Tag 1591 – Dunkles Deutschland.

Zuerst das wichtigste: Wir sind heile angekommen! Wir hatten insgesamt alle einen guten Tag, denke ich, auch wenn Pippi und ich ordentlich erkältet sind. In Kiel haben wir eine nette Twitterin samt Mann und K2 getroffen und sind staunend durch den Citti geschlendert. Auf der Autobahn haben die Kinder die Tablets leer geguckt und ich habe die deutschen Autofahrenden vom Beifahrersitz aus veratmet. In Bielefeld angekommen haben wir das Auto ausgeladen und sind direkt weiter zur besten Friseurin überhaupt gefahren. Dabei ist Pippi auf den 5 Minuten Fahrt eingeschlafen und deshalb hat sie nun als einzige keinen frischen Haarschnitt.

Bei der Friseurin noch zufällig einen Freund von früher getroffen, der inzwischen in der Schweiz lebt aber auch noch in der alten Heimat zur besten Friseurin überhaupt geht. Das war schön.

Danach noch Döner und nun platzen wir alle fast. Die Kinder nicht, die schlafen selig, sogar Michel, der Dank der Schwägerin auch beim Opa daunenfreies Bettzeug hat und deshalb nicht so allergiegeplagt ist wie die letzten Male als wir hier waren.

Was uns bisher aufgefallen ist, zum ersten Mal so extrem: wie voll und hektisch Deutschland ist. Wie schlecht die Straßen und insbesondere die Menschen auf ihr (zu Fuß oder auf dem Rad) beleuchtet sind. Mein Puls im Straßenverkehr ist permanent 180, weil überall Autos sind, die fahren wie die Henker und dann hopst einem noch ein komplett schwarz gekleideter Fußgänger fast vors Auto.

Dafür bin ich nicht mehr gemacht.

5 Gedanken zu “Tag 1591 – Dunkles Deutschland.

  1. Bea schreibt:

    Joah, wir leben hier auf dem Land, naja Vorstadt, da ist Lucht am Rad fast komplett unbekannt, dunkle Kleidung im Winter obligatorisch und ich versteh nicht, wie hier überhaupt jemand den Winter überlebt. Meine aus Schwrden importierten Reflektor -Anhänger werden regelmäßig mit: sie haben da was an der Jacke kommentiert. Wenn ich erkläre, was das ist: grossses Unverständnis. Jaja, dunkles Deutschland.

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  2. Irene schreibt:

    Ich werde auch immer komisch angeguckt, wenn ich mit Warnweste zum Bus oder abends nach Hause gehe. Wurscht, ich werde lieber gesehen.
    Witzig, dass man sich als „Expats“ in der alten Heimat bei der Friseurin trifft… ich hätte eher gedacht im Supermarkt beim Grosseinkauf von „Heimatgefühl“ (ich war heute mit meinem Mann seit langem mal wieder in Deutschland im Edeka und habe darauf bestanden, dass es nur 2 mögliche Marken bei den Essiggurken gibt, nur die schmecken nach Kindheit :-))

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  3. Sunni schreibt:

    Deutschland auf Straßen und Autobahnen bedeutet permanenten Krieg. Mit 140km/h ist man ein „Hindernis“ wurde mir neulich gesagt, als ich auf 120km/h als Richtgeschwindigkeit hinwies. Dazu gab es noch den Hinweis, wenn man nicht schneller fahren wolle oder könne, es doch ganz zu lassen. Bundesstraßen und Landstraßen sind wegen der nicht oder furchtbar schlecht beleuchteten Fahrräder und der mehr oder weniger am Wegesrand laufenden Fußgänger eine durchgängige Gefahr. Nicht lustig, nein. Dunkles Deutschland? Naja, für Klimbimbeleuchtung an Häusern, Gartenzäunen und Büschen/Bäumen gibt es ja zum Glück offenbar genug Geld für Erleuchtung dieser Art…Kommen Sie gesund und gut durch die Zeit!

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  4. Claudia Schneemann schreibt:

    Das mit dem voll und hektisch geht mir auch jedesmal so, wenn ich nach Deutschland gehe.
    Und dann stehen alle so dicht beieinander, wenn sie sich unterhalten! Ich hab mich total an den mindesten-50-cm-Abstand-zum-Gesprächspartner gewöhnt. Letztes Mal musste ich sogar meine Mutter bitten, nicht immer zu folgen, wenn ich einen halben Schritt zurück ging, weil mir alles zu nah war… Sie hats nicht verstanden…

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  5. FrauC schreibt:

    Kinder bis irgendwann im Grundschulalter tragen Jacken mit Reflektorstreifen und reflektierende Anhänger in Teddybärenform. Dann sind die Anhänger uncool und die Modeindustrie näht keine Reflektoren mehr an Winterjacken. Deshalb besitzt mein Vater jetzt Kindergarten-Reflektorzeug, um halbwegs sicher im „Seniorentempo“ über die Straße zu kommen.

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