Tag 1990 – Spät, aber zufrieden.

Ok, es hätte alles irgendwie zwei Stunden eher sein können heute, aber was soll’s, wir haben ja Ferien.

Pippis Zimmer ist jetzt fertig gestrichen, in mintgrün und taubenblau. Da sie da aber schläft, gibt es erst morgen Bilder. (Ich bin auch ein bisschen gespannt, wie es bei Tageslicht aussieht, muss ich sagen. Die Farben hat sie ja selbst ausgesucht.)

Ich freue mich sehr darauf, morgen sämtliche Möbel in die Zimmer zu räumen, in die sie gehören. Außerdem sind wir dann soweit oben mit dem Streichen durch, bis wir uns überlegt haben, was mit dem Schlafzimmer passieren soll. Das ist auch sehr schön. Das heißt auch, noch unten der Flur* und dann sind wir für’s erste durch mit Renovieren, Hurra!

So Hurra ist es gar nicht, ich streiche ausgesprochen gerne. Es hat für moderaten Aufwand einen tollen „Neu!“-Effekt, und es ist eine relativ stumpfsinnige, relativ körperliche Tätigkeit, bei der man sich nebenbei unterhalten, Musik oder Podcast hören kann und die GAR NICHTS mit Computern zu tun hat.

Außerdem weiß ich jetzt wieder was, was Michel und ich gemeinsam haben, denn Michel kam, als ich an der zweiten Farbschicht arbeitete, und sagte „Hmmm, das riecht so gut. Farbe ist mein Lieblingsgeruch!“ Farbe und Keller. Und irgendwas „in Deutschland“, auf das ich grade nicht mehr komme**, was ich aber auch sofort wohlig in der Nase hatte.

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*vorher müssen wir aber vermutlich erst mal neues Malertape kaufen. Überall Leisten, Türen, Fenster, Steckdosen, Lichtschalter, wasweißich: wir haben den Tapebedarf deutlich unterschätzt.

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** UPDATE: Ich hab noch mal gefragt und es sind die unterirdischen Straßenbahnhaltestellen in Bielefeld!

Tag 1988 – 11 Teller.

Platt wie ein Brötchen.

Heute machte ich letzte Besorgungen (Markknochen, unter anderem) und fuhr ein ganzes Auto voller Müll weg. Pappe (absurde Mengen), Plastik, Styropor, etwas Hartplastik, etwas Metall. Ein Glasthermometer (kein Quecksilber).

Um den Müll weg zu bringen, „mussten“* wir aber erst Pippis Schrank aufbauen. Da waren wir super effizient, beim Aufräumen auch, auch beim Einkaufen war ich effizient und dann, als ich total effizient fertig mit allem war, dachte ich, wahrscheinlich gepusht vom im Auto getrunkenen To-Go-Kaffee, ich könne doch jetzt noch grad das Geschirr kaufen, das ich seit Wochen wegen einer Kombi aus Optik und Preis ansabbere.

Ende vom Lied: ich war heute dann noch in 4 verschiedenen Filialen einer Ladenkette, und jetzt haben wir 12 Schüsselchen (Suppenteller gibt es davon nicht, lange Geschichte, vielleicht weichen wir auf „Salatschüsseln“ einer anderen Marke aus, wenn die da mal im Angebot sind), 12 kleine Teller, 6 Kaffeetassen (wir trinken Kaffee selten aus Tassen, mehr als 6 wäre dekadent) und… 11 große Teller. Vier aus Laden 1, 5 aus Laden 2, 2 aus Laden 3 und 0 aus Laden 4. Hurra.

Das war ein Eigentor, aber nunja. 11 hübsche Teller haben wir, und, um es mit Michels Worten zu sagen: „Erwarten wir Gäste? Dann brauchen wir ja nur vier Teller.“

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*mussten natürlich nicht, aber ich wollte nicht Weihnachten auf einem Haufen Pappmüll feiern.

Tag 1987 – Ufffffffz die 2.

Wieder Hunger, aber das kann gar nicht sein, also ignoriere ich das.

