Die Kinder hatten heute Korpskonzert, das war echt gut. Die Ansammlung eher spezieller Kinder ist ja immer sehr unterhaltsam und man muss auch nur bei den allerkleinsten ein bisschen atmen und sich in einen schalldichten Raum meditieren. Pippi durfte heute zum ersten Mal Pauke spielen. Ich glaube, sie ist in diesem Schlag-zeug/werk-ding für ihr Alter echt gut. Sie war auch sehr stolz. Und dann hat sie noch gesungen, ganz alleine, und das super gemacht. Ich bin sehr stolz. Michel hat ein stark von John Cages 4‘33 inspiriertes, selbst komponiertes Stück aufgeführt und mit seiner Klassenkameradin etwa 5 Minuten sehr intensiv ins Publikum gestarrt. Der Quatschkopf.
Wahrscheinlich bin ich eigentlich nur sehr müde, aber ich friere mir grad furchtbar den Hintern ab. Auch schon seit über einer Stunde und die Kinder haben alle meine Wärmekissen gemopst. Das ist recht ungünstig, aber ich gehe jetzt auch brav gleich ins Bett, dann ist es morgen bestimmt besser. Als Bonus probiere ich meine neue Schlafbrille aus, die ich gestern auspacken durfte. Ich werde dann jetzt zur Pro-Schläferin, ich werde so erfolgreich schlafen, da kann sich der Rest der Welt aber mal umgucken!
Ansonsten war Konacar heute zur „AU/HU“, oder „EU-Kontrolle“ wie sie hier heißt. Überraschenderweise stößt sie weiterhin keinerlei Gase aus. Ist das nicht schön. Jetzt dürfen wir erst mal wieder 2 Jahre damit rumfahren, stets in der Hoffnjng, dass ihr nicht doch plötzlich so ein Verbrennungsmotor wächst.
Ich sollte wirklich früher bloggen, weil mir jetzt langsam die Augen zufallen. Aber es gibt auch kaum was zu erzählen, insofern ist das nicht so schlimm.
Möglicherweise werde ich noch bereuen, heute beim Sport gewesen zu sein, mir tun nämlich jetzt schon die Beine weh. Tjanun, kann man im Nachhinein jetzt auch nicht mehr ändern.
Nach ein bisschen Geige und dem Verfrachten einer gesprächigen Pippi und einem hoffentlich nicht krank werdenden, aber frierenden und Kopfschmerzen habenden Michels ins Bett, bin ich jetzt auch bereit für selbiges. Bevor mir beim Schreiben die Augen zufallen: gute Nacht.
Mein Jetlag ist immer noch da, erkennbar an der Uhrzeit. Naja. Wird schon wieder. Morgens möchte ich allerdings definitiv nicht aufstehen und hasse den Wecker inbrünstig für das Klingeln.
Was gäbe es da schöneres, als drei Tage in einem Webinar über Risikomanagement rumzuhängen? Spoiler: sehr vieles. Aber immerhin im Homeoffice. Im Nachhinein bin ich auch gar nicht mehr so traurig, dass ich Montag wegen der Flugverspätung nicht im Büro beim 60. Geburtstag einer Kollegin war, denn mein Lieblingskollege hat da wohl versehentlich ein bisschen gesuperspreadert. Er selbst wurde in der Nacht auf Dienstag krank und seit heute ist das halbe Inspektorat krank. Ausgerechnet der Lieblingskollege, der ist nämlich ein bisschen germophob (Berufsschaden). Aber er wusste ja nicht, dass er sich was eingefangen hatte. Es ist irgendeine Halsschmerzen-Husten-hohes-Fieber-Krankheit, die kein Covid ist. Dem Lieblingskollegen ging es aber heute schon viel besser, ich gehe davon aus, dass der Rest der Inspekteur*innen das auch überleben wird. Leid tun sie mir trotzdem. Ich bin gespannt, ob ich morgen dann alleine im wöchentlichen Kaffee-Meeting sitze, weil alle darnieder liegen.
