Gestern hatte ich ja schon über das tote Braun überall genölt. Heute muss ich mich mal kurz über einen weiteren echt doofen Nebeneffekt dieses Wetters beklagen: meine Haut und meine Schleimhaut sind eine einzige Problemzone, von Kopf bis Fuß. Pickel, trockene Stellen, juckende Füße, aufreißende Fingerknöchel, aufblühende Candida-Flecken, noch mehr Pickel, nachts trockener Hals, ständiges Nasenbluten wegen „Traumata“ wie „beim Gesicht waschen den Nasenflügel von außen berührt“, und hatte ich die Pickel erwähnt? Arrrgh. Dabei ist die Luftfeuchtigkeit gar nicht so niedrig, das Handy behauptet 84% draußen, die Wetterstation in der Küche sagt was von 40%. Ich will auch keine Luftbefeuchter im Haus haben, dazu habe ich viel zu viel Angst vor Schimmel (hatten wir mal in einer Wohnung, brauche ich nicht noch mal). Mehr als Wäsche im Wohnzimmer trocknen machen wir da nicht. Aber es ist ätzend hoch 10. Hoffentlich geht es bald wieder vorbei.
Immerhin konnte ich heute Abend durch sorgsame Vermeidung des echt schlimmen Nasenloches und dafür extra gründlichen Rachenabstrich (würgi!) eine nicht-blutige Schnelltest-Probe generieren und bin weiter Schnelltest-negativ. Ich stelle mir mein Immunsystem als bis an die Zähne bewaffnete, bullige Gladiatoren vor, die die Coronaviren durch bloße Präsenz schon in die Flucht schlagen. Hurr hurr hurr.
Positiver Nebeneffekt des späten Frühlings: es war heute noch nicht zu spät, den Apfelbaum und den Holunder zu beschneiden. Hier kann man das gut „vor Ostern“ machen, wie ein Gartenblog schrieb. Beides wurde recht brutal beschnitten, vor allem der Holunder, der erst mal nach oben wachsen soll und nicht so sehr in die Breite, letztes Jahr hingen die Zweige mit den schweren Fruchtdolden bis auf den Boden.
Und jetzt noch ein Hieb aus dem schleimhautbefeuchtenden Nasenspray mit Hyaluronsäure und dann Licht aus. Morgen muss ich wieder unter Leute, gruselig, bin dazu noch gar nicht wieder bereit.