Tag 676 – How to: Rømmegrøt.

Kack Tag, Zeit ein Rezept mit Ihnen zu teilen. 


Vorher-Nachher. Und die *mieeeep* Bildunterschriften gehen schon wieder nicht. 

Rømmegrøt, das ist Grøt (Grütze/Pudding/Brei) aus Rømme (saurer Sahne). Das ist sehr lecker. Überhaupt tun die Norweger ja Rømme an alles und ich mag das sehr, gerade Waffeln und so* sind mit Rømme einfach nochmal besser als mit Schlagsahne (ok, ich mag auch einfach Schlagsahne nicht so gerne und bin ja generell eher von der herzhaften Fraktion).
Man isst dazu die ausgelassene Butter, Zimtzucker und… Spekemat. Pökelfleisch, aka Schinken, Salami und co. Das habe ich noch nie gemacht, kanns mir aber geschmacklich wirklich sehr gut vorstellen, übernächste Woche ist Essensfestival, vielleicht sollte man da mal ordentliches Spekemat einkaufen*.

Jedenfalls, Rømmegrøt. Laut dieser Webseite (von der ich jetzt auch einfach mal das Bild entwende und vermutlich komme ich dafür in Teufels Küche) ein typisches Sommeressen. Nun ja. Der Sommer ist hier ja nicht warm. Das Gericht reicht nämlich auch ohne Sommerhitze schon für ein zünftiges Fresskoma im Anschluss. Vermutlich weil das ca. fünftausend Kilokalorien pro Löffel hat. 

So wird es jedenfalls gemacht:

  • 5 dL Vollfett Saure Sahne (35% Fett) ca. 5 Minuten köcheln lassen
  • Ca. 1 dL Mehl einrühren. Weiter köcheln, bis Butter austritt. Die immer wieder abschöpfen oder abgießen, sammeln und warm (flüssig, nicht brutzelnd) halten. Bei mir kam so ein guter Deziliter Butter raus. 
  • Nochmal 1 dL Mehl einrühren. 
  • Nach und nach mit ca. 0,5 L Milch auf eine Breiähnliche Konsistenz runterverdünnen. Wirklich nach und nach, sonst gibt’s Klumpen. 
  • Ca. 5 Minuten weiter köcheln lassen, dabei rühren, brennt sonst an. Ich wünsche Unterarme aus Stahl. 
  • Mit Salz abschmecken. „Abschmecken“, haha. Ich hab so ca. nen Teelöffel reingetan, abschmecken klingt immer so nach Prise, Messerspitze und co. 

Fertig. Dazu, wie gesagt, die Butter und Zimtzucker servieren. Und Spekemat. 

Und nen Verdauungsschnäpschen bereitzuhalten kann bestimmt auch nicht schaden. 

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*Sowas wie Elch/Bär/Rentiersalami** eignet sich ja auch immer gut als Mitbringsel, zwinkerzwinker…

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**Woran man merkt, dass der Sommer da ist? In den Innenstadtsupermärkten gibt es plötzlich wieder Elch- und Rentierbraten. Für die Touristen. 

Tag 213 – Vergessenes nachgereicht

Also erstmal die Bilder. Haha. Voll vergessen, die Bilder hochzuladen in meiner Sektdödeligen Laune gestern. 

 

Der Kuchen, angeschnitten. Michel hat schon mal angefangen mit Kuchen essen.

  

Geburtstagstisch mit Fahne, Kuchen, Kaffee und Geschenken. Die Maus probiert schon mal vom Kuchen.

  

Paaaaarteeeeyyyyy!

 
Und dann das Kuchenrezept. Also das war ja so:

*Tuuut, tuuuut* „Helga Schulz?*“

„Hallo Oma, ich bins! Naaaa, wie is?“

„Ach *Vorname Frau Rabe*, wie schön! Ja, ach, es muss ja. Und selbst?“

„Ja, ach, ich bin grad arbeiten und mache ganz langweilige Sachen, da kann ich nebenher telefonieren. Aber ich ruf eigentlich an wegen dem Rezept für den Schichtkuchen. Ich wollte den für meinen Geburtstag backen, ich weiß ja dass ihr nich mehr so gut in der Küche stehen könnt…“

„Ich würd dir den aber auch backen!“

„Nee lass ma, wenn du mir das Rezept gibst ist das schon ok.“

„Ja, also da machste nen Pfundsteig.“

„???“

„Ein Pfund Butter, ein Pfund Eier, ein Pfund Zucker, das rührste schaumig, dann noch ein Pfund Mehl.“

„Ein Pfund Eier??? Mit oder ohne Schale?“

„Hehe, ohne. Das ist so ungefähr ein Dutzend. Und dann streichste das aufs Blech, das werden vier Bleche. Und dann backste das.“

„Hmhm, bei wieviel Grad?“

„Ach, so hundertachtzig, da kommts nicht so drauf an. So zehn Minuten ungefähr. Dass der Rand nicht zu braun wird.“

„Ok, und dann kommt da Holundergelée zwischen, und dann Dritteln und stapeln und so und wie lange lässt man das dann stehen?“

„Das machste am besten mit nem schweren Topf voll Wasser über Nacht. Das reicht. Der Holundergelée muss auf die heißen Platten, dann zieht der gut ein. Und am nächsten Tag machste Kuvertüre drauf. Musste natürlich vorher den Rand abschneiden.“

„Hmhm. Ok, das krieg ich hin. Danke Dir!“

„Ach, das freut mich ja, dass du den Kuchen backen willst. Den mochtest du ja immer schon so gerne. Du bist eine ganz tolle Frau geworden. Wirklich, eine tolle Frau!**“

„Ähhhh… Danke! Dann machts ma gut, ne? Grüß Opa schön von mir! Und wir sehen uns dann ja am Samstag***.“

„Das machen wa. Tschüss!“

„Tschüss!“
Hach ja. Ich vermiss dich, Oma. 

*So hieß sie wirklich. Mein Opa hieß Karl. Karl und Helga Schulz, Namen wie aus ner Karikatur über deutsche Rentner. 

**Warum auch immer sie das damals sagte, sah ihr eigentlich nicht so ähnlich. Aber vergessen werde ich es wohl nie, denn es war das letzte, was sie zu mir sagte. 

***Leider kam es dazu dann ja nicht.