus dem Kindergarten ab und es dauert alles, dann holen wir Michel ab und es dauert noch länger, dann müssen beide Kinder noch aufs Klo und zu Hause sind wir um 17:15, 25 Minuten vor Abfahrt zum Skitraining. Ach ja: im Hort sehe ich Lise und Lise ist das spargeligste Kind von allen spargeligen Erstklässlerkindern, wenn Lise durchs Turnen noch abnimmt, dann höchstens an den Ohrläppchen. Aber egal, wir sind zu Hause, die Kinder wollen Fernsehen, ich erlaube 15 Minuten unter der Bedingung, dass sie sich dabei umziehen. Die Zeit will ich nutzen, mich umzuziehen und Brote zu schmieren, damit Pippi nicht wieder hungrig beim Skiverein ankommt und dann nicht Skilaufen sondern Waffeln essen will. Das Brot hat allerdings Haare und so schmiere ich Knäckebrote. Das Umziehen vorm Fernseher klappt natürlich nicht und ich muss da noch nacharbeiten, dann die Kinder in ihre Anzüge stecken und schwupps, sind von den 25 Minuten 30 rum. Kleine Rauchwölkchen steigen schon über meinem Kopf auf. Dann bekommt Michel am Skiklub im Dunkeln hinterm Auto die Ski nicht an, Pippi schläft, Michel heult, weil er denkt, seine Gruppe sei schon weg, Pippi heult, weil ich sie geweckt habe und überhaupt ist alles noch verhältnismäßig schön.

Hier ein paar Stichworte zum Rest des Trainings:

  • „Ich will nicht Ski laufen!“
  • „Ich hab Hunger!“
  • „Ich WILL NICHT SKI LAUFEN, WÄHÄHÄÄÄÄ!“
  • „Ich hab Huuuuuuunger!“
    „Ich hab Durst!“
    „ICH HAB DUUUUHUHUHUHUUUUURST!“
    „Ich will Ski laufen!“
    „MICHEEEEEL! WÄHÄHÄHÄÄÄÄ!“
    „ICH WILL ZU PAPAAAAAAA!“

„K2 läuft begeistert Ski!“ (Abbildung ähnlich.) #9von12 von #12von12

Dann kommen die Kinder von draußen nach ihrem Training rein, Pippi macht genau so weiter und der Raum ist nun voller Menschen. Die reden. Laut. Alle durcheinander. Die Rauchwölkchen über meinem Kopf sind inzwischen eher Abgase eines mit Rohöl betankten Unimoks.

Irgendwann kriege ich die Kinder ins Auto und ich hab keins ausgesetzt, wo ist mein Orden.

Zu Hause geht es aber genau so weiter („Ich hab Huuuunger!“), meine Geduld ist halt auch begrenzt und ich sage irgendwann sehr laut Sachen über alleine ins Bett gehen und Schnauze voll und am Ende heulen wir alle drei, es ist echt super. Mit sehr viel Mühe bekomme ich uns alle so weit beruhigt, dass die Kinder ins Bett können. Ich wette mit mir selbst, dass ich auch einschlafe, kriege aber grad noch so die Kurve.

Sie schlafen endlich. Ächz. #10von12 von #12von12

Ich verkrümele mich, nach kurzem Sichten der nassen Skisachen, aufs Sofa zum Bloggen. Mir fallen dauernd die Augen zu und dabei klingeln die Ohren, der Nachmittag/Abend ist einfach zu viel gewesen.

Bei mir geht heute auch nicht mehr viel. Ächz, ächz. #11von12 von #12von12 #Wasseralldaylong

Ich lasse nun das Chaos Chaos sein, das Brot für die Brotdosen morgen ist eh noch nicht aufgetaut und überhaupt, Schlaf ist grad wichtiger. Also träumen Sie alle auch schön!

Gute Nacht, Peppa Wutz! #Diegehörthiernichthin #Eskönntmirnixegalersein #12von12 von #12von12

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