Tag 1798 – Irgendwie beruhigt und irgendwie auch gar nicht.

Ich lag leider heute den halben Tag flach, erst mit Migräne und dann mit den Nebenwirkungen des Migränemittels.

Dafür hab ich aber noch echt viel geschafft, nämlich alle Schweinchen sauber gemacht, die Hausärztin angerufen, die Tierärztin angerufen, dem Anwalt gemailt, Essen gemacht, einen Bilderrahmen repariert, mir eine Tastatur und Maus bestellt, die letztgenannten beiden Punkte von der Ferien-To-Do-Liste gestrichen und mit der Bank telefoniert.

Das Banktelefonat lässt mich einigermaßen ambivalent zurück, wir dürfen nämlich von Seiten der Bank aus versuchen, das Traumhaus zu kaufen. Jetzt bin ich irgendwie sehr beruhigt und es ist mir fast schon egal, ob wir’s nun machen oder nicht, und andererseits ist die jetzt wieder etwas weniger theoretische Möglichkeit für erneutes Chaos im Rabenleben genug um mir ordentliche Anspannung zu verpassen.

Wir schauen uns das also morgen Abend mal in echt und von innen an. Von außen kennen wir es schon, und Sie auch, denn es steht neben dem Kindergarten und ich habe es an Tag 1204 hier mal gezeigt. Und dann stellen wir Tausendundeine Frage, und dann gucken wir mal, ob es uns das Chaos und all das Geld wert ist (und im Zweifel wie viel, also wie hoch wir bieten würden).

Bis dahin atmen.

Tag 1797 – Faultiertag.

Das Wetter ist wieder richtig scheiße und ich bin einfach nur froh, dass wir nicht in einem sauteuren Ferienhaus im Regen sitzen, sondern zu Hause, wo ich immerhin nähen kann. Und über Häuser nachdenken.

Dementsprechend ist hier aber heute auch kaum was passiert. Ich bin dabei, den Rock meiner Omi zu kürzen, da müssen schockierende 10 cm raus und ich fühle mich jetzt wie ein Zwerg. Außerdem habe ich den Anwalt nun beauftragt wegen der gänzlich undramatischen Geldsache. Und über das Traumhaus nachgedacht.

Eine neue Menstruationstasse musste ich bestellen, nachdem ich heute meine beim Auskochen auf dem Herd vergaß. Immerhin konnte ich den Topf retten. Und damit das nicht noch mal passiert, habe ich gleich ein Auskochdings mitbestellt. Ich bin war ja seit Jahren überzeugte Besitzerin einer Ruby Cup und habe da auch jetzt wieder bestellt. In meinem Kopf singt es jeden Monat „Ruby Ruby Ruby Rubeeeeyyyy, a-ha-a-a-a-aaaaahhhh“, allein dafür kann ich die empfehlen. (Andere Gründe sind: die ist sehr weich, was ich mag, und das Unternehmen spendet für jede verkaufte eine Ruby Cup an Mädchen in (inzwischen) 11 Ländern, in denen der Zugang zu Hyhieneprodukten nicht einfach ist und z.B. Mädchen während der Menstruation deshalb oft nicht zur Schule gehen können. Man kann auch einfach so spenden, wenn man keinen Bedarf an einer eigenen Ruby Cup hat!)

Im Urlaub ist die Konzentration nicht grad auf der Höhe.

Tag 1795 – 12 Bilder.

Ich überlege, meinen Instagram-Account wegen Inaktivität gleich ganz platt zu machen. Aber hier heute 12 Bilder vom Tag, mit variierend detaillierten Bildunterschriften, weil der Tag auch ganz schön anstrengend war.

I feel the Handschuh.
Frühstückszeit. Kaffeezeit.
Gartenliebe 1.
Gartenliebe 2.
Gartenliebe 3 (mit sehr vielen Bienen und Hummeln).
Ehemannliebe. (Mit Besuch von lieben Freunden.)
Kampf der Ringelblumenflut 1 (Ringelblumen sind die Pest!)
Kampf der Ringelblumenflut 2. Mit verstecktem Hornveilchen.
Meerschwein-TÜV. Hier sehen Sie Marshmallow, die den TÜV mit Bravour überstanden hat, aber sich ungern die Krallen schneiden lässt und mir aus Protest in die Finger zwackte. Bild von vor dem Krallen schneiden, danach war es nämlich ein zappeliges Wutschwein.
Trost-Salat für die frisch pedikürte Meerschweintruppe.
Meerschweinchen sind ja auch echt effektive Unkrautvernichter.
Feierabend oder so. Mit anderem Besuch.

