Tag 2352 – Last minute.

Uffz, es ist soweit alles gepackt, aber da wir irgendwie alle dem Corona-Reise-Braten nicht so recht trauen wollten, wurde alles aufgeschoben bis zur letzten Sekunde. Aber nun sind die Meerschweinchen in ihrem Feriendomizil, ich habe stundenlang Wäsche in Schränke geräumt, nur um sie danach wieder raus und in Reisebehältnisse zu packen, das Auto lädt und die Geschenke sind verpackt.

Das Auto lädt auf drei Phasen, was gut ist, neulich haben wir mal festgestellt, dass es seit Wochen nur auf einer Phase lud, was potentiell am Auto, am Kabel oder an der Ladebox liegen kann. Jetzt hat es sich aber magisch wieder eingekriegt, auch just in time.

Ebenfalls just in time wurde eine neue Stromabrechnungsform, die am 1.1. in Kraft treten sollte, gekippt. Wir können daher vorerst weiter auf drei Phasen laden. Mit Einführung der neuen Abrechnung würde uns nämlich allein der Umstand, dass wir das können und tun, extra Geld kosten. Weil der Strom aber eh schon KOMPLETT ABSURD TEUER ist (Stromrechnung gestern, also an einem einzigen Tag: 560 Kronen. Über. 50. €. Hurz.), und die Stromanbieter dem Staat vorgerechnet haben, dass 70% ihrer Kund*Innen durch das neue System mehr Netzmiete (seien sie froh, wenn Sie nicht wissen, was das ist) zahlen müssen, als jetzt, hat die Regierung beschlossen, dass jetzt ein ganz schlechter Zeitpunkt dafür ist, das einzuführen. Im Moment denke ich aber schon, und da bin ich sicher nicht alleine, dass scheinbar momentan nicht so sehr gewollt ist, dass hier weiter alle Elektroautos fahren. Herr Rabe und ich schlucken bei den Strompreisen noch nur, aber es haut finanziell noch hin. Familie Nordmann aus Oslo, die mit ähnlichen Einkommen und ähnlichem Lebensstandard (und nem Leaf statt nem Tesla) einen drei mal so hohen Hauskredit bedienen muss wie wir, hat ernsthafte Probleme. Was will man machen? Nicht mehr heizen? Kalt duschen? Das Auto verkaufen und nen Diesel anschaffen ist da noch die praktikabelste Lösung, um einen großen Teil des Stroms zu sparen. (Klar, man könnte das Haus nachisolieren, neue Fenster einbauen usw, aber das setzt ja auch erst mal freies Kapital voraus. Und dann stellt sich das Problem, dass man grade weder Material dafür noch Menschen, die es machen, bekommt.) Ich hoffe, das alles schießt uns Energiewendemäßig nicht noch ins Knie.

Ich habe Michel versprochen, dass wir morgen auf dem Weg zur Fähre noch beim Optiker vorbei schauen, weil seine Brille hinterm Ohr drückt. Ich hatte gestern drum gebeten, dass die etwas justiert wird und offenbar war die Optikerin auf der einen Seite etwas zu eifrig. Wir fahren also noch etwas eher los, damit wir das noch schaffen, ohne dass ich mir vor Nervosität, zu spät zu kommen, ins Hemd mache.

Pippi hat nun auch eine neue Brille und ist sehr zufrieden damit. Leider ist sie heute trotz Brille irgendwie gegen die Waschmaschine gelaufen (???) und hat jetzt auch noch ein ganz frisches, riesiges Hörnchen auf der Stirn. Immerhin farblich zur korallenroten Brille passend.

7 Gedanken zu “Tag 2352 – Last minute.

  1. Sunni schreibt:

    Daumen sind gedrückt, dass alles klappt. Netzmiete ist bei uns das Netzentgeld, das pro kWh gezahlt wird? Es gibt hier eine neue Studie, die zeigt, dass eine generelle Umstellung auf Elektroauto nicht leistbar ist (D). Nicht mit den jetzt noch vorhandenen Resourcen, und schon gar nicht nach Abschaltung und Schließung entsprechender Kraftwerke. Selbst ein exorbitanter Preis für Strom würde es nicht erlauben, weil damit die Verbauchsmenge/Abgabemenge sich nicht erhöht.Aber jetzt erstmal gutes Hin-und Rückkommen!

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      • Wir bezahlen ja den stundenaktuellen Börsenpreis, plus Zuschlag, plus Abgaben, plus Netzmiete, plus Umsatzsteuer, dementsprechend schwankt der Preis nicht nur über den Monat sondern auch über den Tag. Montag lag der Spotpreis im Tagesschnitt bei uns bei 311 øre (grob durch 10 teilen ergibt Cent), plus Zuschlägen und allem im Schnitt bei ca. 40 Cent/kWh. Zu den teuersten Stunden kostete die Kilowattstunde knapp 60 Cent. Im Vergleich dazu lag der maximale Strompreis (inklusive aller Zuschläge usw.) im Dezember 2020 am teuersten Tag für einige Stunden bei 130 øre/kWh. In Nord-Norwegen lag der Spotpreis am Montag im Schnitt bei 59 øre/kWh.

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