Tag 2918 – Dänemark Tag 3.

Wieder ein ganz wunderbarer Tag mit Minigolf, Eis, Abendspaziergang mit Frau Wunnibar und abendlichem Gesellschaftsspiel für Erwachsene. Pippi wünscht sich jetzt gepimpte* Ramen als Geburtstagsessen – wir ziehen wohl kleine Trashpandas heran.

Weiter sehr hachz.

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*man koche Ramen nach Anleitung und werfe an Gemüse dazu, was man mag, z.B. kurz gekochten Brokkoli, Möhrenstreifen, Pilze, Frühlingszwiebeln oder oder oder. Sehr lecker auch mit Chiliflocken. Das ist ein sehr schnell gemachtes Essen, in dem so viel Glutamat (im Ramen) steckt, dass selbst die Kinder ungewohnte Mengen verdrücken. Wir mussten heute noch mal zwei Packungen Ramen nachkochen, um die Meute satt zu bekommen, was aber ja nur zwei Minuten dauert und kein Problem darstellte. Und ich muss auch echt sagen: dafür, dass Michel drei Teller Abendessen isst und hinterher sagt, er sei jetzt sehr vollgestopft, würde ich jederzeit Ramen machen. Das macht es aus einer, schlecht essende Kinder zu haben.

Tag 2917 – Dänemark Tag 2.

Strandtag!

Es ist ganz herrlich, ich habe eigentlich keine großen Worte dafür. Wind, Wasser, Sandstrand, KEINE QUALLEN! und heute dazu sogar Sonne. Die Schultern senken sich spürbar um einige Meter.

Die Kinder haben auch Urlaub, die eigenen und die der Familie Wunnibar-Igelbert. Pippi und K1 sind direkt wieder zusammen gewachsen. Michel war heute eigentlich erst zu cool für alles, aber dann war es doch extrem verlockend, den Strand umzugraben und quiekend im Wasser herumzurennen. Zum Abendessen gab es Crêpes mit allem möglichen, für die Kinder also Nutella, Nutella, Nutella und Zimtzucker. Ich glaube, das passt schon so.

Das Wasser ist flach und recht warm (für uns Hilfsvikinger jedenfalls) und wir waren heute alle unterschiedlich weit im Meer, die Kinder allesamt komplett, Herr Rabe auch, ich bis zum Bauch. Es ist einfach alles ganz doll hachz grad.

Tag 2916 – Angekommen im Ferienhaus!

Die Fahrt verlief unspektakulär. Wie so eine Bilderbuchfamilie spielten wir UNO und Vier Gewinnt, da wir ja auf der Überfahrt gezwungenermaßen Digital Detox machen. Ich konnte die Herzchen in den Augen der anderen (älteren) Reisenden beim Essen förmlich sehen, was für wohlerzogene Kinder wir doch haben, die beim Essen gegenmiteinander Vier Gewinnt spielen, mit einem offenkundig aus den 90ern stammenden Set. So geht es doch auch, so gute Eltern!

Stimmt natürlich total. Beste Kinder, die streiten auch nie, gucken keinen Quatsch, üben auf ihren Instrumenten, räumen freiwillig auf, lieben Hausaufgaben und essen alles.

Zum Beispiel essen sie, wenn man sie lässt, und wir ließen sie, erst einen Anstandshappen Pommes und (aus Neugierde) Meeresfrüchte und danach drei Softeis.

Das diesjährige Ferienhaus, wieder mit Familie Wunnibar, ist an der anderen Küste, wo hoffentlich weniger Quallen sind, es hat ein Reetdach und ist etwas moderner eingerichtet. Wir haben dieses Jahr auch Bettwäsche dazu gebucht und das schon ein wenig bereut. So ganz angekommen bin zumindest ich aber noch nicht, ich bin auch echt müde und mache jetzt glaube ich einfach die Augen zu.

Tag 2915 – Vier winken von der Fähre.

Ha det, Norwegen, wir sehen uns in drei Wochen wieder!

