Tag 812 – Auf in den Endspurt.

Diese Aktion von gestern ist… whoahhh! Was für ein toller Ort das Internet ist, mit was für tollen Menschen darin. Ich bin komplett beseelt und wie auf Wolken und weiß gar nicht, wie ich mich jemals angemessen dafür bedanken soll. Sie alle sind ganz wunderbare Menschen! So viel Unterstützung und gute Gedanken und einfach Anteilnahme an unserem Leben hier… Ich wünschte, jedem Mensch würde so etwas zuteil werden.

Die Erfahrung, nicht ganz allein und verloren hier zu stehen und an allen Fronten zu kämpfen, hat jedenfalls dazu geführt, dass ich grad alles für machbar halte. Für gut machbar sogar. Es ist nicht mehr so lang, und das meiste Praktische ist getan, es fehlt nur noch Mikroskopie, eventuell Auswertung der Bilder (also zum Beispiel Bubbles in Zellen zählen, damit man dann hinterher so Zeug schreiben kann wie „Das eine Protein ist in der einen Zelle in x % der Bubbles, wenn man aber ein anderes Protein ausknockt, ist es nur noch in z %.“, ich veranschlage für die Auswertung, wenn mein Chef die will, einen Tag), Auswertung der Western Blots (per Scannersoftware bestimmen, wie dick die Banden für die 5 Proteine in meinen 8 Zelltypen sind, das dauert ca. ne Stunde) und von einem Experiment muss ich die Daten noch in einem anderen Programm statistisch auswerten und dann so darstellen, wie ich das vor Monaten schon mal gemacht hab. Leider hab ich keine Lizenz für das Programm und muss deshalb dafür an den Rechner meiner Kollegin, die aber ab Donnerstag eh einen Monat in Afrika weilt. Und dann muss ich das nur noch in ein Paper schreiben. Das ist alles total gut machbar.

Da ist es tatsächlich auch gar nicht so ein riesiges Drama, dass Pippi morgen um 13 Uhr einen Termin beim Kinderarzt* hat, Herr Rabe mit einer Konferenz sehr busy ist (er organisiert die Teilnahme und die Standpräsenz seiner Firma auf der Konferenz) und ich deshalb vermutlich morgen eher gestückelt und eventuell auch mit Kind auf dem Schoß arbeiten werde. Es wird schon klappen. Es ist nicht mehr viel.

Und ab morgen dann ja auch Pippi-Karri-Gewöhnung, wir werden das alle schon schaukeln.

Es tut sehr gut, mal wieder etwas zuversichtlicher zu sein.

___

*der lang ersehnte Termin, damit auch ein Spezialist mal drauf schaut, wieso dieses Kind so oft krank ist. In Norwegen macht man Termine ja auch nicht selbst aus, sondern bekommt einen nach Überweisung durch den Hausarzt zugeteilt. Den kann man zwar verschieben, aber wer weiß, wann sie den nächsten hätten? Wir nehmen da, was wir kriegen können.

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