Tag 1087 – Nix mit ausschlafen.

Mit dem Schlafen klappt es bei mir grad eh wieder nicht so super, aber heute mussten wir tatsächlich auch noch beide Kinder wecken, um nämlich deren neue Schule bzw. Kindergarten anzuschauen. Michels neue Schule ist recht nah und 2/3 des Wegs liegen mit Herrn Rabes Weg zum Zug zusammen. Noch ist ja keine Schule sondern Ferienbetreuung, aber wenigstens haben wir schon mal ein paar Kinder gesehen und in Erfahrung gebracht, welche Art Brotdose Michel am Montag braucht. Frühstück nämlich wenn er sehr früh kommt, sonst eigentlich nichts. Ansonsten gibt es über die Ferienbetreuung nicht viel zu sagen. Angenehm finde ich, dass hier alle auf Pendler*Innen eingestellt sind und recht lange Betreuungszeiten anbieten. Das erleichtert uns vieles. Michel freut sich ein bisschen und ein bisschen geht ihm auch die Düse, das ist also auch alles ganz ok.

Pippis neuer Kindergarten hingegen ist halt echt weit weg. Mit einem kleinen Umweg liegt er auf meinem Arbeitsweg, anders würde es echt nicht gehen. Aber dafür ist das mal der krasseste Kindergarten, den ich bisher gesehen habe. Er wurde erst im Februar eröffnet, es ist also alles ganz neu. Ganz ganz neu. Es gibt gefühlte 30 Gruppen mit jeweils 20 Kindern, Pippi ist jetzt in der Türkisen Gruppe. Zwei der Betreuerinnen sind eher im Oma-Alter, das finde ich ja recht sympathisch. Und ganz anders als vor zwei Jahren bei der Eingewöhnung aus der Hölle fing Pippi direkt an mit den anderen Kindern, den Spielsachen und den Betreuerinnen zu spielen. Yeah! Als wir den Rest des Kindergartens anschauen wollten, blieb sie sogar auf eigenen Wunsch hin in der Gruppe und verpasste so eigentlich das beste. Nach Mal- und Bastelraum, Bibliothek, Turnraum und Küche wurde uns nämlich der „Wasserspielraum“ gezeigt. Ein Kindergartenspa. Eine große, aber flache Wanne, in der jeweils zwei bis drei Kinder planschen können. Pippi wird AUS-RAS-TEN! Ein Kindergarten mit Badebecken.

Auch draußen ließ der Kindergarten absolut keine Wünsche offen (außer grünes Gras vielleicht, aber was willste machen bei totalem Bewässerungsverbot) und wenn das so gut weiterläuft, wie es sich angedeutet hat, haben wir da wirklich Glück im Unglück gehabt, dass alle Kindergärten in der Nähe von unserem neuen Wohnort voll waren.

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Auto-Lobhudelei: nach 4 Schubladen die restlichen 4 in Rekordzeit zusammengebaut. Und endlich Klamotten ausgepackt.

Tag 875 – Wieder im Trott aber doch nicht.

Heute erster Tag KiTa für die Kinder nach den Weihnachtsferien. Beide freuten sich, beide standen fast ohne Meckern auf*, ließen sich fast ohne Meckern anziehen, frühstückten (Michel) bzw. klemmten sich zwei Joghurts unter den Arm (Pippi) und ließen sich aufgeregt, aber anstandslos in der KiTa abliefern. Ich war ja heute zum ersten Mal in meinem Leben so richtig arbeitslos, also rödelte ich etwas ziellos zu Hause herum und machte dann eine To-Do-Liste, sonst mache ich nämlich gar nichts richtig. So war ich sogar recht produktiv, ich nähte ein Kleid fertig, färbte meine Haare nochmal**, testete, ob es nicht vielleicht das Puder ist, das meine Haut kaputt macht (sieht so aus… Nyx HD pressed finishing powder translucent, anyone? Kaum gebraucht, super Puder***). Mittendrin rief die KiTa an, ich hatte direkt Puls, aber es ging nur drum, ob Pippi schlafen sollte oder nicht, sie wolle nämlich nicht und die anderen Kinder in ihrem Alter sollen auch nicht mehr. Ich sagte, wenn sie nicht will, muss sie nicht. Wenn sie will, soll sie nicht mehr als 45 Minuten schlafen. Dann wusch ich ein bisschen Wäsche, räumte die Spülmaschine ein und startete sie, machte Kaffee… das Übliche eben. Auf meiner Liste stand aber auch noch, bei diversen Werkstätten Termine auszumachen, nämlich einmal bei Toyota, wegen des Spiegels und des Schlüssels, und dann bei einer günstigeren Werkstatt um die Ecke, für AU/HU, plus vorher alle nötigen Reparaturen. Die Toyota-Werkstatt ist nämlich 1. teuer und 2. doof, denen will ich nicht mehr Geld als unbedingt nötig in den Rachen werfen. Die Toyota-Werkstatt war dann auch weiterhin doof: den Schlüssel bestellen sie nur gegen Vorkasse, dafür muss ich da morgen ganz früh**** hin. Yeah. Dafür ging es in der anderen Werkstatt total fix und ich sollte direkt vorbeikommen. Wie zu erwarten war***** fiel mein geliebtes Autoli durch den norwegischen TÜV, wird aber in den nächsten Tagen direkt repariert, wenn alle Teile da sind. Das wird leider teuer, aber wenn wir das Auto entweder noch ne Weile fahren oder aber in absehbarer Zeit verkaufen wollen, muss TÜV drauf sein. Seufziseufz.

Danach war sogar noch Zeit für eine wichtige und lange wegprokrastinierte Mail und das Auffrischen meines CV****** samt Hochladen in ein******* Bewerbungsportal, dann holte ich die Kinder ab und Pippi schlief natürlich direkt unweckbar ein. Nach einer guten halben Stunde bekam ich sie wieder wach, puh, sonst wäre das heute wieder so ein Schlaf-Drama geworden.

Und morgen ist dann wieder alles anders, denn wir fahren spontan mit der Hurtigruten eine Station nach Bodø und dann mit dem Nachtzug zurück.

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Auto-Lobhudelei: ein bisschen shit done gekriegt.

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*Pippi mit ein bisschen Meckern, aber die soll sich mal nicht beschweren, ich hab von der Nacht mit ihr in Michels Bett furchtbare Nackenschmerzen.

**Die waren nach „Lorreall preferongs lös blondissimäs“ leider gar nicht Platin, sondern gelb. Richtig krass, als hätte ich versucht, schwarze oder rote Haare zu blondieren. Heute mit Blondierpulver und Entwickler aus dem Friseurshop noch mal drüber gegangen, hat ein bisschen geholfen.

***für andere Hauttypen als mich

****nachdem ich beim Fundbüro angerufen hab, aber bevor wir die Familie zum Frühstück treffen

*****wenn ein Prius röhrt wie ein getunter Golf III, ist wohl der Endtopf durchgerostet

******“submitted 22.12.17, tentative date for defense: 22.03.18″

*******weitere werden folgen, auch neue Bewerbungen, aber erstmal klein anfangen, ne?