Ich schreibe jetzt, weil irgendwann das Internet weg ist und WiFi dann unverhältnismäßig viel Geld kostet.

Die Abfahrt/ das Packen war… holprig, aber es hat am Ende alles geklappt. Aber wir wissen jetzt auch, was man so gar nicht braucht am Tag der Abfahrt in den Urlaub. Und zwar ist das ein verschwundener Pass. Michels Pass war ums Verrecken nicht aufzufinden. Alle Pässe sind immer am selben Ort, es sei denn wir haben sie dabei, weil wir grad auf Reisen sind. An diesem Ort lagen nur 3/4 Pässen und wir begannen deshalb heute alle sukzessive zu hyperventilieren. Herr Rabe krempelte schon die unmöglichsten Orte im Haus um, als ich aufgab und die Botschaft anrief. Die allerdings auch nur den Rat geben konnte, zu hoffen, dass sie auf der Fähre nicht nach den Ausweisen fragen, und sonst halt zum Beweis, dass Michel unser Kind ist, die Geburtsurkunde mitzunehmen. Ich suchte also, noch am Telefon, die Geburtsurkunde raus und DA! aus dem Stammbuch fiel Michels Pass. Da war er wohl zwischen gerutscht. Die Dame von der Botschaft wünschte noch eine gute Reise und gute Erholung und wir, spontan mehrere Jahre gealtert, nahmen etwas zerstreut das Packen wieder auf.

P.S. Natürlich fragten sie auf der Fähre nach den Pässen.

Tag 2914 – Alle(s) beisammen.

Wir haben heute die Kinder vom Korps-Camp abgeholt und es war wohl super, selbst Michel ist zufrieden und würde VIELLEICHT nächstes Jahr wieder hin gehen, aber nur VIELLEICHT! Es gab auch ein Abschlusskonzert und genau wie letztes Jahr bin ich echt vom Hocker, was die innerhalb von zwei, respektive drei Tagen so auf die Beine stellen.

Vorher und nachher gab es ein bisschen… Chaos, weshalb noch nichts so richtig gepackt ist, ähäm. Dafür ist es jetzt hier sauber, die Kinder sind sauber und die Meerschweinchen sind untergebracht, nur woanders als ursprünglich geplant. Ich sag mal so: wenn man im Mai zugesagt hat, dass man ab dem 6. Juli auf zwei Meerschweinchen aufpasst, dann ist es echt mal so gar nicht cool, auf diverse Nachrichten am 5. und 6. Juli nicht zu antworten, VOR ALLEM NICHT wenn es in den Nachrichten um „wann können wir sie denn abliefern und wo genau wohnst du?“ geht. Wenn du das machst, kriegt die Kundin irgendwann echt Panik und organisiert mit schweinemäßigem Glück kurzfristig eine Alternative, gurkt dafür dann aber ungeplant einmal bis nach Oslo und zurück. Die Kundin ist dann auch echt sauer, übrigens.

So, jetzt machen wir ganz schnell das Licht aus, morgen müssen wir ja noch den halben Hausstand einpacken.

Tag 2825 – Noch mehr Sonnenschein!

… und Leute. Viel zu viele Leute in Brighton selbst, weshalb ich mich ganz schnell wieder in den Vorort begeben habe. Selbst mit Musik über noise cancelling Kopfhörer war es kaum zu ertragen. Aber heute war weiter allerschönstes Frühlingswetter und die knapp zwei Stunden am Strand mit den Kindern richtig schön. Die Kinder sind ja groß genug, als dass sie selbst auf den Steinen klettern und mit den Füßen ins Wasser gehen können, wir müssen nicht mehr ständig in einer Armlänge Abstand sein und können einfach eine Weile auf einer Picknickdecke am Strand sitzen und in die Gegend gucken. Herrlich.

Langsam tritt doch sowas wie Erholung ein.

Tag 2821 – Frühlingsgefühle.

