Tag 192 – Adieu, rosa Fitnessstudio

Die Tage des Muttisports sind gezählt (für mich). Aus mehreren Gründen. Erstens bin ich quasi austrainiert (Muhahaha), nein, im Ernst jetzt, ich habe schon länger nicht den Eindruck, als hätte das Training irgendeinen Trainingseffekt, weder komme ich großartig aus der Puste noch werden meine Muskeln müde. Heute wurde ich dann auch noch einer Partnerin zugeteilt, die ich da auch schon oft gesehen habe, also auch keine „Neue“, die hätte ich wahrscheinlich einfach umpusten können oder einhändig wegtragen. Und nach den Übungen war die komplett fertig und ich eben mal so gar nicht. 

Zweitens war da heute eine neue Trainerin, ich nehme mal an, die hat selbst keine Kinder, jedenfalls hatte die für 20 Babies ganze fünf Matten ausgelegt, da sollten alle Babies friedlich liegen. Die Babies, allen voran Pippi, hielten sich natürlich nicht daran, Pippi mähte die kleineren und/oder immobileren Babies einfach um und grabschte einem vielleicht 8 Wochen alten Säugling unsanft ins Gesicht, weil der unter einem Spieltrapez liegen durfte.  Um solche Übergriffigkeiten zu verhindern, setzte ich sie deshalb ins Laufgitter, das fand sie aber ziemlich blöd und ich auch, sie sah darin ein bisschen aus wie ein Löwe im Käfig und deshalb nahm ich sie auch da nach ein paar Minuten wieder raus und setzte sie einfach vor mir auf den Boden. Da krabbelte sie dann herum und ich hatte gut zu tun, sie davon abzuhalten, Fitnessequipment anzulutschen. Ich bin ja echt entspannt, was vieles angeht, aber  diese Therabänder und Gymnastikmatten und so, die werden selten saubergemacht und da springen täglich Menschen mit ihren nackten Füßen drauf rum. Bah. Genauso die Spielzeugkiste. Ich nehm immer eigenes Spielzeug mit. Ist wahrscheinlich ne Berufskrankheit. So ein klebrig-schweißiges Theraband oder ein ordentlich durchgelutschter Oball ist doch der ideale Nährboden für Keime aller Gruselstufen. Aber da Pippi jetzt ja ziemlich fix unterwegs ist, wird das deshalb zunehmend unentspannt mit dem Sport. 

Und drittens bin ich ja eh im April weg und ab Mai arbeite ich dann wieder. Bleibt noch der März, in der Woche vor Ostern (also der mit Gründonnerstag und Karfreitag) ist Norwegen aber eh geschlossen, also bleibt der halbe März. Und da hab ich noch Geburtstag und Besuch. Vielleicht sollte ich mir schon mal so YouTube-Fitness-Übungen suchen, weil eigentlich isses  schon ganz geil, so rundum trainiert zu sein, man (also ich) hat dann viel weniger Rücken und auch, aber das kann auch drölfzig andere Gründe haben, weniger Migräne. Und für weniger Migräne würde ich fast alles tun. Sogar zu Hause (womöglich noch im Beisein von Herrn Rabe) alberne Fitnessübungen machen. 

Tag 191 – Der Nachfolger von „DEUTSCHLAND!“

Neulich wurde ich gefragt, ob Michel denn noch diesen DEUTSCHLAND!-Tick hat. Hat er nicht. (Hier minutenlangen Seufzer der Erleichterung vorstellen.) Aber natürlich wird es mit Michel nie langweilig, denn allerlei Quatsch erzählen kann er ja ohnehin gut und das sogar zweisprachig. Manchmal erschreckt es mich ein bisschen, wie gut sein Norwegisch geworden ist, vor allem, wenn er im Kindergarten den Erwachsenen in feinstem Dialekt Familieninterna ausplaudert. 

