Tag 852 – Wiedada.

Pippi und ich sind gut wieder nach Hause gekommen. Der Start in Zürich war zwar wie befürchtet wegen des Wetters (Schnee, Wind, bah) wirklich furchtbar holprig, aber Pippi versteht das ja zum Glück noch nicht und guckt unbeirrt Peppa Wutz. Da wir wieder eine halbe Stunde Verspätung hatten, investierte ich in Pizza im Flugzeug, statt nervös mit Pippi unterm Arm in Gardermoen irgendwas zu Essen zu jagen, wäre dann am Ende fast wurscht gewesen, weil wir in Gardermoen grenzwertig lange drauf warten mussten, dass unser aufgegebenes Gepäck vom Zoll kontrolliert wurde und wir in den national transfers Bereich durften, aber sowas kann man ja vorher nicht wissen. So nutzte ich die Zeit, um Wein und Mascara* zu kaufen und Foundations zu swatchen, war auch schön.

„Jaaaa! Baby Peppa Wutz drückt!“

Dann große Wiedersehensfreude mit Michel und Herrn Rabe, nach Hause kommen, Pippi ins Bett bringen und dann endlich meine Omi anrufen, denn, das ist traurig und leider nicht unerwartet, aber dann doch überraschend: mein Opi ist gestorben. Ich denke da noch dran rum und möchte das auch nicht breittreten. Aber nach dem Gespräch mit meiner Omi müsste ich dann doch nochmal meine Mutter anrufen und das war, also, äh, interessant. Jedenfalls, falls auf Ihrer Terrasse zufällig eine Packung Pinnekjøtt herumliegt, so bereiten Sie das zu:

  1. Das Fleisch über Nacht einweichen (bei Zimmertemperatur, es geht natürlich auch gekühlt, aber dann dauert es eben länger). Einfach die Folie abziehen und die Packung mit Wasser auffüllen, unter anderem deshalb ist das Fleisch da so locker drin gepackt. Ich schütte nach ein paar Stunden einmal das Wasser weg und nehme frisches, das muss man aber nicht zwingend machen.
  2. Die Pinnekjøtt-Pinne in einem großen Topf wie ein Rost oder ein Gitter auslegen. So drei Lagen Pinne reichen dicke. Darauf das eingeweichte Fleisch stapeln. Dann so viel Wasser in den Topf gießen, dass es grad so nicht an das Fleisch herankommt.
  3. Deckel drauf und köcheln lassen, bis das Fleisch von den Knochen fällt. Das dauert, mindestens 2 Stunden, ich rechne eher mit 4. Natürlich wenn das Wasser verkocht ist, welches nachfüllen.
  4. In der Zwischenzeit kann man Beilagen vorbereiten, klassisch wäre Kålrotstappe, also Steckrübenpürree. Dazu eine halbe Steckrübe, zwei Kartoffeln und zwei, drei große Möhren schälen, in Stücke schneiden, in Salzwasser kochen, abgießen und stampfen. Mit (Trick 17) dem salzigen, fettigen Sud unten aus dem Pinnekjøtttopf, Pfeffer und eventuell einem Schluck Sahne oder Milch abschmecken. Wer ein Problem mit stückigem Brei hat, kann auch einfach Kartoffeln und Knäckebrot/Baguette dazu machen.
  5. Das Fleisch kann man, wenn man mag, nochmal kurz im Ofen grillen, dann ist es weniger schlonzig und etwas knusprig, ich finde es so am leckersten.
  6. Nö, keine Soße und das Fleisch wird auch nicht noch mal gewürzt.

Voila! Sie haben ihr erstes norwegisches Weihnachtsessen zubereitet!

Dazu passt Arvesølvet, hinterher, zum Verdauen. Der muss übrigens nicht kalt sein, kann aber.

Auto-Lobhudelei: Entspannt geblieben. Vorm Fliegen, beim Fliegen, am Telefon.

___

*den Clinique-Mascara kaufe ich immer im Duty-Free Shop, weil der hier sonst noch teurer wär als eh schon. Heute war ich mal mutig und hab einen anderen gekauft als sonst. Aber trotzdem von Clinique, bei Mascara bin ich echt eigen. Vorher war ich bestimmt 5 Jahre lang dem Manhattan-Mascara „Volcano explosive Volume waterproof“ treu. Hachja.

4 Gedanken zu “Tag 852 – Wiedada.

    • Das ist schon ok, ich hab das Telefonieren ja mit Gewalt vor mir hergeschoben. Vermutlich aus unbewussten Gründen. (So weird, wie das Telefonat mit meiner Mutter war, kann ich mir die Gründe sogar vorstellen.)

      Gefällt mir

Ich freue mich über jeden Kommentar, außer er ist blöd, dann nicht. Außerdem ist jetzt wohl der richtige Zeitpunkt, um Ihnen mitzuteilen, dass WordPress bei jedem Kommentar eine mail an mich schickt, in der die Mailadresse, die Sie angegeben haben und auch ihre IP-Adresse stehen. Müssen Sie halt selbst wissen, ob Sie mir vertrauen, dass ich diese mails von meinen Devices alle sofort lösche, und ob Sie damit leben können, dass WordPress diese Daten auch speichert (damit Sie nämlich beim nächsten Mal hier einfacher kommentieren können).

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s