Nach so einer Woche ein Bier und ich schlafe direkt ein.
Gute Nacht!
Nach so einer Woche ein Bier und ich schlafe direkt ein.
Gute Nacht!
Erste On-site-Inspektion seit Corona ist überstanden. Ich bin echt fertig, in jeder Hinsicht. Ich komme mir auch wieder ein bisschen dumm vor und frage mich, ob das Gefühl wohl je weggeht. Vier Tage lang konstanter Input zu X verschiedenen Themen, danach ist mein Kopf nur noch Watte.
Gelegen kam da die Stunde HipHop am Abend, auch wenn das für mich gerne anspruchsvoller sein dürfte, tut es gut, rumzuzappeln. Außerdem sehe ich dem Trainer gern zu, denn dem macht das alles sichtlich viel Spaß. Ich mag Leute, die die Musik anmachen und unwillkürlich lächeln müssen.
Was ich nicht verstehe, sind Leute in Tanzkursen, die sich zur Musik erst bewegen, wenn die Choreografie losgeht.
Ich schnipse immer noch beim Tanzen. Da habe ich kaum Kontrolle drüber und das geht wohl auch nicht mehr weg.
Morgen Büro. Uff, uff. Meine Motivation, Menschen zu treffen, ist ungefähr bei minus 20.
Wir arbeiten da zur Zeit übrigens in Puschen. Das ist ja auch mal was anderes.

Lange Tage fordern ihren Tribut. Ich bin zu müde zum Schlafen.
Wir arbeiten da zur Zeit übrigens in Puschen. Das ist ja auch mal was anderes.

Lange Tage fordern ihren Tribut. Ich bin zu müde zum Schlafen.

Habe die Meerschweinchen sauber gemacht, dafür keinen Sport.
Ich würd so gern von der Inspektion erzählen aber sowas darf ich ja nicht. Es ist jedenfalls sehr cool alles. Und wieder was ganz neues.
Da ich aber auch nicht viel anderes gemacht habe außer arbeiten, hab ich auch nichts zu erzählen.
Ich komme mir grad vor wie so ne Bilderbuch-Karrieremutter aus irgendeiner amerikanischen Serie. So eine, die auch morgens mit perfektem Make-up und kunstvoll zerwühlten Haaren aus makellos weißer Bettwäsche aufsteht. Denn ich bin heute aufgestanden, habe mich fertig gemacht, dann die Kinder geweckt, denen Frühstück kredenzt, mir dabei zwei Kaffee gekocht, einen getrunken, die Kinder angezogen, Zähne geputzt, habe uns alle rechtzeitig und ohne irgendwelche Ausrüstung zu vergessen (Bonuslevel Schwimmunterricht!) aus dem Haus bekommen ohne dass irgendwer geweint hat, habe Michel, dann Pippi, dann Michels Sportzeug abgeliefert, bin 30 Minuten zur Arbeit gefahren, habe 9,5 Stunden lang gearbeitet, bin 30 Minuten zurückgefahren, habe auf dem Weg das Auto geladen, habe zu Hause Michel Harry Potter vorgelesen und ihn zu 90% ins Bett gebracht, habe dann noch mal 45 Minuten gearbeitet (interne Nachbesprechung, die wir Coronabedingt im Teams und nicht beim Hersteller in irgendeinem Raum machen), während ich das Abendessen fertig gekocht habe, und dann haben Herr Rabe und ich sogar noch Sport gemacht.
Morgen reiße ich ein paar Bäume aus oder mache noch die Meerschweinkiste sauber oder so.
Ich habe nächste Woche eine Inspektion, zu der ich mit dem Auto fahren muss. Züge sind böse in Corona-Zeiten, jedenfalls wenn wir extern arbeiten. Wenn wir damit ins Büro fahren drückt man die Augen zu (aber es wäre natürlich schon besser, wir gingen zu Fuß oder führen Fahrrad. Bei 64 km per Weg… nein.). Jedenfalls musste ich heute mit dem bösen Zug in die Stadt fahren, um das Auto abzuholen, das ich haben muss, damit ich nicht mit dem bösen Zug fahren muss. Oh the irony.
