Tag 3677 und 3678 – So furchtbar reich!

Das Geld vom Hausverkauf ist da! Keine drei roten Zeilen mehr (neues Haus, altes Haus und Zwischenfinanzierung) sondern nur noch eine. Nur ein Haus zu besitzen ist ja ein ganz unterschätztes Privileg. Die Bank hatte außerdem Instruktionen, was mit dem „überschüssigen“ Geld passieren soll, nachdem die zwei nicht mehr benötigten Kredite abgewickelt sind, aber da ist noch nichts passiert. Also haben wir für sehr kurz (vermutlich morgen) einen Haufen Geld auf dem Sparbuch herumliegen. Nie war es greifbarer, sich einfach nach Brasilien abzusetzen! (Scherz.)

Gestern war wieder Fächergewedel und weil mir davon noch nicht genug alles wehtat (es ist nach wie vor schwierig) war ich heute dann noch beim Zirkeltraining. Das war schön, aber auch sauanstrengend. Und zu Hause erst mal drei Stunden Haushalt plus spontaner Besuch, der trotz Chaos einfach kam und trotz Chaos auch mit dem Kauf und der Aussicht und dem Platz gratulierte. . Jetzt bin ich wirklich, WIRKLICH platt.

Morgen homeoffice, das wird schön.

Tag 3675 und 3676 – So viel los.

Uffz ich bin so müde. Zwei Tage hintereinander um sechs Uhr aufgestanden, Zack, todmüde. Ok, weil ich halt nicht um zehn schlafe.

Ich hatte ja gestern und heute noch frei, ich arbeite erst morgen wieder. Aber die Kinder hatten so aufregende Tage und Herr Rabe arbeitet wieder, sodass ich mit aufgestanden bin und gestern die Kinder auch zu ihren respektiven neuen Schulen begleitet habe. Mit dem Bus, damit die Kinder auch wissen, wie das geht. Pippi wollte dabei am liebsten, dass ich nicht gehe, Michel wollte gerne, dass ich nicht mitkomme. Dafür ist er abends extra anhänglich. Ist auch ok. Ich bin jetzt die peinliche Mutti eines coolen Teenagers.

Michels erster Tag an der Ungdomskole war „gut“. Er hat seine Zweitwahl bei der Fremdsprache bekommen, nämlich Französisch (nicht Spanisch) und ich spannte schon mal alles an, um auf alle etwaigen Reaktionen vorbereitet zu sein, aber er ist da total entspannt mit. Vielleicht ist das Gehirn über die Ferien auch ein bisschen gewachsen. Michels Klassenlehrer ist, laut Michels Aussage, „cool und ziemlich chill“. Es sind erst zwei Tage, aber ich senke da vorläufig erst mal die Schultern.

Pippis neue Schule ist ja die alte im neuen Gewand, und das Gewand ist schon wirklich sehr schön.

Ich habe gestern weiter Pax gebaut. Heute auch ein bisschen, aber nicht ganz so viel, ich musste auch noch andere Sachen mal priorisieren, zum Beispiel einen Arbeitsplatz, und einen Schminktisch (sehr wichtig!). Aber ich habe jetzt ALLE Klamotten ausgepackt und sie liegen und hängen jetzt auch ALLE im Schrank. Und es ist noch Luft. Es ist wundervoll. Kein Wechsel von Sommer- auf Winterklamotten und wieder zurück mehr, den ich im ersten Fall übereifrig mache und im zweiten Fall ewig frierend vor mir her schiebe. Es passen ALLE Klamotten gleichzeitig in den Schrank! Ebenfalls gestern habe ich im Keller Sachen eingeräumt, die im Flur im Weg standen. Das dauerte eine Weile, aber der Flur ist jetzt leer. Wenn ich richtig mitgezählt habe, habe ich 12 weitere Kartons komplett oder teilweise ausgepackt. Hi

Hurra!

Gestern und heute habe ich auch endlich mal wieder Geige geübt, weil ich heute mit einer Kollegin zum gemeinsamen Spielen eingeladen war. Das hat mich sehr nervös gemacht. Aber es war wirklich schön und hoffentlich nicht das letzte Mal.

