Tag 762 – Kachaow!

Michel und ich waren heute in Cars 3. Es war das erste mal Kino für ihn und das erste mal mit dem Fahrrad in die Stadt, das war alles sehr sehr aufregend, aber auch sehr lustig und schön. 

Erstmal: mit dem Rad in die Stadt ist für mich eine Sache von 5-7 Minuten, ich hätte das Doppelte angenommen, also 15 Minuten eingeplant und dann noch einen extra Puffer von 10 Minuten dazugezählt für Popcorn kaufen und nochmal pullern. Um halb vier sollte der Film losgehen, plus Werbung und Zeug natürlich. 

Wir kamen sogar halbwegs pünktlich los, obwohl Michel noch zwei Kuscheltiere mitnehmen musste und es lief auch im Straßenverkehr alles soweit ok, obwohl viele Fußgänger auf den Radwegen herumlatschten und Michel ja auch noch nicht ganz so pfeilgerade Fahrrad fährt. Dann vergaß ich leider WIEDER, dass die Brattørbrua gesperrt ist, wie ca. sieben Mal in der letzten Woche und wir mussten einen Umweg fahren und dann zwischen Leuten auf dem Gehweg lang und, ach, also so gut die ersten 7 Minuten Weg gelaufen waren, so bescheiden liefen dann die letzten 13 (!). Nervig, aber um 15:28 schlossen wir endlich die Fahrräder ab… und standen vor verschlossener Tür. Im Foyer des Kinos hat es nämlich vor ein paar Monaten gebrannt und es ist noch nicht fertig renoviert, deshalb muss man jetzt einmal um das komplette Gebäude rum. Naja, um 15:32 waren wir endlich im Kino und trafen Michels Freund H. und M., seine Mutter, die schon die vorab online gekauften Tickets geholt hatten. Michel ging dann mit H. Und M. schon mal in den Saal, während ich noch Popcorn holen wollte, dann doch Saure-Sahne-Chips kaufte. Nun ja. 

Als ich in den Kinosaal kam, saßen H. und Michel schon auf Sitzerhöhern und Michel hielt sich die Ohren zu. Die Werbung lief – für den Film „Askeladden“, ich habe jetzt keine Lust, das zu googeln, es hatte jedenfalls eine Herr der Ringe-Optik, war sehr düster und UNGLAUBLICH LAUT. Was ist denn das, dass Kinos immer lauter werden müssen? Und dann noch bei nem Kinderfilm um 15:30?!? Michel hielt sich jedenfalls die Ohren zu und ließ auch erst davon ab, als ich ihm aus Taschentuchstreifen Ohrenstöpsel gebaut hatte. Dann mampfte er Chips und hielt immer wieder die Ohrenstöpsel fest. Und war total gebannt. 

Es ist ja unglaublich süß, wie kleine Kinder bei Filmen mitgehen! Da wurde mitgefiebert, gespannt an den Fingern gekaut, gerufen, geschrien, sehr laut gelacht. So toll! Ich fragte ab und zu mal, ob er aufs Klo müsse, erklärte Kleinigkeiten („Weißt du, wer das ist?“ – „*Kopfschütteln*“ – „Das ist Chick Hicks.“) und genoss ansonsten den Film*. Bis Michel dann vor lauter Spannung von Stuhl fiel, auf seinen Kopf und mit den Beinen über den Sitz vom Vordermann, da war meine Aufmerksamkeit kurz unterbrochen, weil ich mich kaputt lachen e um ihn kümmern musste. Ist aber nicht passiert und ab da blieb er wenigstens halbwegs ruhig sitzen. 

Hinterher hatte ich dann ein aufgekratztes, Chipsverschmiertes Kind mit Beule, das mit leuchtenden Augen sagte: „Ich mag den Film. Ich mag das Kino. Das ist mein Lieblingsfilm!“‚. Und dafür haben sich die 350 NOK für das Gesamterlebnis doch schon mehr als gelohnt. 

___ 

Ich will ja nicht Spoilern, vielleicht ist hier ja jemand so Cars-Fan, dass er/sie gar nicht ertragen würde, etwas über den Plot zu erfahren. Aber ich finde Cars ja eh gut und den 3. Teil am besten. So. 

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