Der Trip gestaltete sich etwas holpriger als erwartet. Ich darf auf gar keinen Fall am Ende meines Zyklus das Haus auch nur fünf Minuten verlassen, ohne Menstruationshygieneprodukte für den Fall der Fälle dabei zu haben. Hatte ich natürlich nicht, ging natürlich in die Hose (haha). Immerhin eine Slipeinlage hatte ich da drin, die gab ihr bestes. Danke, Slipeinlage.
Weiterhin war natürlich Bus statt Zug wegen Bauarbeiten zwischen Eidsvoll und dem Flughafen. Glück im Unglück, Gardermoen hat wirklich saubere und kostenfreie Toiletten im öffentlichen Bereich, da konnte ich mit Klopapier improvisieren um eine Sauerei zu verhindern. Der Bus stand obendrein noch im Stau und als ich endlich im Zug saß, hatte ich eine ganze Stunde extra auf den ersten (eigentlich) 10 Minuten Weg zugebracht. Hurra.
In Oslo S angekommen stand ich etwas verwirrt vor dem Selbstbedienungsschalter der Autovermietung, buchte die Superversicherung zu meinem Autolein dazu (wenn was passiert, will ich bittedanke nicht 12.000 Kronen Selbstbeteiligung latzen müssen) und fragte mich dann erst, wo denn eigentlich die Autos sind. Glücklicherweise kam eine Dame und lieferte einen Schlüssel ab, die fragte ich und die erklärte es mir dann. Unter Oslo S ist ein Parkhaus, wer hätte das gedacht.
Nahezu routiniert ging ich einmal ums Auto rum und schrieb dann eine längere Mail mit nicht im Kaufvertrag (per SMS-Link zugeschickt, Technik ist was feines!) aufgeführten Kratzern an die Autovermietung. Den Sitz einstellen fiel mir schwerer als das Navi bedienen und dann, miep miep, war ich unterwegs mit dem kleinen i3 nach Hause. Nettes Auto, muss ich sagen, fährt sich gut und ist zumindest vorne innen erstaunlich geräumig. Ein Elektroauto hatte ich extra bestellt, deshalb musste ich auch nach Oslo zum Abholen, das war also keine Überraschung, allerdings hatte ich eher mit einem Leaf oder so gerechnet. Ein kleines Auto ist nach ein paar Monaten Carona tatsächlich auch mal ganz nett. Wenn’s nicht ausgerechnet ein BMW wär, fände ich, das Auto passt gut zu mir. Miep, miep!
Jetzt fix Augen zu. Morgen muss ich vor der Inspektion noch die Kinder versorgen und abliefern, das wird aufregend und mal was anderes und hoffentlich nicht übermäßig stressig, in jedem Fall aber früh.
Aufgeregt bin ich auch. Ob ich dieses Inspizieren noch kann?
Kurzentschlossen haben wir heute einen weiteren Wochenendlichen Wutanfall von Michel dadurch abgewürgt, dass wir uns ins Auto geschmissen und nach Oslo gefahren sind, mit dem Ziel, Sportklamotten für quasi alle zu kaufen. Natürlich kann man das alles auch mehr in der Nähe kaufen, aber da ist man dann schnell auf die tatsächlichen Sportgeschäfte reduziert und die haben zwar tolle Fußballschuhe aber eben erst ab 500 Kronen aufwärts. In Olso gibt es aber die günstigere Sportladenkette, bei der ich auch schon eine Reihe Sport- und Freizeitschuhe für mich gekauft habe. Natürlich hat da so ein Kinderturnschuh nicht ganz die Qualität von Viking und co., aber die Fußbetten sind schon ordentlich, die Sohlen sind gut, und wenn sie ansonsten eine Saison durchhalten, bin ich zufrieden. Winterstiefel sind noch mal was anderes, da habe ich bisher keine günstigen guten gefunden. Aber Turnschuhe, Sandalen, etc… pfft.
Wie auch immer, das Konto ist jetzt leer und dafür aber der Schuhschrank voll. Herbststiefel für Michel, mit hohem Schaft, um den Knöchel zu schützen. Fußballschuhe für Michel für den Sport-Hort. Herbstschuhe für Pippi. HipHop-Schuhe für mich (klingt fancy, sind einfach nur sehr leichte Laufschuhe mit sehr flexibler Sohle).
