Tag 1784 – Corontäne Tag 10 v2.

Yesssss fast geschafft. Letzter Tag, ab morgen darf ich wieder „raus“.

Ich, nein, Herr Rabe und ich, haben heute was zu feiern. Bitte malen Sie alle sich den Tag im Kalender rot an, ich mache ca. 4926 Kreuze: Michel hat mich beim Einschlafen rausgeschickt. Er könne alleine einschlafen. 7 Jahre, 8 Monate und 20 Tage, eine Ära geht zu Ende. Sie sehen mich tanzen und singen. Ich nehme an, dass er jetzt heimlich noch liest, aber egal, EGAAAAAL, ich muss da nicht mehr jeden (zweiten) Abend ewig liegen, Hallelujah!

(Pippi kann prima alleine ein- und ja auch durchschlafen. Da mache ich mir keine Gedanken. Außerdem schläft Pippi meistens innerhalb von 30 Sekunden, nachdem sie mit dem allabendlichen Hampeln aufgehört hat, ein, der ganze Prozess dauert meistens nicht mehr als 10 Minuten und 10 Minuten kuscheln finde ich ja sogar ganz schön.)

Das heißt auch, dass Michel endlich liest. Mein Baby. Hachz!

Tag 1777 – Corontäne Tag 3 v2.

Ich liebe meine Arbeit und deshalb ist es auch nicht soooo schlimm, dass sie grad sehr viel ist, aber diese Woche vorm Urlaub würd ich ja immer gerne überspringen. Tausend kleine Kackdinge müssen fertig werden und trotzdem werden garantiert in Woche 1 des Urlaubs noch irgendwelche Anträge eintrudeln oder Rückfragen kommen und dann dauert es halt 5 Wochen, bis ich da draufgucken kann und in der Zeit hat Firma X leider keine Zulassung für Y und SOP A wird dann doch nicht fertig und es ist sehr verlockend, doch noch hier und da mal kurz und Ich muss aber echt dringend Urlaub haben aus genau dem Grund. Gnarfz.

Das eine Gewächs im Hochbeet ist Mohn*. Ein weiteres sind Sonnenblumen*. Auf eines warte ich noch* und eines hat hübsche weiße Blüten bekommen, aber ich weiß nicht, was es ist*. Und über allem thront die riesigste Stockrose, die ich überhaupt jemals gesehen habe. Es ist ein Monster.

Apropos Monster: Oregano ist ja mal mega krass. Erstens wächst er zwischen den Ritzen des Hochbeets unbezwingbar raus, zweitens habe ich als neues Hobby den (und Disteln) aus dem RingelBlumenbeet zu rupfen, wo er sich einfach hingesät hat. Wir haben also inzwischen mehrere Kräutermonster: Oregano, Estragon, Petersilie, Koriander und 2 Sorten Minze in Töpfen. Alle wuchern wie bekloppt. Die Kartoffeln (im Topf) auch. Es ist faszinierend und ein bisschen gruselig. Wenn ich nicht dauernd an allem rumschnippeln würde, wären wir wahrscheinlich innerhalb von 2 Wochen von Küchenkräutern überwuchert.

Passend dazu habe ich heute mit Pippi den Apfelbaum ausgegeizt und ca. 20 kleine Äpfelchen entfernt, damit die restlichen ca. 20 (!!!) wenigstens eine Chance haben, was zu werden. Am letztes Jahr gepflanzten Minibäumchen. Es waren noch viel mehr Fruchtansätze dran, aber einen Großteil hatte das Bäumchen schon selbst abgeworfen. Schlaues Bäumchen.

Die erste Erdbeere war heute auch endlich reif und auch die Kinder haben noch ein paar optimistisch als reif angesehen.

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*jaja ich kann voll gut mit Blumen und hab auch was mit Bio studiert, aber ich erkenne die trotzdem nicht wirklich, bevor sie blühen und manche nicht mal dann

Tag 1776 – Corontäne Tag 2 v2.

Es wird nichts so heiß gegessen, wie’s gekocht wird und die Norweger*Innen sind ja die König*Innen der pragmatischen Lösungen, deshalb war es kein großes Ding, Pippi heute am Kindergartentor abzuholen. Und wie niedlich die ist, mit ihrem Rucksack auf und wild erzählend. Hachz. Michel wurde von den Nachbarn aus dem Hort mitgenommen. Alles kein großes Ding.

Großes Ding: Michel hat ordentlichen Sonnenbrand. Im Nacken, auf den Armen, auf den Waden, im Gesicht. Morgen wird er gründlich mit LSF 50 eingecremt und bekommt die Flasche mit, die müssen da drauf achten, dass er noch mal nachcremt. Args.

Großes Ding 2: Pippi war heute, als es Essen geben sollte, spurlos verschwunden. Kam nicht auf rufen, war nicht aufzufinden, im Haus nicht, im Garten nicht, bei den Nachbarn nicht. Die anderen Nachbarn antworteten per SMS, dass sie bei denen auch nicht sei. Erst sauer und dann leicht panisch klapperte ich die Nachbarn ab (Quarantäne? Jaja…) und musste erfolglos abbrechen. Zu Hause und den Tränen nah rief Michel von oben „sie ist hier oben“. Da hatte sich die Rübennase in unserem Kleiderschrank versteckt, mit Herrn Rabes iPad, und um das nicht abgeben zu müssen, keinen Piep gesagt. Bis Ende der Woche kein iPad für Pippi.