Wir haben Weihnachtsvorbereitungsmäßig alle Hände voll zu tun. Und da ich immer Hunger habe und hungrig bestellen genauso blöd ist wie hungrig einkaufen, platzt unser Kühlschrank bald aus allen Nähten. Heute war ich auf zwei Einkaufstouren, erst in Oslo, das vor einem Monat bestellte Fleisch vom Hipsterfleischer kontaktarm abholen (zur Abholzeit hin, mit viel Abstand draußen in eine 3-Menschen-Schlange stellen, Nummer sagen, 30 Sekunden warten, Karton in Empfang nehmen, nach Hause fahren. Alle trugen Masken.), dann in Råholt, beim „Reko-Ringen“ bestellte Eier und, naja, noch mehr Fleisch (von freilaufenden Bergschweinen!) auf die gleiche Art und Weise abholen. Normalerweise haben wir ja Eier vom quasi eigenen Huhn (über unseren Gemeinschaftsbauernhof), aber da machen die Hühner grad Winterlegepause und das heißt, da gibt es grad keine Eier. Gut, dass es da eben andere Bauern bei uns in der Nähe gibt, auf deren Eier man ausweichen kann. Beim Reko-Ringen tun sich da mehrere Bauern aus der Region zusammen und liefern ein- bis zweimal im Monat auf einem Parkplatz vorbestellte Waren aus. Ich gucke also vorher mal in die Facebook-Gruppe, was es so gibt, und schreibe dann die entsprechenden Händler an, „ich hätte gerne ein Brett Eier“ oder „ich möchte ein kleines Stück geräucherten Schinken bestellen“.

Weil ich dann eh in Råholt war und unser Lieferslot für den Großeinkauf über „Kolonial“ leider wegen zu zögerlichem Bestellverhalten verloren ging, habe ich noch den Weihnachtseinkauf drangehängt. Hungrig. Wir können jetzt also so bis Februar eingeschneit werden, wir kommen klar.

Ich empfehle übrigens ausdrücklich Michel als Begleitung auf solchen Touren. Der möchte im Auto „All I want for Christmas“ hören und singt mit. Das ist sehr niedlich. Was ich nicht empfehlen kann, ist, auch noch seinen Kumpel mitzunehmen, denn dann wird man konstant vollgelabert und aus den Handys der Jungs schallen auch noch unterschiedliche Spiel- und Musikklänge. Das ist, in Verbindung mit Auto fahren, etwas herausfordernd.

Zwischen den ganzen Einkaufsaktionen habe ich noch Michels neuen Schrank aufgebaut. Ein Loblied auf I*ea, echt mal. Die stecken offenbar echt viel Hirnschmalz in ihre Produkte, sodass sie inzwischen super einfach aufzubauen sind. Einen Schrankkorpus ohne Schrauben! Ich bin begeistert! Da man sich inzwischen schon ein bisschen Mühe geben muss, um die Einzelteile falsch zusammenzusetzen, habe ich einen gefühlten persönlichen Rekord aufgestellt, indem ich nur bei einer Schublade die Seitenteile falsch herum eingesetzt habe sowie eine Schubladenlaufschiene (von 16!) seitenverkehrt angebracht habe. Da man aber spätestens beim übernächsten Teil merkt, dass irgendwas nicht stimmen kann, ist das gar nicht dramatisch und schnell behoben. Hach! Ich finde, „Nachmacherprodukte“ kommen da noch lange nicht ran. Da geht noch was – und in der Zeit geht I*ea weiter und macht noch was noch einfacher, so jedenfalls mein Eindruck. Wer das Gegenteil behauptet, die*er hat noch keinen Platsa-Korpus aufgebaut.

Was ich mir von I*ea wünsche, ist, die Anleitungen nur noch ins Netz zu stellen, und gegebenenfalls im Möbelhaus auszudrucken für die die das möchten. Aber ich brauche wirklich nicht 16 mal die Anleitung für das Anbringen der Laufschienen für die Schubladen. Das spart vielleicht nicht viele Ressourcen, aber vielleicht ein paar.

Tag 1986 – Uffffffz.