So, das war viel Besuch an einem Tag nach einer sehr langen Zeit mit nur sehr wenigen u d sehr seltenen direkten Sozialkontakten. Dementsprechend bin ich, offen gestanden, völlig im Eimer und gehe jetzt ins Bett. Gute Nacht!

Tag 1794 – Nicht viel zu berichten.

Einziger abgehakter To-Do: Paniermehl machen. Premiere dabei: Michel wollte unbedingt *ohne* Gehörschutz mitmachen. Und hat es dann auch durchgezogen.

Das Bild gibt es in zwei Versionen. Auf der anderen stehen links im Bild noch unsere zwei Bierdosen von gestern, aber damit Das Internet™️ nicht denkt, dass wir Dosenbier trinkende Menschen sind, hab ich sie weggenommen. Dabei ist an Dosenbier ja nichts verwerfliches, nur assoziiert man diverse Dinge damit und herrje, Mut zum Dosenbier.

Ansonsten war heute mal wieder doofes Wetter, ich hab sämtliche Schweinchen sauber gemacht, Pippi hat sich sowohl rohe als auch mit frischen Kräutern aus dem eigenen Garten angebratene Champignons reingezogen, als hätte Michel nie dazu Kotzgeräusche gemacht und das hat mich sehr froh gemacht. Die Schweinchenladies werden langsam mutiger im Badezimmerauslauf, aber nicht so mutig, als dass sie sich aus dem Staub gemacht hätten, als Pippi nach einem Klogang die Tür sperrangelweit aufstehen ließ und ich es erst nach ein paar Minuten bemerkte. Überhaupt sollte sie gar nicht unten aufs Klo, weil da ja die Ladies rumliefen und argh. Dieses Kind tut einfach was es will. Muffin ist ja eh relativ mutig, oder abgestumpft, wer weiß. Heute habe ich dann auch mal geschnallt, dass er sein Antibiotikum sehr gern mag und ich ihn gar nicht in den Fixiergriff nehmen muss, um ihn das zu geben. Vielleicht hab ich ihn auch erfolgreich auf das Salatblatt danach konditioniert. Jedenfalls freue ich mich auf die Aussicht, ihn nicht zwei mal täglich einfangen zu müssen, das ist ja für ihn auch großer Stress.

Ich plane einen kleineren Ausflug zum „Apfelgarten“, einer wilden Wiese mit (ungepflegten) Apfelbäumen neben der Schule, um für die Schweinchen ein paar Zweige und Äste zu räubern. Bisher sind sie von Gehölz noch nicht angetan, außer Himbeeren (also nicht die Beeren, sondern die Pflanze), die finden sie ab und an mal gut. Andererseits kann ich mir auch gut vorstellen, dass die Vorbesitzer jeweils nicht so sonderlich kreativ bei der Nahrungsauswahl waren. Und die Apfelbäume da auf der Wiese können einen Beschnitt (und vieles mehr, eigentlich…) brauchen. An einem ist letztes Jahr ein riesiger Ast abgebrochen, also es sah jedenfalls so aus, aber der hängt wohl noch fest genug, jedenfalls ist er dieses Jahr ganz normal ausgetrieben und trägt auch, aber halt am seidenen Faden am Baum hängend beziehungsweise auf dem Boden liegend. Krass, was Natur kann.

Tag 1793 – Endlich die 2.

Herr Rabe hat endlich Death Stranding durchgespielt. Ein sehr sehr seltsames Spiel, wenn Sie mich fragen.

Es ist auch endlich eine Entscheidung gefallen, wer wann wie lange Urlaub in Deutschland macht. Es ist aber nur kurz (ich werde für grad mal vier Tage da sein und davon ist einer Beerdigung), es ist immer noch Pandemie, im Stundentakt neue Leute treffen ist also nicht drin, also bitte einfach nicht fragen.

