Tag 402 – Pilzrausch. 

Wir waren heute auf der anderen Seite vom Fjord, bei unserem Schaf-Freund. Allerdings diesmal nicht wegen der Schafe, sondern wegen der Pilze. Drei Stunden Pilztour später ist die Ausbeute: 

Das sind: ein Wiesenchampignon, viele Pfifferlinge, ein paar Brocken eines Steinpilzes, viele Birkenröhrlinge in verschiedenen Farben, einige Heiderotkappen und ein Hainbuchenröhrling. Ein Pilz, den unser Freund (der sehr viel bewanderter auf dem Gebiet ist, als wir) nur neidisch blickend mit „Oh, der ist gut!“ betitelte, ist irgendwie undefinierbar, sieht aus wie ein weißer Birkenröhrling, ist aber definitiv kein Gallenröhrling und auch nix giftiges. Also wanderte der zusammen mit allen anderen (außer den Pfifferlingen) in die Pfanne, morgen wird dann der Essensplan geändert zu „Ein Haufen Pilze mit kleinen* Kartoffeln“ und überhaupt war das ein ganz feiner Ausflug an einem ganz tollen Tag. 

Nachtrag: den Reizker hab ich vergessen in der Auflistung.

*die Kartoffeln sind so klein, dass sie im Supermarkt bei meiner Arbeit zum Sonderpreis angeboten werden. Norweger mögen keine Minikartoffeln. Ich hab jetzt für 1400 g sage und schreibe 9 Kronen bezahlt und musste dabei an meine Großeltern denken, die ihre Kartoffeln noch direkt beim Bauern holten und da immer auch „Kinderkartoffeln“ kauften: kleine Kartoffeln, die, glaube ich, teurer waren als die anderen. 

8 Gedanken zu “Tag 402 – Pilzrausch. 

  1. Irene schreibt:

    Neid. Unser Pilzausflug gestern endete nach 2 Stunden mit einer kleinen Birne aus einem bereits abgeernteten Baum als einziger Ausbeute.
    Ihr traut euch an Champignons? Da habe ich zu viel Respekt vor den Doppelgängern, bzw. damit würde ich zum Pilzkontrolleur gehen, den es gsd noch immer gibt.

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    • Unser Pilzbuch sagt: solange es keine weißen Lamellen hat (super giftig) und nicht unangenehm riecht (giftig) kann man es essen. Wenn es nach Anis riecht (hatten wir schon, merkt man echt sofort), lieber nur als Gewürz benutzen.

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    • Knollenblätterpilze gibt’s hier auch, aber die haben weiße Lamellen. Unsrer hatte braune. (Und keinen unten verdickten Stil, keine „Blätter“ und er roch auch nicht süßlich, sondern eben angenehm nach Champignon.) Aber wenn man sich nicht 100%ig sicher ist, sollte man immer auf Better Safe than Sorry setzen, klar!

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  2. Julika schreibt:

    Pilze habe ich hier noch nicht gesucht. Klar kenne ich das von früher, aber seit Tschernobyl war das nicht mehr so angesagt. Gut, dass es heute wieder geht.
    Ich habe seit letzter Woche ein Pilzzuchtset (Champignons) zu Hause..räusper….mal drei Tage nicht geguckt und ich hatte drei Pilze mit einem Gewicht von 600 gr. Macht wirklich Spaß und bisher sind die Pilze uns auch nicht über.
    Und kleine Kartoffeln sind die besten!! Ich liebe sie!

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