Tag 1594 – Litt av hvert.

(Ein bisschen von allem.)

Der Tag begann mit Allergiedrama, weil Michel schlecht Luft bekam und bellend hustete. Es hörte sich an wie Pseudokrupp und war insgesamt wirklich schlimm.

Gut dass wir mit Little B. verabredet waren, das war eine willkommene Abwechslung und ein gutes Ziel außerhalb des Hauses.

Und, hach. Es gibt Leute, die trifft man zu selten in echt und Little B. (und Scott) gehören für mich einfach inzwischen dazu. So schön. Hach, hach!

Leider war das Treffen zeitlich eingeschränkt durch Programmpunkt 2: Stadttheater, Weihnachtsmärchen, Der Zauberer von Oz.

Da hatte der Opa zu eingeladen und auch das war schön, vor allem zu sehen, wie Pippi da mitgeht. Da steht sie auf dem Theatersitz und ruft laut die „Zaubersprüche“ mit und tanzt den „Wir gehen auf eine Reise“-Tanz. Herrlich!

Zwischen Theater und weiterem Programm erledigte ich ein paar Besorgungen und die Kinder hopsten in eine Pfütze und mussten dann leider mit Opa und Tante nach Hause und verpassten Programmpunkt 3: Standesamt, der Trauung von M. und C. beiwohnen.

(Die Deko hat’s schon ziemlich hinter sich…)

Hach, Hochzeiten finde ich ja immer schön! Zugegebener Maßen krähte mein Hirn schon beim ersten Satz der Standesbeamtin „Mein Name ist Adelheid Müller-Lüdenscheid“ [Name von der Redaktion geändert] UND SIE HABEN IMMER DAS RECHT EINEN DOPPELNAMEN ZU FÜHREN, JEDERZEIT, DA MÜSSEN SIE IHREN EHEMANN NICHT MAL VON UNTERRICHTEN!!!, weil das die Standesbeamtin bei der Eheanmeldung bei Herrn Rabe und mir damals etwa drei mal gesagt hat. Aber es war eine wirklich schöne, ungezwungene Trauung. Alles Gute auch an dieser Stelle noch mal, M. und C.!

Danach Kinder einsammeln und auf zur Party im neuen Haus des Bräutigampaares, das noch nicht fertig renoviert ist, aber Lage, Lage, Lage und uhhhh, das Potential! Das wird sicher richtig schick, wenn es fertig ist.

Michel und später Michel und Pippi halfen dem Bräutigampaar dabei, geschenktes Geld aus einer Sandmuschel auszubuddeln. Unermüdlich. Und als sie fertig waren, warfen sie es wieder rein und buddelten es wieder aus. Das war schon sehr niedlich anzuschauen und beste, pädagogisch wertvolle Kinderbeschäftigung obendrein. Bald schreibe ich Elternratgeber: Kinder zu Großkapitalisten erziehen von Anfang an.

Das war ein voller und voll toller Tag. Hach, hach.

Tag 1593 – Warum hast du so ein‘ dicken Bauch?

Wir haben heute Freunde von Herrn Rabe aus Schulzeiten besucht. Genau genommen trafen wir uns da mit insgesamt drei Familien und dann sechs Kindern zwischen eins und sieben. Das war ziemlich wuselig aber auch sehr lustig und wir sind zwar nicht zum Kekse backen gekommen, haben dafür aber sehr viel gequatscht und die Kinder hatten auch alle Spaß. Pippi hat jetzt eine neue Freundin, die sie zwar nicht versteht aber yolo! Ich hatte ein fast-noch-Baby auf dem Arm und bin ganz beglückt, niedlich sind die ja schon immer, ich will nur kein eigenes mehr. Ich und das fast-noch-Baby haben etwa 10 mal die Uhr angeguckt, dann den Baum und dann auch den runden Babybauch, weil das ja fast gleich klingt.

