Tag 101 – Wieder da

Das Baby und ich sind wieder zu Hause. Der Rückflug war wesentlich entspannter, kein Wind aus Südwest oder sonst einer Richtung. Das Baby hatte wohl etwas Druck auf den Ohren, war dann aber an der Brust recht zufrieden. Mit dem Zug heim, kurz den Koffer reingeschmissen und die Schuhe gewechselt. Eigentlich muss ich nämlich wegen Spreiz-Senkfuß Einlagen tragen und nach fast vier Tagen mit sehr viel Rumgelaufe taten mir ordentlich die Füße weh.

Dann sind das Baby und ich direkt wieder los und haben das Kind vom Kindergarten abgeholt. Das Kind war schwer begeistert, dass ich wieder da bin und zeigte es indem es sich komplett selber und unaufgefordert seine Schuhe anzog (ohne Ziegenfüße!!!) und dann sehr sehr schnell auf seinem Kickboard nach Hause fuhr. Und jedes Mal sofort anhielt, wenn ich rief, es solle warten. Und überhaupt das allerbeste Vorzeigekind der Welt war. Natürlich musste ich es dann auch ins Bett bringen und so. Leider fand das Baby das überhaupt nicht gut, dass es beim Papa sein sollte und nicht wie die letzten 84 Stunden konstant bei der Mama. Und damit sind wir auch schon bei dem was heute echt scheiße war: Das Baby brüllte total krass herum; obwohl Herr Rabe es in die Trage geschnallt herumtrug beruhigte es sich mal so gar nicht sondern wurde immer hysterischer. Und das kann ich wiederum überhaupt nicht ab, ich ertrage das nicht, wenn das Baby weint, das tut mir körperlich weh, das anhören zu müssen. Gleichzeitig will ich auf gar keinen Fall diese Mamafixiertheit zementieren oder gar Herrn Rabe Vorwürfe machen, er mache das falsch, das müsse soundso und hallo, Maternal Gatekeeping. Herr Rabe machte ja auch nichts falsch, außer, dass er nicht ich ist. Aber was macht man denn da? Ich bin fest überzeugt, dass Papas genauso gut trösten können wie Mamas, und dass auch die Nummer zwei vom Kind liebgehabt wird. Und ich finde es furchtbar für Herrn Rabe, dass das Baby den Papa grade so ablehnt. Ich finde mich furchtbar, wenn ich Herrn Rabe das Baby dann abnehme, damit es ruhig ist und mein Herz nicht mehr so bluten muss und ich damit aber dem großen Kind seine exklusive Mama-bringt-mich-ins-Bett-Zeit nehme. Das ist alles total scheiße und ich weiß nicht, was tun. Irgendwelche Tipps irgendwer?

Ein Gedanke zu “Tag 101 – Wieder da

  1. Nein, leider keine Tipps. Meine Tochter war immer ein Papa-Kind. Das ist auch schlimm, wenn man als Mutter abgelehnt wird und das mit dem körperlichem Unbehagen, wenn das Baby weint, kenne ich auch. Blöde Kombi.

    Und ich habe heute ein neues Wort gelernt: „Ziegenfüße“. Bei uns heißen die „Entenfüße“.

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