Tag 3313 und 3314 – Nix passiert.

Gestern war Nix, nur Arbeit und ein bisschen Hormone und dadurch Laune irgendwann am Abend. Deshalb auch kein Bloggen, ich war mit allem unzufrieden.

Heute auch Arbeit, eigentlich wollte ich ins Büro, aber dann wurde gestern verkündet, dass da heute ganz viele Leute sein würden, die lustige Kennenlernspielchen in den Büroräumen spielen, und daraufhin sind alle, nicht nur ich, zu Hause geblieben. Da habe ich sehr effektiv gearbeitet und mich nach 6 Stunden und 56 Minuten ausgeloggt, also 4 Minuten früher als ich im Sommer arbeiten muss. Wow.

Ich bin dann trotzdem ins Übungshotel gefahren, wo ich mir immer vor mein neues Hobby einen Raum gebucht habe, damit ich nicht bis sieben Uhr abends im Büro hocke. Im Übungshotel habe ich 2 Stunden Geige gespielt, das war schön, aber ich muss echt dringend ne Stunde mit meinem Lehrer abmachen, ich langweile mich ein bisschen und beiße mich dann an Kleinigkeiten so sehr fest, dass ich sie übe, bis sie schlechter klingen als vorher. Das ist Käse.

Danach neues Hobby, das war wieder sehr lustig, noch lustiger als letztes Mal, und auch mehr Trainingsartig. Mein Einkauf erwies sich als semi gut geeignet, aber das lässt sich überspielen. Es macht jedenfalls sehr viel Spaß und ist auch sehr albern.

Tag 3267 – So lala, so lala.

Ferien sind schon schön, ich hab aber leider auch in den Ferien hormonbedingt Laune. Um dagegen halbwegs anzukommen und nicht auch noch „und geschafft hab ich auch nichts!!!“ hinzuzufügen, habe ich Dinge getan. Diese Dinge waren:

  • Gartenabfall wegbringen. Mit den gesammelten Gartenabfällen war das Auto auch komplett voll. Aber ich weiß jetzt, dass die Entsorgungsstation eine eigene Tonne für Arten von der schwarzen Liste, zum Beispiel unsere zwei Säcke Lupinen, hat. Die steht, passender Weise, sehr weit weg vom sonstigen Gartenabfall, nämlich beim Gefahrengut. Bezahlen muss man auch nichts für die Entsorgung, genau wie bei normalem Gartenabfall.
  • Das Auto von innen gereinigt. Das hatte es nötig, sehr, es lag eine sehr gut sichtbare Staubschicht auf dem Armaturenbrett, die Sitze hatten Flecken und im Fußraum waren glaube ich noch Reste von Streugut. Außerdem hatte ich ja grade erst sehr viele Gartenabfälle transportiert. Jetzt ist es aber wieder sauber und ich habe mal wieder gemerkt, dass die Kinder ja doch größer werden. Ich habe nämlich zwar Eisflecken und sowas entfernt, aber außer einem kleinen Döschen mit etwas undefinierbaren drin, das in den Müll wanderte, nichts grausliches gefunden. Keine halb gelutschten Bonbons, keine in die Sitze eingearbeiteten Kekse, keine benutzten Servietten oder Taschentücher die irgendwo festkleben. Ich war auf alles vorbereitet und nichts ist passiert.
  • Sport, ich bin grad unzufrieden mit meiner Bewegung und mit dem, was mein Körper so schafft und wie er dabei aussieht und sich anfühlt. Das ist zum Teil auch Laune, aber Bewegung, vor allem regelmäßige, hilft wiederum auch gegen Laune. Alles hängt mit allem zusammen.
  • Geige. Jetzt in den Ferien habe ich Zeit für ausgiebige Übesessions und genieße das sehr. Da geht’s auch merkbar vorwärts.

Vielleicht ist es der Laune auch nicht zuträglich, dass ich meinen Kaffeekonsum reduziere. Kalten Entzug schaffe ich nicht, bzw. möchte ich mir meine Ferien nicht mit sowas versauen, also schleiche ich aus. Die erste Woche mit maximal zwei Kaffee am Tag (statt drei bis vier) ist bald rum. Dann gehe ich auf einen und versuche, da ne Weile zu bleiben. Statt Kaffee trinke ich Unmengen Früchtetee, das ist auf viele Arten gesünder. Warum mache ich das? Weil ich Kaffee wieder mehr genießen will und nicht wie so ein Pegeltrinker kack Laune kriegen, wenn ich die zur Tageszeit passende Dosis noch nicht hatte.

Tag 3039 – Vorsingen.

Langsam habe ich das Gefühl, einzelnen Menschen, manchmal auch Gruppen von Menschen, kann man ein ganzes Musical aufführen, um zu erklären was man will und/oder was sie falsch machen, und sie raffen es trotzdem einfach nicht. Es ist frustrierend. Und ich habe da keine Lust mehr drauf. Heute ist so ein Tag, wo ich einfach die Kommunikation komplett einstellen will, um meine und die Nerven der anderen zu schonen. Lasst mich einfach alle in Frieden hier meinen Legohaufen sortieren, morgen geht’s bestimmt besser. Bis dahin f*** off.