Morgen geht es wieder ins Büro. Nach sechs Wochen. Ich habe überhaupt keine Lust.

Tag 3673 – Neue Dimensionen.

Jesus. Was für ein Tag. Er begann für mich mit unerklärlichen Unterleibsschmerzen, natürlich sehr passend, wenn der Tag sehr voll ist. Immerhin löste Ibuprofen das Problem. Ich tippe auf Mittelschmerz, aber in einer neuen Größenordnung. Einer, auf die ich hatte verzichten können.

Tapfer (haha) fuhr ich trotzdem den Transporter abholen. Ein Van von Toyota, ein Diesel, glücklicherweise immerhin Automatik. Aber groß, schwer und eben ein Diesel. Spritzig wie eine Dampflok war der. Ich hatte das Bedürfnis, beim Anfahren zu ächzen, es fühlte sich an, als würde das Auto das wollen.

Auf dem Weg gabelte ich Pippi und Herrn Rabe auf und dann waren wir geschmeidige sechs Stunden beim Möbelschweden. Ok, die erste halbe haben wir die obligatorischen Blumenbällchen gegessen und unsere Liste auswendig gelernt. Aber dann ging es los. Und es war schlimm. So viele Entscheidungen. So viel Geld. So viel anzugucken. Ahhh. Bei den Lampen war es dann zu viel und weil es keine okaye Klemmleuchte als Leselicht gab, brach ich in Tränen aus. Zwei mal. (Zu meiner Verteidigung: die hatten ihre üblichen 50 Lampen ausgestellt, aber bis auf 5 war einfach alles ausverkauft. Und die 5 waren natürlich die hässlichsten.)

Irgendwann hatte ich dann wieder meinen shit together, auch weil Herr Rabe sinnvolle Vorschläge gemacht hat, wie wir das Leselicht-Problem ohne weiteres Geld ausgeben lösen können, mit Zeug, das wir haben. Und dann gucken wir erst mal. Vielleicht lassen wir es dann so, oder ändern es irgendwann. Aber ich musste wenigstens kein Geld für eine hässliche Lampe ausgeben.

Ganz viel anderes gab es auch nicht, weil mir nichts gefiel. Ich werde also noch ne Weile auf Finn rumhängen und Kleinanzeigen durchforsten.

Dann ging es in die Möbelabteilung und an das Zusammensuchen von Zeug anhand von vier verschiedenen Listen. Zwei Möbelwagen (die am Ende kaum noch manövrierbar waren) und ein Proppvoller Einkaufswagen waren das dann.

85.6 cm Kassenbon

Im Auto sah das dann so aus: (ca., ein paar Kleinigkeiten waren da schon raus)

Als das Auto voll war, war leider die vegetarische Wurst schon ausverkauft für den Tag.

Dann fuhren wir nach… Dal, eine TV-Bank abholen (liegt auf dem Bild ganz oben drauf), die ich bei Finn gefunden hatte, und die unter Gregs Terrarium soll. Ich, ähm, sag es mal so: Ich bezahle nicht noch mal im Voraus. Also es wird schon gehen, aber zu dem durchschnittlichen Preis hatte ich einen durchschnittlicheren Zustand erwartet.

Zu Hause alles ausgeladen, schnell ein Brötchen gegessen und weiter mit dem großen Auto ins Lager. Da haben wir nun endlich den allerletzten Rest abgeholt. ALLES was wir besitzen, ist jetzt hier, im neuen Haus.

Dann wieder das Auto zurück bringen.

Und feststellen, dass a) diese Miewagenfirma ihren Rückgabepunkt wirklich in der allerhintersten Ecke vom Parkhaus hat und b) um 22:54 offenbar kein Zug in Oslo fährt. Herr Rabe hat mich dann abgeholt, weil er der Beste ist. Aber was soll denn das, es fährt immer ein Zug um :54, außer abends spät??? Rotze.

Jetzt Bett. Alles tut weh und ich bin hundemüde.

Tag 3667 – Voller Tag.