Pippis neue Freundin – die Tochter der Gastgeber – ist ein sehr neugieriges Kind und als ich mit Pippi auf dem Klo war, fragte sie mich, warum ich denn so einen dicken Bauch hätte. Ob da ein Baby drin sei? Mein erster Reflex war irgendwas von „Ich bin gar nicht dick!!1elf!“ zu sagen, aber gemessen an ihrer Mutter bin ich schon deutlich runder und meinen Bauch kann man auch nicht verleugnen auch wenn er nicht ausreicht um Strumpfhosen oben zu halten. „Nee, ich hab nur viel gegessen.“ sagte ich deshalb. „Nein, da ist ein Baby drin!“ sagte das Mädchen und dann führte ich eine einigermaßen absurde Diskussion über Familienplanung mit einer Vierjährigen. Später erklärte ich auch noch, warum ich Glitzer auf den Augen habe („weil es mir gefällt“), warum ich Ohrringe trage („weil es mir gefällt“) und warum ich ein Kleid anhabe („weil es bequem ist und mir gefällt“) und jetzt denkt das Mädchen vielleicht bestimmt hoffentlich, dass man als erwachsene Frau machen kann, was man will und das ist ja auch fast genau so und bis sie erwachsen ist hoffentlich noch mehr.

Den Wichtel haben wir allerdings vergessen mitzunehmen.

Tag 1588 – Chaos.

Vor einigen Wochen hatte ich ja dieses allerlängste Elternvertreter*Innen-Treffen der Welt, um die Weihnachtsfeier zu planen.

Heute war die Weihnachtsfeier und ES WAR FURCHTBAR UNORGANISIERT!

Ich wollte schon vorher schreien, weil mir, als ich schon im Zug saß, eine andere Mutter schrieb, wir träfen uns erst um viertel vor fünf und nicht um viertel nach vier. Tja, hätte ich das eine Stunde vorher gewusst, hätte ich bis zum Ende meines Meetings bleiben können. Die Schule war natürlich auch abgeschlossen und so stand ich draußen frierend rum. Total schön. Und ich dachte noch so: ob wir so wohl Milchreis (in Großpackungen fertig gekauft) für 80 Personen bis halb sechs warm kriegen? Aber dann kam alles ganz anders, nämlich die anderen Eltern noch mal 5 bis 10 Minuten zu spät Milchreis in Töpfen. Privat gekocht von den anderen Elternvertreter*Innen. Mir hatte keine Bescheid gesagt. Aber immerhin war der Milchreis dann schon warm.

Naja, dann schleppten wir also etwa zehn Tonnen Milchreis in die Küche, dazu 10 Kannen Kaffee, Zucker, Zimt, Butter und 8 (!!!) Flaschen mit Saftkonzentrat, das 1+5 gemischt wird, jede Flasche fasst 1,5 L, wir hätten also 72 L Saft machen können. Fast 1 L für jeden.

Die anderen sind übrigens alle Lehrer*Innen, denken Sie sich einfach einen mäßig lustigen Witz.

Jedenfalls war es ja schon recht spät. In der Küche standen wir uns auf den Füßen und alle räumten alle Stellflächen voll, ohne dass es irgendeine Struktur gab. Eingepackte Pappteller, Kaffeekannen, Müllbeutel wild durcheinander. Die Tüte mit den Preisen für die Tombola mitten auf einem Tisch im Vorraum, sodass jedes Kind quasi drüber gefallen wäre. Und dann hieß es plötzlich „oh, die Vorführung geht ja gleich los!“ und ich war alleine im Chaos.

Ich sag es mal so: bis die Aufführung rum war, hatte ein freundlicher Hauswichtel ich Ordnung in die Küche gebracht, 100 Pappteller ausgepackt, 100 Plastikgläser ausgepackt, 100 Servietten ausgepackt (der Müll! Meine Güte.) die Durchreiche auf Küchenseite aufgeräumt und da nur Teller, Kaffee, Saftkannen und den ersten riesigen Topf Milchreis stehen lassen, auf der anderen Seite der Durchreiche Butter, Zimt, Zucker, Zimtzucker den auch der Wichtel gemacht hatte, genauso wie den Saft, Plastikgläser, Serviettentürmchen und Löffel angerichtet und harrte dann der Dinge, die da kommen mögen.

Dann tat ich eine Stunde lang mit einer ergonomisch katastrophalen Kelle Milchreis auf. Jetzt habe ich Blasen. BLASEN. VOM MILCHREIS AUFTUN.

