Tag 374 – Baba Wien!

Mit W-Lan sitzen wir wieder im Bus vom Flughafen nach Hause. Michel sitzt neben mir und ist erstaunlich wach, Pippi sitzt vor mir und schläft. 

Heute morgen trafen wir meinen „kleinen“ Cousin, der zwar drei Jahre jünger als ich, aber einen guten Kopf größer und inzwischen Pilot bei Austrian Airlines ist. Mit ihm und seiner Freundin gingen wir frühstücken und dann fuhr er uns zum Flughafen (und auf dem Rückweg noch die Kindersitze zurück). Wir schrieben noch vom Flughafen aus eine Postkarte, weil es Briefmarken nur im Viererpack gegeben hatte und noch eine übrig war und dann war es auch schon Zeit zu Boarden. Eine kleine Katastrophe war dann, dass Michel (!) Leibesvisitiert werden musste, der sich mit Händen und Füßen wehrte und den wir leider zwingen mussten (Stichwort ‚Nein heißt Nein‘, haha, vielen Dank, Wiener Flughafensecurity). Tjanun, auch das überstanden wir und es war sogar noch ein bisschen Zeit für einen Kaffee. 

Flug eins war dann grauslich, ruckelig die ganze Zeit und mit Luft-Hopser kurz vor der Landung (und dass wo man ja weiß, dass die meisten Unfälle kurz vor der Landung und kurz nach dem Start sind) und naja, wasser- (schwitze- und Tränen-) festes Make-Up ist schon sinnvoll für manche (also mich). 

Fast fünf Stunden Aufenthalt in Amsterdam, Kinder müde gespielt (dachten wir, war aber dann ja nur bei 50% so), bisschen Kram gekauft, ultra lange am Wok-Stand angestanden, dabei den Feed-Reader leer gelesen, danach was gegessen, huch, Zeit schon rum, wieder Boarding. 


Flug zwei dann quasi Bilderbuchmäßig, Gepäck ist auch angekommen, jetzt gleich zu Hause. Puh. 

Schön wars. 

Tag 370 – Hallo Wien!

Was für ein verrückter Tag. Kinder in den Kindergarten gefahren, in die Stadt gefahren, Geschenk besorgt. Eingekauft, nach Hause gefahren. Die Küche und mich verwüstet, diesmal mit Gulasch. 

Geputzt, gewaschen. Gegessen.

Gepackt, aufgeräumt, gesaugt. Kinder abgefüttert, umgezogen, mich nochmal umgezogen (Mandarine…) und los. 

Flüge bis auf einen kurzen Eine-Tonne-Kekse-gegessen-Puke-Incident von Pippi unspektakulär. Aber Daumen hoch für KLM: da gibt’s Heinecken und was zu essen (nicht nur Chips, es gab auch Sandwiches). Hurra.


Sogar Flugangst halbwegs ok. Uff. 

In Wien gefühlt durch ganz Wien zum Gepäckband gelatscht, dann kurz gebangt, ob alles geklappt hat mit der Abholung. Große Erleichterung: unser Kontaktmann, ein ehemaliger Praktikant von meiner Arbeit (!) stand bereit und hatte von jemandem der über Ecken aus diesem Internet ist, Kindersitze abgeholt. Tausend <3 an diesen Mann, ehrlich! Viel Liebe. Er fuhr uns in die Wohnung einer Freundin, die über den Sommer in der Schweiz arbeitet um Kohle fürs Semester zu scheffeln. Ich kenne diese Frau überhaupt nicht, aber auch hier: viel Liebe! 


Unser Freund (nennen wir ihn einfach so, Praktikant klingt nicht so sehr persönlich) erzählte dann noch die verrückte Geschichte, dass er den Kindersitzmann tatsächlich sogar indirekt kannte. Der Kindersitzmann ist der Bruder von jemandem, der mir auf meine Frage „Wo kriegt man denn in Österreich Kindersitze geliehen“ auf Twitter mit „mein Bruder wohnt da, das geht sicher“ antwortete. Auch hier wieder an alle Seiten: <3 . Ihr seid superst. Und der Kindersitzmann und sein Vater sind Pfarrer. Evangelisch. In Österreich ist das so ungewöhnlich, dass man sich untereinander kennt und unser Freund, der ebenfalls evangelisch ist, wurde vom Vater des Kindersitzmanns damals konfirmiert. Jaha. So klein ist die Welt. 

Ich hatte übrigens vergessen, dass mein Cousin ja auch in Wien wohnt. Hupsi. Den treffen wir dann vermutlich Samstag früh. Es wird eine busy Zeit hier.