Hier ist es erst halb zehn, aber ich bin so froh, im Bett zu liegen. Alles hat geklappt, ich war dann jetzt auch mal anderthalb Stunden in Island, die Erkältung ist eine Erkältung aber mir tut wenigstens nicht mehr alles weh. Aber jetzt will ich echt einfach nur noch schlafen. Im Hotel habe ich zu diesem Zwecke die Klimaanlage, die auf Kühlschrank stand, erst mal komplett aus gemacht. Mal gucken, ob es morgen früh dann super kalt ist. Ich höre, typisch amerikanisches Hotel mit Papierwänden, allerdings die Klimaanlage irgendeines Nachbarn. Trotz Ohrstöpseln.
Ich habe eine Erkältung oder sowas, es ist nervig, aber nicht wirklich schlimm. Es ist kein Covid. Fieber habe ich auch nicht. Gestern Abend schmeckte alles fad, aber heute war der Ingwertee schon wieder ordentlich scharf. Am schlimmsten finde ich die Gliederschmerzen (wie gesagt, mein Körper findet seit ein paar Jahren, dass die zwingend dazu gehören, wenn man schon mal irgendwas hat) und dass ich deshalb keinen Sport machen kann. Aber seit Mittwoch nachmittag hänge ich deshalb muffelnd in den Seilen und hasse alles. Packen habe ich heute aber geschafft und dabei festgestellt, dass mir eine Hose inklusive Gürtel abhanden gekommen ist. Wtf. Natürlich ein Gürtel, den ich sehr mag. Die Hose auch, das ist eine von drei identischen Inspektionshosen. Wer zur Hölle verschlürt eine Hose?
Morgen geht es in die USA. Wenn sich mein Körper dann immer noch in sämtlichen Knochen und Gelenken anfühlt, als wäre ich 80, werde ich wohl die ganze Zeit FFP2-Maske tragen und mich und meine Mitmenschen beglückwünschen, dass ich einen Platz mit mehr Platz gebucht habe, sodass ich wenigstens ein bisschen Abstand zu Leuten habe.
Alles wieder normal, nur mit viel Schnee draußen. Homeoffice, Putzhilfe kommt dienstags, Weihnachtsbaum ist weg, Kinder haben abends Korps. Ich mache Sport und Spiele Geige, Herr Rabe schippt Schnee (ein bisschen wie Sisyphos, weil es ja immer weiter schneit).
… direkt wieder müde. Muss früher ins Bett gehen. So ca. Jetzt.
Draußen ist wie angekündigt Schneechaos. Viel Schnee bei viel Wind. Heute blieb ich deshalb zu Hause, niemand mag gerne in Oslo festsitzen, weil die Züge nicht fahren. Trotzdem drülf Meetings gehabt und das ist auch anstrengend, selbst Remote.
Schreibtisch „leer“ (4 auf den 6.1. morgens terminierte mails verfasst und verschickt), endlich Urlaub, da lese ich in den norwegischen Nachrichten über Magdeburg. Meine Gedanken sind bei allen davon direkt und indirekt Betroffenen.
Letzter Arbeitstag im Büro für dieses Jahr. Mit herrlicher Routine, nämlich nachmittags Sport. Das Zirkeltraining macht echt Spaß, auch wenn ich immer kurz vor tot da rauskrieche. Und ein paar der anwesenden Herren müssen ein klitzekleines bisschen mehr Rücksicht beim Bestücken diverser Hanteln nehmen, sonst kriege zumindest ich die nur 4-5 mal überhaupt hoch, aber niemals 45 Sekunden.
Der Rest des Arbeitstages ging dafür drauf, dass alle anderen ihre Schreibtische leer kriegen wollen. Plötzlich fällt den Leuten ein, dass ihre Zertifikate auslaufen, dass sie ja eigentlich auch mal wieder ne Inspektion bräuchten, dass sie ja nie ne Rückmeldung auf xyz bekommen haben und dass da ja vor Wochen diese Sache passiert ist, die wir wohl wissen sollten. Und weil ich die letzte GMP-Inspektorin bin, die noch arbeitet, landet das alles bei mir. Ich hatte heute alleine 8 oder 9 solche Mails. Liebe Lesende: machen Sie das nicht. Schreiben Sie ne Mail und stellen Sie ein, dass die erst am 6. Januar zugestellt wird. Dann ist Ihr Schreibtisch leer, aber nicht auf Kosten von meinem.
Achtung, Wechselwarmenbilder nach dem nächsten Absatz.
