Tag 3290 – Sightseeing.

Heute waren wir mit den Kindern und Oma S. im Bauernhausmuseum. Da war ich auch ewig nicht mehr. Aber es war richtig schön da:

Blick von der Mühle runter.

Es ist ein kleines, aber liebevoll gemachtes, Museum zum Bauerntum in Westfalen über die letzten 300-400 Jahre. Inklusive gepflegtem Bauerngärtchen, einer ehemals windbetriebenen Getreidemühle und einer Flachs“mühle“, in der der Flachs gebrochen wurde. Wir sind ja hier in der ehemaligen Hauptstadt der Leinenweberei, hier heißen Orte Hechelei, Windelsbleiche, Spinnerei, etc. Ich musste in der Grundschule noch einiges über Leinenproduktion lernen, habe vieles vergessen, aber konnte noch ein bisschen was an den Grundzügen an die gänzlich uninteressierten Kinder weitergeben. Es war trotzdem schön. Zum Abschluss stellten wir uns in die lange Schlange am Café und kauften Kuchen und Limo*, was, in Anbetracht der Attraktivität dieser Lebensmittel für Wespen, vielleicht nicht so schlau war. Naja.

Das war ein schöner Ausflug. Leider ist nächste Woche dort geschlossen.

Abends besuchten uns meine Tante (B.) und mein Onkel (T.), das war auch wirklich schön, ganz entspannt und locker und lustig. Mit bestellter Pizza zum Abendessen waren auch die Kinder zufrieden. Wie sagte Herr Rabe so schön: die bringen einfach immer so eine Ruhe mit.

Ein wirklich schöner, sommerlicher Urlaubstag.

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* und für mich ein halber Liter Leitungswasser. Mein Tag hatte mit einem brutalen HIIT-Workout angefangen, noch vor dem Frühstück. Das empfehle ich nicht weiter, ich hatte bis zum späten Nachmittag konstant Durst.

Tag 3289 – Badeland und Freunde treffen.

Heute war eigentlich schlechtes Wetter angekündigt, das war dann eigentlich gar nicht so schlecht bis abends, aber wir hatten Pippi bereits versprochen, dass wir in ein Spaßbad gehen. Michel mussten wir erst ein bisschen mitzerren, aber als er dann im Wasser war, war das Murren schlagartig abgestellt und Michel sehr zufrieden. Ich habe wieder mal Sportprogramm gegen Schwimmen getauscht und meine Zeit für einen Kilometer (Brustschwimmen) um volle 2 Minuten verbessert. Ich hab mich da aber schon auch angestrengt.

Abends haben wir uns in einem Restaurant in Schildesche mit Freunden getroffen. Die Kinder waren durch und guckten bis auf während des Essens in ihre Bildschirme, dadurch konnten wir Erwachsenen uns auch in Frieden unterhalten. Das ist auch mal ganz schön. Es war auch wirklich schön, J. und A. (aus Bielefeld) mal wieder zu sehen und sich gegenseitig Updates aus dem Leben zu geben. Hach.

Jetzt Bett. Die Kinder schliefen auch wesentlich früher als sonst so in den Ferien. Vielleicht müssen wir einfach jeden Tag schwimmen gehen (nein. Ächz).

Tag 3287 – Autschn und Hatschi.

Kurzmeldung: Herr Rabe hat einen Bass gekauft. Er ist rot und wirklich schön und Herr Rabe ist sehr glücklich.

Ich habe Rückenschmerzen, es fühlt sich an, als habe sich ein Brustwirbel verschoben und dann reagiert alles Gewebe drumrum etwas zornig, inklusive Magen. Das hatte ich früher echt häufig, aber schon wirklich lange nicht mehr. Früher kam das, wenn ich von sehr viel Training und Wettbewerbe auf Sommerferienmodus geschaltet habe und die Muskeln plötzlich alle Ferien hatten. Nun haben meine Muskeln ja das Gegenteil von Ferien, mich wundert das deshalb doch ein wenig. Morgen ist der obere Rücken mit Krafttraining dran, da freue ich mich schon wirklich drauf. Wenn es so ist wie früher, ist der Wirbel längst wieder an seinem Platz, aber die Muskeln noch verkrampft und die Nerven gereizt. Da hilft Bewegung und Durchblutung ankurbeln. Generell bin ich bei den meisten Dingen, mit denen man zum Orthopäden geht, Team „vorsichtig weiter bewegen, solange es dadurch nicht schlimmer wird“. Das hat mir auch ein Orthopäde mal so geraten.

