Tag 1181 – #WmDedgT im November ‘18.

Es ist schon wieder der 5., wie konnte das eigentlich passieren, aber egal, Frau Brüllen will natürlich wie jeden Monat wissen: was machst Du eigentlich den ganzen Tag?

Um sieben stehe ich auf, nachdem ich sehr lange keine Lust dazu hatte. Es ist schon zu spät und die Kinder haben auch keine Lust und schlechte Laune und als wir um acht endlich aus dem Haus kommen, bin ich eigentlich schon bedient und habe Fransen am Mund vom repetitiven „Zieh dich bitte an, den Schlüpfer auch, erst ausziehen, ja alles, jetzt zieh dich an, du hast ja Immernoch nichts an, … frühstücke bitte, nicht schwafeln, frühstücken, iss doch bitte einfach noch was, bitte vergiss das Frühstück nicht…“ Und eigentlich sind wir dann auch schon ein bisschen spät dran und Michel nölt, er sei krank und überhaupt. Wir parken am Supermarkt und ich schleppe Pippi und Michels gewaschene Draußenklamotten zur Schule. Verräume alles, versuche mich erfolglos von Michel zu verabschieden und bequatsche dann Pippi, zurück zum Auto selbst zu laufen.

Am Kindergarten angekommen verräume ich Pippis frisch gewaschene Draußenklamotten und höre mir Genöl darüber an, dass ich doch da bleiben soll. Aber nur kurz, weil ich so dermaßen den Kaffe aufhabe inzwischen, dass ich mich mit mühsam zurückgehaltenem Groll lieber schnell verabschiede. Ich lasse, zugunsten von Bewegung und Laune, das Auto stehen und gehe zu Fuß zurück nach Hause. Mit Brot kaufen zwischendurch dauert das eine knappe Dreiviertel Stunde. Zwischendurch bekomme ich eine mail vom Chipsmann, die mir nicht viel mehr sagt, als dass ich eine weitere Mailadresse blocken muss.

Zu Hause wartet Herr Rabe nicht wirklich, denn er arbeitet heute von zu Hause aus. Es müssen sich ja nicht noch alle seine Kollegen anstecken. Ich dödele ein wenig im Internet rum und esse einen Joghurt. Ich fiebere mit, ob es irgendwer aus dem Internet schafft, in Deutschland ein paar der eigentlich heute erst erscheinenden Produkte von Hatice Schmidt zu bekommen. Ich mag ja ihre Videos sehr gern, weil die nicht so überdreht sind, aber informativ sind und ehrlich wirken. Ich kann mit diesem ganzen auf 14-Jährige zugeschnittenen YouTube-Zeug nicht so ganz viel anfangen und das scheint in Deutschland sehr zu dominieren. Jedenfalls hat Hatice Schmidt nun eine Kollektion an Produkten mit L.O.V. herausgebracht und 1. würde sie, da bin ich sicher, keinen Scheiß herausbringen und 2. Habe ich inzwischen ein paar Videos von anderen YouTuber*Innen zu den Produkten gesehen und am Ende wollte ich halt die Lidschattenpalette und den Bronzer haben. Da hatte ich am Samstag einen Aufruf gestartet und es haben sich echt viele bereiterklärt, zu schauen und einige haben das auch erfolglos getan, aber Frau Wunnibar hat es geschafft und ich freu mich sososo doll, hach!

Nach aller Freuerei ziehe ich meine Sportklamotten an und mache ein Workout, das erste mal im neuen Haus. Das macht nur leidlich viel Spaß, ehrlich gesagt, denn ich war auch schon mal fitter und das ist ja nicht mal nicht lange her. Naja, das wird auch wieder, denke ich, während ich danach zwanzig Minuten weiter schwitze.

Wenn ich ja aber eh nun rieche, kann ich auch das Bad putzen, denn das hat es nötig. Ich höre derweil einen Podcast über Mantelstoffe und bin nun einiges schlauer und habe ein sauberes Bad. Ich schließe das Bad putzen gerne mit einer Dusche für mich ab, ich sprühe die Dusche von innen en und schrubbe dann mit einem Mikrofasertuch rum, dann ziehe ich mich aus und steige in die Dusche, brause alles (nicht mich!) richtig heiß ab und dann dusche ich ganz normal, nur dass ich am Ende halt alles nochmal trocken überwische (das mache ich nicht bei jeder Dusche). Ich bin also am Ende auch sauber und fühle mich jetzt wieder wie ein neuer Mensch.