Interessant ist auch immer, wenn er Wörter benutzt, die auf beiden Sprachen gleich sind, aber minimal unterschiedlich ausgesprochen werden, wie zum Beispiel Löwe. Jedes Mal, wenn ich sein „Löö(e)wä“ höre, wird mir bewusst, wie stark mein deutscher Akzent eben doch noch sein muss. Hier ein kleiner Spaß für Freundin A.: „Liiisäää? Kem er det som kjem? Kossen er det? Kofor? Æ like osså sånn. Itj! Slipp mææææ! Hør dokk tæ! Edvin, sjå hæ, æ e hunnj!!!“ 

Auch beim Singen haben wir unseren Spaß, Michel singt sehr gerne und auch viel, kann aber eben oft nur den halben Text und Melodien werden erst langsam erkennbar. Deshalb haben wir öfter mal Probleme, wenn er irgendwas singt, was sich für uns erstmal so anhört: 

„Lille kattepüs, jör düüdüüü? Æ lele mamma mi!“

Tja, und dann geht das googeln los. „Kinderlied norwegisch kattepus“. Aha! Lille kattepus, die ersten beiden Strophen gehen so:

Lille kattepus, hvor har du vært?

Jeg har vært hos mamman min.

Lille kattepus, hva gjorde du der?

Jeg fikk melk fra mamman min. 

Ohhh, voll süß, eine kleine Katze geht zur Mama und kriegt Milch. Ja, und später wird sie verhauen. Pädagogisch total wertvoll. 

Manchmal kann Michel sogar übersetzen. Manchmal klappt das sogar:

Michel: „Mama, de snööööa?“

Ich: „???“

Michel: „Snöööaa! *denkt nach* Schnee kommt!“

 Meistens greift dann aber doch die Sprachverwirrung, obwohl, vielleicht auch nicht, denn: wenn er ein Wort nicht auf der anderen Sprache weiß, oder es ihm grad nicht einfällt, sagt er das gleiche Wort nochmal in einer anderen Stimmlage. Also in etwa so:

*Michel bekommt Geschenk* 

Ich: „Möchtest du Danke sagen?“

Michel: „Dankeschön!“

Ich: „Du musst mit E. Norwegisch sprechen, die versteht das sonst nicht.“

Michel: *mit ganz tiefer Stimme* „Doonkööschöööön!“

Oder auch

Michel: „Papa, deutsch ist „Hallo“, weißt du? Und noreeeisch ist *ganz tiefe Stimme* „Hoolloooo“.“

Unser Sohn, das Sprachgenie. Direkt den Kern der Gemeinsamkeiten UND der Unterschiede zwischen den beiden Sprachen getroffen. 

Ich geh jetzt mal „Løwe“ sagen üben. 

Tag 190 – Frieden und Liebe!

In Mamabloggerhausen tobt ein erbitterter Grabenkampf* zwischen Alt-, Jung-, Neu-, Kleinst-, Groß- und Glossen-Bloggern. Es geht um, ja, um was eigentlich? Darum, dass die Cool Kids die kleinen nie mitspielen lassen, dass aber auch die Kleinen nicht nur Mimimi machen sollen sondern ausm Quark kommen und aber eigentlich Ist das doch nur Clickbaiting und Rumgeheule überall. Heute wurde entdeckt, dass die Rolle der Habt-euch-doch-bitte-alle-lieb-Mutti noch fehlt. Die mach ich jetzt. Also:

Frieden und Liebe!!!

So. Jetzt trinken wir alle einen lauwarmen, laktosefreien, fettarmen, Low-Carb, fair gehandelten Bio-Kakaoblättertee aus Reismilch und dann haben wir uns wieder lieb, nech? Wir wollen ja schließlich alle das Beste für unsere Kinder, äh, Blogs. 

Was ganz anderes: Pippi nervt mich grad kolossal wegen Schub und Schreien und Nichtschlafen und Dauertrinken und ich bin schon ganz leergelutscht aber ist das hier nicht mal total süß?

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Motzmotzmotz. Motz. ❤️

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Und dann nochmal zum Vergleich ein Video von vor ein paar Tagen, so geht es schneller, scheint aber weniger cool zu sein. 