Ich habe schrecklichen Hunger. Mein Blutergebnis konnte ich heute auf der Webseite des Analyselabors ansehen und, ja. Naja. Sagen wir es mal so: ich bin gespannt, was meine Hausärztin dazu sagt. Weil ft3 und ft4 grad noch so im Rahmen sind, (aber wirklich haarscharf), TSH aber wieder nicht mehr messbar. Antikörper hoch. Tjanun.

(Was nun, tja. Muss wohl raus, mit gehen die Argumente für Drinlassen einfach langsam aus.)

Ich werde also gleich noch was essen, meine zweite halbe Dosis der massiv erhöhten Schilddrüsenblockerdosis nehmen und dann einfach ins Bett plumpsen. Ich habe nämlich heute 8/11 von knapp 40 qm Stapelregaloberfläche geölt. Ich hab eine Blase (am gleichen Finger, an dem ich auch schon eine Blase vom zusammenbauen habe) und meine Arme sind leer gemalt.

Irgendwie hatte ich mir das mit den teuren Designermöbeln weniger arbeitsintensiv vorgestellt.

Apropos snobbish: heute war ein Maler da und hat unser Treppenhaus gestrichen. Yeah! (Im Ernst: sehr yeah. Wenn ich groß und/oder reich bin, lasse ich nur noch Profis ran, an alles.)

Herr Rabe streicht derweil immer noch Michels Zimmer. Das ist besser als PlayStation spielen, aber dafür liegt Michel jetzt in unserem Bett, das ist nicht so cool. Die Farben, die sich Michel ausgesucht hat, sind jedenfalls… intensiv:

Er wollte es so und er findet es gut.

Tag 1984 – Im Arsch-er Tag.

Tja, also das war der Samstag. Ich wachte mit heftigen Kopfschmerzen im Bett eingeklemmt zwischen zwei Kindern auf. Die Kopfschmerzen gingen den Tag über nicht weg, im Gegenteil, auch nach irgendwann der zweiten Triptandosis nicht. Am frühen Nachmittag gesellten sich Unterleibskrämpfe dazu sowie ein „fiebriges“ Gefühl, das ich in den letzten Monaten immer am letzten/ersten Zyklustag hatte. Fieber hab ich da nicht, fühle mich aber so. Ich legte mich also ins Bett und verbrachte den Rest des Tages zum Großteil dort. Die Migräne, die sich gegen die zwei Dosen Triptane gewehrt hatte, verschwand, als die Blutung endlich eingesetzt hatte, nach 800 mg Ibuprofen. (Nehmen Sie bitte keine 800 mg Ibuprofen, ohne das mit einer medizinischen Fachperson besprochen zu haben.)

Mein Körper ist komisch. Mein Zyklus war dann dieses Mal nicht 28 Tage, so wie immer, sondern 26. Da brauche ich das Ergebnis der Blutprobe am Freitag morgen auch gar nicht erst abwarten, sondern kann gleich mit einer recht hohen Dosis Schilddrüsenblocker anfangen (machen Sie auch das nicht, aber ich hab noch andere, beim 3. Rezidiv inzwischen wohlbekannte, Symptome und das jetzt ist nur die Bestätigung, das was im Busch ist).

Kack.

Tag 1983 – Neun Prozent.

Ich habe zwei Endgeräte, nämlich mein Handy und mein (neues) Arbeitstablet, heute zwei mal leergedaddelt. Mein Handy hat jetzt noch neun Prozent und ich hab auch irgendwas in dem Dreh. Ich bin wirklich platt, aber jetzt habe ich halt auch URLAUB. Hurra. Uff. Hurra.

Jetzt liegt hier schon wieder so ein 1,36 Meter großer Zwerg neben mir im Bett und schnauft, hachz. (Morgen früh ist davon nichts mehr hachz, weil ich so echt schlecht schlafe, aber manchmal lacht er im Schlaf und… hachz!)

Morgen werden wir diverse Heimwerkdinge kaufen und einen Weihnachtsbaum sägen, für den wir gar keinen Platz haben, weil wirklich ALLES voller Möbel steht, die wir nicht mehr brauchen.