Natürlich erste Frage meiner Personalchefin, auf die Mail „ich verlängere meinen Urlaub um einen Tag, weil ich an der Beerdigung meiner Oma teilnehme“: „Musst du danach in Quarantäne und ist das mit deinen Arbeitsaufgaben vereinbar?“. Meine Güte. Google hilft für die erste Frage und danke für die Anteilnahme und den überwältigenden Support. Hab gleich das Gefühl, dass ich nicht nur eine Arbeitsmaschine fürs Werk bin. Nicht.

Damit Sie nicht googeln müssen: nein. Ich muss danach nicht in Quarantäne, da heute, ebenfalls endlich, bekanntgegeben wurde, welche Länder im EWR+Schengen wir bereisen dürfen ohne danach in Quarantäne zu müssen und tadaaa: Deutschland ist dabei. Das war aber abzusehen, da die Kriterien vorher schon feststanden. Deshalb haben wir unsere Reise auch eine halbe Stunde vor der Bekanntgabe gebucht.

[Hier sollte ein triumphierender Satz stehen dass nach der Bekanntgabe direkt alles viel teurer geworden ist aber jetzt bekommt man die selbe Reise plötzlich für über 100€ weniger, was ist da los?]

[Toll, jetzt fühl ich mich übers Ohr gehauen.]

Nun gut. Ich gehe jetzt endlich ins Bett und nehme diverse Fernbedienungen, Konsolen und Tablets mit ins Schlafzimmer. Michel schlief heute Nachmittag im Auto ein, was darauf hindeutet, dass er die letzten Tage sehr früh wach war und sich vor den Fernseher gehängt hat, weil er da jetzt weiß, wie YouTube angeht. (Ganz wunderbar, so ein Smart-TV! So viele Möglichkeiten! Und nein, bitte, bitte, nicht vorschlagen, dass man doch am Router irgendwas oder mit Apps irgendwas anderes, nein, kann man nicht. Unser Internetprovider ist aus der Steinzeit, am Router kann man absolut gar nichts einstellen und einen anderen Router können wir nicht nehmen weil der Internetanbieter keine andere Hardware akzeptiert und nein, wir können auch nicht den Internetanbieter wechseln. Willkommen in Norwegen. Wir haben Glasfaser, aber unser Router ist entweder an oder aus. Ist er zu lange aus, müssen wir hinterher alle Lampen neu anlernen, über Nacht ausstellen ist also auch keine Lösung.) Jedenfalls müssen wir das unterbinden, dass er um sechs aufs Klo geht und danach irgendwelchen Schrott auf YouTube guckt, weil er ja wach ist und es hell ist. Genau wie ich braucht er viel Schlaf. Und hell wird es ab ca. halb vier.

Tag 1792 – Endlich.

Erinnern Sie sich noch an die Reiseversicherung? Wir haben jetzt eine. Eine relativ günstige, aber immerhin. Wofür man sie so dringend braucht ist mir zwar immer noch nicht ganz klar, aber um mich rum ist man sich einig, dass man sie braucht und naja. Ok.

Was noch nicht heißt, dass wir einer Entscheidung für oder gegen Urlaub in Deutschland und wenn ja wann und wer wie lange näher gekommen wären. Da uns aber der Hygienespüler ausgeht, müssen wir wohl. (Das, meine Damen und Herren, nennt man eine Ausrede.)

Ich habe heute mit den rastlosen und dauerstreitenden Kindern einen sehr langen Spaziergang gemacht, das hat uns allen sehr gut getan, obwohl ich mich immer noch müde und schlapp fühlte und fühle. Ich hoffe, ich erkälte mich nicht auch noch. (Ein Ding, für das so eine Reiseversicherung vermutlich gut ist: wenn man eine gebuchte Reise wegen Symptomen einer Atemwegserkrankung nicht antreten kann. Unter normalen Umständen würde einen ja ne Erkältung nicht davon abhalten, in ein Flugzeug oder auf eine Fähre zu steigen, 2020 ist aber nun mal nicht normal.)