(Ich hoffe, das funktioniert so. Die Technik ist ja manchmal tückisch…)

Trotzdem hoffe ich auf baldige Beendigung des Schubs. Meine Nerven sind nämlich kurz vor Ende und so kleine Meckerkrabbelepisoden und der darauf folgende Aaaaawww-Anfall reichen grade mal bis zum nächsten Mal „Is mir egal, dass du auf dem Klo sitzt, Mama, ich will auf jeden Fall auf den Schoß! Rabäääää!“.

Noch was total anderes: der Urlaub ist gebucht! Vier Wochen Korfu, wooohoooo! Haaaach, das wird gut. Bestimmt. (Zweimal umsteigen je Weg wird nicht so cool, ich Flugzeugschisser. Vielleicht lass ich mir doch von meiner Freundin dieses Reisezeugs mitbringen vorher.)
*nun ja, Scharmützelchen. 

Tag 189 – Duschen

Heute habe ich mit Pippi geduscht. Ich hatte mich auf Theater eingestellt, sie findet Baden ja schon nicht so geil, bzw. erst seit den letzten zwei, drei Malen halbwegs ok. Sowohl Pippi als auch ich hatten aber heute eine Grundreinigung nötig und Pippi alleine Baden traue ich mich nach einer ziemlichen Katastrophe vor einigen Monaten nicht mehr so wirklich. Also dachte ich mir, ich dusche erst mich und hole dann Pippi dazu und Dusche sie fix ab, zackzack bisschen Duschgel drauf und wieder abwaschen, fertig. Pippi dazuholen klappte dann im nassen und flutschigen Zustand nur mäßig gut, aber irgendwann hatte ich ihr doch Michels Auto aus der Hand gefriemelt und die Windel abgezuppelt und wir standen unter der Dusche. Und siehe da: Pippi genoss es sichtlich. Kein Geschrei wegen Wasser im Gesicht oder am Kopf (Michel war da ein Experte drin, vor allem nach dem Babyschwimmen brüllte er beim Duschen die ganze Sauna zusammen, und immer der geschockte Gesichtsausdruck: „Oh! Da ist Wasser in meinem Gesicht! Oh! Ich muss ertrinken! Oh!“), kein Gemecker wegen eingeseift werden. Im Gegenteil: sie kuschelte sich an mich an und schaute tiefenentspannt den Wassertropfen zu, die die Duschwand herabliefen. Manchmal sah sie nach oben, wo denn das Wasser herkam. Als ich sie zum Abduschen etwas mehr unter die Brause hielt, reckte sie sich sogar zum Wasser hin. Doof fand sie nur, als ich irgendwann das Duschen für beendet erklärte. Das hinterher mit Massage verbundene Einölen versöhnte uns dann aber auch gleich wieder. Insgesamt war das ein sehr schönes Erlebnis mit Pippi, das können wir gerne öfter so haben.

Tag 188 – Vorfreude

Die Urlaubsplanung wächst und gedeiht. Gestern habe ich an unsere zwei Favoriten Anfragen verschickt. Zypern war uns irgendwie dann doch unsympathisch wegen exorbitant langer Reisezeiten und hoher Flugpreise, deshalb gingen die Anfragen nach Korfu und Kreta. Korfu ist kälter, Kreta teurer. Korfu in der Anzeige sympathischer, Kreta näher am Meer und wegen der Größe der Anlage eventuell belebter. Nun ja, Korfu antwortete dann recht schnell und war in der Mail mindestens so nett wie in der Anzeige. Im April und für den relativ langen Zeitraum machten sie uns einen Sonderpreis und schickten gleich eine Mietwagenfirmaempfehlung mit. Ich hätte am liebsten direkt gebucht, wollte aber der Fairness halber noch die Antwort aus Kreta abwarten. Die kam heute und war so semitoll: abgesehen davon, dass ich auf Leerzeichen vor Satzzeichen allergisch reagiere, war der Tenor: Ach, April ist doch doof, kommt doch im Mai. Im Mai ist es soooo schön. Nun ja, die können ja nicht wissen, dass der April hier wirklich zum Abgewöhnen ist und dass wegen Ende der Elternzeit und so weiter der Mai eben nicht geht. Aber wenn ich im Mai könnte und wollte, hätte ich eben für Mai angefragt und nicht für April. Lange Rede kurzer Sinn: so hat sich Kreta selbst disqualifiziert und  ich habe schon mal nach Flügen geschaut. Ich will das jetzt festmachen. Und dann rief doch vorhin sogar unangekündigt Korfu an, war am Telefon wirklich unheimlich nett und empfahl uns, auch mal nach Flügen nach Thessalonikki zu schauen, die seien oft günstiger und die Mietwagen seien da auch billiger. Da war ich ja schon hin und weg von so viel Freundlichkeit, aber als ich keine Stunde später noch eine Mail von ihm erhielt, in der er schreibt, er hätte mal selbst geguckt, aus Trondheim bringe das doch nichts, weil man dann eh wieder in Athen umsteigen müsse und er entschuldige sich vielmals, da wusste ich: wenn mich doch noch mal wer adoptieren will, dann soll er es sein. Hach. 

