Tag 3965 – 3967 – Wie ich mal eine Stradivarius kaufte.

Ich habe mich heute im Laufe und am Ende des Arbeitstages sehr aufgeregt, und zur Abwechslung ist mal nicht die Chefin schuld, sondern jemand ganz anderes. Ich kann nicht so viel erzählen, habe mir aber seit langem nicht mehr so gewünscht, dass jemand rausgeschmissen wird. Ehrlich, einmal für kurz ein mittelalter, weißer Mann mit überbordendem Ego sein. In diesem kurzen Moment dann eine nette Position irgendwo klar machen. Fortan auf einem lächerlich unterirdischen Niveau performen, aber egal, weil niemand alte, weiße Männer rauswirft.

So war mein Tag heute, und der gestern auch. Gestern Morgen habe ich wieder die Mädels zum Tanzen gebracht.

Mit Übernachtungskram, Pippi in der Mitte.

Mittwoch hingegen habe ich nur kurz gearbeitet, denn nach der Arbeit wollte ich nach Lillehammer fahren und eine Stradivarius kaufen. Jetzt ist es ja so, dass ich schon eine habe, in meiner Geige klebt ein Schild, auf dem steht „Antonius Stradivarius Cremonensis Facit 1721“, wobei alles gedruckt ist, bis auf die 21, die ist mit Bleistift gemalt. Eine echte Stradivarius also, ganz sicher, und auf jeden Fall von 1721. Aber der Trend geht ja zur Zweit-Stradivarius und auf Finn hatte ich eine gefunden, die gut aussah, und tatsächlich echt war. Für nur 20, das ist ok.

Bei bestem Wetter ging deshalb die Tour nach Lillehammer. Auf der Sjusjøen-Seite, falls das hier wem was sagt. Die Fahrt war ereignislos, aber schön, ich hab sehr viel gesungen im Auto. Angekommen wurde ich erst mal sehr überrascht von einem Haufen… Hundewelpen. Echt wahr, neun Stück, fünf Wochen alt, tollpatschige kleine Klopse auf Beinen, und ultra knuffig. Ich bin kein sonderlicher Hundemensch, also ich finde Hunde ok, würde mir aber im Leben keinen anschaffen. Aber Welpen? Mein Herz!!!

Ja, und dann habe ich die Stradivarius angeschaut, eine kleine Beule gefunden und sie deshalb sogar für nur 18 bekommen. Zack, überwiesen und dann ging es wieder nach Hause.

Sie ist aber auch wirklich sehr hübsch.

Michel ist auch sehr zufrieden. Er hat sogar ein bisschen geredet, als wir zum Anschauen da waren, und hat sie auch ausprobiert. Und ja, sie ist echt, von 1975, gekauft damals in den USA. Und kostet nur 1 Promille einer Stradivarius Geige! Schnapper.

Die Beule macht Anfang August ein Messinginstrumentenbauer raus, das ist schon abgesprochen. Aber die macht auch nichts an der Spielbarkeit.

So, jetzt schlafen. Wird Zeit.

Tag 3921 – 3923 – Vielen Dank!

… für den ungefragten Tipp, zur Show von Alok zu gehen. Wir hatten einen sehr schönen Abend. Wir haben gelacht, viel, und am Ende habe ich ein Tränchen oder zwei verdrückt. Jetzt bin ich ein bisschen nachdenklich. Ich hab nicht so viele Worte dafür, das muss man sich schon selbst angucken. Hier der Link: https://alokvmenon.com

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Bei der Arbeit sind alle so bekloppt, dass ich wirklich grad Lust habe, alles hinzuwerfen. Wirklich. Vielleicht ist es auch nur die Gemütslage. Aber wie eine Organisation gleichzeitig ständig KI schreien kann und wir müssen ganz ganz viel mit KI machen und GLEICHZEITIG bei einem konkreten, vorliegenden Case, wo ÖFFENTLICH ZUGÄNGLICHE DOKUMENTE VERGLICHEN WERDEN SOLLEN, sagt, dafür könne man keine (Bezahlversion-)KI genehmigen, das ist mir vollkommen schleierhaft. Und wie jemand, der noch nicht mal verstanden hat, dass man dafür nicht viel mehr als nen effing Browser braucht, DEN MAN EH HAT, eine „KI-Inspektorin“ einstellen konnte, auch. SPEZIELL nachdem yours truly ja drülf mal gesagt hatte, dass sie gerne auf Computerdinge im weiteren Sinne spezialisiert werden will. Das werde ich auch einfach nie vergessen und schon gar nicht vergeben.

Das erreicht nicht mal mehr ein „stets bemüht“. Das ist alles einfach glatt durchgefallen.