Ansonsten geht es politisch allerorten rund. Die Orange drüben schmeißt den halben Staatsapparat raus, wir (im Inspektorat) sehen den Vertrag zwischen der EU und den USA zur gegenseitigen Anerkennung von Inspektionen schon am seidenen Faden hängen. Das wäre blöd, der Vertrag macht nämlich, dass wir für die allermeisten Medikamente eben NICHT in die USA reisen müssen, um uns selbst zu überzeugen, dass die gut hergestellt werden, sondern dass wir uns da auf das Urteil der FDA verlassen. Und umgekehrt. Niemand will für die Inspektion irgendeines Paracetamolherstellers extra in die USA reisen. Anyway. Die Orange ist also wie immer komplett Gaga. Der Merz Fritzl aber ja wohl auch, der hat ja wohl den A… auf und den Schuss nicht gehört und überhaupt. Und auch hier ist politisches Chaos, nachdem sich die zwei Koalitionsparteien über Energiepolitik in die Haare bekommen haben. Jetzt geht man getrennte Wege, es müssen ein knappes Duzend Minister*innenposten neu besetzt werden und am Ende haben wir bis zum Herbst voraussichtlich eine Ein-Parteien-Minderheitsregierung, die nichts alleine entscheiden kann. Dann sind eh Wahlen.
Überall also Chaos. Würde dazu gerne mal die Risikoanalysen sehen. Ach, gibt’s nicht??? Hmm!
Jetlag ist wie Muskelkater. Der zweite Tag ist am schlimmsten. Heute ist gewissermaßen ja der zweite Abend und ich bin knallwach. Kein Wunder, es ist ja auch erst halb sieben. Tjanun. Ich habe jetzt Melatonin genommen und warte auf die Wirkung.
Der Tag war langsam. Vor allem am Anfang. Ich hörte einem Webinar über Risikomanagement zu und ganz vielleicht bin ich irgendwann gegen 11 darüber auch eingedöst, weil es so langweilig und ich so müde war. Der Lieblingskollege hat mich geweckt, indem er mich angerufen hat.
Heute habe ich mich endlich getraut, die Fotos und das Video von der Burlesque-Show anzugucken. Aus Gründen überraschend großer Feigheit (ich habe große Probleme damit, Bilder und vor allem Videos von mir selbst anzusehen. Auf Bildern sehe ich zu 90% seltsam aus, auf Videos fallen mir Dinge auf, die mir lieber weiterhin nicht bewusst wären) habe ich das jetzt gut zwei Wochen vor mir her geschoben. Das Video muss ich noch hochladen, aber hier sind zwei Bilder, vom Anfang und vom Ende:
Beide Bilder von Joakim S. Enger (@engerj). Er ist sehr gut, denn ich sehe nicht seltsam aus.
Hach, ich freu mich drauf, wieder die Netzstrumpfhose anzuziehen.
Ich bin zu Hause. Es hat dann, dank eines kleinen Sprints durch den Flughafen von Reykjavik, doch geklappt mit dem Anschluss. Aber was für ein Gerödel. Im Flugzeug schlafen konnte ich auch kaum, es war einfach zu unbequem ohne einen Sitz, den man flach machen kann (ja, da bin ich verwöhnt).
Jetzt muss ich dringend ausnutzen, dass ich tatsächlich jetzt gerade müde bin. Gute Nacht!
Es war ein bisschen viel alles, die letzten Tage. Jedenfalls zu viel um abends noch zu bloggen. Ich bin immer so gegen 5 Uhr aufgewacht, mit oder ohne Wecker. Dann hab ich aber meistens auch noch lange im Bett rumgelümmelt (was soll man auch sonst um 5 Uhr machen?). Irgendwann bin ich in den Trainingsraum gegangen und habe da irgendwas gemacht, wofür die Energie reichte. Seit gestern geht da auch wieder mehr, schon allein, weil gestern auch ein neuer Zyklus angefangen hat. Heute war sogar richtig gut, ich hab ein ganzes Training ohne große Probleme durchgezogen.
