Heute war das Wetter kacke, gestern aber nicht. Und während Pippi auf einem Kindergeburtstag war, der draußen direkt am Wald stattfand, ging ich deshalb mit meinem Körbchen und meinem Messerchen bewaffnet in den Wald. Es ist ja Herbst, also Pilzzeit.
Denkste. Nichts hab ich gefunden. Zwei Stunden im Wald rumgestapft (an Orten, wo ich noch nie war, weil man normalerweise Gummistiefel braucht, um da hin zu kommen) für ein paar angefressene Fliegenpilze, einige Reizker (die lasse ich stehen, es sei denn, ich komme noch an einer Pilzkontrolle vorbei, Lamellenpilze finde ich tendenziell gruselig), eine knappe Handvoll falsche Pfifferlinge und einen einzigen halb aufgefressenen Steinpilz. Letzteren habe ich aus reinem Trotz mitgenommen.


Falsche Pfifferlinge sind eigentlich recht einfach zu erkennen, die haben nämlich keine Adern, sondern Lamellen. Auf dem oberen Bild bin ich nicht so ganz sicher, ob das eine nicht vielleicht ein echter Pfifferling ist, aber was soll ich mit einem einzelnen Winzpilz?
Falsche Pfifferlinge sind das, was Leute, die keine Pilze sammeln, mir gegenüber immer als Gefahr angeben. Dabei sind die nicht giftig und noch nicht mal nicht genießbar, die schmecken einfach nach nichts. Und mit ein bisschen (wirklich minimaler) Übung sind sie relativ leicht zu erkennen.
Ich vermute, dass der Klimawandel schuld an der Abwesenheit von Pilzen ist. Normal ist das jedenfalls nicht.