Wenn man schon mal da ist, kann man ja auch gleich weitermachen. Also noch einen Winteranzug und eine „Turbukse“ für Pippi (so ein Norweger-Ding, gemeint sind so Outdoor-Hosen. Muss man haben. Wir haben alle eine oder mehrere.). Einen Jogginganzug für Michel. Zwei Bambus-T-Shirts, einen Sport-BH und eine Sporthose für mich (von letzterem beiden besitze ich dann jetzt zwei, welch Überschwang). Die Sporthose ist mit „Compression“ und super bequem und optisch ok, in Kombination mit dem Sport-BH könnte ich jetzt fast so Influencerinnenfotos machen, mit Hohlkreuz und angestelltem Bein, mit der Hand in den Haaren wühlend, die mähnengleich meine Hüfte… äh, naja, so ähnlich. Socken für Herrn Rabe und ein „Balalett-Kleid“ für Pippi. Gemeint ist ein Kleinmädchentraum eines rosa Trikots mit angenähtem Glitzer-tütü. Ich finds schrecklich, aber Pippi ist zufrieden und ich glaube, optisch in die Gruppe zu passen, kann ihr das Ankommen da erleichtern. Leider hatte der Laden, in dem wir auch „Balalett-Schuhe“ kaufen wollten, schon zu. Denn da kaufe ich was anständiges und eben keine Gymnastikschläppchen mit Gummisohle im Supermarkt. Das Kind wird das Tanzen schon noch lieben lernen!* Gefälligst!
Danach waren wir immens sportlich bei McDonalds essen, weil es so spät war, dass die Kinder kurz vorm Verhungern waren und die Erwachsenen eigentlich auch, nur weniger nölig dadurch.
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*Das ist ein Witz. Wegen mir muss sie das nicht, aber sie liebt es ja jetzt schon zu tanzen, nur die allererste Stunde richtiger Unterricht war nicht so der große Erfolg. Natürlich fände ich es schön, wenn eins meiner Kinder Lust auf körperlichen Ausdruck zu Musik hat, aber da muss jetzt kein Kind Spitzentanz lernen weil Mama es nie so weit gebracht hat buhuhuuuu.
Ich bin die ganze Woche viel zu spät ins Bett gegangen und das rächt sich natürlich am Freitag Abend. Ich kann die Augen kaum offen halten und die Zyklusend-Migräne kündigt sich auch an. Ich hoffe, ich schaffe es noch ins Bett, das Sofa ist nämlich auch grade echt gemütlich…
Corona soll vorbei sein.
Ich möchte ohne schlechtes Gewissen zum Tanzen gehen können. In einem geschlossenen Raum, mit anderen Leuten. Es hat mir gefehlt und selbst wenn es „nur“ HipHop ist, hat es heute unheimlich gut getan.
Aber eigentlich kann man das nicht verantworten. [Sehen Sie auch den sprachlichen Kniff, mit dem ich mich von dieser Entscheidung distanziere? Also gut. Eigentlich kann ich das nicht verantworten.]
Andererseits haben die norwegischen Behörden nichts dagegen. Weil wir ja Hände waschen.
Die norwegischen Behörden gehen von Tröpfchen- und Schmierinfektion aus und dann müssen nur alle, die husten zu hause bleiben und alles ist super. Aerosole gibt’s hier nicht, also stecken asymptomatisch Infizierte nicht über ihre ausgeatmete Luft ohne größere Tröpfchen andere an. Hände desinfizieren reicht.
Ich will das alles gar nicht wissen. Ich will nicht selber diese Entscheidungen treffen müssen. Ich will keine seitenlangen Erklärungen an Hersteller schicken müssen, dass wir zwar zur Inspektion kommen aber dies und das und jenes nicht/extra viel/anders machen werden und sie sich bittedanke auch danach zu richten haben.
Abgesagte Veranstaltungen, Homeoffice-Chaos, Kinder, die sich selbst in die Übelkeit schielen (fragen Sie nicht!) und nach Hause geschickt werden. Leute die eine schräg angucken, wenn man im Laden Maske trägt, Leute, die eine entsetzt angucken weil man draußen auf der Blumenwiese (Pollen?) mit 10 Metern Abstand zu allen plötzlich niesen muss. Reisebeschränkungen, Verbote, Gebote, Politiker*Innen, die sich schwammig ausdrücken und unlogisch verhalten. All die Unlogik. Entscheidungen, Entscheidungen, Entscheidungen. Basierend auf dünnen, sich widersprechenden, unvollständigen Informationen.
Ich bin Corona-müde.