Tag 4033 und 4034 – Erwachsenenkram.

Gestern und heute hatte ich Homeoffice, gestern mit der Zusatzoption Taxidienst für Pippi. Homeoffice war aber auch mal „nötig“, um was wegzuschaffen. Im Büro kommt man ja irgendwie zu Nix.

Nebenher versuche ich irgendwie diese ganzen Erwachsenendinge voranzutreiben, also rede ich mit Versicherungen, Handwerkern, Gutachtern und Banken und so langsam hab ich echt die Schnauze auch voll. Es nervt so unsäglich, dass man ALLEN hinterher rennen muss. Besonders nervt mich das, wenn so Handwerker dann nach dem x-ten mal Generv von mir sagen „oh, ich dachte, ihr hättet in der Zwischenzeit wen anders gefunden“. Weil 1. Nein, 2. hätte ich dann Bescheid gegeben, was ich dir auch vorher gesagt habe, 3. nein, es ist quasi unmöglich wen hier her zu kriegen!!! Handwerker*in müsste man sein, echt, die können mit ihren Kundys machen, was sie wollen, und die Kundys betteln trotzdem auf Knien um Hilfe. Ein Handwerker hat mir aber auch schon gesagt, dass viele Kundys eben nicht absagen, sondern ihn einfach ghosten. Also vermutlich sind beide Seiten zum Teil schuld, aber trotzdem nervt es mich unsäglich. Das gleiche btw mit Banken, die wollen immer gerne, dass ich ihre Kundin werde, aber was für mich als existierende Kundin tun? Ufffff neeeeeee also nächste Woche vielleicht. Es geht im Übrigen darum an uns noch mehr Geld zu verdienen, also mein Verständnis hält sich in Grenzen.

Genug aufgeregt.

Inmitten des Taxidienstes war ich gestern auch selbst beim Floor Barre, das war anstrengend, aber gut. Kraft- und Flexibilitätstraining für Tänzerinnen (Männer mitgemeint, es sind ja eh nie welche da) und gestern hatte ich Zyklusanfang, da klappt der Spagat sogar fast. Nächste Woche fühlt sich dann alles wieder an wie aus Holz, aber so ist es eben.

Tag 1792 – Endlich.

Erinnern Sie sich noch an die Reiseversicherung? Wir haben jetzt eine. Eine relativ günstige, aber immerhin. Wofür man sie so dringend braucht ist mir zwar immer noch nicht ganz klar, aber um mich rum ist man sich einig, dass man sie braucht und naja. Ok.

Was noch nicht heißt, dass wir einer Entscheidung für oder gegen Urlaub in Deutschland und wenn ja wann und wer wie lange näher gekommen wären. Da uns aber der Hygienespüler ausgeht, müssen wir wohl. (Das, meine Damen und Herren, nennt man eine Ausrede.)

Ich habe heute mit den rastlosen und dauerstreitenden Kindern einen sehr langen Spaziergang gemacht, das hat uns allen sehr gut getan, obwohl ich mich immer noch müde und schlapp fühlte und fühle. Ich hoffe, ich erkälte mich nicht auch noch. (Ein Ding, für das so eine Reiseversicherung vermutlich gut ist: wenn man eine gebuchte Reise wegen Symptomen einer Atemwegserkrankung nicht antreten kann. Unter normalen Umständen würde einen ja ne Erkältung nicht davon abhalten, in ein Flugzeug oder auf eine Fähre zu steigen, 2020 ist aber nun mal nicht normal.)

Was dagegen spricht, dass ich krank werden könnte, ist, dass ich weiter Sport mache – und mich danach meistens fühle, als könnte ich Bäume ausreißen. Den Spruch „in einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist“ finde ich aus vielen Gründen ziemlich daneben, unter anderem weil es nach dem berühmten „geh doch einfach mal unter Leute/geh mal raus/mach mal Sport“ klingt, das Leuten mit psychischen Erkrankungen gern entgegen gebracht wird. Ich denke deshalb seit Tagen dran rum, wie man das besser ausdrücken kann. Ich habe nämlich ganz subjektiv bei mir den Eindruck, dass Sport mir tatsächlich körperlich sehr gut tut und dass ich quasi sofort besser schlafe, zufriedener und ungehemmter esse und (vielleicht auch nur durch die letzten zwei Punkte?) weniger reizbar bin. Klar ist es auch psychisch gut, keine Schmerzen zu haben. Ist es vielleicht einfach das? Ein Körper, der sich gut anfühlt, weil man sich gut um ihn kümmert, belastet die Psyche immerhin nicht zusätzlich? Meh. Ich komme da zu keinem Schluss.

So richtig entspannt bin ich immer noch nicht. An To-Dos heute erledigt habe ich: Weide beschneiden und Kinderrucksäcke imprägnieren, außerdem habe ich die Innenarchitektin beauftragt, einen Anwalt angeschrieben (lange Geschichte, erzähle ich vielleicht mal wenn sie fertig geklärt ist. Sie brauchen sich in keiner Form sorgen, es geht nur um Geld und um keinerlei Gefühle) und rausgesucht, wie man den Hauskredit für die Umbauten erhöht. Zwischendurch habe ich noch sehr ausführlich mein persönliches Traumhaus angesabbert, das zum Verkauf steht, aber leider eigentlich ein wenig zu teuer für uns ist. Der Traum ist aber so groß, dass ich es schon durchgerechnet habe und najaaaaaaa also es wäre machbar, ABER.

Und die Reiseversicherung abgeschlossen habe ich ja auch. Recht erfolgreicher Tag also eigentlich. Trotz Müdigkeit.