Tag 512 – Orrrrrrrr!

Es reicht, ey. 

Erst will sie meine berufliche Zukunft mit mir diskutieren (dieses Gespräch nervt mich immer, weil das alles so ein großes, schwarzes Loch ist, aber mit ihr noch viel mehr weil ich dann direkt bitte noch ihre – natürlich unausgesprochenen – Wünsche mitdenken soll. Bei einem Thema, an das ich am liebsten überhaupt gar nicht denken möchte. Was sie nicht merkt und meine Gesprächsabwendungsversuche wurden auch einfach ignoriert) dann guckt sie mit uns fern und lacht in der allerletzten Sekunde der allerletzten Szene die in der Trage schlafende Pippi wach. Jetzt liegen wir hier wieder mit hellwachem Kind, in meinem Kopf kreist die nackte Zukunftspanik (ist ja nicht so, als könnte ich sonst grad supi dupi einschlafen oder könnte generell gut schlafen, durchschlafen oder was man sonst so im Bett tut) und in meinem Bauch kocht die Wut. 

Und die ganze Zeit frage ich mich, ob wir wohl auch einfach immer so weiter machen mit dem unausgesprochenen Scheiß zwischen uns, so wie sie und ihre Mutter es ja auch schon immer tun. Die Antwort ist wohl 50/50: entweder platzt alles irgendwann aus mir raus oder nicht. 

13 Gedanken zu “Tag 512 – Orrrrrrrr!

  1. Fühlen Sie sich virtuell gedrückt, kann ich alles sehr gut nachempfinden, zumindest die Zukunftspanik und die Schlafprobleme. Mein Vater hat, bevor wir über Weihnachten zu meinen Eltern gefahren sind, die Ansage bekommen, dass ich keine Lust habe sie zu besuchen, wenn er mit dem Thema anfängt. Hat zum Glück funktioniert, auch wenn ich das vorher nie gedacht hätte.
    Morgen isses vorbei, oder? Halten Sie durch!
    Viele Grüße Polly Oliver

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  2. LisP schreibt:

    Könnte von mir und meiner Mutter sein. Also die Zukunftspanik und die unausgesprochenen Wünsche (weil man soll doch als Kind den Lebenswunsch der Mutter doch gleich miterfüllen, wenn man schon am eigenen arbeitet. Bzw der eigene ist ja gar nicht so wichtig, den könnte man ja schließlich immer noch auf die eigenen Kinder übertragen).
    Und das mit den schlaflosen Nächten sowieso (es ist halb 5 morgens, ein langer Tag (Geburtstag des Großen) liegt vor mir, und ich surfe seit 3 im Internet).

    Ein Trost: morgen ist es vorbei, und angesichts der Tatsache, dass ihr so weit weg wohnt ist dann auch wieder für eine ganze Weile Ruhe. Meine Mutter wohnt dagegen nur 10min entfernt.

    @Little B: Ich bin auch schon ein paar Mal explodiert, aber leider hatte das keinen dauerhaften Effekt.

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  3. ohmskine schreibt:

    Liebe Frau Rabe:

    Durchhalten!

    Und soblad wie möglich (also wenn Sie sich für einige Stunden von den Kindern frei machen können) mit Ihrer Mutter ein Klärungsgespräch ansetzen. Am besten auf neutralem Boden und so, daß jeder die Situation verlassen kann, wenn er will (z.B. Spaziergang im Park). Planen Sie viel Nachbereitungszeit ein.

    Ich wünsche Ihnen sehr, daß Sie das, was aus Ihnen raus muß, nicht noch lange mit sich herumtragen.

    Herzliche Grüße vom Rhein,
    ohmskine

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  4. Bettina schreibt:

    Na da kommen grad Erinnerungen hoch….ich, vorne im kleinen Zimmer, versuche zu Schlafen und werde immer wieder von schallendem Gelächter geweckt….Boah, hatte ich einen Hals!!!!!Mehrmals!!!Ich kann dich seeehr gut verstehen…….Und was deine berufliche Zukunft angeht: Da kommt schon was…schließlich hast du bisher noch nie so wirklich in der Uhr gehangen. Ein klitzekleines bisschen mehr Gelassenheit wünsche ich dir😘

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  5. Mamamaj schreibt:

    Ich bin auch für aussprechen. Ich kann gut verstehen, dass man sich da nicht drumherum reißt, aber meine Erfahrung ist auch, dass so was meist wirkt wie ein reinigendes Gewitter. Und danach habt ihr doch erst mal wieder Abstand. Aber wenn man immer vor sich hinkocht ist das sehr belastend finde ich.
    Ich drücke die Daumen und wünsche viel Glück!

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  6. Irene schreibt:

    „Liebe Mama, dieses Thema möchte und werde ich nicht mit dir besprechen. Nicht jetzt, nicht später. Ich erzähle dir, wenn ich konkrete Infos habe, versprochen. Aber „was wäre wenn“ wird nicht diskutiert.“
    Ab vor den Spiegel, üben!
    So ähnlich sind meine Mutter und ich zum Thema „Schwägerin/Schwiegertochter“ verblieben. Ich lasse mich auf keine Seite ziehen.

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  7. Urmel schreibt:

    In 25 jahren schreibt Pippi vielleicht in ihrem Blog über den Besuch ihrer Mutter und wie sehr ihr diese Frau auf die Nerven geht: ihr Lachen, ihre verkehrten Fragen und dass Pippi ihr obendrein so einiges sehr, sehr übel nimmt. Und das weiss dann die ganze Leserschar, nur Pippis Mama nicht.

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  8. Mein Platzen war ja durchaus weitreichend: Nach einem Gespräch bei einem Mediator gab es einen Kontaktsperre – also meine Eltern hatte das Verbot mit zu kontaktieren. Auch nicht indirekt.
    Da war ich im vierten Monat schwanger. Was sie aber nicht (von mir) wussten. Von der Geburt meines Sohnes haben sie auch nur per Karte erfahren.
    Erst weit danach fing ganz langsam eine Annäherung wieder statt. Mittlerweile ist es super, respektvoll und v.a. auf Augenhöhe.

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    • Das mit der Augenhöhe ist hier halt irgendwie komplett schief. Mal wirkt sie unheimlich unreif, mal spielt sie sich auf, mal überhöht sie mich/ uns als Familie total… es ist echt nicht so ganz einfach alles.

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