Tag 682 – Realität. 

Was ich wollte: Ganz viel schreiben. 

Was ich tat: Migräne haben, Tablette nehmen, mit wattigem Kopf ein bisschen was schreiben, Paper sortieren, lesen, und in die Papers-App einpflegen. Sehr lange tat ich vor allem das letztere, weil mir erst heute Abend mal auffiel, dass die seit Monaten nicht richtig gesynct hatte. Aber jetzt sind alle 127 bisher geladenen* Artikel drin und lassen sich gut lesen. Hurra. 

Jetzt Bett. (Es tut mir leid, ich wär grade auch gern interessanter. Ich wär auch grad gern mehr zu Hause. Michel fragt schon** und mein Herz bröckelt ein wenig…)

* Da ich erst so ca. 1/4 geschrieben habe, ist das ganz ok. 

** Pippi fragt nicht. Die schreit dann halt beim ins-Bett-bringen (zu dem ich wieder grade so pünktlich zu Hause war) so lange rum, bis ich mit ihr kuschle. Dann sagt sie schluchzend „kuschln“*** und mein Herz bröckelt noch mehr. 

*** und „Hunga“, aber ich glaube das ist eher ihr Ausdruck für „irgendwas passt nicht“.

Tag 681 – Schneckischnecki. 

Ich bin viel zu langsam! Wenn ich in dem Tempo weiter schreibe, bin ich irgendwann im Oktober fertig oder so. Und am Ende des (sehr, sehr, sehrsehrsehr langen) Arbeitstages hab ich dann Kopfschmerzen aus der Hölle, die Kinder fast gar nicht mehr zu Gesicht bekommen, zu wenig gegessen und Worte sind auch nicht mehr meine Freunde. 

So geht das nicht bis Oktober weiter, ich muss also schneller werden. 

Und jetzt muss ich dringend schlafen. 

Tag 680 – Ordnung und Dankbarkeit. 

Huch, so spät schon. Schlaf kann ich für die nächsten Wochen wohl vergessen, ich kriege zwar am Abend nix wirklich produktives mehr geschrieben, aber so langweilige und stumpfsinnige Dinge wie Zitate suchen, runterladen und in die Bibliografie eindutzeln, das geht auch im Halbschlaf noch. Und morgen dann: Nitrosamine aus Tabak, Pflanzen, dem Magen und Dings und was sie mit DNA machen. Yeahy. 

Des Weiteren war ich heute beim Arzt und es war blöd. Ich bin jetzt zwar krank geschrieben, aber der Vertretungsarzt war noch ganz jung und dachte wohl, ich hüpfe demnächst aus dem nächstbesten Fenster. Das habe ich sowas von nicht vor! Hinschmeißen übrigens auch nicht. 

Beim NAV (der Agentur für alles Soziale) habe ich auch angerufen. Da wird sich dann ein Mensch bei mir melden. Bald. 

Das Beste aber ist: es werden von meinem Institut kurzfristig kleine Forschungsmittel ausgeschrieben, ich habe mich da direkt erkundigt und ja, mein Chef kann die für mich beantragen. Hab ich ihm auch geschrieben, aber er hat sich noch nicht zurückgemeldet. 

(Insgesamt ein ok erfolgreicher Tag.)

Das Allerallerallerbeste aber, das sind heute echt: Sie. Sie alle. Ehrlich. Ich freue mich riesig und bin auch ziemlich gerührt über so viel Zuspruch und die vielen praktischen Tipps und Hilfsangebote! Sie sind, das kann ich ja mal so sagen, ungefähr tausend mal hilfreicher und unterstützender, als mein Chef. Wenn ich etwas geschlafen habe antworte ich Ihnen auch morgen auf Ihre Nachrichten, wirklich hoch und heilig versprochen, aber jetzt muss ich schlafen. 

Aber Danke. 

Sie sind die Besten!

<3