Und weil ich das so handhabe, habe ich meinen Tag zum Großteil durchgezogen wie geplant. Mit Gejammer, zugegebener Maßen. Aber bei meiner Mutter steht auf der Terrasse jetzt ein Pavillon MIT Stoff drauf und ich habe mich auch mit 50% der neuen Katzen sehr dicke angefreundet. Michel auch, der kam dann eben jammernd an, weil ihm die Augen furchtbar juckten. Janun, das kommt, wenn man als Allergiker Katzen krault und sich dann nicht die Hände wäscht. Nach einer Dusche schläft er jetzt aber wieder. Ich werde hoffentlich nach einer Massage besser schlafen als letzte Nacht.

Tag 3285 und 3286 – Sportlich.

Gestern und heute ist hier nicht soooo viel passiert, das war bei auch mal ganz schön so. Herr Rabe fuhr gestern nach Ibbenbüren und kam wider Erwarten ohne einen Bass zurück. Dazu nahm er Pippi mit, die neue Sticks bekam. Michel und ich hingen in der Ferienwohnung herum, beziehungsweise hing ich gar nicht viel herum, sondern machte ein mörderisches Sportprogramm und spielte danach noch gründlich Geige. Nebenher wusch ich Wäsche.

Abends trafen wir uns mit unseren Ex-Nachbarn auf dem Siggi, das war sehr nett, obwohl es irgendwann einen krassen Wolkenbruch gab. Vorher hatte es sich schon so angehört, als würde irgendwer unaufhörlich große, leere Mülltonnen herumrollen, es donnerte pausenlos. Wir hielten es aber draußen aus, der Allwetterschirm hielt dem Wetter ebenfalls stand und irgendwann konnte man sich auch wieder unterhalten, ohne gegen den Regen anbrüllen zu müssen.

Aber wir hatten sehr freundlichen Besuch, der unseren Versuch, auf dem Tisch keinen Sturzbach zu kriegen, sehr gut fand:

Heute waren wir shoppen, unter anderem bekam Pippi Inline Skates. Plus Helm und Schoner. Das zog sie an und fuhr quasi sofort los, als hätte sie nie was anderes gemacht.

Der Rest der Einkaufstour war einigermaßen ätzend und ich berichte lieber nicht darüber. Die Bielefelder Innenstadt ist jetzt nicht so der Place to be mit nöligen, überreizten Kindern, wenn man selbst auch nölig und überreizt ist. Und, ey, sorry, aber immer mehr Menschen stinken. Immer mehr Menschen benutzen grauenvoll schwere, Moschusreiche Parfüms in Mengen, die für eine komplette Woche reichen müssten. Es wird immer schlimmer. Dabei bin ich urlaubig entspannt und gar nicht so empfindlich wie sonst schon gerne mal. Aber immer wieder laufe ich quasi gegen eine Wand aus Parfüm und will nur noch weglaufen. Wer möchte denn bitte Leute mit Parfüm vergraulen?

Tag 3281-3283 – Freizeitstress.

Wir hatten drei wunderbare Tage und es war warm.

Freitag war es so warm, dass wir ins Freibad gegangen sind. So richtige Freibäder gibt es in Norwegen kaum, ich weiß nur von einem und da war ich noch nie, war bisher nicht so verlockend. Bielefeld allein hat, keine Ahnung, 8 Freibäder mindestens. Wir waren im zweit-nächstgelegenen, das ich – im Gegensatz zum nächstgelegenen – auch sehr mag, dem Freibad Gadderbaum. Pippi fand das von Anfang an super, Michel musste sich erst damit abfinden, dass wir nun mal da waren, und wurde dann aber auch eineinhalb Stunden nicht mehr gesehen, er flippte zwischen Rutsche, Spaßbecken und Sprungbecken hin und her. Es gab eine Runde Freibadpommes für alle, Pippi konnte ihre Meerjungfrauenflosse und ihren neuen Bikini ausführen und ich ersetzte das Fitnessprogramm durch 1 km Schwimmen. Das war herrlich.

Im Anschluss halfen Michel und Pippi tatkräftig dem Opa im Garten, ich war eine Runde in der Stadt, Dinge für Pippis Geburtstag besorgen.