Meine Stimme ist immer noch ziemlich daneben. Und wegen gestern neuer Zyklus (abends) hatte ich natürlich Donnerstag und Freitag früh Migräne. Was toll ist, auf ner Inspektion, wo man ja irgendwie 1. anwesend, 2. wach und 3. konzentriert sein muss. Ging irgendwie, war aber nicht optimal und schön auch nicht. Gestern und vorgestern habe ich auch eigene Teebeutel mit Ingwer-Zitrone-Tee mit zur Site genommen und da Unmengen Tee getrunken, weil ich mir einbilde, dass das immerhin ein bisschen hilft, meine Stimmbänder zu schmieren.
Die Inspektion war wegen der Verspätung ungeplant stressig, dann kam noch das Wetter dazu und wir mussten unsere ganzen Begehungspläne mehrmals umschmeißen, zuletzt, weil wegen des Frosts bei der Site ein Leck entstanden war und im einen Gebäude keine Produktion stattfinden konnte. Bekanntlich bin ich überaus flexibel was Planänderungen angeht und fand das deshalb total gut.
Die Niederländerinnen sind wahnsinnig nett und auch ein bisschen seltsam, wie ich, wir waren ein gutes Team. Sie waren beide einigermaßen erstaunt, dass ich mich traue, mit meinen pinken Haaren und meinen Klamotten so beim Hersteller aufzulaufen, aber im positiven Sinne erstaunt. Also so ein bisschen, dass ich die Eier habe. Ich finde meine Kleidung, die ich bei Inspektionen trage, ja überaus seriös und weiß gar nicht, was die meinen. Also ja, am ersten Tag hatte ich einen karierten Minirock und rote Strumpfhosen an, aber ein dunkelblaues, sehr seriöses Hemd. Am zweiten Tag war das Hemd pink, aber ein dunkelblauer Blazer und dunkelblaue Hosen dazu (und die in diesem Fall obligatorischen bunten Socken). Am dritten Tag ein knielanges, hoch geschlossenes Kleid, bei dem der Brustbereich grau mit schwarzen Polka-Dots ist (der Rest ist schwarz). Am letzten Tag ungewöhnlich für mich ganz in schwarz, mit einer Seidenbluse mit etwas flatterigen Ärmeln und einer schwarzen Hose. Also total seriös alles und gar nicht irgendwie abgefahren! Sie meinten trotzdem, ihre Chefin würde nen Herzinfarkt kriegen, wenn sie so rumlaufen würden. Ich habe dann gesagt, dass ich sehr sicher bin, dass meine Chefin davon auch nicht begeistert ist, insbesondere von den Haaren, aber dass mir das herzlich egal ist. Ich muss mich ja auch wohl fühlen und das ist für mich das richtige Maß an Verkleidung. Und es muss ja auch Vorteile haben, mit und für konfliktscheue Norweger*innen zu arbeiten, die niemals aussprechen würden, dass ihnen was missfällt.
Wir sind mit der Inspektion fertig geworden, aber es waren lange Tage. Es waren auch deshalb lange Tage, weil die Norwegerinnen so nett waren und wir sehr viel gequatscht haben. Ich freue mich jetzt noch viel weniger auf die „heiße Phase“ der Perimenopause, um’s mal vorsichtig auszudrücken. Die Site war sehr interessant und seeeeehhhhr amerikanisch, das heißt, alle Standard Operating Procedures waren furchtbar lang, wordy, detailliert und meistens gab es so 2-3 für jede pisselige Aufgabe. Das ist ungewohnt, in Europa ist es meist nicht so. Ich kann mir auch beim besten Willen nicht vorstellen, dass irgendwer das ganze Zeug tatsächlich liest.