Es war ein langer, sehr schöner Tag. Wir haben erst einen ruhigen Morgen gehabt, waren dann mit Opa (dem der Kinder, wir Erwachsenen haben keine Großeltern mehr) Minigolf spielen, haben dann Opas 2. Platz mit Kuchen gefeiert, wo auch mein Schwager dazu kam, und danach waren wir mit Oma Essen auf dem Siggi, im Biergarten. Ich bin jetzt fix und alle, das war alles ein bisschen viel.

Morgen geht es weiter Richtung Kiel.

Tag 3666 – Grüße aus Bielefeld!

Heute haben wir die Rückreise angetreten und die erste Etappe hinter uns gebracht. Es war so schön in Frankreich und mit Frau Wunnibar und allen Kindern, dass ich wirklich Schwierigkeiten hatte, zu akzeptieren, dass der Teil des Urlaubs nun vorbei ist. Und weil ich so supi Zugang zu meinen Gefühlen habe, hatte ich „unerklärliche“ Hasslaune auf alles ziemlich lange, statt traurig zu sein. Etwa bis irgendwo hinter Brüssel.

Die Fahrt war lang. Sehr lang. Belgien zieht sich, selbst wenn man nicht über Antwerpen fährt. Plattes Land für viele, viele Kilometer. Ich war nur Beifahrerin und döste gleich mehrfach ein. Aber dafür schafften wir es mit nur einem richtigen Ladestopp (bei Aachen, weil deutsche Raststätten einfach dreihundert mal besser sind, als die in anderen Ländern, inklusive Norwegen) bis nach Bielefeld.

Wenn man nur selten in Deutschland ist, aber fast immer mit einem Elektroauto, fällt einem sehr stark auf, wie stark die Ladeinfrastruktur in den letzten 5 Jahren ausgebaut wurde. Die Ausrede „Aber man kann ja nirgends laden!!!“ gilt einfach nicht mehr.

Jetzt sind wir beim Schwiegervater angekommen. Wir haben bereits dm-Bestellungen abgeholt, Amazon-Bestellungen ausgepackt (ich habe ein neues Brillenetui für zwei Brillen, ein viereckiges diesmal, mal gucken, wie lange es diesmal hält), die Reste eines auf der Hutablage luftgetrockneten Baguettes mit den Resten eines im Kofferraum nachgereiften Camembert gegessen und Pippi ein mal auf den Spielplatz geschickt. Jetzt liegen wir alle ziemlich erschossen in unseren Betten und freuen uns auf Ausschlafen und frische Brötchen zum Frühstück.

Tag 3627 – 3629 – Müde a.f.

Wir haben Besuch, die Schwägerin ist da. Außerdem in diesem Zirkus:

  • Ein möglicher Käufer fürs Haus, der dann aber total überraschend rausfand, dass er ein paar 100.000 Kronen zu wenig hat. Nervig für uns, in erster Linie
  • Pippi war beim Korpsseminar einen Abend krank. Zu viel rumgehopst in der Sonne, dabei zu wenig getrunken. Ging dann wieder nach Schlaf
  • Abholkonzert heute (hat sie super gemacht!)
  • Leichter Zoff mit Michel
  • Bei der Arbeit weiterhin alle irre

Aber vor allem von all dem oben stehenden unheimlich müde.

Tag 3626 – Huiuiui.

Der Tag begann mit einem hitzigen Gespräch bei der Arbeit, wo ich mich… Dingen verweigert habe. Und stolz drauf bin. Weil ich diese Dinge auch wirklich moralisch komplett daneben gefunden hätte und maximal unter Zwang gemacht hätte. Und in einer Umgebung, wo man mich dazu gezwungen hätte, hätte ich wohl nicht weiter arbeiten wollen. So kann ich vorerst meinen Job behalten und noch in den Spiegel schauen, yeah, I guess. Aber das Gespräch war von einer Qualität, die machte, dass Herr Rabe ab und an mal angespannt rüberguckte und wohl auch überlegte, ob er da bleiben muss, um mich hinterher zu trösten.

