Tag 1412 – Husch, husch ins Bettchen.

Huff, mit Glück werden es noch sechs Stunden Schlaf, das ist ja leider bei mir das Minimum, bei dem ich noch funktioniere.

Warum so spät? Nun, ich machte einen laaaaangen Spaziergang, bei dem ich nicht weit kam, weil ich dauernd unterwegs irgendwas einsammeln und bekämpfen musste. Seit gestern spiele ich Harry Potter Wizards Unite und seit heute weiß ich, dass wir dafür strategisch ungünstig wohnen, denn die nächsten Inns, bei denen man seine Spell Energy aufladen kann, sind im Ort, knapp 2 km zu laufen, 2 km sind aber auch die Strecke, auf der man die ganze Spell Energy verbraten kann, wenn man will, das ist also nur so mittel cool. Alternativ kann man sich natürlich Spielgeld kaufen, mit dem man dann die Spell Energy auffüllen kann, aber In-App-Käufe mache ich aus Prinzip nicht. Dann sollen sie die App an sich was kosten lassen, da wäre ich sofort dabei, aber konstant gemolken werden, nee Danke. Insofern: mal schauen wie der Elan sich da so entwickelt. Mich stört auch, dass man die selben Dinge immer und immer wieder befreit, die sind nicht so schlau da, die Beamten im Ministry of Magic, scheint mir, wenn man die fünf mal in 20 Minuten befreien muss. Im Zusammenhang mit dem Plot (Dinge, Menschen, Tiere sind von dunklen Mächten gestohlen worden und man muss sie befreien, damit sie zurück zu ihrem Bestimmungsort können und nicht von Muggeln gefunden werden) ist das auch alles nicht logisch, damit kann ich schlecht umgehen.

Jedenfalls musste ich nach dem Spaziergang ja noch das normale Pensum machen, bügeln, die aufgeschobene Arbeit erledigen, kochen, mit Michel kuscheln und ihm die Fingernägel lackieren. Das wollte er haben, weil er seinem Freund beweisen will, dass das nämlich überhaupt gar nicht ne Mädchensache ist. Weil es keine Mädchensachen gibt. Sagt er. Und ich hoffe, der Plan geht auf, aber ich fürchte übles. Dass im Kindergarten mal ein Kind zu ihm gesagt hat, dass er ein Mädchen ist, wenn er Nagellack hat, hat ihn ziemlich mitgenommen, das erzählte er heute wieder mit Wuttränen in den Augen, dabei ist das gut zwei Jahre her. Jedenfalls sagte Michel, dass er das morgen allen zeigen wird und wenn wer zu ihm Mädchen sagt, dann…! (Wir haben gesagt, er soll das dann einfach ignorieren, er weiß es ja eh besser.) Aber dass seine Lieblingsfarbe pink ist, das verrät er lieber doch keinem. (Pink wie Essie Watermelon und das T-Shirt des Babysitters am Donnerstag. Nicht meine Lieblingsfarbe, aber schön knallig und einfach eine schöne Farbe.)

Ach, der kleine große Zwerg.

Tag 1408 – Auch wieder nur Piep.

Heutiger Grund: bei den Kindern eingeschlafen. Da zwei Stunden komatös gepennt bis Herr Rabe nach Hause kam. Ist wohl nötig grad (Zyklus und so).

Heute auch 10. Hochzeitstag, Prööt, alles Liebe, Dings. Wir feiern am Freitag und überschwängliche Liebeserklärungen folgen dann mit frisch gepeeltem Körper und nach einem teuren Glas von irgendwas. Ich lieb dich :*

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Möchte nicht so müde sein. Morgen mache ich (g)hjemmekontor, vielleicht hilft das ein wenig. (Kontor = Büro; hjemme = zu Hause; gjemme = verstecken [das g und das h sind beide stumm, es hört sich also komplett gleich an.])

Tag 1402 – Nicht so schlau.

Huch, so spät schon!

So geht es mir gerade jeden Tag und jeden Morgen dann auch, wenn der Wecker klingelt: huch, schon Aufstehzeit. Mag nicht. Noch fünf Minuten. Nochmal fünf Minuten. Oh, jetzt wird’s echt Zeit. Oh, ich renne schon wieder zum Bus.