Herr Rabe hat einen Plan (in seinem Kopf), wie wir die Hausarbeit viel toller und effizienter verteilen und erledigen können. Ich bin gespannt. Dafür muss der Plan aber zuerst mal aus seinem Kopf rauskommen. 

Heute wegen Ich-schone-mich-lieber-noch weder Sport noch Ballett. Hrmpf. Sport trägt doch sehr zu meinem persönlichen Wohlbefinden bei. Dafür unsere Miet- und Mautzahlungen angepasst (mehr Miete wegen Inflation, weniger Maut wegen selten aus der Stadt rausfahren), etwas Wäsche gemacht, Michels Bett bezogen, drölfzig Mal Pippi gestillt (wann hört dieser Schub denn bitte eeeeendlich auf?) und etwas rumgehangen. Jetzt bin ich etwas rappelig wegen aufgestauter Energie, denn außer ner Erkältung kam bisher doch noch keine Krankheit. Ich hoffe, das bleibt so. 

Und jetzt weiter Flüge gucken. 

Tag 187 – Nachts

Hier so gestern Abend/letzte Nacht

22:00 Ich möchte ins Bett. Ich bin müde und mir tun alle möglichen Körperteile weh. Pipi schläft auf mir. Ich warte auf Herrn Rabe. 

22:45 Herr Rabe kommt nach einer passiv-aggressiven SMS von mir und bezieht das Bett. Dann nimmt er mir Pippi ab. 

23:01 Ich liege im Bett. Mit zwei warmen Körnerkissen und warmen Puschen. Mir tut mein Bauch weh, mein Rücken, meine Beine. Werde ich krank oder was? Fieber hab ich keines. Außerdem hab ich Sodbrennen. Dagegen trinke ich ein Glas Milch. Naja, einfach mal schlafen. Wird schon. 

23:20 Ich kann nicht schlafen. Pippi wird wach und ich höre sie kraweelen, während Herr Rabe sie fertig macht. 

23:25 Pippi wird mir zum Stillen gereicht. 

23:45 Pippi ist längst satt, will aber nicht aufhören zu nuckeln. Herr Rabe kommt ins Bett und rückt sehr nah an mich ran. Ich möchte alleine sein. Mit tut weiterhin alles mögliche weh. 

00:30 Mir reichts. Ich bitte Herrn Rabe, Plätze zu tauschen, weil Pippi mich mit dem Dauergenuckel wahnsinnig macht. 

00:45 Ich versuche immer noch, einzuschlafen. Mir ist latent schlecht und mein Bauch grummelt ganz furchtbar. Vielleicht Magen-Darm? Ich muss aufstoßen und kriege Kotzegeschmack in den Mund. Das mit dem Einschlafen wird so nichts. 

01:30 Pippi wird schreiend wach. Ich war grade eingedöst. Ich wälze mich wieder zu ihr, sie nuckelt und schläft ein. 

02:00 Michel kommt ins Bett gekrochen. Ich bin noch wach. Pippi nuckelt. 

