Tag 251 – Schnüff. Korfu Tag 21

Heute hatte ich zwei Herzbrech-Momente. 

Erstmal: mein eigenes Kind, der „große“ Michel, saß im Babybett (in dem das Baby nicht schläft, wieso denn auch…) und spielte mit seinem potthässlichen aber heiß geliebten Werbegeschenk-Pinguin. Er dachte wohl, ich höre nicht zu weil ich handydaddelnd Pippi stillte. 

„Sooo, Pinguin, hier Kinnergarten is.“ 

*piepsig* „Nein, will nich Kinnergarten sein, will Hause bleiben!“

„Ok. Wir Hause bleiben.“

Schnüff. Heißt das, er mag wirklich nicht in den Kindergarten gehen? Neulich hat er uns noch erzählt, wer alles seine Freunde im Kindergarten sind. Und ich dachte auch, dieser lange Urlaub würde da gut tun, vor dem Urlaub war es ja mitunter schon etwas schwierig mit ihm und dem Kindergarten, weil er da immer „traurig“ wurde. Aber so klingt es jetzt irgendwie als würde er sich wünschen, zu Hause bleiben zu können. Was wohl eher nicht gehen wird. Schnüff. 

Die andere Geschichte: hier schleicht eine Katze herum. Das ist nichts außergewöhnliches, hier gibt es sehr viele streunende Katzen, aber diese ist ein anderer Fall. Als erstes ist uns aufgefallen, dass sie völlig angstfrei uns gegenüber ist. Also, wir grillten, die Katze kam an und maunzte uns die Ohren voll. Da sah ich dann auch, dass sie trächtig ist. Man sieht, wie sich die Babys im Bauch bewegen. Aber irgendwie war das Maul komisch. Ihr fehlt unten ein Eckzahn, das scheint sie aber nicht weiter zu stören, wahrscheinlich ist das schon älter. Nach näherem Betrachten kam ich zu dem Schluss, dass sie versucht haben muss, eine Hummel oder Biene zu fressen un fies in die Schnauze gestochen wurde. Die „Backen“ waren beide geschwollen, eine Seite mehr als die andere. Dadurch stand ihr die ganze Zeit das Maul offen. Also: eine trächtige, verletzte Katze, die so hungrig ist, dass sie freiwillig auf Menschen zugeht und quasi bettelt. Leider konnte man auch auf Anhieb sehen, dass sie Würmer und Flöhe hatte. Also nix mit Helfen, Anfassen oder sonstwas. Armes Tier. Und Füttern bringt ja auch nix, zumal der Vermieter gleich sagte, dass er nicht will, dass sie hier ihre Jungen bekommt (bei einem Haufen piepsender Babykätzchen könnte er nämlich auch nicht hart bleiben, vermute ich). Schnüffschnüff. 

Darauf Schokolade. 

Tag 183.2 – Oslo mal wieder

Kurzmeldung: wir sind bei A. und A. angekommen, kurz waren wir in Hamar gestrandet wegen irgendwas mit Eis, aber mit einer Stunde Verspätung gings dann doch weiter. Pippi war sehr sehr froh, endlich auf dem Boden spielen zu dürfen, ich war froh über ein sauberes Klo, dass ich sogar alleine benutzen durfte. Pippi interessierte sich dann von meinem Arm aus sehr für die Katze und die Katze für Pippi, also legte ich Pippi vorsichtig vor der Katze auf den Boden, die beiden beäugten sich doch dann bewegte sich die Katze und Pippi brach in markerschütterndes Geheul aus, was wiederum die Katze zu Tode erschreckte. Das probieren wir morgen vielleicht nochmal etwas vorsichtiger.