Bin grad voller Hachz, weil hier alles so schön grün ist. Die Bäume zwar noch nicht, aber Rasen und Ähnliches ist grün, Blumen (vor allem Narzissen) blühen, die Sonne scheint und es ist warm (für uns). Ich habe das Gefühl, meine Augen saugen die Farben auf, wie ein Schwamm Wasser. Endlich nicht mehr nur grau- und brauntöne, wie wir sie in Norwegen noch ca. einen Monat lang haben. Das hat sogar einen gewissen Entspannungseffekt, heute bin ich sogar ohne Sonnenbrille draußen rumgelaufen und habe es erst nach einer Stunde bemerkt. Wir waren in einem der hier überall verstreuten National Trust-Gärten, die einfach wunderschön sind. Pippi hat eine Ostereisuche mit allerlei Aktivitäten mit großer Hingabe mitgemacht, Michel hatte die ganze Zeit seine Nase in seinem Naruto-Manga. Wir Erwachsenen haben Blumen und alte Häuser angeguckt. Zwischendurch überkam mich der Wunsch, eine Fotoserie „Menschen machen Fotos von Narzissen und Magnolien“ zu machen, aber dem habe ich widerstanden. Die Narzissenmeere und riesigen, voll blühenden Magnolien waren aber auch wirklich fotogen. Das war schon alles wirklich schön.

Morgen passen Schwägerin, Schwager und Schwiegervater (ok, letzterer vielleicht nicht so sehr, der hat die Batterien an seinem Hörgerät ausgetauscht und seither geht irgendwas nicht mehr und so ein Hörgerät hat man ja nicht aus Spaß…) auf die Kinder auf und Herr Rabe und ich gehen ins Kino und vielleicht noch was Essen oder so. Wir gehen in einen Film, der nichts für Kinder ist und ich möchte in ein Restaurant, in dem keine Pommes auf der Karte sind und man komisch angeguckt wird, wenn man Nudeln ohne Soße bestellt. Müssen nur noch eins finden, aber das wird schön. Hach!

Tag 2819 – Grüße vom Meer!

Es ist ja schon sehr schön, in Laufweite vom Meer zu urlauben. Von der Schwägerin läuft man zum Strand (Steine, aber angenehm runde) eine knappe halbe Stunde. Man kann über den „Schafspfad“ zurück laufen (hin eher nicht, es sei denn man steht drauf, direkt am Anfang einen sehr sehr steilen Aufstieg zu haben) und hat dann noch ein bisschen frischen Wind um die Nase. Mit Glück trifft man ein Schaf. Auf dem Hinweg läuft man durch den pittoresken Ortskern eines Vorortes von Brighton. Das ist schon alles sehr üdüllüsch. Heute haben wir das bei schönstem Sonnenschein gemacht. Die Kinder haben am Strand auch die Füße ins Wasser gehalten (Michel mit Schuhen noch dran, die sind jetzt also frisch gewaschen…), es gab noch ein Eis hinterher und dann war allen ganz überraschend total kalt. Also, uns Erwachsenen nicht, aber den Kindern. Gut, dass sie bei meinem Schwager mitfahren konnten, so hatten Herr Rabe und ich sogar eine halbe Stunde kinderfreie Zeit zusammen. Auf dem Schafspfad. Hach.

Tag 2781 – Weiter Ferien!

Das Puzzle ist fertig, deshalb ist es auch schon so spät. Ich bin es am Ende systematisch angegangen und habe die übrigen Puzzleteile nach Form sortiert und dann nach bestimmten Teilen gesucht. Das Motiv ist sehr schön, aber das waren viele sehr gleich aussehende Teile zum Schluss. (Nicht schwarz übrigens, sondern ganz dunkles grün/blaugrün.)

Ich muss endlich das mit den Fotos fixen.

