Tag 928 – Auf, auf.

Ende der Woche möchte ich den Vortrag für meine Defense fertig haben. Also den, in dem ich meine Ergebnisse präsentiere. Denn Mitte übernächster Woche bekomme ich das Thema für die Probevorlesung*. Ich möchte außerdem noch ca. 3 Bewerbungen schreiben, bevor ich das Thema bis Ende März auf Eis lege. Die eilen aber alle nicht doll. Zu Nähen für die Defense wäre noch eine Bluse (die ich heute zugeschnitten habe) und ein Kleid. Der Rest wäre dann Kür – das Alternativkleid, eine Alternativbluse, vielleicht doch noch ein Feincord-Rock? Oberstes Gebot ist aber Nerven schonen, im Zweifel habe ich Dinge zum Anziehen im Schrank, das beruhigt ungemein. Die Bluse ist einfach zu nähen, für das Etuikleid für die Feier habe ich mich für die einfache Version entschieden, denn, hui, das blaue Kleid war wirklich viel Arbeit, das schaffe ich in der Intensität nicht in den nächsten drei Wochen noch einmal.

Nerven schonen heißt auch, dass ich alle Daumen bräuchte, dass die Kinder nächste Woche, wenn Herr Rabe auf Dienstreise ist, nicht krank werden.

Was war noch so? Ich habe gestern ein und heute zwei Brote gebacken, auf Vorrat (Nerven schonen!). Mein Roggensauerteig ist wieder gewohnt hyperaktiv, der Weizensauerteig geht wie gewohnt schnell und gut, die haben sich beide echt gut von der Pause im Kühlschrank (und der Vernachlässigung, denn ich hatte die nicht mal „verkrümelt“) erholt. Schön, schön.

Meine Fingernägel haben unter dem häufigen Lackieren im Dezember ziemlich gelitten und jetzt sind die ganz argen Stellen vorne angekommen. (In der Zeit der Hyperthyreose sind die Fingernägel auch sehr schnell gewachsen, aber offenbar nicht in die Dicke. Schade.) Nachdem mit heute der dritte wegen simplem „irgendwo angestoßen“ aufgesplittert ist, habe ich sie allesamt bis zum Anschlag abgeschnitten, rund gefeilt und dann Pflegelack draufgepinselt, damit die Oberfläche beschützt ist. So kriege ich sie hoffentlich bis in drei Wochen wieder aufgepäppelt und danach dann von mir aus die Sintflut.

Mein Sportprogramm ist fast vorbei und ich muss sagen: ich wünschte, ich könnte in einen normalen Tagesablauf täglich ca. 45 Minuten Sport einbauen. Rein körperlich fühle ich mich super gut, gelegentlichen Muskelkater abgezogen tut mir nichts weh, nichts ist verspannt, blockiert, verkrampft. Sonst war es das und trug immens dazu bei, dass ich mich oft sehr alt fühle. Jetzt ist das schon mal weg und ich fühle mich nur noch alt, dann aber so richtig, wenn ich Tena Lady kaufen muss, weil, naja, zwei vaginale Geburten ihre Spuren hinterlassen haben, die sich auch hartnäckig nicht wegtrainieren lassen und das Gehopse bei den Fitnessvideos fällt wohl unter „Beckenbodenstress“.

Nun denn. Auf in die nächste Woche. Keine Krisen mehr, bittedanke.

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Auto-Lobhudelei: war ein okayer Mensch heute, so insgesamt. Hab sogar meine Oma angerufen. Sie hat sich eine Wohnung gekauft, die nächstes Jahr fertiggestellt wird. Man muss ja Pläne haben, mit 87! Zur Defense kann sie leider nicht kommen, weil sie da zur Kur ist. Aber sie trinkt dann ein Glas Sekt auf mich. Omi ist schon cool.

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*Zu einem vom Prüfungskommitee zugeteilten Thema, das meist grob, aber doch entfernt mit dem zu tun hat, was man gemacht hat. Mein educated guess lautet auf entweder Sequenzierung oder generell Detection von Nukleinsäuremodifikationen oder (und dann weine ich kurz) Basenmodifikationen in non-coding RNAs.

4 Gedanken zu “Tag 928 – Auf, auf.

  1. Danke für „ich wünschte, ich könnte in einen normalen Tagesablauf täglich ca. 45 Minuten Sport einbauen“ und den Tena Lady Kommentar. Geht hier genau so. Die Kinder werden selbstverständlich gesund UND gut drauf sein und ansonsten wird sich alles ergeben. Daumen sind gedrückt!
    (Ach ja, danke auch für das stetig selbstsicherere Gefühl, dass Glitzerpopitzer sein MUSS. Nun muss ich nur noch eine Colourpop-Alternative finden, die ich nicht online bestellen muss. Geht das?)

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