Es ging alles nicht schnell genug, vor der Durchreiche war eine riesige Schlange, ungeduldige Kinder und vor allem war da viel zu viel Milchreis. Wirklich VIEL ZU VIEL. Wir haben also nun nicht nur Milchreis, der unter zweifelhaften Bedingungen in privaten Küchen hergestellt wurde, nein, es sind davon auch noch 2/3 übrig, die aber ganz bestimmt morgen von den Kindern aufgegessen werden. Heute haben ja 80 Leute, davon 40 Erwachsene, 1/3 gegessen, dann essen morgen bestimmt 40 Kinder den Rest ODER ETWA NICHT? Nachdem es alles zusammengeschüttet wurde und jetzt im Kühlschrank steht.

Hoffentlich kriegt niemand Scheißerei oder so.

Und jetzt entschuldigen Sie mich, ich muss die Videoaufnahme der Aufführung angucken, die Herr Rabe für mich aufgenommen hat, während ich den anderen den Arsch rettete die Küche vorbereitete.

Tag 1583 – Nachti.

Die letzte Nacht war zu kurz und zu scheiße oder vielleicht ist es ne Nebenwirkung von einem neuen Medikament, jedenfalls war ich heute den ganzen Tag zu nichts zu gebrauchen, bin bei Michel eingeschlafen und würde jetzt gerne einfach weiterschlafen, allerdings ist mir jetzt zu warm, Michel hustet und ist wach geworden, als ich aufstand, jetzt nölt er und ich sehe schon eine neue Scheiß-Nacht auf mich zukommen.

Mal schauen wie lange das noch so weitergeht ohne dass ich den Verstand verliere.

Tag 1580 – War voll gestern.

Voll lustig.

Voll gut.

Voll interessant.

Und ich war wohl auch voll ein kleines bisschen angeheitert.

Also gestern war ja die Weihnachtsfeier von Herrn Rabes Firma und weil wir ja die beste Babysitterfamilie der Welt haben hatten wir kinderfrei UND haben im Hotel übernachtet wo auch die Weihnachtsfeier war.

Zweimal im Jahr für 20 Stunden nur Paar sein, nicht Eltern. Ich möchte das als absolutes Minimum beibehalten. Mag anderen anders gehen (die blocke ich halt kommentarlos auf Twitter), aber wir brauchen das. Das Paarleben mit allem was dazu gehört bleibt hier im Alltag sowas von auf der Strecke, dass es traurig ist. Orga frisst Zuneigung auf. Zusammenhalt. Zu wissen, da ist immer noch der eine, in den man sich damals verliebt hat, der ist aber auch weiter gekommen und hat sexy graue Haare und noch viel mehr sexy Einstellungen dazu gewonnen. All das kommt hier zu kurz.

Es braucht meiner Meinung nach nicht zwingend ein Dorf* um ein Kind großzuziehen, aber es hilft ungemein um die Elternbeziehung am Leben zu erhalten.

So und nun ganz schnell schlafen. Wer erst um viertel vor vier ins Bett kommt und um neun beim Frühstück sein will, hat ein gewisses Schlafdefizit.

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*das andere Extrem „wir erziehen nur zu zweit, fuck everyone else“ finde ich aber auch bedenklich

Tag 1567 – Tag 3.

Fürs Protokoll: Tag 3 mit PMDS. Mein Arbeitsrechner kann froh sein, dass ich ihn heute nicht aus dem Fenster geworfen hab. Zwischendrin hätte ich auch immer wieder einfach so in Tränen ausbrechen können, zum Beispiel weil ich heute morgen (zum ersten Mal!) an meiner Haltestelle vorbeigefahren bin statt auszusteigen. Kann eine schon mal an den Rand der Verzweiflung bringen. Ähäm.

Leider ist das Wochenende ja auch für schlechte Laune draufgegangen, gemacht habe ich nix und dementsprechend herrscht Chaos und ich habe heute keinen Anspitzer gefunden. Manchmal (öfters) denke ich, so ein richtiges Karrieremenschendasein, also spät nach Hause kommen und mich dann konsequent auch für nix mehr verantwortlich fühlen, das hätte durchaus was für sich. Kein Essen machen, keine Brotdosen machen, keine Hausaufgaben kontrollieren (sorry Michel, aber mindestens die Hälfte davon mach mal nochmal) und keine Stifte anspitzen. Keine klitschnassen Wintersachen aufhängen und mich fragen, was so schwer dran ist, die Regensachen für Regen und die Schneesachen für Schnee zu benutzen. Nicht bei der Arbeit nen Verzweiflungs-Lachanfall kriegen, weil wieder ein Termin* für nächste Woche Dienstag 16:30 angesetzt wird, weil ich die Mails gar nicht kriege. Vielleicht kenne ich in meiner Karrierephantasie auch die Namen der Betreuer beim Sport-Hort nicht weil ich nie abhole, oder doch, einmal in zwei Wochen hole ich ab, mache Tiefkühlpizza oder hole Pommes und Burger vom Imbiss und lasse mich als beste Mama der ganzen Welt** feiern.