Heute habe ich aber gar nicht so viel gepuzzelt, sondern wir haben alle vier einen Ausflug nach Oslo gemacht. Michel hatte sich nämlich gewünscht, dass wir mal zum House of Nerds gehen und alte Nintendospiele ausprobieren. Das haben wir gemacht und Michel fand es auch „ein bisschen gut“, was mehr ist, als ich erwartet hatte, weil er eigentlich erst gar nicht rein wollte und dann die ganze Zeit unruhig herumtigerte, weil wir da ja nicht allein waren. Menschen! Fremde! Gruselig. Ich würd ihm da so gern helfen, aber da hilft ja nichts, außer der Erkenntnis, dass den anderen Menschen da ziemlich egal ist, wer man ist, wie man aussieht und was man macht. Wenn man nicht interagieren will, lässt man es eben, ist ja total ok. Dass wir ihn dann aber gezwungen haben, in der Mathalle sein Essen an einem Tisch, an dem auch die Jacken von zwei anderen Personen lagen (die Personen selbst waren nicht zu sehen und der Tisch auf 6-8 Personen ausgelegt und es einfach brechend voll) zu essen, war glaube ich in seinen Augen kurz vor Folter. So schnell hat er noch nie gegessen, vor lauter Angst, die Jackenbesitzenden könnten wieder kommen.

Michel weiß jetzt auch, dass Röhrenfernseher (die alten Super Nintendos und N64 kann man scheinbar nicht an moderne Fernseher anschließen) hochfrequent sirren/fiepen und findet das komplett inakzeptabel. Die Bedienung per Knopf am Gerät kam ihm auch sehr altertümlich vor. Vielleicht hätte ich noch routiniert in die Spielkassette pusten sollen, um ihn ganz aus dem Konzept zu bringen, aber ich will ihn ja auch nicht unnötig kirre machen.

Michel ist nach außen hin auffälliger seltsam als ich. Ich kriege nur Kopfschmerzen und bin nach so einem Nachmittag (Kinder, die sich völlig erratisch konstant bewegen, Pippi, die die ganze Zeit erzählt und Geräusche macht und Großstadt ist für mich keine optimale Kombination) so fertig, dass ich im Zug einschlafe. Und danach spiele ich ne Stunde lang Bach (weiterhin sehr schwer, aber es hilft, die Stücke so oft gehört zu haben, dass man sie auswendig kann) und puzzle noch anderthalb Stunden, zum Runterkommen.

Tag 2780 – Ferien!

Nicht arbeiten müssen ist echt schön! Habe den Tag über auch nicht so richtig was sinnvolles getan, außer morgens sehr viel Wäsche verräumt und ein bisschen die Reste aufgeräumt, damit die Putzhilfe (wir haben eine neue und die ist gut, wesentlicher Qualitätsunterschied zur vorherigen, dabei günstiger und viel zuverlässiger, win-win-win-win-win) putzen kann. Dann habe ich Michel beim Hogwarts Legacy spielen zugeguckt, ihm beim Endgegner gut zugeredet und war dann mit ihm sehr stolz, dass er den besiegt hat und jetzt die Hauptstory des ja nicht ganz unkomplexen Spiels durch hat. Auf Englisch! Als ich so alt war wie Michel, konnte ich auf Englisch grad mal sagen, wie ich heiße und wo ich herkomme, Michel kann problemlos Fernsehen auf Englisch gucken, vernünftige Gespräche mit Erwachsenen führen und also auch PlayStationspiele ohne Hilfe zocken. Faszinierend.

Danach machte ich Michel und mir was zu essen und mir einen Plan, was ich die Tage jetzt so machen könnte und dann machte ich als erstes das, was ich nicht machen MUSS sondern nur möchte und schon dreiundsiebzig mal vertagt habe, weil es immer irgendwas wichtigeres zu tun gab und habe gepuzzelt. 500 Teile, davon sind jetzt noch so ca. 50 übrig, aber die übrigen Teile sind alle schwarz und das mache ich jetzt nicht mehr bei künstlichem Licht fertig. Morgen ist ja auch noch ein Urlaubstag.