02:30 Ich wache auf von „Oh Mann, Scheiße!“. Herr Rabe zerrt Michel aus dem Bett und legt ein Handtuch auf die Stelle, wo eben noch Michel lag. Dann geht er Michel umziehen. Ich merke, dass Pippi immer noch nuckelt. Ich docke sie ab und ziehe mein Shirt runter. Es klappt, Pippi schläft weiter. 

02:59 Pippi murcht rum und ich versuche sie auf meinen Bauch zu legen, damit sie weiter schläft. Klappt nicht. Andere Seite, nuckeln. 

04:11 Seitenwechsel. Jetzt liegt (und nuckelt) Pippi wieder auf der Seite, auf der auch Michel liegt. Das heißt, ich passe  zusätzlich noch unterbewusst auf, dass Michel sich nicht auf Pippi legt. Michel hat seine Raupe mitgebracht, die kitzelt mir an der Nase. 

04:49 Michel knirscht extrem mit den Zähnen. Ich kann nicht mehr auf der Seite liegen, so tut mir die Hüfte auch noch weh. Ich versuche mich auf den Rücken zu drehen.

05:13 Mein Arm ist eingeschlafen, davon werde ich wach. Ich nehme ihn runter, habe aber kaum Gefühl und erwische Pippi ein bisschen an der Schulter. Sie wird wach. Seitenwechsel mit taubem Arm. 

05:30 Michel knirscht wieder mit den Zähnen. Ich habe das dringende Bedürfnis, alles anzuzünden, vor allem das Drecks-Familienbett. 

06:10 Pippi murcht schon wieder rum. Wenigstens schläft sie nach Seitenwechsel und kurzem Nuckeln direkt wieder ein. Ich ziehe mein Shirt runter und schlafe innerhalb von drei Nanosekunden wie ein Stein. 

08:28 Michel schreiflüstert: „Paaaapaaaaa! Koooommmm! Aufsteeeeeen! Æ will Frühstück macheeeeen!“ Mir tut immer noch alles weh und ich würde nahezu alles dafür tun, mich auf den Bauch legen zu können, aber da liegt Pippi und macht sich breit. Auf der anderen Seite liege ich schon mit dem Hintern im nie genutzten Beistellbett. 

08:36 Michel hatte Erfolg. Die beiden stehen auf. Meine Augen möchten sich nicht öffnen. 

08:39 Pippi ist wach und brabbelt vor sich hin. Sie tritt mich gegen die Blase. Das konnte sie immer schon gut… Ich muss pinkeln. Ok, schnell aufs Klo, Pippi bei Herrn Rabe abliefern, dann kann ich mich noch ein bisschen hinlegen. Auf den Bauch. 

08:41 Ich nehme eine Ibuprofen. Offensichtlich werde ich krank oder bin es schon. Während ich sie runterspüle, registriere ich, wie Herr Rabe das Bett abzieht. Ich könnte heulen. Da wollte ich doch wieder hin! Er meints ja nicht böse. Ich gehe wortlos aufs Sofa und lege mich da hin, rolle mich ganz eng zusammen und decke mich zu. Dann höre ich der Familie beim Frühstück machen zu. Und beim frühstücken auch. Mir ist schlecht. Alles tut weh. Irgendwann wirkt die Ibuprofen. Michel kommt und bringt mir einen Bären. Dann kommt er kuscheln. Das wirkt noch besser als die Ibuprofen. Trotzdem wird es ein Sofatag. Hoffentlich wird diese Nacht besser. 

12-Halbe von 12

Irgendwie verließ mich am Freitag-Abend die Kreativität. Keine Wunder denn meine Muse weilte zu der Zeit noch in Oslo. Hier deswegen ein Nachtrag mit den 6 Bildern die gemacht hatte.