Was dagegen spricht, dass ich krank werden könnte, ist, dass ich weiter Sport mache – und mich danach meistens fühle, als könnte ich Bäume ausreißen. Den Spruch „in einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist“ finde ich aus vielen Gründen ziemlich daneben, unter anderem weil es nach dem berühmten „geh doch einfach mal unter Leute/geh mal raus/mach mal Sport“ klingt, das Leuten mit psychischen Erkrankungen gern entgegen gebracht wird. Ich denke deshalb seit Tagen dran rum, wie man das besser ausdrücken kann. Ich habe nämlich ganz subjektiv bei mir den Eindruck, dass Sport mir tatsächlich körperlich sehr gut tut und dass ich quasi sofort besser schlafe, zufriedener und ungehemmter esse und (vielleicht auch nur durch die letzten zwei Punkte?) weniger reizbar bin. Klar ist es auch psychisch gut, keine Schmerzen zu haben. Ist es vielleicht einfach das? Ein Körper, der sich gut anfühlt, weil man sich gut um ihn kümmert, belastet die Psyche immerhin nicht zusätzlich? Meh. Ich komme da zu keinem Schluss.

So richtig entspannt bin ich immer noch nicht. An To-Dos heute erledigt habe ich: Weide beschneiden und Kinderrucksäcke imprägnieren, außerdem habe ich die Innenarchitektin beauftragt, einen Anwalt angeschrieben (lange Geschichte, erzähle ich vielleicht mal wenn sie fertig geklärt ist. Sie brauchen sich in keiner Form sorgen, es geht nur um Geld und um keinerlei Gefühle) und rausgesucht, wie man den Hauskredit für die Umbauten erhöht. Zwischendurch habe ich noch sehr ausführlich mein persönliches Traumhaus angesabbert, das zum Verkauf steht, aber leider eigentlich ein wenig zu teuer für uns ist. Der Traum ist aber so groß, dass ich es schon durchgerechnet habe und najaaaaaaa also es wäre machbar, ABER.

Und die Reiseversicherung abgeschlossen habe ich ja auch. Recht erfolgreicher Tag also eigentlich. Trotz Müdigkeit.

Tag 1788 – Mehr Haken und neue Pläne.

Die To-Do-Liste wurde bis auf zwei Punkte fertig abgehakt, die Punkte, die noch ausstehen, sind:

  • Wäsche verräumen (Ich fühle mich nicht zuständig, es ist zu 0% meine und zu 15% Kinderwäsche und ich habe neulich erst eine Stunde lang Kinderwäsche verräumt)
  • Fenster fertig putzen (es hat den ganzen Tag geregnet)

Und weil’s so schön ist und sonst die Dödeligkeit schneller einzieht als man „Ferien“ sagen kann, habe ich auch direkt mal eine Ferien-To-Do-Liste angelegt. Darauf unter anderem ein Ding, das Herr Rabe heute auf die Wochenendliste geschrieben hat, wo es eh nichts zu suchen hatte: mehr Meerschweinverstecke/Häuschen* bauen. Und diverses anderes… Gedön, Kinderrucksäcke waschen, den einen** Terrassenstuhl abschleifen und ölen, den Wandbehang von meiner Omi reinigen, sowas. Letzteres hab ich dann auch direkt mal gemacht.

Riecht jetzt nicht mehr nach Keller und ist seinen Grauschleier los.

Sich für die Ferien Dinge vornehmen klingt vielleicht kontraproduktiv, aber ich kann nicht anders. Außerdem soll es die nächsten zwei Wochen quasi durchgehend regnen, da macht auch weder Zelten noch generell länger draußen sein sonderlich viel Spaß.

(Zyklustag 1. Voller Energie und leicht gereizt. Tolle Kombi. Nur nicht für die Leute in meiner direkten Umgebung.)

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*Jaha, ich weiß, dass das, was man gerne als Häuschen angedreht bekommt, nicht wirklich angenehm für Meerschweinchen ist, sondern eher der menschlichen Idee eines netten Häuschens für Meerschweinchen entspricht. Es werden wohl eher Tunnel oder sowas.

**Letztes Jahr wurden angeblich alle 4 Stühle geschliffen und geölt (nicht durch mich), da wunderte ich mich schon, weil einer anders aussah, nämlich so wie die anderen 3 Stühle vorher. Dieses Jahr sieht der eine immer noch ganz anders aus als die anderen, nur schlimmer. Komisch.

Tag 1451 – Kleines Ferienende.

Aufgrund grober Fehlplanung haben wir morgen doch gar keinen Termin mit Michel in der Botschaft, um seinen Pass zu erneuern. Pippi ist aber schon im Kindergarten angemeldet und da wird sie also morgen hingehen. Den letzten richtigen Ferientag und auch den letzten Tag des Besuches meiner Schwägerin haben wir heute gebührend begangen, mit Besuch aus der Hauptstadt, viel Kaffee, Quatschen, Waffeln und einem mehr oder weniger in Schutt und Asche gelegten Kinderzimmer. Das Wetter ist wieder top, es ist einfach alles… hach!

