Tag 1312 – Hoffentlich hilft‘s.

Bei den Kindern eingeschlafen, erst wach geworden als Herr Rabe nach einer mittleren Odyssee wieder zu Hause war und sich wunderte, wo seine Familie ist. Dann auch erst die drülfzig Nachrichten gelesen, die er geschrieben hatte. Hups.

Mit ein bisschen mehr Glück als heute komme ich dann morgen früh auf elf Stunden Schlaf, das reißt vielleicht ein bisschen was raus.

Tag 1311 – Ich möchte das nicht!

Immer müde sein. Also abends. Beim Bloggen einschlafen. Beim Fernsehen einschlafen. Beim Kinder ins Bett bringen einschlafen.

Vor allem ist hier auf dem Blog nix los, dabei sind die Tage voll, voller, am vollsten, heute allein vier Dinge die berichtenswert wären, aber nee, mir fällt beim Tippen das Handy aus der Hand aufs Gesicht, so müde.

Jetzt also weder A- noch B-Mensch. Morgens nicht aus dem Bett kommen *und* abends um neun aus den Latschen kippen.

Hoffentlich kommt bald mal der Frühling und zaubert das weg.

Tag 1310 – Warnix.

Ein paar Stichpunkte zum Tag:

  • Arzttermin im Krankenhaus wurde spontan abgesagt. Voll schön. Vor allem weil mir die Arbeitszeit trotzdem bis auf eine Stunde flöten ging, immerhin war ich um acht noch zu Hause, ich sollte ja um viertel vor zehn im Krankenhaus sein. Ich könnte mich immernoch aufregen. Zumal ich noch nicht weiß, wann ich stattdessen antanzen darf.
    Mein Arbeitsrechner, auf dem gestern zeitweise gar nix ging, worauf ich ziemlich angepisst den Support anrief, würde über Nacht wundergeheilt. Die Frau vom Support war’s jedenfalls nicht, sagt sie.
    Heute den halben Tag die Hausaufgabe für den Lead Auditor-Kurs runtergetippt den anderen halben Tag die Inspektion nächste Woche geplant. Mein Plan ist, die Hausaufgabe morgen vor halb elf abzuschicken, dadurch hätte ich nicht nur ein, nein gleich zwei Wochenenden ohne schlechtes Gewissen, das wäre schon sehr schön.
    Allerdings durch letzteres erst spät zu Hause gewesen, da schlief Pippi schon. Michel bastelte mit Herrn Rabe an einem magischen Friedens-Konfettipanzer:
  • Jetzt ist Pippi natürlich wach und hungrig, aber ich falle gleich um. Tjanun.

    Tag Dings, äh, 1307?

    Liebe alle,

    Viel zu müde für 12 von 12 oder sonst irgendwas. Gegen Mittag eingesehen, dass ich ums Triptan nicht drumrum komme, genommen, jetzt immer noch Watte im und um den Schädel und einfach so, so, so müde. So müde. Müdemüde. Muss schlafen.

    Sind eh nur acht Bilder bisher und die sind auch doof, so.

    Müde.

    Nachti.

    Tag 1307 – Training.

    Seit heute beim Kurs zum Revisjonsleder, auf gut deutsch: Lead Auditor. Ähm. Also den Kurs muss ich machen, weil das in unseren Richtlinien steht: wer Revisjonsleder sein will, muss so einen Kurs gemacht haben. Ich erhoffte mir zudem etwas über Revisionsmethodik zu hören. Letzteres kam heute auf 2 Folien kurz mal vor, das können mir meine Kollegen besser beibringen. Ersteres, also das letztlich bloße Absitzen der Zeit da kriege ich auch hin, aber ich wär ja nicht ich, wenn ich nicht alles aufsaugen würde und jetzt könnte ich Ihnen erzählen wo die Unterschiede zwischen ISO 9001, 14001 und 45001 sind, aber ich nehme an, dann lulle ich die Hälfte von Ihnen direkt in den Tiefschlaf. Der Kurs ist jedenfalls… interessant (mit Alfred Biolek-Tonfall gesprochen). Ich bin jetzt total froh, dass ich bei einer Behörde bin, deren Aufsicht und Audits gesetzlich verankert sind. Mit uns diskutiert man nicht rum, welche Dokumentation man vorzuzeigen gewillt ist, oder wann der Qualitätschef aber leider einen Zahnarzttermin hat und nach dem Mittagessen geht. Also, kannste natürlich machen, das mit dem Diskutieren, da haben wir den schönen Ausdruck „mangelnde Zusammenarbeit“ für und da riskiert man direkt eine kritische Abweichung. So. Insofern haben wir es natürlich einfacher als Interne Auditoren, die in der eigenen Firma eventuell den eigenen Chefinnen auf den Zahn fühlen müssen. Aber dafür arbeiten bei uns auch Leute wie ich, Schwämme mit schneller Auffassungsgabe nämlich und nicht die Fraktion „ich muss erst mal vier Wochen vorher einen Karton Papier anfordern und alles akribisch durchgehen um dann überhaupt mal über Fragen nachzudenken“. Nach dem ersten Kurstag mag ich jedenfalls meine Kolleg*Innen und ihre direkte, effiziente Herangehensweise noch etwas mehr als eh schon. Mit Übung werd ich hoffentlich auch so schnell wie die zwei, das Grundpaket, das merkte ich heute sehr deutlich, habe ich schon. Bin wohl doch nicht ganz fehl am Platze als Inspektørin, Hurra.