Zur Erinnerung, eigentlich hatte ich den Plan im Februar 12 Whiskys abzulichten (und zu trinken):

Da ich allerdings die alleinige Verantwortung für Michel an dem Tag hatte, sah ich mal davon ab und versuchte spontan ein anderes Thema zu finden. Naheliegend erschien mir nach 12 Selfies im Januar diesmal 12 eher abstrakte Bilder zu machen. Jedenfalls fand ich beim Aufwachen es sei eine gute Idee:

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Aufgewacht und festgestellt das auf dem Kopfkissen ein Punkt fehlt. War wohl ne wilde Nacht.

Die nächste Vorlage lieferte dann Michel beim anziehen im Bad:

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„Fahrrad-Schlüpfer, Papa!“ – Hö? Ohja, stimmt!

Auch bei der Arbeit ließen sich zwei schöne Fotos machen (ein drittes von der Oberfläche meines Knäckebrots stellte sich als zu langweilig heraus):

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Oha! Dependency-Graph-Ausschnitt (Zoomlevel: 2%).

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Dessert-Kakao.

Nachdem ich Michel vom Kindergarten abgeholt hatte, gingen wir Eislaufen. Dort machte ich auch noch zwei Bilder:

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Mondsuchbild.

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Eis unter den Füßen. Herrlich!

Danach ging es nach Hause, schnell Nudeln kochen und essen, und als Michel endlich im Bett war, hab ich mich nur noch auf die Couch verzogen und ein bisschen gezockt. War mir dann irgendwie zu blöd noch durch die Wohnung zu laufen und auf Teufel komm raus 6 Bilder zu machen, nur damit es 12 werden. Da bin ich dann einfach ins Bett gegangen. :)

So war das nämlich. Und zum Glück haben wir ein Schaltjahr, dass heißt im März ist der 12. ein Samstag. Vielleicht wird es dann ja etwas mit dem feucht-fröhlichen 12von12!

Mahlzeit! KW 6

Mo. 8.2. Lemony rosted pumpkin/sweet potatoes (unser Abwandlung des Lemony roasted potatoes Rezepts aus dem Veganomicon)

Di. 9.2. Reis mit Scheiß (Unser Ratatouille)

Mi. 10.2. Nudeln* mit Lachs-Spinat-Sahne-Soße

Do. 11.2. Kartoffelbrei mit Senfsoße und Fischstäbchen (Herr Rabe) / Sojawürstchen (Michel)

Fr. 12.2. Nudeln* mit Pesto

Sa 13.2. Süßkartoffel-Kokos-Suppe – geschmacklich eher eine Bananen-Chili-Suppe :)

So. 14.2. Crêpes

  • à la Frau Rabe: Hausgemachtes Apfelmuß und Zimt-Zucker
  • à la Michel: Käse und Rømme
  • à la Pippi: Pur
  • … und Herr Rabe isst alles :)

* immer wenn hier irgendwo „Nudeln mit X“ steht, dann isst Michel Nudeln mit Käse

Tag 186 – Wieder da!

Pippi und ich sind nach der laaaaaaangen Zugfahrt* wieder zu Hause. Michel hat sich sehr gefreut, ich mich auch, Herr Rabe sich auch und Pippi sich erst! Die kleine Krabbelmücke musste natürlich erstmal ihre neuen Skills vorführen und dann ausgiebigst Michels sämtliche Spielsachen besabbern. Michel hat noch nicht ganz verstanden, dass Pippi, wenn sie will, jetzt doch recht fix ist und war dann mehrmals recht empört, als Pippi sich an seine aufgebaute Brio-Bahn gerobbt hatte und sich kurzerhand auf die Gleise legte. Trotzdem hat er beim Ins-Bett-Bringen gesagt, er hätte Pippi auch vermisst. 

Ich bin jetzt aber irgendwie ziemlich ziemlich ziemlich müde und will eigentlich nur noch ins Bett und hundert Jahre schlafen. 
*Was stimmt denn mit Männern nicht, die alt genug sind um Enkelkinder im Alter der im Familienabteil nun mal anzutreffenden Kinder zu haben, die ihren Müll beim Aussteigen einfach unter den Sitz stopfen??? Ich war so perplex, mir ist alles aus dem Gesicht gefallen, aber aus meinem Mund kam nichts raus.