Lerneffekt? Nope. Jeden Abend wieder: huch, so spät schon, zackig ins Bett, duschen* noch, dann bloggen, hups, alle guten Blogideen sind wie weggeblasen, naja, nicht so schlimm, ist ja auch schon spät. Klug. Nicht.

Ich schiebe folgende Gründe vor:

  • Es ist einfach immer hell, man kann auch um zehn noch ohne elektrisches Licht Stoffe zuschneiden, Melamin, dings.
  • Die Kinder kommen (s.o.) abends auch schlecht ins Bett und kaum zur Ruhe, bis ich aus dem Kinderzimmer raus bin ist es also auch meist schon halb neun und bei aller Liebe, ich will schon gern noch was von meinem Abend haben bevor ich mich selbst ins Bett schicke
  • Schlechte Jobhygiene (nicht nur bei mir) führt dazu, dass ich oft abends noch Mails bekomme, lese und beantworte (nur interne Inspektoratssachen und nur kurze Dinge, die sich am Handy erledigen lassen)
  • Wenig Sport macht körperliche Unruhe (und auch Zipperlein aber das ist ein anderes Thema)
  • Kinder schlafen gern auf mir und ich deshalb ultra schlecht (das als vorgeschobener Grund warum ich nicht aus dem Bett raus komme)

Aber letztlich… ich komme halt abends nicht ins Bett und morgens da nicht raus weil mein Biorhythmus was ganz anderes will. Es scheitert also an meiner inneren Uhr und dass meine Willenskraft das mit zunehmendem Schlafdefizit unter der Woche irgendwann nur noch gerade so ausgleichen kann. Mich retten also meine Willenskraft und ein großes Talent und viel Übung im Sprinten zu öffentlichen Verkehrsmitteln. Wunderbar. Wenn ich groß bin lerne ich auch was aus dieser Erkenntnis, ich weiß nur noch nicht, was genau.

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*abends duschen spart morgens 10 Minuten und ich schmiere kein Haarzeug ins Kissen. Deshalb versuche ich mir das grad anzugewöhnen.

Tag 1388 – Faultiertag.

Wir haben heute eigentlich fast gar nix gemacht. Das war super. Ein bisschen ungeplant, aber das Wetter war mies und mit Rotze-Pippi ins Schwimmbad wär sicher keine gute Idee gewesen, also gab es stattdessen Mittagsschlaf für Pippi und Herrn Rabe, Nachmittagsschläfchen für mich, ein wenig ausgehaltene Langeweile für Michel und ganz viel Ruhe für alle. Gut, am Ende des Tages gingen die Kinder ein wenig die Wände hoch, aber ich hoffe wirklich, dass es für Pippis Erkältung was gebracht hat, die schleppt sie ja nun auch schon wieder zwei Wochen mit sich rum. Was sie nicht davon abhält, mit großer Energie Grenzen zu testen, leider. Huff. Heute hatten wir wieder ein „Gespräch“, das darin endete, dass ich fragte „Hast du verstanden, was du nicht machen sollst?“ – „Den Föhn schmeißen.“ – „Warum hast du denn den Föhn geschmissen?“ – „Ich war sauer. Ich wollte dass du mir Socken holst und du hast nein gesagt.“ – „Ja, du warst sauer. Aber du darfst dann nicht immer Sachen schmeißen. Die können kaputt gehen und du kannst dir weh tun.“ – „Ja. … kannst du mir Socken holen?“ Gespräch mit Gänsefüßchen, weil sie halt erst was schmeißt und dann heult, wenn wir dann auch lauter werden. Das heißt, man muss, bevor man überhaupt mit ihr reden kann, abwarten bis der Zorn verraucht ist und gegebenenfalls trösten, dabei versuchen, auch selbst runterzukommen, weil mit dem Föhn schmeißen, ich meine, hakt’s??? Und überhaupt. Erziehung von dickköpfigen kleinen Rübennasen kriegt von mir lieb gemeinte 3/10 Punkten, macht einfach gar keinen Spaß und ist furchtbar viel Arbeit.