Samstag wurde es noch wärmer, weshalb ich mein Sportprogramm auf morgens verlegte. Vor dem Frühstück. Ächz. Aber wir hatten auch geplant, zu meiner Freundin nach Hürth zu fahren und das sollte nicht so spät werden. Zwei Stunden im warmen Auto festkleben war dann auch gar nicht mal so schön, aber als wir dann da waren, war es super. Pippi freundete sich binnen Nanosekunden mit der älteren Tochter an und sie wurden unzertrennlich. Wir Erwachsenen konnten sehr entspannt herumschwitzen, während drei Mädchen im Garten mit Ghostbuster-Wasserpistolen herumsprangen und Michel irgendwo alleine, später mit uns Erwachsenen, ebenfalls herumschwitzte. Abends gingen wir Pizza essen, entgingen ganz knapp dem Gewitter, machten Sightseeing in Hürth (Die Monstertrasse(TM)) und hatten es allgemein sehr gut. Wieder bei den Freunden angekommen musste ich ganz spontan einen Nagelsalon eröffnen, weil die Mädels mitbekommen hatten, dass Michel die Fingernägel neu lackiert haben wollte und dann wollten die natürlich auch alle. Ich habe seit sehr langer Zeit nicht mehr so winzige Fußnägelchen lackiert, meine Kinder haben irgendwie riesige Füße und auch Hände. Pippi überragte auch die zwei Jahre ältere große Tochter ganz generell. Pippi ist echt sehr groß geworden. Gestern schliefen dann alle sehr spät, aber auch der Tag war rundum gut.

Und heute auch. Nach einem gemütlichen Frühstück und einer Dusche (nach gestern klebte irgendwie alles an allen) fuhren wir nach Bochum, um dort im Tierpark Familie Wunnibar zu treffen. Urlaub im Kurzdurchlauf, aber es war einfach ganz toll, die vier wenigstens für einen halben Tag zu sehen. Abends gingen wir dann noch zusammen zu einem türkischen Restaurant, wo es unglaublich gute Köfte gab. Nachdem wir mittags ja schon Pippi von der großen Tochter der Freundin aus Hürth losschweißen mussten, mussten wir das noch mal von Frau Wunnibars K1 wiederholen, aber ich glaube, Pippi hat jetzt erstmal wieder ein wenig Sozialkontakte getankt. Im Tierpark haben wir außerdem viele spannende Tiere gesehen, ich bin Fan von den Nachtaktiven-Gehegen, da konnte ich einen Igel sehen, Igel sind so niedlich. Hach. Ich finde wirklich schade, dass es dieses Jahr nicht mit einem gemeinsamen Urlaub geklappt hat.

Hach Hach Hach.

Jetzt sind wir wieder in der Ferienwohnung, es regnet (und kühlt ab, Hurra!), Herr Rabe hat Geburtstagsmuffins für Pippi gebacken und morgen ist dann Feierei angesagt.

Tag 3280 – Touristen.

Wir haben die Kinder heute auf die Burg geschleppt. Ich habe nicht umsonst in der Grundschule gelernt, wie diese ganzen Rondelle heißen und wie tief der Brunnen da ist! Meine Kinder müssen das auch alles weitergegeben bekommen.

Aber es war wirklich schön. Herrliches Wetter, Erinnerungen an diverse Hochzeiten (inklusive unserer) und dabei haben wir noch rausgefunden, dass nächstes (also nicht das jetzt direkt kommende) Wochenende Sparrenburgfest ist. Hach.

Wir sind sogar auf den Turm (Bergfried) hoch, das habe ich auch seit sicher 25 Jahren nicht mehr gemacht. Michel hat es sich nach der zweiten Treppe anders überlegt und ist wieder runter gegangen, ich fühlte das sehr, aber habe ja auch eine gewisse Verantwortung, ein gutes Vorbild zu sein. Also habe ich meine irrationalen Ängste vor der knarzenden Holztreppe runtergeschluckt und bin stur weiter nach oben gegangen. Ich kraxele schließlich beruflich in diversen Fabriken herum, auf Metallgittertreppen, da wird ja ein 800 Jahre alter Turm mich nicht klein kriegen.

Abends waren wir dann türkisch essen. Das gibt es in Norwegen nämlich nicht.

Tag 3278 und 3279 – Reise nach Bielefeld.

Eine unspektakuläre Reise liegt hinter uns und jetzt sind hier alle auf die respektiven Betten in der Ferienwohnung verteilt. Die ist, nicht zufällig, etwa 50 Meter von der Wohnung entfernt, wo Herr Rabe und ich gewohnt haben, und Michel auch noch ein bisschen, bevor wir nach Norwegen gezogen sind. Dieses Mal wurde es eine richtige Ferienwohnung, weil Michel gegen Opas Haus und Omas Katzen allergisch ist und ich auch ehrlich gesagt mich bei Opa immer ein bisschen wie ein Eindringling und ein Fremdkörper fühle.