Es folgt ein Brotpäuschen mit Herrn Rabe, wir schnacken noch ein wenig und dann gehe ich auch schon wieder los, die Kinder abholen. Wenn wir die Zeit haben, müssen die ja nicht bis ultimo in ihren Betreuungseinrichtungen sein.

Mit Michel zusammen zum Kindergarten gehen dauert etwa doppelt so lange wie ohne. Ich besteche ihn, indem ich eine Kinderzeitschrift in Aussicht stelle, wenn wir es ohne viel Gemecker den Berg hoch schaffen. Michel geht daraufhin die meiste Zeit an meiner Hand, beklagt sich nur zwei mal ganz leise über schmerzende Füße und erzählt sonst allerhand Geschichten. Zum Beispiel ist er magnetisch, und weil die Erde ja auch ein großer Magnet ist, kann er nicht fliegen. Das Ent-magnetisieren dauert ein Jahr. Sagt er.

Wir holen Pippi ab und mir werden noch so viele Bastel- und wasweißichzettel in die Hand gedrückt, dass ich auf dem Weg raus erst die Hälfte vergesse und dann die andere Hälfte fallen lasse. Das ärgert mich, weil ich jetzt dann doch ganz gern wieder nach Hause möchte. Seit eineinhalb Stunden bin ich inzwischen unterwegs. Aber wir müssen noch einkaufen. Ich kaufe drei Paprika und eine Kinderzeitschrift und vergesse die Zahnpasta für Michel. Tja.

Zu Hause hat Pippi schlechte Laune und nervt Michel beim Hausaufgaben machen. Der ist eh schon so schluderig dabei, dass ich ganz viel atmen muss. Irgendwann ist er aber fertig und Herr Rabe ist dabei zu kochen. Ich vergesse (tatsächlich) die Regel, dass es erst nach dem Essen Fernsehen gibt und lasse die Kinder Kinderfernsehen anmachen. Ich bin so müde, dass ich dabei fast einschlafe, aber nur fast, weil immer wenn meine Augen zufallen die 5-Minuten-Episoden von Grizzy og lemen zu Ende sind und ein Streit entbrennt, welche als nächstes geguckt werden soll. Dann erfahre ich, dass die Spice Girls nächstes Jahr auf Tour gehen und bin gar nicht mehr müde, sondern spinne mit meiner Twitter-Timeline herum, dass wir uns doch in Edinburgh treffen könnten. (Liebe Timeline: ich meine solche Schnapsideen meistens ernst! *zwinker, zwinker*)

Es gibt Essen und die Kinder mögen es natürlich nicht. Pippi ist außerdem übermüdet und in ätzender Laune. Es ist wie es ist, aber halt nicht schön. Irgendwann brechen wir ab und wollen die Kinder ins Bett stecken. Plötzlich hat Pippi Hunger. Sie isst im Bad eine halbe Banane und dann bringe ich sie ins Bett. Schon bei den letzten Seiten im Peppa Pig-Buch atmet sie auffällig ruhig. Danach dreht sie sich um und schläft innerhalb von 30 Sekunden laut schnarchend (wegen der Erkältung). Puh. Kurz döse ich auch ein, aber ich habe mir einen Wecker gestellt, werde geweckt und stehe auf. Räume unten den Tisch ab, bekomme von Herrn Rabe Gesellschaft, der spült und wir legen gemeinsam noch die Wäsche zusammen. Ich rege an, den Schrank endlich fertig in die Küche umzuziehen, da stand das untere Teil jetzt eine Woche und das Oberteil aber im Wohnzimmer und dann machen wir das „mal eben“. Das Ding ist so sauschwer und zudem unhandlich, dass ich, ganz tief in der Hocke sitzend, mit dem Schrank in den Händen einfach nicht hochkomme. Meine Beine sind nicht stark genug (jedenfalls nicht nach knapp 20.000 Schritten und 30 Minuten beinlastigem Workout heute). Herr Rabe muss also den Schrank auf meiner Seite erst auf einen Hocker stützen und dann seine Seite hochheben. Die letzten 30 cm Höhenunterschied schaffen wir dann wieder gemeinsam und jetzt steht dieser Schrank da bitte bis zum Auszug. Uff.

Nun: Bloggen und Katjes Kinder essen. Gleich: Ru Pauls Drag Race Makeover Challenge zu Ende gucken. Dann Bett.

3 Gedanken zu “Tag 1181 – #WmDedgT im November ‘18.

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