Ich habe versucht, Monty zu fotografieren, denn Monty (wirklich höchstwahrscheinlich ein Weibchen, da sehr gut gewachsen und jetzt schon länger, als manche Männchen werden) lag sehr dekorativ auf ihrem Lieblingsstein herum. Monty ist aber auch neugierig und findet das Handy spannend und so kam folgendes:
Hier ein Bild, wie ich es haben wollte:
Beide fressen inzwischen problemlos, häuten sich problemlos und liegen gerne mal ihre Pflanzen platt. Dabei wiegt Greg jetzt ca. 600 g, Monty gut 150 g mehr. Für Monty muss ich beizeiten die nächste Größe Ratten bestellen. Monty guckt mir oft beim Sport zu, das ist so ihre Zeit. Was die Terrarien angeht, sind keine weiteren Ausbrüche passiert, aber ein paar Erfahrungen sind schon mal da: Bodenheizung ist wesentlich besser zu handhaben als Keramikstrahler, weil die Keramikstrahler die Luft sehr austrocknen. Und Efeutute ist das beste Terrariengewächs, das wächst da wie hulle und kann auch ab, wenn sich ab und an ne Schlange auf es legt. Echte Pflanzen waren eine gute Idee, damit ist es viel einfacher, die Luft feucht genug zu halten. Und unsere Schlangen lieben ihre Höhlen, aber mögen keine Feuchtboxen, da gehen sie nicht rein. Das ist also für unsere Schlangen Perlen vor die… naja Schlangen.
Zu allererst mal Danke für alle Ihre lieben Worte! Ich freue mich da wirklich sehr drüber! Weiß gar nicht, was ich sagen soll, ohne dass es cheesy wird. Sie sind alle sehr lieb!
Von der Arbeit gibt es heute nicht so richtig was zu erzählen. Viele sind schon im Urlaub. Ich schiebe eine ruhige Kugel und reiße mir zur Abwechslung mal nicht ein Bein aus, um irgendwas „fertig“ zu kriegen, als gäbe es kein nächstes Jahr. Was es gibt, ist ein sehr gut gefülltes Überstundenkonto, und das wird dann jetzt mal ein klitzekleines bisschen reduziert, so 30-45 Minuten an 2-3 Tagen der Woche. Wow, nicht wahr.
Heute habe ich zum Beispiel die Zeit genutzt, um früh nach Hause zu fahren weil ich schon um 17 Uhr Ballett hatte. Das war eine Sonderstunde, eigentlich ist das Semester vorbei, aber wir Erwachsenen wollten gerne ne Extra-Stunde machen und durften die Räumlichkeiten netterweise nutzen. Unsere Vertretungslehrerin hat uns ganz schön gequält und ich sehe schlimmen Wadenmuskelkater in meiner näheren Zukunft. Aber schön war’s. Danach haben wir alle noch einen Kaffee zusammen getrunken, das war auch sehr schön. Ich mag die Ballettladies sehr gern. Hach.
Abends Geige geübt, das war auch sehr schön. Und jetzt Bett, das ist noch viel schöner.
So langsam freue ich mich auch auf Weihnachten. Im selben Takt wie sich meine Schultern senken, steigt bei mir die Weihnachtsstimmung.
(Mich dünkt, man sagt auf deutsch gar nicht „im selben Takt“, kann das sein? Schade eigentlich, denn es ist ein schöner Ausdruck. Hiermit ist er im Zweifel eingeführt. So.)
Den Lieblingskollegen habe ich dieses Mal nicht sonderlich lange muffeln lassen. Ich weiß doch auch nicht. Am besten geht es, wenn man ihm irgendwann quasi anbietet, sein Arschverhalten unter den Teppich zu kehren und zu Business as usual zurückzukehren und einfach nie mehr drüber zu sprechen. Dann ist der Konflikt schnell weg. Aber das widerstrebt mir eigentlich, ich will offene Feldschlacht Konflikte bitte austragen. (Ja, der ist fast 20 Jahre älter als ich.)
Die Kinder hatten gestern Weihnachtskonzert mit dem Korps. Das haben sie super gemacht. Pippi hat das große Schlagzeugset ganz alleine bedient (und bei anderen Stücken hauptsächlich verschiedene Arten von Plüngelüng gemacht) und war da sehr souverän. Michel hat auch sehr gut gespielt und Spaß gehabt. Insgesamt bin ich allerdings schon auch froh, dass die Kinder nicht mehr ganz so blutige Anfänger sind, nachdem ich wieder mal die blutigen Anfänger hören durfte. Die punkten halt hauptsächlich durch süß sein, nicht durch musikalischen Hochgenuss.
