Tag 316 – Zitronenkuchen, ab ins Bett. 

Heute war zu viel mal wieder. Doofe Ergebnisse bei der Arbeit, alles was ich gestern gemacht habe war für’n Eimer. Nach der Arbeit Kind vom Kindergarten abholen, sich anhören, dass er auf dem Kindergartengelände an einen Baum gepinkelt hat. Äh. Dann Grillen bei Freunden, wir irgendwie total unvorbereitet, erstmal ne halbe Stunde Gemüse auf Spieße friemeln. Hurra. Essen und so sehr nett, dann nach Hause, Kinder ins Bett gebracht und schon gefreut und dann: ach Mist, ich muss ja noch Kuchen backen für das Meeting morgen. Ich hab ja sogar extra Bio-Zitronen besorgt (stellen Sie sich das nicht zu einfach vor. Wir waren in 3 verschiedenen Läden, der Herr Rabe und ich). Also um halb zehn noch mal aus dem Bett gestiegen, wehmütig geseufzt und Zitronenkuchen gebacken. 

Beweisstück A.


Jetzt völlig im Eimer und mit Kopfschmerzen ins Bett. 

(Ach ja: mein neues Fahrrad ist toll! Und ich habe gestern Schneckenbabys bestellt, am Montag werden vier kleine Achatina Fulica Kinder in der Vollalbinovariante ihre Reise per Post zu mir antreten.)

Tag 310 – Titel vergessen

Mir ist heute nicht nach Schreiben. Michel hustet, Pippi findet auch irgendwie nicht in den Schlaf, Herr Rabe guckt Fußball und scheint mir aus dem Weg zu gehen, damit ich ihn nicht dazu zwinge, eine Bettentscheidubg zu treffen. 

Soviel dazu, arbeiten war ich auch, mir sind (das war gut) für das RNA-Projekt ein paar hundert Mark in Groschenhäppchen gefallen, dann Vortrag zum Biomarkersymposium besucht und: arschlangweilig. DNA-Repair, voll faszinierend, aber nach dem hundertsten Vortrag und 1000 dazu gelesenen Artikeln ist so oberflächliches Geschwafel reine Zeitverschwendung. Immerhin konnte ich mal wieder meine Wachhalte-Skills nutzen. 

So, und das muss reichen, ich muss ins Bett. Wachhalte-Energie ist für heute aufgebraucht. 

Tag 300 – Ach, ihr Zwei…

Ihr raubt mir den letzten Nerv, vor allem nachts, vor allem, wenn ihr beide mit in unserem Bett liegt. 

Dabei hab ich euch doch so lieb. So doll. Vor allem, wie ihr da so beide in unserem Bett liegt, endlich eingeschlafen, nach zweimaligem Kampf und einmaligem wieder Aufwachen und orientierungslosem Rumlaufen und Weinen. Jetzt schnauft ihr hier rum und mein Herz platzt. Ach…

Tag 285 – Grinsebacke

Pippi ist heute genau 10 Monate alt. Hachja, Kinder, wie die Zeit vergeht. Wir waren auf einem Kindergeburtstag und sie war so unfassbar niedlich, dass glaub ich die Hälfte der anwesenden Damen Milcheinschuss bekam. So ein fröhliches, freundliches Baby, nein wie süß, und spielt so schön! Ja, ich weiß. Ich bin auch unheimlich froh, dass die Fremdelphase von vor ein paar Wochen vorbei ist. Überhaupt ist Pippi tatsächlich im Moment ein Sonnenschein sondergleichen*. Und das trotz zweitem Zahn, der (total untypisch) oben durchbricht, gegenüber dem ersten Zahn. Leider ist sie auch um sieben Uhr morgens ein Sonnenschein. Naja.


Ich wollte eigentlich einen ausführlicheren Eintrag über mein Superduperbaby schreiben, aber mir fällt nichts ein, ich komme auch nicht ins Gefühl rein, ich bin einfach zu kaputt.

Sorry, Pippi. Morgen vielleicht.

*morgen dann nicht mehr, Murphy war da bisher immer zuverlässig. Aber egal, ich lass das jetzt so.

Tag 283 – Käsetag. 

Heute gab es Frühstück. Mehr positives lässt sich über meinen Arbeitstag kaum sagen. Erst ne halbe Stunde Rumgerenne und tausend Meinungen einholen um dann doch zu beschließen, dass wirs genau so machen wie immer (nicht ich, ich bin 1. experimentierfreudig und 2. hab ich das noch nie gemacht, es gibt also bei mir noch kein „wie immer“). Aber egal, immerhin gab es am Ende einen Beschluss. Leider ging es danach noch weiter: Ich habe ein neues Kit und die Anleitung liest sich so „add dies und das, spin for 15 seconds, fertig“. Also, zumindest so ähnlich. Am Ende war es eine elendige Friemelei mit kleinen Säulchen, die in kleinen Röhrchen stecken und die man da dauernd rein- und rausbasteln muss, drölfzig Waschschritte, alles peinlich sauber natürlich, manche Schritte muss man zweimal machen, in die Zentrifuge passen für manche Schritte wegen der doofen Deckel nur 18 Proben, ich hab aber 21, und so weiter und so fort. Und schwuppdiwupp waren 4 Stunden vergangen, mein Magen schrie mich an, den Herrn Rabe musste ich anrufen, dass ich es nicht schaffe, Michel aus dem Kindergarten abzuholen und um meine Zellen musste ich mich ja auch noch kümmern. Das sind so Arbeitstage, die braucht kein Mensch. 