Die Abfahrt war nahezu im Zeitplan, ähäm, aber dafür ist es jetzt zu Hause wirklich ordentlich. Es kommt ein mal ein Kumpel von Michel, um nach den Schlangen zu schauen und Wasser aufzufüllen, und dann kommt eine Freundin von mir und übernachtet eine Nacht bei uns auf der Durchreise in einen der norwegischen Nationalparks (Jotunheimen glaube ich). Im Gegenzug gießt sie auch noch mal Schlangen und Blumen.

Auf dem Boot haben wir festgestellt, dass die Kinder schon wirklich groß sind. Pippi wollte wie immer ins Schwimmbad und kann das zwar noch nicht komplett alleine, aber ich konnte im Whirlpool und in der Sauna abhängen, während sie 295 mal rutschte und 759 mal im Kreis durch den „Strömungskanal“ schwamm. Abends beim Buffet waren die Kinder schnell fertig mit dem Essen und wollten in die Kabine zurück, aber Herr Rabe und ich konnten noch ganz in Ruhe fertig essen und unseren Wein austrinken (kleine Gönnung zum Urlaubsanfang). Anschließend sind wir noch eine Runde über das Schiff geschlendert und haben sogar noch einen Mocktail in der Observation Lounge getrunken, während eine wirklich cheesy Partyband spielte.

Große Kinder sind schon was feines.

Heute kamen wir auch gut durch, das größte Ärgernis war ein überfüllter und überforderter McDonalds auf dem Weg, mit einer nicht funktionierenden Ladestation vor der Tür.

Und jetzt sind wir also hier.

Zur Feier des Tages habe ich direkt erst mal meine deutsche EC-Karte durch wiederholte Eingabe falscher PINs gesperrt. Passenderweise komme ich auch nicht mehr ins Online-Banking, da könnte ich eventuell die PIN für die Karte nachschauen, aber ich habe, haha, die PIN fürs Online-Banking ebenfalls vergessen. Eine neue PIN fürs Online-Banking wird mir zugeschickt – nach Norwegen. Ja gut, dann müssen halt die norwegischen Karten herhalten. Ärgerlich trotzdem, ich war eigentlich sehr sicher mit der PIN für die Karte.

Tag 3277 – Kind of im Zeitplan.

Morgen geht’s hier, wenn alles nach Plan läuft, um halb elf los, und zur Zeit sieht es tatsächlich so aus, als wäre das kein größeres Problem. Und das obwohl ich heute hart prokrastiniert habe (mich dünkt, ich habe vielleicht doch ein Problem mit Veränderungen) und lauter Zeug gemacht habe, das gar nicht auf irgendwelchen Plänen stand. Zum Beispiel Spülmaschine und Waschmaschine grundreinigen und spontan zum Friseur gehen.

Zu meiner Ehrenrettung muss ich sagen: ich hab dann irgendwann auch echt viel Zeug gemacht, das auf dem Plan stand. Aber halt erst als mir wirklich nichts anderes mehr einfiel.

Tag 3276 – Noch mehr Hass.

Was ist fast so schlimm wie Putzen? Genau, Bügeln. Heute habe ich deshalb drei Stunden lang gebügelt. Jetzt ist der Bügelwäschekorb komplett leer, aber orrrrr. Leider mag ich Leinen echt gern und das muss nun mal gebügelt werden. Gewebte Viskose muss auch gebügelt werden. Manche Teile aus Baumwolle (Blusen, Businesshosen, manche schickeren Kleider) müssen gebügelt werden. Und weil ich das so hasse, warte ich immer bis mich der Haufen fast erschlägt. Das ist sehr kluk, weil ich dann immer gleich stundenlang bügeln muss.

Herr Rabe hat mit Pippi zusammen das Aquarium aufgebaut und Einrichtung, Sand, Pumpe und Wasserbakterien reingesetzt. Morgen kommen dann Pflanzen dazu und dann muss das erst mal ein paar Wochen so stehen. Dann kommen wohl erst ein paar Scheibenknutscher rein und dann nach ein paar Tagen die ersten Guppys. Herr Rabe ist da voll in einem ungeahnten Element, zusammen mit Pippi.

Ansonsten wollten wir heute packen, haben aber nur Listen gemacht, was wir alles packen müssen. Tja.