Die Location der Site, also der Ort in dem wir waren, war auch sehr amerikanisch, aber ich möchte da echt nicht tot überm Zaun hängen. Dabei gab es nicht mal Zäune. Eigentlich gab es irgendwie nur Straßen. Alles platt, alles weit, alles groß. Man kann nirgends zu Fuß hingehen, weil der Ort, der auch keinen richtigen Kern hat, wie ausgewalzt ist. Es bekommt dieser Art Orte scheinbar nicht, dass da so viel Platz ist, die wachsen dann nur in die Breite, wie eine Ölpfütze, die sich ganz dünn immer weiter ausbreitet. Warum eine 90.000-Einwohner-Kleinstadt dringend überall 6-spurige Straßen braucht, erschließt sich mir auch nicht. Aber egal. Ich muss da ja nicht wohnen.
Um die überstandene Inspektion zu feiern, waren wir gestern in einem mexikanischen Restaurant, was total trashig war, inklusive Sombrero-Band, die für Leute Happy Birthday gesungen hat, aber das Essen war super lecker. Natürlich viel zu viel. Wie immer. Dabei haben wir schon eine Platte für 2 zu dritt geteilt. Aber es war super Essen. Und ich habe kein Foto davon gemacht. Tja. Wir haben dann noch im Hotel ein Bier zusammen getrunken und es war wirklich schön mit den beiden Damen. Und dann waren wir alle um neun im Bett und zumindest ich total platt.
Oh, noch so was: in diesem Bundesstaat ist es wirklich, wirklich schwer, vegetarisches Essen zu bekommen. Ich musste Ausnahmen machen, sonst hätte ich tatsächlich manchmal hungern müssen. Das ist für mich inzwischen auch ungewohnt, man kann ja inzwischen doch fast überall IRGENDWAS fleischfreies bekommen. Donnerstag waren wir bei einem Italiener, da gab es wenigstens viel Fisch beziehungsweise, für mich, Meeresfrüchte.
Indisch geht auch immer für vegetarisches Essen.
Heute war eigentlich nur Rückreise. Ich hänge seit inzwischen wirklich geraumer Zeit am Flughafen rum und so langsam habe ich keine Lust mehr und würde echt gerne in das Flugzeug, aber das ist, haha, verspätet.
Ich habe eine Erkältung oder sowas, es ist nervig, aber nicht wirklich schlimm. Es ist kein Covid. Fieber habe ich auch nicht. Gestern Abend schmeckte alles fad, aber heute war der Ingwertee schon wieder ordentlich scharf. Am schlimmsten finde ich die Gliederschmerzen (wie gesagt, mein Körper findet seit ein paar Jahren, dass die zwingend dazu gehören, wenn man schon mal irgendwas hat) und dass ich deshalb keinen Sport machen kann. Aber seit Mittwoch nachmittag hänge ich deshalb muffelnd in den Seilen und hasse alles. Packen habe ich heute aber geschafft und dabei festgestellt, dass mir eine Hose inklusive Gürtel abhanden gekommen ist. Wtf. Natürlich ein Gürtel, den ich sehr mag. Die Hose auch, das ist eine von drei identischen Inspektionshosen. Wer zur Hölle verschlürt eine Hose?
Morgen geht es in die USA. Wenn sich mein Körper dann immer noch in sämtlichen Knochen und Gelenken anfühlt, als wäre ich 80, werde ich wohl die ganze Zeit FFP2-Maske tragen und mich und meine Mitmenschen beglückwünschen, dass ich einen Platz mit mehr Platz gebucht habe, sodass ich wenigstens ein bisschen Abstand zu Leuten habe.
… direkt wieder müde. Muss früher ins Bett gehen. So ca. Jetzt.
Draußen ist wie angekündigt Schneechaos. Viel Schnee bei viel Wind. Heute blieb ich deshalb zu Hause, niemand mag gerne in Oslo festsitzen, weil die Züge nicht fahren. Trotzdem drülf Meetings gehabt und das ist auch anstrengend, selbst Remote.