Manchmal denke ich, das wär schon echt ganz schön.

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*Elternabend beim Sport-Hort. Die Sport-Hort-Kinder können währenddessen da sein. Super, müssen wir nur das andere Kind während der Zeit draußen anbinden.

**Wie so ein Eventpapa halt. There, I said it.

Tag 1547 – Ich möchte nicht.

Eigentlich möchte ich über den ganzen Tag nicht reden.

Eins war gut, wir waren zum Entwicklungsgespräch in Pippis Kindergarten und Pippi ist ein überaus gut entwickeltes und gewitztes Kind, alles gut, alles prächtig, super Kind, weiter so.

Michel habe ich heute gezwungen, ein paar Penisse* aus seinen Hausaufgaben wieder wegzuradieren, ich Supermutter, die hatte natürlich nicht er da reingemalt und ich sehe mal kurz voraus dass Sie in etwa 3500 Tagen hier lesen, dass die Zigaretten gar nicht seine gewesen sind. Rübennase. Aber wenigstens habe ich die zwei Tage länger schlafen können dazu genutzt, morgens ausgiebig mit Michel zu kuscheln und ihn wachzuknutschen und dann hat er morgens auch nicht so schlechte Laune, wer hätte das gedacht.

Und wie ich so schreibe kommt die kleine Rübennase mit seinem Lemuren-Kuscheltier und kuschelt sich ans Fußende und naja, das mit den Penissen war ihm so peinlich, vielleicht hat es ja wenigstens was gebracht. Kleiner Zwerg. So schnell werden sie groß und machen Blödsinn.

(Bevor Sie jetzt denken, oh, ein Kind voll toll und das andere macht nur Blödsinn: das voll tolle Kind macht mich momentan irre nicht nur mit ihrem morgendlichen „Ich muss noch was mitnehmen!!!“ Theater, sondern auch weil sie beim Essen rülpst, dass ein sechzigjähriger Bauarbeiter nach drei Bier neidisch würde und sich dann totlacht und schelmisch „unnskyld meg“ sagt, aber die Entschuldigung null so meint und naja, das finde ich halt aus ganz vielen Perspektiven überhaupt nicht witzig.)

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*pinkelnde

Tag 1536 – Kuuuscheln!

Ich liege zwischen den Kindern im großen Bett, anders ließ sich das nicht lösen, dass beide mit mir kuscheln wollten (und ich ja ich mit ihnen). Wir sind heute pünktlich beim Hersteller losgekommen und durch ein bisschen Glück war ich schon um zehn nach sieben und nicht, wie befürchtet, um halb neun oder so zu Hause. Und jetzt sind hier diese kleinen Menschen und ich bin so froh, die zu haben, ich könnte einfach heulen.

Vielleicht war das eine sehr anstrengende Woche und vielleicht bin ich im Grunde einfach total fertig.

Eventuell.

Tag 1525 – Kindkrankhomeoffice.

Tja. Michel hatte nicht nur gestern Abend ein bisschen Kopfschmerzen, sondern wachte heute morgen knalleheiß auf. Das war heute sogar noch halbwegs ok, weil ich eh von zu Hause aus arbeiten wollte. So arbeitete ich halt zu den Klängen von Kinderfernsehen. Aber Michel ging es wirklich schlecht und er tat mir so leid, wie er da ganz käsig auf dem Sofa saß und ganz klein aussah und mit abnehmender Wirkung der Kinder-Ibuprofenkapsel immer mehr stöhnte. Am Ende machte er sogar den Fernseher ganz von selbst aus und schlief ein.

