Tag 1696 – Corontäne Tag 23.

Same procedure as last weekend, Mrs. Rabe?

Same procedure as every weekend, Mr. Rabe.

Wir haben geputzt. Herr Rabe hat dann mal grad unsere Jutebeutelsammlung sortiert und gefaltet. Ich lebe mit einer unstrukturierten, männlichen Marie Kondo zusammen.

Wir haben außerdem heute, aus Gründen*, die Scheren versteckt.

*der Grund war ein abgeschnittenes Rolloband, was natürlich erst niemand und dann „jemand, der zu Besuch gekommen ist“ war. Wir hatten seit Mitte Februar keinen Besuch.

Michel ist ganz alleine und ohne Weinen eingeschlafen, und das kam so: ich wollte mich nach der Einschlafbegleitung aus dem Bett schleichen, im Glauben, beide Kinder schliefen. Da sagte Michel „Mama?“. Ich sagte „Ich geh grad in die Küche und kümmere mich um die Hefe, dann komme ich wieder.“ „Versprochen?“ „Versprochen.“ und als ich dann 10 Minuten später wieder hoch kam, schlief er. Das kann ich an einer Hand abzählen, dass Michel in 7,5 Jahren mal alleine und ohne Weinen oder 35 mal aus dem Zimmer wieder raus zu kommen eingeschlafen ist.

Die Hefe. Hefe ist aus, überall in Norwegen, die Leute scheinen zu backen als gäb’s kein Morgen mehr. Roggenmehl ist auch aus, das bekümmert mich mehr, denn Hefe ist ja nun mal Hefe und recht einfach zu vermehren. Ich habe also heute unseren letzten Drittel Hefeklotz mit ein bisschen Wasser (so etwa 100 mL), einem Esslöffel Zucker und etwa drei Esslöffeln Mehl zu einer Suppe verrührt, das durfte dann etwa 4 Stunden in der warmen Küche stehen, ich hab immer mal wieder kräftig umgerührt (ich will ja Vermehrung, keine Gärung, also rein mit dem Sauerstoff) und als es anfing, säuerlich zu riechen (also als Michel kurz vorm Einschlafen war), habe ich so viel Mehl reingeknetet, dass ich einen hantierbaren Teig hatte. Davon habe ich etwa die Hälfte portionsweise eingefroren und die andere Hälfte in den Kühlschrank gestellt, wo sie noch ein bisschen rumpupsen und morgen so zur Hälfte in einen Hefezopf wandern darf. Und dann gucke ich weiter, theoretisch kann man die ja auch immer weiter führen wie Sauerteig, praktisch wird man die wohl relativ schnell kontaminieren und dann aufpassen müssen, dass die Hefe die Oberhand behält und man nicht am Ende einen zweiten, hefelastigen Weizensauer hat.

Nawwww, Hefebaby pupst.

Ein Gedanke zu “Tag 1696 – Corontäne Tag 23.

  1. virtuellesgluecksbuero schreibt:

    Nicht zu kaufende Hefe scheint ein europaweites Problem zu sein. Die Tipps aus dem Netz über Anzucht von Hefe und Sauerteig sind meine letzte Rettung.
    Unsere Mühle mit großartigem Korn -Sortiment hat aus Verzweiflung geschlossen, sie wollten die Mitarbeiter/ innen nicht mehr den undisziplinierten Ansturm der Kunden aussetzen.
    Die letzten Chance auf anderes Mehl als Weizen 405: dahin. ( Seufz…)
    Bleiben sie gesund!

    Gefällt 1 Person

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