Tag 1641 – kein Sturm.

Wegen der Alarmbereitschaft in Deutschland zweifelte ich heute kurz an dem Plan, in eine riesige Glashalle zu fahren, aber hier ist zwar Kackwetter angesagt, aber mehr auch nicht. Kackwetter im Januar bedeutet Regen und Schneeregen bei ein bis zwei Grad. Total zum Abgewöhnen.

Aber dafür waren wir ja im Schwimmbad, dieses Mal im Råholt-Bad. Das ist nur 15 Minuten von uns weg, recht günstig und nett. Ja, kann man anders nicht sagen. Ein relativ großes Warmwasserbecken, eine Sauna und ein Dampfbad und ein großes Schwimmbecken. Sogar eine Wasserrutsche. Mehr braucht es ja wirklich nicht und wir hatten alle 4 ein paar nette Stunden und konnten uns vor dem usseligen Wetter verstecken.

Allerdings muss ich mal kurz was loswerden. Ja, die Kinder sind unterschiedlich, das ist mir nicht neu. Aber heute hatte ich wieder einen 1a Kontrast. Und zwar kann Michel ja nicht schwimmen. Nach drei der sinnlosen Plantschkurse haben wir das mit dem Schwimmkurs Ja aufgegeben und da er nun immer noch auf dem selben Niveau plantscht wie mit vier und es gleichzeitig nur diese Kurse mit ihrem blöden Modell gibt (nichts mit „Ach einfach im Sommer im Freibad üben und dann gleich da das Abzeichen ablegen“ – gibt ja nicht mal Freibäder hier) ist der Zug nun abgefahren, ich kann ihn in keinen Kurs mit Vierjährigen stecken. Das ist alles großer Mist und ich versuchte heute deshalb, Michel ein bisschen Schwimmen beizubringen. Aber es geht nicht. Bzw. macht es mich irre. Michel ist im Wasser genauso hampelig wie außerhalb des Wassers und das steht dem Ganzen mehr als im Weg. Sobald er los“schwimmt“ fuchtelt er unkontrolliert mit allen Gliedmaßen und klatscht den Kopf unter Wasser. Tauchen kann er gut, aber sobald man ihm den Schnorchel wegnimmt, säuft er ab. Er hört nicht auf mich, hat keine Lust zu üben und herrje, ich will doch auch irgendwann mal wieder in ein Schwimmbad können, ohne auf das schnorchelnde Zappelkind aufzupassen. Das war jedenfalls für mich recht frustrierend. Ich wünschte, die Schule würde das fixen, aber hahahahaha.

Pippi dagegen mache ich das einmal vor und sage „Wie ein Frosch“ und dann schwimmt Pippi in ihrem Schwimmring dümpelnd prima durchs ganze Becken. Weglassen wollte sie den Ring nicht, aber Tjanun. Mit geht es deutlich besser als das was Michel da veranstaltet.

Ich hab die beide gleich doll lieb, ist klar, ne? Ich wünschte nur, ich könnte Michel da helfen, aber das setzt ein gewisses Maß an Compliance voraus.

Seufz.

4 Gedanken zu “Tag 1641 – kein Sturm.

  1. Mitleserin schreibt:

    Wäre denn die Compliance bei der Konstellation „Michel und Herr Rabe“ eher gegeben? Wir haben das Thema bezüglich Mathematik: Nachwuchs und ich geraten zuverlässig aneinander, mit dem Papa geht‘s… 😏
    Wünsche gute Nerven!

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  2. Bettina schreibt:

    Die Schule von Sohn2 verlangt von den Eltern, dass die Kinder bis zur 6. Klasse sicher schwimmen können, weil sie dann im Sportunterricht schwimmen gehen. Er ist jetzt um 2. Halbjahr der 5. Klasse und so langsam geraten wir in Zugzwang… Er kann sich inzwischen im Wasser einigermaßen fortbewegen, aber ob das als „sicher schwimmen“ gilt? Keine Ahnung.
    (Schwimmkurs hat er ohne Abzeichen beendet und mit mir zu üben GEHT GAR NICHT)

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  3. FrauC schreibt:

    Oh ja, das mit der Compliance haben wir auch! Bei sooo vielen Dingen denke ich „mach’s halt einfach, es ist gut für dich, du hast es leichter, wenn du das dann kannst!“… aber es klappt nicht wegen Bockigkeit.
    Wenn es irgendwo einen Radfahrkurs gegeben hätte, hätte ich meine Kinder da hingeschickt, statt es selbst zu machen. Hätte bestimmt in der Hälfte der Zeit geklappt…

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  4. Willkommen in meiner Welt. Mein Kind übt ja leider generell nichts. Tja. In der Schule verweigert sie seit anderthalb Jahren das Schwimmen komplett, sagt auch nicht, warum. In den Ferien ist sie aus irgendwelchen Schwimmbecken kaum raus zu bekommen – schwimmen kann sie leider mit 14 Jahren trotzdem nicht.

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