Ha, eins ist doch passiert: Herr Rabe hat unser kleines Lagerräumchen aufgeräumt. Das war nötig, aber wie nötig es wirklich war sieht man eigentlich erst jetzt, man kann sich nämlich plötzlich zu zweit darin aufhalten und noch umdrehen, Hammer. Note an uns: wir haben Eierfarben und sie sind bei der Osterdeko. Im bod.

Tag 1384 – Ein bisschen von allem.

Gestern. Wir waren babysitten, alle zusammen, bei MM in Oslo, denn A. (w) wollte gerne 21 km rennen und A. (m) wandert momentan auf dem Machu Pichu. MM und Pippi sind ja bestevenner und deshalb war das ganze wirklich tiefenentspannt. Die Mädels bespaßten sich gegenseitig, ich redete und alberte viel mit Michel. Der braucht das grad, er klebt dauernd an mir und ich musste irgendwann wirklich sehr deutlich werden, dass ich nicht! Angeleckt! Werden! Will! Ich verstehe es ja, es ist alles viel, erst Mama ne Woche weg, dann Papa ne Woche weg, zwischendurch Feiertage und dann kommt noch das Hort-Ding dazu…

… ich habe heute den normalen Hort zu nach den Sommerferien gekündigt und den Sport-Hort für 5 Tage/Woche gebucht. Michel findet das blöd, weil er dann seine Freunde nicht mehr im Hort sieht. Ich verstehe das sehr gut und habe versprochen, öfter Nachmittagsbesuche und am Wochenende mit den beiden Freunden auszumachen. Ich habe Michel das gestern noch mal erklärt, dass ich den normalen Hort einfach nicht gut finde, dass er auch im Sport-Hort Freunde finden wird und dass es leider ein bisschen zu teuer ist, dauerhaft beide Horte zu haben. Er war wenig begeistert, hat sich aber darauf eingelassen, es zu probieren. Puh. PUH! Die Diskussion dann heute mit Herrn Rabe fortgesetzt, der gern hätte, dass sämtliche Transport-Optionen schon durchgesprochen und festgelegt wären, Michel soll ja dann ab Sommer mit den beiden Nachbarmädels eine zur-Schule-gebracht-werden-Gemeinschaft bilden und wir haben dann in 2 von 6 Wochen vermutlich 4 Kinder zu verteilen, das wird kuschelig im Auto und der 2. Erwachsene passt da definitiv nicht mit rein, aber es wird irgendwie gehen, es geht immer alles wenn’s muss. Außerdem ziehen die Nachbarn ja eh vermutlich im Winter um. Dann sind es 2/4 Wochen, aber auch nur 3 Kinder.

Im Garten wächst und gedeiht alles, das macht sehr viel Freude. Ich habe heute ein noch recht kleines Radieschen gegessen und Kräuter geerntet und ich hab so viel Pfefferminze, dass es für ein paar Monate täglichen Tee reichen müsste. Immer wieder faszinierend. Nur Gurki ist eine Sorgenpflanze.

Europa hat gewählt, viel grün, viel braun aber auch. Ach, ach. Wer wählt denn solche ekelhaften Figuren, frage ich mich immer, naja, Sachsen zum Beispiel, aber auch Frankreich. Ach, ach, ach. Darf ich nicht so viel drüber nachdenken, das lähmt mich und dann will ich wieder in einen Bunker im Wald ziehen und da meine Kinder vorm Klimawandel und Nazis beschützen.

Ich wäre echt gern mal wieder abends früher müde und dafür morgens nicht wie erschlagen. Die nächste Woche hat nur 3 Arbeitstage und dann 4 freie Tage ohne große Pläne, das wird bestimmt schön. Vielleicht kann ich etwas Schlaf nachholen. Jetzt aber erst mal dringend Licht aus.

Tag 1382 – Geschafft!!!

Uff.

Die Woche ist geschafft. Geschafft! Alle haben ausreichend Nahrung zu sich genommen, sind bekleidet mit einigermaßen sauberen Sachen und mit geputzten Zähnen morgens aus dem Haus gegangen, waren alle zu ihren Kernzeiten (bis auf Pippi und mich am Dienstag) bei ihren Tagesbeschäftigungen anwesend und haben sich nur selten gegenseitig angeschrien. Minimalziel erreicht, nächstes mal arbeiten wir dann am Ausbau dieser, nennen wir es optimistisch „soliden Grundleistung“.