Ich fühle mich leicht emotional. Was für ein völlig beklopptes (Arbeits-)Jahr da zu Ende geht. Was für ein beklopptes (Arbeits-)Jahr auf uns zu kommt.

Wenn ich spekulieren müsste, würde ich annehmen, wir fangen vielleicht dieses Jahr noch mit dem Impfen an und haben bis Ostern einen großen Teil der wirklich stark für einen schweren Verlauf Gefährdeten geimpft, sowie Teile des kritischen Gesundheitspersonals. Es wird, besonders bei letzteren, allerdings auch einige geben, die sich nicht impfen lassen wollen. Aber 60-70% reichen ja auch. Weil aber der allergrößte Teil der U60-Bevölkerung noch nicht geimpft ist, kriegen wir eine dritte Welle im März/April, vornehmlich unter jungen Leuten, weil „man kann ja jetzt wieder…!“. Es gibt also wieder Beschränkungen wie Fitnesstudios zu. Clubs machen kurz auf, es gibt massive Ausbrüche und sie machen wieder zu. Dann kommt irgendwann der Sommer und saisonale Effekte führen hoffentlich wieder zu einem starken Rückgang. Man kann wieder Urlaub in supersexy Dänemark und im Schwarzwald machen, allerdings kann man kaum vorausschauend buchen. Die Impfung (inzwischen gibt es sicher 3-5) erreicht ganz langsam auch die jüngeren, fitten Menschen. Ob die sich in ausreichendem Maß impfen lassen, hängt vermutlich maßgeblich davon ab, ob im Frühjahr viele Menschen in dieser Gruppe schwer erkranken und ob nicht doch noch unerwartete spät auftauchende Nebenwirkungen der Impfung(en) entdeckt werden.

Und mit ein bisschen Glück ist dann in einem Jahr wieder alles beim neuen normal. Soweit meine Spekulation, begründet auf meiner imaginären Glaskugel.

Wer hätte das vor einem Jahr gedacht.

Tag 1982 – Plus drei.

Drei weitere Stapelregale zusammengebaut, ein Installateur war da und wir haben jetzt eine richtige Badewannenarmatur, ich habe die Putzhilfe in den (bezahlten) Urlaub entlassen und 45 selbst gestern mit Herrn Rabe gepackte Säckchen gelatinefreie Süßigkeiten sowie 45 kleine Flaschen Julebrus an die Schule ausgeliefert. Ich habe für die Lehrerinnen je eine Blume besorgt und ein Kärtchen geschrieben und habe festgestellt, dass es nicht so einfach ist, einen Frühstückliefergutschein zu verschenken, wenn man kein Betrieb ist und mindestens 30 Stück abnimmt. Irgendwann hab ich auch 9 Stunden gearbeitet.

Man könnte meinen, ich sei voll die Superfrau, wenn man das so liest. Eigentlich bin ich aber nur noch müde und urlaubsreif ohne Ende (ich sehe auch so aus, wie ich heute morgen erschrocken feststellte. Karnickelaugen galore). Die Zyklusendmigräne klopft auch schon an und ich gehe jetzt echt lieber ins Bett, ohne Umweg. Es gibt zwar immer was zu tun, Stapelregale aufbauen zum Beispiel, oder sie danach ölen, oder Ikeamöbel oder streichen oder weitere 9 Stunden arbeiten oder oder oder…

Noch ein Arbeitstag, dann Urlaub.

Tag 1981 – So wie Muffin.

Herr Rabe, der gesagt hat, dass ich das ruhig schreiben darf, ist bald steril. So ca. zu meinem Geburtstag muss er noch mal eine Probe abgeben, dann wird geschaut, ob wirklich keine Spermien mehr ihren Weg durch die durchtrennten und verschweißten Samenleiter finden und dann dürfen wir offiziell und ohne Angst haben zu müssen, dass wir demnächst wieder die Nächte schuckelnd und summend verbringen, auf Barrieremethoden zur Verhütung verzichten. Die Entscheidung dafür, das Verhütungsthema so zu lösen, ist lange gereift und die hat Herr Rabe getroffen, mit mir zusammen natürlich. Nachdem Herr Rabe gesehen hat, wie schlecht es mir mit hormoneller Verhütung geht, und dass auch die Pille danach echt keine Smarties sind, fiel die Entscheidung vielleicht nicht leicht, aber leichter. (Ja, wir wissen, dass das nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten schützt.)