Danach atmete ich ein paar mal sehr tief durch und fuhr dann Pippi nach Hamar, zum Sommer-Korps-Kurs. Da ist sie jetzt bis Donnerstag. Das wird sicher gut, wir haben schon Bilder zugeschickt bekommen und mit ihr telefoniert. Nächste Woche ist dann Michel dran. So haben wir auch mal ne Weile jedes Kind alleine, das tut denen und uns auch mal gut.

Am Nachmittag passierten Dinge, die ich erst morgen fertig erzählen kann, weil ich nichts beschreien will. Da bin ich abergläubisch. Abends verbrachte ich deshalb aber wieder einige Zeit mit meiner Excel-Tabelle.

Zwischendurch holten wir noch Michels neue Brille ab. Das Modell, das er letzten Herbst bekommen hat, war zu hastig ausgesucht und wurde wegen unbequem dann nicht getragen und ging auch irgendwie dauernd auf mysteriöse Weise kaputt. Nun ja. Wir haben daraus gelernt, dass das ADHS-Kind, auch wenn es nicht will, Zeit darauf verwenden muss, eine Brille auszusuchen, die es dann auch trägt. Weil es sonst echt teuer wird.

Ebenfalls abends habe ich endlich mal wieder Geige gespielt. Das war seit dem Hauskauf komplett hinten rüber gefallen. Das hat mich unzufrieden gemacht und leider habe ich auch Hornhaut an den Fingern und Technik verloren. Jetzt muss ich mich langsam wieder dran gewöhnen. Daran, und an Sport. Letzteres habe ich heute aber lieber gelassen, nach den Ereignissen des Tages hatte ich Kopfschmerzen, erfahrungsgemäß ist Sport da nur so ne mittel gute Idee, leider. Aber da war ich auch nicht ganz so faul undiszipliniert aus der Routine, wie beim Geige spielen.

Jetzt Bett, es ist dringend nötig. Gestern war es viel zu spät.

Tag 3611 – Wäh.

Es fühlt sich an, als hätten wir heute hauptsächlich *irgendwas* gemacht. Und dann bin ich zu einer Inspektion aufgebrochen.

Jetzt bin ich im Süden (von Norwegen). Am Meer. Wäre schön, das genießen zu können, aber grad ist da nur die Stimme, die sagt, was ich alles nicht gemacht habe.

Langsam macht mich das alles ein bisschen unglücklich, ich brauche mal wieder Alltag ohne Räumen und Packen und Putzen und Chaos.

Sorry für Gemecker. Lieber Licht aus jetzt.

Tag 3608 und 3609 – Komplett platt.

Auch heute nur piep, weil mir die Augen zufallen. Der Tag war super lang und super anstrengend, aber auch gut. Wir waren bei der Bank und haben da viel geschafft, und ab nachmittags bis abends war ich beim Sommerfest der Zirkeltrainingsgruppe von der Arbeit, was sehr lustig und auch SEHR SEHR anders war, als Feste mit Den Direktoratsangestellten(TM) sonst so sind. Aber das war eben auch ein Fest mit lauter Leuten, die ich maximal mittel gut kenne und es war dann irgendwann (als die anderen anfingen, ziemlich verzaubert zu sein, während ich an meinem alkoholfreien Weihnachtsbier* herumnuckelte) auch echt laut. Da bin ich dann auch gegangen, aber es dauerte deutlich über einer Stunde bis nach Hause. Tjanun.

___

*Umzugsfund und muss ja weg. Schmeckt aber noch und ich mag das sehr gerne, das ist wie ein helles und wesentlich weniger süßes Malzbier.

Tag 3605 und 3606 – Piep.

Es geht eigentlich gut voran, aber mich haben gleichzeitig Laune, müde und Migräne eingeholt. Außerdem habe ich mir vorgestern beim Rhabarber abschneiden (Pippi und ihre Freundin wollten welchen essen, ich wollte nicht, dass sie einfach random irgendwelche Stangen abschneiden) fies in den Daumen gesäbelt und mit dem Pflaster kann ich nicht tippen. Jetzt dauert alles viel zu lange und nervt mich sehr.