Heute war der Morgen sehr holperig. Zu Hause habe ich zeitlich nicht geschafft, Kaffe zu trinken. Am Bahnhof war „der langsame Kaffeemann“ im Dienst. Die haben da in dem Café ein paar Baristas, die noch nicht so ganz verstanden haben, dass ein To-Go-basiertes Verkaufskonzept nicht so mega gut mit achtsamem Slow-Food-entspanntem Eingießen und noch ein bisschen Latte-Art übereinander passt. Als er sich neben die Brühkaffeemaschine stellte, um die letzte Minute bis der Kaffee durchgelaufen ist, einfach abzuwarten, während die verbleibende Zeit bis zur Abfahrt des Zuges kritisch schrumpfte, ging ich ohne Kaffee einfach wieder. Schnaubend und alles hassend allerdings, ich hatte ja noch keinen Kaffee getrunken. Ich brauche dann aber AUF JEDEN FALL noch einen aus dem Café unten im Haus wo das Büro ist, dachte ich so, als ich in die T-Bane einstieg. Und dann war ich plötzlich am Carl Berners Platz. Denn ich kann von 5 Linien alle bis auf eine nehmen, um zur Arbeit zu kommen. So ein mal im Jahr steige ich in die 5. Linie ein und merke es am Carl Berners Platz. Aber nur ein Mal in 6 Jahren habe ich obendrein dann noch keinen Kaffee getrunken. Ich war kurz vorm Mord und etwas zu spät für eine Abschiedsfeier bei der Arbeit. Aus Verzweiflung sprang ich über alle möglichen Schatten und bat die Lieblingskollegin, mir einen Kaffee bei dem Café unten im Haus zu holen. Dass ich bei der Abschiedsfeier niemandem den Kopf abgebissen habe, verdanken wir heute also dem heldinnenhaften Einsatz der Lieblingskollegin.
Aber auch: was für einen Unterschied so ein Kaffee für meine Laute macht. Es ist ein Wundermittel!
Der Tag war so mittel gut. Im Durchschnitt ok. Arbeit war eher meh. Der Lieblingskollege hatte schlechte Laune und ließ die gnadenlos an mir aus. Das hat er manchmal, das geht vorbei, aber es ist trotzdem Kacke. Das Verhalten ist auch kindisch und eines Lieblingskollegen unwürdig. Aber was soll man machen, ich könnte mir das jetzt ganz doll zu Herzen nehmen, aber damit wäre ja auch keinem geholfen. Also warte ich ein bisschen, bis er sich beruhigt hat, und dann sage ich ihm, dass ich nicht mag, so behandelt zu werden.
Außer mit dem Lieblingskollegen beschäftigten mich bei der Arbeit meine chaotische Chefin, kranke Kolleginnen, ätzende Meetings und „ich muss um 15 Uhr schon wieder gehen, Pippi hat Tanz-Weihnachts-Abschluss“.
Tanzen war nämlich heute, am letzten Tag vor den Weihnachtsferien, mit Publikum, also vorwiegend Eltern. Da saß ich auf meinem Höckerchen und guckte der kleinen Maus zu, die inzwischen die größte in der Ballettklasse ist. Und die auch schon einiges ganz gut drauf hat. Sie hat das wirklich super gemacht, nicht nur für ihr Alter. Ich bin ganz stolz, so eine große Tochter zu haben, der man den Spaß am Tanzen ansieht, die das aber auch alles sehr gewissenhaft macht. Und, Achtung Ballettmutti, sie ist die einzige, die beim Drehen den Trick mit dem Kopf schon raus hat. Ich glaub den hab ich mal mit ihr in der Küche geübt. (Für nicht-Tanzende: bei schnellen oder vielen aufeinanderfolgenden Drehungen ist es wichtig, den Kopf zuletzt und am schnellsten zu bewegen. Also man dreht den Körper unter dem Kopf, guckt aber weiter geradeaus. Wenn es nicht mehr weiter geht, dreht man ganz schnell den Kopf und guckt wieder geradeaus, der Körper kommt dann nach.) Ich bin jedenfalls sehr stolz und Pippi auch.
Blogfreundliches Bild von Pippi.