Abends gab es dann viele Tränen, weil krank sein einfach scheiße ist und Schule viel besser. Essen war auch nicht so seins heute, ein bisschen Grøt ging rein, ein Apfel (wir haben dem Kind offenbar überzeugend eingeredet, Äpfel seien total gesund und nun will er die immer, wenn es ihm auf irgendeine Art nicht gut geht. Könnte schlimmer sein) und ein Spiegelei, aber letzteres schon nur mit Überredung. Am Ende musste ich ein Häuflein Elend buchstäblich ins Bett tragen, die Schulter dankt, aber wenn mein Baby sich so mies fühlt, dass er schon nur noch weinen kann, dann mache ich das und trainiere hinterher gegen den Schmerz an. Ich musste Michel im Bett noch versprechen, dass wir zum Arzt gehen, wenn es ihm nicht bald besser geht. Armer kleiner Zwerg.

Pippi findet alles voll ungerecht und will auch zu Hause bleiben.

Ich finde alles voll ungerecht und will so gern arbeiten gehen. Ich werde morgen (hoffentlich) ein Skype-Meeting haben, ich kann meine Kollegin quasi bis hier hin mit den Augen rollen hören, aber was willste machen, Michel ist definitiv nicht morgen Schulfit. Ich baue auf übermorgen, weil, herrje. Da wären zwei dreistündige Meetings, wah! Hoffen wir, vor allem für Michel, dass es so schnell vorbei geht wie bei Pippi, die war nach dem Tag ohne Form noch einen Tag lang schlapp und dann wie immer.

Jetzt Bett, hilft ja alles nix, denn Michel wacht dauernd auf und ich muss wohl daneben liegen bleiben, damit er endlich richtig einschlafen kann.

Tag 1520 – Hachja.

Die lieben Kleinen.

Erst hab ich heute Pippi im Schlafanzug zum Kindergarten* gebracht, weil sie sich absolut nicht umziehen wollte. Also frischen Schlüpfer an und die Schlafanzughose wieder angezogen. Ich wünschte jetzt, ich könnte so supermuttimäßig damit rumprotzen, wie toll Pippi nach diesem Zugeständnis den Rest des Morgens mitgemacht hätte, aber, wen überrascht’s, das Kind kann auch prima im Schlafanzug im Flur auf dem Boden liegen und sich jeder Zusammenarbeit einfach aus Prinzip verweigern.

Im Kindergarten lief sie dann aber sofort zu den anderen Kindern um zu verkünden: „Das ist mein sove… äh Schlafisssuk!“ Ich bin halt nicht die einzige Sprachverwirrte hier. (Pysj heißt es auf Norwegisch.)

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Michel plant Großes:

Schlimm, schlimm**, da bin ich auf Inspektion.

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Michel ist wohl heute in der Schule irgendwie von einem Mitschüler geschlagen worden. Die Lehrerin rief an, weil Michel sehr doll geweint hat. Wir haben darüber geredet, Michel und ich, und er möchte, dass die Lehrerin noch mal mit dem anderen Kind schimpft, das hat sie zwar schon getan, aber Michel hat es nicht mitbekommen und da greift bei Michel der Mechanismus „Pics or it didn’t happen“. Armer Zwerg. Und was geht bitte bei nem Kind das bei nem kleinen Disput direkt erst mal anderen Kindern ins Gesicht boxt?

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Jetzt liege ich mit Pippi im großen Bett und sie kann nicht wieder einschlafen. Zum, ich glaube, zweiten Mal überhaupt, hat sie sich nämlich im Bett eingepullert und das war offenbar sehr schlimm, und auch dass wir dann keine Möhrensuppe*** aus dem Hut zaubern konnten, war sehr schlimm und überhaupt, warum ist nicht jetzt Aufstehzeit?

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*Die Kindergärtnerin nur so „Jaja, das kenne ich, pick your battles. Das ist es nicht wert, morgens ne Stunde zu streiten.“

**Ich weiß nicht mehr, woher das kommt. Irgendein Sketch oder ne Serie. Jedenfalls ist das ironisch gemeint und man muss das in so einem resignierten Tonfall sagen (oder halt lesen) und zwischen Herrn Rabe und mir ist das so eine Standardredewendung.

***Wie auch immer sie darauf kommt, dass wir Möhrensuppe haben sollten.