Wissen Sie noch, die Malvenrostende Stockrose? Von der ich bis auf so… eins oder so alle Blätter abgeschnitten habe, dann den Rest natürlich nicht mit verbotenem Spritzmittel behandelt habe *hust, hust*? Die blüht jetzt. Hach! (Die anderen leben auch alle noch, aber da es für die ja das erste Jahr ist, blühen die noch nicht.)

Hach!

Könnte noch ein bisschen so weitergehen, mit den Ferien.

Tag 1449 – Technikmuseum.

Heute hat es geregnet, das heißt, es ist nicht mehr schwül, nicht mehr heiß und wir mussten die Blumen draußen nicht gießen. Alles win. Das nicht mehr zu Baden im See verpflichtende Wetter nutzten wir zu einem Ausflug ins Technikmuseum Oslo. Das war… Tjanun. https://twitter.com/rabensalat/status/1156200848541831168?s=21

Michel war ein bisschen überfordert mit allem, Pippi hat andere Interessensgebiete als er und so richtig cool wurde es für mich deshalb erst, als ich Michel mit der restlichen Familie in der Cafeteria zusammenführen konnte und mir wenigstens einen Teil der restlichen Ausstellung allein anschauen konnte. Ich setzte dabei einen deutlichen Schwerpunkt auf das norwegische Medizinmuseum, das war super cool, aber auch beklemmend.

Das seltsame Gefühl, wenn die Dinge, die man selbst vor gar nicht so langer Zeit mit sich rumschleppte, jetzt im Museum ausgestellt sind.

Tuberkulose. Schlimm. Und auch heute noch schlimm, besonders multiresistente Tuberkulose ist zum Beispiel in Archangelsk wirklich ein großes Problem. Besonders nahe gingen mir die Berichte über Kinder, die zum Teil Jahre in Lungensanatorien fern der Heimat und der Familie verbrachten. Diese Lungensanatorien waren wohl auch oft nicht der pädagogische Himmel auf Erden und… puh.

(Mit besonderem Gruß an alle Impfgegner*Innen.)

Fazit jedenfalls: super cool, aber fast zu groß und zu viel für einen Tag mit (meinen) Kindern. Mit anderen Kindern geht das unter Umständen besser, mit meinen in ein paar Jahren eventuell auch, aber heute wünschte ich mir irgendwann, ich wäre allein da, ohne Kinder. Zu lernen und zu gucken gab es da nämlich wirklich viel.

Tag 1448 – Tschüss, Bodensee!

Ich komme wieder, und dann bringe ich die Familie mit.

Was ich niemals machen würde, Folge 15492.

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Tja, das war ein sehr schöner Kurztrip, aber jetzt ist er vorbei. So viele nette Menschen hab ich selten in so kurzer Zeit kennengelernt. Und so ein hübsches Örtchen! Hach. Jetzt, nach dann eben doch 6,5 Stunden Reise, sitze ich wieder auf dem heimischen Sofa Schlafsessel. Es ist wie in einer Sauna hier, so schwül, dass mir im Sitzen der Schweiß an Stellen läuft, von denen viele sich wohl gerne einbilden würden, Frauen(TM) würden da nicht schwitzen, warm ist es auch, wärmer als am Bodensee. Lustige Welt. Das kleine Kind schläft, das große kann nicht schlafen, wir haben (mit Ansage und Wecker) 10 Minuten gekuschelt und jetzt versucht es, allein einzuschlafen. Herr Rabe und ich schwitzen sitzen vorm Kinderzimmer in eben dem Schlafsessel, ich freute mich kurz aufs Bett, aber eigentlich habe ich auch noch Hunger und Durst und überhaupt, wie soll man denn schlafen, wenn man langsam aber sicher im eigenen Saft geschmort wird?

Trotz allem: ich bin froh, wieder zu Hause zu sein. Ich hab die hier ja alle doch ganz schön lieb.

Hier noch nachgereicht das Beweisbild, dass ich baden war. Den Kopf hatte ich wegen dezenten Ekels vor den seltsamen türkisen Algen nicht unter Wasser.