Tag 635 – Katzen! Pinguine! Schafe!

Ich habe Binge-genäht. 

Dieses Bild ist hier nur, damit es in der Beitragsvorschau erscheint.


Das kam so: Michel und Herr Rabe wachten beide relativ krank auf und ein Sofatag wurde schnell beschlossen. Ich hatte gestern abend noch mein Shirt vom Freitag zerschnitten und den „Schnitt“ abgenommen (die Gänsefüßchen sind da, weil das wirklich so simpel ist, dass die Hälfte von Ihnen vermutlich gleich lacht). Naja, die Familie hing also eh rum, Brot hatte ich keins zu backen, also: Nähmaschine raus. 

Das „Schnittmuster“. Einzige Schwierigkeit: die asymmetrischen Ärmel. Wobei ich mich ja auch oft frage, was schwieriger ist: ein ganzes Teil rundum sauber ausschneiden oder den Stoff exakt glatt im Bruch auslegen und dann zuschneiden. Letzteres dauert bei mir jedenfalls immer sehr lange und – siehe Muster – es geht auch oft etwas schief.


Das Shirt ist wirklich ganz schnell gemacht. Ganz ganz schnell. Und irgendwann lerne ich auch noch, die Muster grade hinzubekommen. Bis dahin muss meine Umwelt mit leicht schiefen Mustern leben. 

Cat-content!


Jupp, mein Kreuz *ist* so breit. Das, liebe Kinder, passiert, wenn man in früher Adoleszenz unter entsprechendem körpereigenen Hormoneinfluss sehr viel schwimmt.

 

Der dunkelgraue Jersey ist so dünn und weich, dass er sich etwas zickig nähte. Aber nix Wildes. Man sieht es ein bisschen an den Ärmeln, was ich meine: obwohl ich (ich schwöre!) nicht am Stoff gezogen habe, sieht die Naht etwas gestaucht aus. Auf meiner Wunschliste ist für irgendwann später, wenn wir mal voll viel Geld haben und auch entsprechend viel Platz: eine Overlocknähmaschine und für deutlich zeitnaher: eine Zwillingsnadel. 

Michel hat übrigens beim Nähen geholfen. Er hat den Fadenvernähknopf am Anfang und Ende jeder Naht gedrückt, Unterfaden aufgespult und Stecknadeln gereicht und wieder angenommen. Der Preis für seine Hilfe war, dass er auch etwas genäht haben wollte. Also habe ich ein Kinder-T-Shirt genäht, für das er sich (mit leichter Unterstützung) den Stoff selbst ausgesucht hat. Den „Schnitt“ habe ich fix von einem gut passenden T-Shirt in Größe 110 abgepaust. Polarn o‘ Pyret fällt immer recht groß aus… 


Jetzt können Michel und ich im Partnerlook gehen! Zweimal! (Und der lila Stoff ist immer noch nicht ganz alle, herrje.)

Michel machte dann noch einen späten Mittagsschlaf, er ist also wirklich krank, der arme Zwerg. Ich nutzte die Zeit für noch ein Shirt für mich, diesmal mit Schafen und blau. 


Im Vergleich zum grauen Oberteil habe ich den Rücken oben ca. drei cm schmaler gemacht. So ist der Halsausschnitt nicht so groß und es steht auch hinten nichts mehr ab.


Doch, ich bin zufrieden mit mir. Das hat mir wieder richtig Spaß gemacht. Als nächstes dann vermutlich ein Kleid. 

2 Gedanken zu “Tag 635 – Katzen! Pinguine! Schafe!

  1. FrauC schreibt:

    Oh, das sieht toll aus! Besonders die Schafe. 🙂
    Wenn sich der Stoff „von selbst“ verzieht, kann es helfen, den Füßchendruck etwas zu lockern.
    (Meine Maschine kann das, in der Anleitung steht aber sinngemäß: „Finger weg von diesem Schalter, das ist alles richtig eingestellt.“ Es hat eine Weile gedauert, bis ich mich getraut habe, doch daran rumzudrehen…)

    Gefällt 1 Person

  2. Dana schreibt:

    Das Katzenshirt ist der Knaller! Todschick!
    Mein Maschinchen hat übrigends ein Overlockfüßchen und -stiche, kann ich sehr empfehlen. Eigentlich braucht man dann gar keine zusätzliche richtige Overlock, denn bis auf das gleichzeitige Schneiden, tut sie schon das Gewünschte. 🙂

    Gefällt 1 Person

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