Danach so kaputt, dass ich eigentlich ins Bett hätte gehen wollen, aber da sind ja auch noch die Kinder, der Haushalt, das Abendessen. Wenigstens ein bisschen mit den Kindern getobt und gekuschelt hab ich. Und Duplohäuser mit runden Fenstern (naja, kreuzförmigen, weil aus Duplo irgendwas Rundes machen?Hmmnee.) habe ich gebaut. Und mit Pippi geduscht. Die hatte sich nämlich freudestrahlend bis zum Haaransatz und ins Ohr rein mit Tomatensuppe slash Soße eingeschmiert. 

Also: Alles Käse, außer der Kinder. Die sind höchstens kleine Babybels. 

Jetzt Bett. 

Tag 261 – The making of Wartepflanzen

Eigentlich wollte ich eine Zusammenfassung von unserem Urlaub schreiben. Aber jetzt ist es schon so spät und ich bin schon fast beim Stillen mit eingeschlafen und mein Handy hat in den pissgelb-Modus gewechselt (soll die Augen schonen durch geringeren Blauanteil, ich hab das mal von 22:00 Uhr bis 06:00 Uhr eingestellt. In zwei Monaten ist es hier zwar wieder durchgängig hell draußen, aber wenigstens das Handy schont dann meine Augen). Deshalb verschiebe ich das mal. 

Dafür kann ich berichten, dass 

  • Michel heute ohne Gemecker oder Weinen und mit Spaß und Hopsen in den Kindergarten gegangen ist
  • Wir ohne Meckern oder Diskussion unseren Kinderwagen repariert bekommen haben (ein Druckknopf war ab), sogar mit einem Lächeln und kostenlos
  • Herr Rabe einen freundlichen Tipp bekommen hat, wie er sein Ladekabel (an dem *hust* Pippi gelutscht hat) wieder hinbekommt
  • Michel echt so super Laufrad fährt, dass wir ihm bald ein richtiges Fahrrad „mit Padilen“ besorgen werden
  • Wir Blumenerde besorgt haben und viele viele Wartepflanzen* eingepflanzt haben und ich sogar die zwei Pflanzen umgetopft habe, die selbiges auch schon seit nem halben Jahr nötig hatten
  • Wir drölfzig Maschinen Wäsche gewaschen, getrocknet und GEFALTET UND VERRÄUMT haben (hier frenetischen Applaus einfügen)
  • Wir morgen eine potentielle neue Babysitterin kennen lernen werden

Jetzt ab ins Bett.
*Minigurken (Michels), Bielefelder Siggi Stockrosen, Silbertaler, Basilikum und Chili (Herr Rabe ist ambitioniert)

Tag 231 – Abgekommen. Korfu Tag 1

Alter, um 2:45 Uhr aufstehen. Geht sogar halbwegs, vor allem wenn man vor lauter „Oh nein, noch nicht geschafft!“ und „Da müssen wir UNBEDINGT morgen früh noch dran denken!“ nicht einschlafen kann und im Grunde eigentlich gar nicht geschlafen hat. Man ist dann aber am nächsten Abend sehr müde. Zum Umfallen müde. Also ich jedenfalls bin jetzt grade so platt, dass mir mein Handy beim Tippen schon aus den Fingern zu rutschen droht. Aber nun gut, wir sind angekommen, es hat alles geklappt, die Vermieter sind sehr nett, das Wetter ist feucht und diesig, aber immerhin bei 17 Grad und nicht bei 3, also ein Fortschritt. Morgen mehr. Jetzt nur noch schlafen. 

Ach ja, Vergessenes bisher: Michels grünes Auto, Pippis Schwimmwindel (aka stramm sitzende Badehose, sodass „Groß“ nicht gleich durchs Wasser treibt), die Knoblauchpresse, Ersatzwickelunterlagen. 

Tag 217 – Müüüüde!

Wir haben Pippis nicht genutztes Beisteillbett gegen die größere Variante eingetauscht. Es sieht aus als wolle sie sie nicht benutzen. (Hier mein hilfloses Schluchzen vorstellen.)

 

Nein, Pippi liegt nicht auf dem Kissen. Sie hat nur gerne was am Kopf, als Begrenzung.

 
Mal im Ernst: dieses Familienbett, das klingt so schön. Das klingt nach „ich kann sooo viel besser schlafen, wenn ich alle meine Babys ganz nah bei mir hab“. I call bullshit on that. Ich hab die letzten Nächte wieder ultra bescheiden geschlafen. Pippi mag gerne dauernuckeln, ich krieg schon davon zuviel, dann knetet sie aber auch gerne an meinen Brüsten herum oder grabbelt nach meiner Nase und mir kann doch keine weismachen, dass sie dabei „ganz schnell wieder einschläft“. Als Sahnehäubchen noch den hustenden und zähneknirschenden und sich breit machenden und rumwälzenden Michel oben drauf, ich, eingekeilt und bewegungsunfähig zwischen den Kindern, bekomme Schmerzen überall, in meinem Ohr piept es, Herr Rabe schnauft UND ICH RASTE INNERLICH AUS UND SCHREIE IN MEINEM KOPF ALLE AN UND ZIEHE ALLEINE NACH ALASKA aber natürlich bin ich leise und ziehe noch nicht mal nicht aufs Sofa um, denn ich will ja keinen wecken. Tagsüber ist mir dann die ganze Zeit zum Heulen. Weil ich eine Kackmama bin und es ja „so“ gewollt hab (nein, natürlich nicht, niemand denkt sich „ach, ich schlafe so gut, ich krieg mal ein Baby, damit das anders wird!“) und „man“ „soll“ „sowas“ nicht mal denken. Ja, wenn ichs aufschreibe klingt es für mich auch komplett albern, aber morgens um sieben, wenn der Wecker am Handy klingelt und ich nur mit äußerster Willenskraft mein Handy nicht gegen die Wand schmeiße, zerhacke und verbrenne, fühlt es sich anders an. 

Wenigstens bin ich nicht alleine müde.