Tag 2372 – Game on.

Wir haben eine neue App. Ich möchte noch ein paar Tage Erfahrungen sammeln, dann erzähle ich mehr dazu, aber es wirkt erst mal vielversprechend. In diesem Zusammenhang habe ich auch zum ersten Mal überhaupt einem App-Entwickler geschrieben. Wer weiß, vielleicht kriege ich ja eine Antwort, die auch für Sie erhellend ist.

Was mich zum nächsten Thema bringt. Facebook. Ich muss auch Facebook meiden, denn ich kann mich nicht abgrenzen von all dem, was ich da aufgrund meiner deutschen Blase lese. Ich lese sinngemäß, wer sich nicht boostert, will Risikogruppen töten (und verdient dementsprechend auch keine Teilhabe an irgendwas) und wer seine Kinder (5-11 Jahre) nicht impfen lässt, liebt diese nicht („will sie nicht behalten“). Eltern lassen ihre Kinder nicht mit ungeimpften Kindern spielen. Und ich weiß, dass das eben die deutsche Sicht ist und ich weiß, wir hier sind nicht gemeint, ich lese das aber trotzdem und schaffe es eben nicht, mich emotional dagegen abzugrenzen. Denn wir sind nicht geboostert (ich habe es versucht, heute, aber da ich nicht lügen kann, bin ich frühestens in fünf Wochen – eigentlich in Norwegen gar nicht – dran, weil ich ja Corona hatte) und die Kinder sind nicht geimpft. Wir sind *die*. Mit den schmutzigen Kindern, quasi mit einem Fuß Impfgegner.

Also auch kein Facebook mehr für mich.

(Bevor Sie einen „Da kann man sicher was machen!“-Reflex bekommen: nein. In Norwegen nicht. Dafür ins Ausland reisen, mehrmals, weil ja auch die Kinder dann drei Dosen brauchen, und sich dort eine von einem anderen Staat bezahlte Impfung geben lassen, die ich hier eventuell gar nicht registriert bekomme, kommt nicht in die Tüte, so wichtig finde ich die Impfung dann tatsächlich nicht. Äh, wollte sagen, meine Kinder sind mir egal, eigentlich kann ich sie auch gleich im Wald bei den Bären aussetzen und sich selbst überlassen.)

Und die Moral von der Geschicht: Pandemie und soziale Medien vertragen sich nicht.

Der Vollständigkeit halber heute gut: Geige gespielt, Spaziergang gemacht, von beiden Kindern Hausaufgaben angehört (red riding hood und das abc. Abcdefghijk-ellomello-p.). Bei der Arbeit niemanden fern-erwürgt. Abends endlich ein Paket aus der „Instabox“, einer Art Packstation, abgeholt. Zum Glück hopste kein Tier vor‘s Auto, bei dem Nebel hätte ich es vermutlich erst gesehen, wenn es im nicht vorhandenen Kühlergrill gehangen hätte.

Unscharf, weil die Kamera auf nichts fokussieren konnte. Ein Wetter, das den Einsatz von Nebelscheinwerfern und -Schlussleuchte rechtfertigt. (Für das Bild habe ich angehalten.)

Für die interne Referenz: man konnte von der Ecke Nesvegen-Gruemyra unser Haus nicht sehen, obwohl in der Küche das Licht und am Carport die Lichterkette an war. Man konnte überhaupt nicht sehen, dass da Häuser stehen.

3 Gedanken zu “Tag 2372 – Game on.

  1. Sunni schreibt:

    Hui, das Bild ist etwas für ein Krimi-Cover! Und was die Medien angeht: Sie sind es, die alle Zwistigkeiten noch so richtig anheizen, seit Beginn. Und ja, die tragen sehr viel Schuld – neben der Dummheit, die man kaum ändern kann.Unser jüngstes Enkelkind gehört auch zu den „Aussätzigen“, da mit einer Autoimmunkrankheit spezieller Art eine Impfung im Moment nicht möglich. Zum Glück in einer Sportblase, die das Kind auffängt und mitnimmt in allem. Und die Mutter als Ärztin auch, denn da ist es ja noch viel schlimmer (sie und die 13jährige Tochter sind geimpft).Ja, die FB/Twitterblasen sind abartig und zu vermeiden, wenn man klaren Kopf behalten will und leben.GlG

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  2. virtuellesgluecksbuero schreibt:

    Entscheidungen in einer Pandemie zu treffen, das hängt von so vielen Faktoren ab, da kann ein Gutteil der Menschen nicht drüberschauen. Lassen sie sich nicht ärgern.

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  3. Franzi schreibt:

    Ich bewege mich weder bei Facebook noch bei Twitter und das scheint eine gute Idee zu sein. Die Realität ist hier in Deutschland eine andere, als sich da spiegelt. Man braucht diese Parallelwelt nicht für die „deutsche Sicht“ halten, das ist sie nicht. Als Lehrerin bietet sich mir ein komplett anderes Bild. Etwa zwei Drittel meiner Schüler (12-17) sind NICHT geimpft. Viele lehnen Impfen ab. Und ich finde, über die Sinnmäßigkeit von Impfungen für Kinder, die kaum Risiko einer schweren Erkrankung tragen, muss man diskutieren dürfen. In den Grundschulen sind hier noch kaum Kinder geimpft.

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