Herr Rabe sagt auch, man muss da mehr drüber reden und dass es gar nicht schlimm war. Desinfizieren auf frisch rasierter Haut war wohl unangenehm, sowie das Ertasten und anschließende Festklemmen der Samenleiter von außen. Gesehen hat er nix, da war ein Tuch vor. Örtliche Betäubung per Spritze und zehn Minuten später konnte er mit dickem Pflaster auf jeder Seite und einem Gang wie ein Kleinkind mit voller Windel die Klinik verlassen. Gestern nahm er eine Paracetamol am Nachmittag und eine vorm Schlafen gehen, heute Abend fühlte er sich schon weniger gehemmt als heute morgen, er läuft schon wieder fast normal und morgen darf er auch wieder duschen (und die Pflaster entfernen), insofern scheint alles zu laufen, wie es soll. Geblutet hat es bisher nicht (sehr gut, stelle ich mir gruselig vor).

Als wir Michel, der wissen wollte, warum wir alle morgens zusammen losfahren, davon erzählten, gab es erst wieder viel Gekicher (weil hihi, Babies kriegen, hihi) und dann fragte er: „Wie bei Muffin?“. Als ich dann erklärte, dass bei Muffin ja die ganzen Hoden entfernt wurden und bei Herrn Rabe das nicht so sein wird, bat er mich kichernd und knallrot, nicht immer „solche Wörter“ zu sagen. Hihi, Hoden.

Trotzdem musste ich danach auch sehr kichern, weil ich in meiner Vorstellung von einer Krankenpflegerin einen sehr druffen Herrn Rabe in die Hand gedrückt bekäme, mit den Worten „er hat schon ein bisschen angefangen, in der Kiste rumzukrabbeln“. Wie bei Muffin halt.

Leider darf aber Herr Rabe wegen frischer Schnitte in der Leistengegend nicht schwer heben, noch so zwei Wochen wohl. Und heute kam unsere Ikea-Lieferung am Abholterminal an. Das Liefern ans Abholterminal kostet das gleiche wie Click and Collect, nur dass ich nicht eine Stunde pro Weg fahre, sondern 15 Minuten, das ist also sehr praktisch. Zur Zeit besonders, weil ich nicht in einen Laden mit vielen Menschen muss, sondern zu dem Terminal mit 1 Person. Was halt ungünstig war: wir haben sehr viel bestellt. Und das kam alles auf einer Palette. Mit den großen und schweren Paketen ganz unten auf der Palette, begraben von mittelgroßen und mittelschweren Paketen. Erst dachte ich, ich bekäme die zwei langen, schweren Schrankteile bestimmt am Ende noch seitlich ins Auto geschoben, aber als ich schnaufend endlich eines dieser langen Schrankteile im Auto hatte (nach all dem anderen Kram), ging der Kofferraum nicht mehr zu. Gnah. Also alles wieder raus und komplett umschichten, die langen Teile nach ganz unten, die kürzeren oben drauf. Ich weiß nicht, ob er Langeweile oder Mitleid mit mir hatte, aber beim wieder Einräumen des Autos half mir der Terminalmitarbeiter und nur deshalb dauerte die Abholaktion auch „nur“ eine halbe Stunde. „Da geht echt viel rein, in so nem Tesla!“, sagte der Terminalmitarbeiter und „schöne Weihnachten!“ und dann war ich auf dem Rückweg…

… und musste den ganzen Kram ja wieder aus dem Auto kriegen, allein. Hurra.

Jetzt gleicht unser Haus endgültig einem Möbelhaus, inklusive Gebrauchtabteilung. Überall eingepackte Möbel (unser Stapelregal fürs Arbeitszimmer kam auch heute, in elf Paketen) und überall die alten Stauraummöbel, die wir noch loswerden müssen (bloß wie?).

Sport brauche ich heute auch nicht mehr.