Tag 2823 – Sagte ich zufrieden?

Mörderisch, meinte ich. Laune kommt halt auch im Urlaub. In meinem Kopf war heute alles ziemlich doof. Menschen doof, Museum doof, Kunst doof, Vivaldi total doof. Beste Zeit des Tages: die anderthalb Stunden, die ich alleine mit dem Bus durch die Gegend gurkte, weil wir nicht zu sechst ins Auto passen und ich mich nicht sehr gewehrt habe, die auserwählte zu sein, die den Bus nehmen muss. Zwei mal 35 Minuten in Bussen plus ein bisschen Zeit davor, dazwischen und danach zu Fuß, allein, mit Musik auf den Ohren und keiner Aufgabe, außer den Weg nach Hause zu finden (für jemanden ohne Orientierungssinn ist das schon Aufgabe genug). Wundervoll.

Hoffentlich ist die Laune morgen besser. Ich würd auch gerne nicht so Rotz träumen wie letzte Nacht, das wäre auch schön. Kann ich das beides irgendwo bestellen?

Tag 2799 – Neue Dinge.

Keine Murmeln. Die Murmelfrau hat sich nicht noch mal gemeldet. Hmm.

Insgesamt ein sehr sehr durchwachsener Tag. Kindergarten bei der Arbeit, weiter Hormone (hoffentlich hat Corona nicht wieder meinen Zyklus kaputt gemacht und ich mache jetzt für immer Zyklusend-Alles-Hass-Phase), was dann dazu beitrug, dass der Kindergarten eskalierte und ich jetzt echt keinen Bock hab, mehr Zeit als unbedingt nötig im Büro zu verbringen. (Kurzversion: jemand hat auf meinem Stühlchen gesessen. Wenn die Person auch noch aus meinem Becherchen getrunken hätte, wäre ich wahrscheinlich einfach wutentbrannt aus dem Büro gestürmt und wäre nach Hause gefahren. Bei meinem Stuhl geht meine Grenze, generell bei dem wenigen an eigenem Kram, das wir im Büro überhaupt noch haben dürfen. Ich habe beantragt, diesen Stuhl behalten zu dürfen, habe es bewilligt bekommen und einen extra offiziellen Aufkleber drauf geklebt. Man KÖNNTE das respektieren und wenn man sich dazu entscheidet, das nicht zu tun, muss man damit leben, dass ich plötzlich gar nicht mehr lieb und nett bin, sondern eine Furie. Tja. (Zumindest ein paar Tage im Monat ist das so.)

Dann war einiges kurz gut bei der Arbeit, es tun sich wirklich tolle Möglichkeiten für mich auf und ich freue mich schon wie Bolle und lerne mit Duolingo jetzt ein bisschen Koreanisch. Mal gucken, wie weit man in (guckt in den Kalender) WHOA, zwei Monaten!damit kommt.

Dann wurde es wieder blöd, manche sind scheinbar ein wenig lernresistent (keine weiteren Stuhldiebstähle, immerhin). Und ich bin nach wie vor keine gute Pädagogin.

Stuhldiebstahl klingt ein bisschen wie Samenraub. Hihi.

Tag 2793 – Bissig.

Tut mir leid, ich hab Laune, aus Gründen. Ich schreibe lieber nicht viel mehr als das.

Heute beim Ballett gewesen, war gut. Dann kam die Balletttrainerin mit „unseren“ (ich weiß noch nicht, ob ich dabei sein kann) Kostümen für die diesjährige Vorstellung. So sehr es alle meine Kleinmädchenträume erfüllt, sehe ich mit einem romantischen Tüll-Ballettrock doch leicht albern aus. Und die anderen Muttis zu 90% auch. Die 10% sind die 2, die gar keine Muttis sind und so schlank, dass ihnen chinesisch S von der Taille rutscht. Was gut ist an diesen Röcken: Hintern ist versteckt und diverse Technikunsauberheiten in den Beinen werden kaschiert. Ansonsten… naja man ist halt nicht mehr 15, ne?

Tag 2499 – Hätte, hätte.

Ich wollte früh ins Bett gehen, bin dann aber in ein Wikipedia-Loch gefallen. Hoppla.

Ich wollte früh ins Bett gehen, weil ich müde bin und Kopfschmerzen habe und dadurch auch Laune habe und überhaupt.

Es war einfach ein langer Tag und dezent doof noch dazu. Teilweise auch gut.

Vielleicht bin ich auch nur wieder mal frustriert, dass mein Tag nur 24 Stunden hat, von denen ich 1/3 eigentlich schlafen sollte, um klar zu kommen, maximal 1/3 arbeiten sollte und in den Rest soll irgendwie der Rest des Lebens passen, aber es ist so viel zu tun. Was mache ich am Ende? Wikipedia lesen. Spitze. So sinnvoll.