Danach war Herr Rabe sogar mit bei meiner Vorführstunde – als einziger Gast bei unserer Muttitruppe. Herr Rabe ist jetzt ganz beeindruckt, so leicht sehe das aus, und dass wir uns diese ganzen französischen Wörter nicht nur merken, sondern dann auch tanzen können. Leider hat er verpasst, wie ich in der PERFEKTEN Attitude stand, auf super hohem Releve und ohne Stange anfassen. Da musste Herr Rabe nämlich grad in sein Handy gucken. Pfft.
Ich war nach dem Ballett jedenfalls wesentlich besser gelaunt. Wie immer war es das Wert, dann doch da hin zu gehen, trotz müde und schlechter Laune.
Vielleicht sollte ich dem Lieblingskollegen mal Ballett empfehlen.
Hach, Vorweihnachtszeit. So besinnlich. Eine Weihnachtsfeier nach der anderen, Weihnachtsshow hier, Adventskonzert da, bitte irgendwann noch Geschenke besorgen, Adventskranz und -Kalender soll man am besten auch nicht erst am 10. haben und dazu kommt, dass alles irgendwie „fertig“ sein soll, wenn man in die Weihnachtsferien geht. Selbst mein Zahnarzt würde mich gerne dieses Jahr noch zur Kontrolle sehen und hat mich zu nächstem Freitag einbestellt, das musste ich verschieben, weil sowohl Weihnachtsfeier bei der Arbeit ist, als auch etwas, wo ich als „Expertin“ geladen bin. Werde also rumexpertinnen, allerdings im Büro, da kann ich nicht zeitgleich in Eidvoll jemanden in meinem Mund rumwühlen lassen.
Und weil das alles so viel ist, komme ich zu Nix. Eigentlich arbeite ich nur, und in meiner Freizeit haste ich von Weihnachts-dings zu Advents-bums. Dazwischen quetsche ich, so gut es geht, Hobbykurs, Geige und Sport. So gut geht das nur leider gar nicht mal.
Nun ja, genug gemeckert. Kurze Highlights der letzten Tage:
Samstag letzte Woche war Pippi auf einem Kindergeburtstag, wo sie Henna-Handmalereien bekommen haben, das finde ich mal richtig cool und sehr anders als die 08/15 Pølse- und Langpannekake-Geburtstagsfeiern
Dienstag und Mittwoch Inspektion, total entspannt und mit bester Aussicht über den Fjord. Nach der Inspektion in Indien eine reine Wohltat. Neuen Berufsschaden entdeckt: man kann mich mit einer richtig guten Risikobewertung und einem damit zusammenhängenden statistisch solide begründeten Probennahmeplan wirklich, richtig glücklich machen. Man muss dazu sagen: es ist selten, dass ich sowas vorgelegt bekomme
Mittwoch dann noch Übungshotel und Hobbykurs. Im Übungshotel angekommen bekam ich erst mal heftiges Nasenbluten. Ursache vermutlich die von der Erkältung gereizte Nase in Kombination mit -10 Grad draußen, dann rein in +20 jnd Heizungsluft. Aber auch mit bekannter oder vermuteter Ursache ist das ätzend und ich sollte wohl echt mal damit zum Arzt
Donnerstag spontanes, weil bis dahin vergessenes, Nikolausshopping. Mehr oder weniger erfolgreich. Aber da Michel Freitag darum bat, seine „Schuh-Süßigkeiten“ gebracht zu bekommen, war sohl zumindest er zufrieden
Gestern hatte Pippi Übernachtungsbesuch, Michel war außer Haus und übernachtet noch bis morgen bei seinem Kumpel und Herr Rabe war auf, sie ahnen es, Weihnachtsfeier. Die Mädels waren sehr verträglich und ich konnte Hobbykurs-Dinge tun. Spät abends holte ich einen gut angeheiterten Ehemann und einen weiteren Papa aus der erweiterten Nachbarschaft vom vorletzten Zug ab. Herr Rabe war dann heute Morgen etwas müde
Heute waren Herr Rabe und ich auf dem Adventskonzert der Janitsjar des Lieblingskollegen. Das war wieder sehr sehr schön und absolut die Tour in die Hauptstadt wert. Im Anschluss gingen wir noch ausgezeichnete Burger essen, in einer Burgerbude mit dem Charm einer Eckklitsche, aber in sauber. Die Burger wiegen das mangelnde Ambiente aber sowas von auf (Note to Self: Render Burgers). Ein schöner Ausflug. Auf dem Hinweg habe ich noch meinen einen Rucksack reklamiert, da war ein Reißverschluss kaputt. Gut, dass sich die teure Marke bei Garantiefällen nicht lumpen lässt