Herr Rabe ist jedenfalls wieder da und nicht nur hab ich jetzt wieder wen zum Drag Race gucken, nein, der Sohn hat auch neue items zum Angeben:

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Putting some conference swag to use 😎

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und Herr Rabe hat 8 (!) neue T-Shirts sowie echt fancy anderen Kram. Es gibt Kinderbücher „A Children’s Guide to Kubernetes“, wo die kleine Giraffe App Phippy neue Freunde und ein Zuhause endlich zu Kubernetes findet und da musste ich so lachen, dass ich immernoch nicht verstanden habe, was Kubernetes jetzt genau ist. Ich muss mal dafür sorgen, dass wir auf Konferenzen und Meetings fahren, wo es „A Children’s Guide to the Centralised Procedure“ oder „A Children’s Guide to Inspections of Pharmaceutical Manufacturers“ gibt. Da ist bestimmt ein Markt!

Nun schon wieder seit ewig im Kinderbett weil Pippi erkältet ist und schlecht schläft. Ich möchte doch auch schlafen. Meh.

Tag 1381 – Vierter Tag geschafft!

Heute sogar gekocht! Ich bin Supermom. Natürlich haben die Kinder es nicht gemocht, obwohl ich die Tomatensuppe sogar gesiebt habe, damit bloß keine Stückchen oder gar Kräuter drin sind.

So Supermom bin ich übrigens nicht. Pippi ist doch ziemlich erkältet.

Das Apfelbäumchen blüht! Ich bin entzückt!

(Der Rasen sieht auf dem Bild schlimmer aus als in echt, wirklich!)

Ich finde so super, dass der Bauer, dem das Feld sozusagen rechts von diesem Bildausschnitt gehört, da drumrum einen recht breiten (schätze 3-4 Meter, ich bin aber auch echt schlecht im Entfernungen und Grössen schätzen) Streifen einfach wuchern lässt. Momentan wächst da sehr viel Löwenzahn, aber auch anderes sprießt und so ist inzwischen ein kniehohes Gestrüpp entstanden, in dem sich hoffentlich von Krabbelkäfer bis Igel alles wohlfühlt, das aus den Kiesbedeckten „Gärten“ der Nachbarschaft geflohen ist.

Morgen kommt Herr Rabe nach Hause, es wird auch Zeit. Ich bin sehr müde. Ich wünschte ja, ich würde so ne Woche Alltag mit den Kindern easy peasy erledigen aber nein. Es geht, aber nur mit Hängen und Würgen und zu wenig Schlaf für alle und zu viel Fernsehen für manche.

Im Werk das erste Mal eine Inspektion selbst angekündigt, also ganz allein (und direkt erstmal vergessen, meine Kollegin zu CC-en, Hups…) von meiner E-Mail-Adresse. Huiui. Da werd ich dann auch das erste mal nicht Observatør sein. Huiuiuiui. Hoffen wir, dass es so weiter geht, mehr Verantwortung macht gleich mehr Spaß.

Jetzt brauch ich nur noch ne Eingebung, ob Michel ab Sommer wirklich jeden Nachmittag zum Sport-Hort gehen soll (und wir dann keine Morgenbetreuung mehr hätten und er seine Freunde nicht mehr im Hort sähe, aber wir auch deutlich weniger Gebühren zahlen würden als jetzt). Über Nacht wär gut.

Tag 1345 – Platt.

Wieder bei den Kindern eingeschlafen, unaufhaltsam, trotz Wecker. Aber eigentlich kein Wunder, denn der Erdhaufen ist jetzt viel kleiner und in allen Beeten ist Erde. Ab Sonntag soll es nicht mehr frieren, dann wird gepflanzt*. Samstag hat das Gartencenter auf, ich bin schon sehr am überlegen… aber jetzt erst mal schlafen. Wer schuften kann kann auch völlig fertig sein.

*und dann müssen auch die nicht-frostharten Pflänzchen in den Hängeampeln und co nicht mehr jeden Abend reingeholt werden und das zweite Bad ist dann auch kein MimöschenPflänzchennachtlager mehr