4035 – Im Rabenhaus ist der Wurm drin.

Immer wenn man hier irgendwas angeht, taucht irgendwas auf. Heute: ein Holzwurm. Also mindestens einer. Der fiel auch aus dem rieselnden Loch raus und fiel auf den Boden und dann habe ich ihn nicht mehr gefunden. Nach viel googeln tippe ich auf Holzbock und frage mich, womit wir das verdient haben. Also, das war draußen und nicht drinnen und auch nur ein Balken und nicht die Wand oder so, aber wer weiß wo die sonst noch sitzen? Die kommen ja wahrscheinlich nicht alleine. Was bin ich froh, dass wir eine Schadinsekten-Versicherung haben. Allerdings ist fraglich, was die übernimmt. Das finde ich dann nächste Woche wohl raus.

Naja. Es erklärt immerhin, warum letztes Jahr immer der Specht an unserem Haus rumgehackt hat. Aber den habe ich auch schon lange nicht mehr gehört oder gesehen.

Und dann habe ich auf YouTube den Film „In der Arche ist der Wurm drin“ gefunden, den ich als Kind oft geguckt habe (den hatten meine Großeltern auf Video) und der der Grund ist, warum ich Holzwürmer bisher nie als irgendwie bedrohlich wahrgenommen habe. Für ein bisschen 80er-Nostalgie gucke ich mir den jetzt noch an. Grad haben die Holzwürmer „lieb gekuschelt“ und jetzt haben sie sehr viele Babys. „So ist das eben.“ sagt Willi Wurm dazu.

(Grob falsch dargestellt. Die Larven fressen das Holz und irgendwann entwickeln die sich dann zu Käfern. Die legen Eier, aus den Eiern schlüpfen Larven und dann geht der Tanz von vorne los. Lieb kuschelnde Würmer. Pffft.)

Tag 4033 und 4034 – Erwachsenenkram.

Gestern und heute hatte ich Homeoffice, gestern mit der Zusatzoption Taxidienst für Pippi. Homeoffice war aber auch mal „nötig“, um was wegzuschaffen. Im Büro kommt man ja irgendwie zu Nix.

Nebenher versuche ich irgendwie diese ganzen Erwachsenendinge voranzutreiben, also rede ich mit Versicherungen, Handwerkern, Gutachtern und Banken und so langsam hab ich echt die Schnauze auch voll. Es nervt so unsäglich, dass man ALLEN hinterher rennen muss. Besonders nervt mich das, wenn so Handwerker dann nach dem x-ten mal Generv von mir sagen „oh, ich dachte, ihr hättet in der Zwischenzeit wen anders gefunden“. Weil 1. Nein, 2. hätte ich dann Bescheid gegeben, was ich dir auch vorher gesagt habe, 3. nein, es ist quasi unmöglich wen hier her zu kriegen!!! Handwerker*in müsste man sein, echt, die können mit ihren Kundys machen, was sie wollen, und die Kundys betteln trotzdem auf Knien um Hilfe. Ein Handwerker hat mir aber auch schon gesagt, dass viele Kundys eben nicht absagen, sondern ihn einfach ghosten. Also vermutlich sind beide Seiten zum Teil schuld, aber trotzdem nervt es mich unsäglich. Das gleiche btw mit Banken, die wollen immer gerne, dass ich ihre Kundin werde, aber was für mich als existierende Kundin tun? Ufffff neeeeeee also nächste Woche vielleicht. Es geht im Übrigen darum an uns noch mehr Geld zu verdienen, also mein Verständnis hält sich in Grenzen.

Genug aufgeregt.

Inmitten des Taxidienstes war ich gestern auch selbst beim Floor Barre, das war anstrengend, aber gut. Kraft- und Flexibilitätstraining für Tänzerinnen (Männer mitgemeint, es sind ja eh nie welche da) und gestern hatte ich Zyklusanfang, da klappt der Spagat sogar fast. Nächste Woche fühlt sich dann alles wieder an wie aus Holz, aber so ist es eben.

Tag 4029 – 4032 – Der Ausnahmezustand geht weiter.

Sonntag: weiter Flohmarkt. Und hinterher aufräumen, einen Teil der Flöhe wegwerfen, den Rest einpacken, damit er wieder ins Lager gefahren werden kann. Bis zum nächsten Jahr. Ich habe sehr ausdauernd unzählige Umzugskartons, Bananenkisten und co. klein gefaltet und in einen Hänger gestopft, damit das zur Deponie gefahren werden kann. Der Hänger war am Schluss komplett voll und ich sah aus, als hätte mich eine wütende Katze angefallen.

Montag: Geburtstag von Teamleiterin (50), Kollegin (50) und Lieblingskollege (60). Unfassbarer Stress für mich, habe mir allein an diesem Tag sicher meine halbe DNA durch Stresshormone kaputtmethyliert. Aber der Lieblingskollege hat sich wirklich ganz doll über alles, was wir auf die Beine gestellt hatten, gefreut und das ist an dem Tag tatsächlich das wichtigste gewesen.

Zwischendurch noch den Inspektionsplan umgeworfen, das machen wir ja irgendwie hobbymäßig.

Abends Pippi erklärt, dass sie leider nicht in das Talent-Entwicklungs-Programm der Ballettschule aufgenommen wurde und dann die vielen sehr verständlichen Gefühle, die sie dazu hatte, aufgefangen. Nächstes Jahr kann sie es noch mal probieren.

Dienstag: Lieblingskollege und Lieblingskollegin fliegen nach China. Ich bleibe zurück und innert 15 Minuten explodiert alles, Chefin will Sachen, alle wollen was. Trotzdem um kurz nach vier fluchtartig das Werk verlassen, aus dem Zug beide Kinder angerufen, sie mögen bitte was essen, zu Hause Kinder eingesammelt und zum Korps gefahren, zu Hause sehr fix Essen gemacht und mit Herrn Rabe schnell was gegessen. Dann Tanz“Kurs“ mit Herrn Rabe – das war super. Hachzihachz. Danach Ballett. Ballettlehrerin hat keinerlei Gnade für uns übrig und heute tut mir alles weh. War trotzdem schön. Danach fuhr Herr Rabe aber zu seiner alljährlichen Konferenz, und jetzt habe ich wieder eine Pippi im Bett.

Heute noch mal Büro und ein externes Meeting gehabt, wir beraten ja auch, gehört zu unserem Auftrag. Das Meeting war etwas weird, weil ich eine gestern erhaltene Mail nicht mit dem, was ich hörte, übereinander bekam, das aber auch nicht ansprechen konnte, weil ich nicht wusste, wer der anwesenden über den Inhalt besagter Mail Bescheid wusste (hinterher stellte sich raus: niemand). Ich kann dazu nichts sagen, aber es war alles sehr seltsam.

Danach nach Hause Signalstörung, mir großer Verspätung drei Mädels vom Tanzen abgeholt, auf dem Weg den Warnleuchte-nervenden Reifen an der Tanke aufgepumpt, zu Hause Essen gemacht und dann erst mal eine Stunde Geige gespielt.

Ich wäre eigentlich bereit für 12 Stunden Schlaf.