    Ansonsten: heute fiel mir auf, dass wir uns ja schon wieder dem schlimmsten Tag des Jahres nähern, der Umstellung auf Sommerzeit. Ich werde deshalb jetzt jede Woche eine viertel Stunde eher aufstehen, oh the joys, als wär das nicht eh schon alles sehr unschön.

    Autsch.

    So, damit verspreche ich nur noch sporadisches Genöl über meinen doofen Biorhythmus und den Eulenfoltertag.

    Tag 1300 – Luft raus.

    Nach Hause kommen und liebe Zettel und Gummibärchen finden schmerzt. Wenn sich dann auch noch beim großen Kind die Aufregung der letzten zwei Wochen entlädt, umso mehr. (Wann lernen Kinder, was „hangry“ ist und vor allem, dass Essen dagegen hilft? Frage für mich.) Weil ich in den nächsten vier Wochen so viel Zeug zu erledigen hab, dass es dicke für 6 Wochen reichen würde, habe ich meinen Rechner mit nach Hause geschleppt, aber jetzt kann ich mich gar nicht aufraffen, im Gegenteil, ich würde am liebsten direkt ins Bett gehen, wenn ich nur dran denke. Decke übern Kopf und bis morgen um acht viertel nach fünf nix hören und nix sehen davon. Ich vermute, es ist ein Test, ob ich das Arbeitstempo und das Pensum durchhalte, oder wann ich anfange, zu „kannst du noch…?“ einfach mit „Nein.“ zu antworten. „Ich könnte, aber ich will nicht.“ Stimmt ja nicht mal. Es geht jetzt schon nur, wenn ich in einem Affenzahn arbeite und/oder mich abends noch mal ransetze. Den Affenzahn kriege ich schon noch drauf, aber noch ist alles sehr zäh, heute habe ich allein eine Stunde darauf verwendet, mir eine Vorlage zu basteln, bei der unser Logo nicht total pixelig ist. Warum unser Logo nicht als Vektorgrafik herunterzuladen ist, verstehe ich nicht und nach der Stunde war ich kurz davor, wütend in die Kommunikationsabteilung zu stürmen und das laut zu bemängeln. Jedenfalls uff. Aber das Gute ist: Ende März ist der formelle Teil meiner Einarbeitung dann vermutlich fast abgeschlossen. Bämm. Drei Monate statt sechs. ___

    Ich vermisse den Besuch, allen Besuch, Frau Wunnibar und Little B. und den RB und Herrn Igelbert und sämtliche Ks. Schnief.

    Schnief.

    Vielleicht doch einfach direkt ins Bett.

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    Tag 1294 – Gnah.

    Tag war echt ok, wir haben noch nicht mal übermäßig lang beim Hersteller gehockt. Die Liste ist nach dem 1. Inspektionstag auf der 2. Seite angelangt, Vortrag war kein Problem, es gibt kein Problem, warum habe ich Kopfschmerzen aus der Hölle? Wegen der Kopfschmerzen rannte ich auch nicht zum Zug und verpasste ihn dann um eine Minute. Für den Weg vom Bahnhof nach Hause (es fährt wieder kein Bus) habe ich mir ein Taxi bestellt, zu Hause werde ich einfach wieder ins Bett plumpsen. Ich muss mich nicht mal mehr abschminken, das musste ich nämlich vor der Begehung der Produktionslokale. Morgen kann ich einen Tacken länger schlafen, weil wir direkt wieder in die Produktionslokale gehen und ich dementsprechend mit nacktem Gesicht beim Hersteller auflaufen werde. Es gibt kein Problem, die Kopfschmerztabletten können dann jetzt bitte endlich wirken.

    Tag 1293 – Gar nüscht.

    Nix mache ich mehr. Nix. Ich Plumpse jetzt nur noch ins Bett, unlackierte Fingernägel hin oder her, ungefüllter Blog egal, ich hab ab morgen eine Inspektion die mööööööglicherweise ein ziemlicher Ritt wird und bis grade hab ich noch an der Präsentation gefeilt, die ich halten soll* und jetzt schlafe ich gleich einfach mal mehr als 5 Stunden.

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    *im Grunde war die vorgefertigt, Folien vorlesen würde reichen aber ich kenne mich ja, wenn ich da kurz vorm Herzinfarkt sitze vergesse ich alles, was ich sagen soll muss und da ist es dann gut, wenn ich komplett ausformulierte Sätze in den Notizen hab. Diesen Vortrag werde ich auch nicht nur einmal halten, mit der Zeit kommt dann die Routine. Bestimmt.

    Tag 1290 – Verquatscht die II.

    Herrje, der Plan, früher ins Bett zu gehen ist auch… naja. Gescheitert nicht, aber geglückt ist auch anders.

    Heute haben wir den Bus verpasst und waren dann nicht in Oslo, dafür aber auf einem Spielplatz und Frau Wunnibars K1 ist jetzt eingenorwegert. Während Michel sehr traurig über den verpassten Bus war und viele, viele Kuscheleinheiten brauchte, machten Pippi und K1 nämlich das:

    „Da ist jetzt ALLES ganz nass im Häuschen, bis unter die Decke!“

    Was für coole Kinder wir haben!

    Den Nachmittag verbrachten wir dann auf unterschiedliche* Arten müde, wir kochten sehr lecker und dann brachten wir die müde Kinderhorde ins Bett. Ein wunderbarer Tag, auch ohne Oslo.

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    *schlafend, motzend, schmollend, Kabel essend, zunehmend genervt, wasserfarbwasser anreichend, Apfelschorle mischend, you name it. Morgen nehmen wir dann den früheren Bus und planen noch mal 5 Minuten mehr für den Weg zur Haltestelle ein.