Tag 1279 – #12von12 im Februar ’19.

Es ist schon wieder der 12. und das heißt, wir machen alle brav 12 Bilder von unserem Tag und lassen unsere Sammlungen wiederum von Caro von Draußen nur Kännchen sammeln.

Auf geht es also. Der Wecker klingelt um 05:15, wie immer. Hurts. Aber es hilft ja nix. 45 Minuten später bin ich gewaschen, gecremt, geföhnt und bekleidet und das Frühstück ist fertig.

Kaffee für groß, Grøt für klein. #1von12 von #12von12

Es folgt: Gesicht bemalen samt Quatsch.

Heute vielleicht mal ein ganz dezenter Haarschmuck? #2von12 von #12von12

Dann hole ich Pippi aus dem Bett, ich versuche es auch bei Michel, aber der hat in seinem Bett durchgeschlafen und ich kriege keinen schlafenden Sechsjährigen aus dem Hochbett gehoben, ohne mir diverse Muskeln zu zerren und eventuell Wirbel zu brechen. Pippi frühstückt, mein Frühstück fällt Pippis Harndrang zum Opfer und wird auf „Banane im Zug“ eingedampft, wie immer und dann ist es auch schon Zeit zu gehen.

Tschüss, Pinzesse Fusselhaar! #3von12 von #12von12

immerhin ist es schon dabei, hell zu werden. Um 06:43 an der Bushaltestelle. Kalt ist es trotzdem.

Da! Licht! #Bushaltestellenfreuden #4von12 von #12von12

Dank einer Verspätung von einer Minute beim Zug bekomme ich noch den um 06:512. Der ist ziemlich voll und die Menschen sind ausgesucht missgestimmt, ich kapsle mich einfach ab und lese. ich Leider hab ich das Buch nun fast durch und fast hätte ich im Zug losgeheult, es war knapp. Ein sehr sehr gutes Buch, das gehen zu lassen mir schwer fällt. (Wie schön! Emotionen beim Lesen! Ich kann’s noch wieder!)

Bald aus. #mimimi #Unterleuten #5von12 von #12von12

07:40 betrete ich die Agentur, 5 Minuten später sitze ich mit ohne Winterboots und aber mit Kaffee am Rechner.

Hier müssen Sie leider draußen bleiben. #6von12 von #12von12

Dann Arbeit, Arbeit, Unterweisung, Arbeit, Arbeit, Arbeit, Mittag (kleiner Salat, weil) Zumba.

An meinen #Fahrstuhlselfie -skills muss ich noch arbeiten. Hier jedenfalls Post-Zumba das frisch geföhnte Schaf. #7von12 von #12von12

Bei mir habe ich noch nicht bemerkt, dass die Haare über Nacht von „Frisur ok“ auf „Geht gar nicht, ich hätte vor einer Woche beim Friseur gewesen sein müssen!“ anwachsen. Meine Haare wechseln von „geht noch aber müsste mal demnächst zum Friseur“ zu „Ach du scheiße, was ist das denn für ein seltsamer Pelz-Helm???“ exakt in dem Moment, in dem ich einen Friseurtermin abmache. Das war letzten Freitag und kommenden Samstag wird das Schaf geschoren.

Ich arbeite noch weiter und mache heute einen dicken Haken an den Punkt: interne Prozeduren (siehe [27 items lange Liste]) durchlesen. Done!

Dann fahre ich nach Hause, der Zug ist wieder verspätet, Tjanun. Ich muss bis zum Flughafen stehen, dann steigen endlich genug Leute aus, damit der Rest sitzen kann. Aber nur ganz kurz denn sogleich erschallt die Lautsprecherdurchsage „der Zug ist ab hier eingestellt, steigen Sie alle aus und nehmen Sie den nächsten Zug, der ist direkt hinter uns.“ Nun. Direkt ist in der Zugfahrwelt wohl eher ein dehnbarer Begriff, wir warten also alle erst. Und natürlich, als der Zug dann kommt, quetschen sich zwei normal volle Züge in einen und es wird so voll, dass ich mehr Gerüche und Telefonate um mich rum mitbekomme, als mir lieb ist. Ich drehe die Musik sehr viel lauter und das macht alles viel erträglicher für mich, Mitfahrende schauen seltsam aber mir ist das in dem Moment egal, ja, die spießige Frau im Angela-Merkel-Gedächtnis-Strickjäckchen frittiert ihre Ohren mit Punkrock, because fuck you, that’s why. So lässt sich selbst in vollen Zügen (muhahaha) das Leben genießen. Ich Google nebenher, wie alt Dexter Holland (der Sänger von The Offspring) ist (53) und finde dabei heraus, dass der erst 2017 seinen PhD in Molekularbiologie bekommen hat, da war „der hat nen Doktor in Molekularbiologie!“ vor 10, 15 Jahren also eine Urban Legend, die ich arglos weiter verbreitet habe und die nachträglich doch noch validiert wurde.

In Eidsvoll muss ich erst mal das Auto aus dem Schnee ausgraben. Das mit dem Schnee von oben hat sich meiner Meinung nach auch langsam etwas abgenutzt. Ja, Winter, ja, Schnee, Hurra, aber das heißt doch nicht, dass der pausenlos vom Himmel fallen muss! (Sie dürfen mit den Augen rollen, ich mache das auch, wenn Sie alle über ihre Sommerhitze stöhnen.)

Ich hab echt nichts gegen Schnee, einige meiner besten Freunde sind Schnee, aber… #8von12 von #12von12

Ich hole Pippi aus dem Kindergarten ab und es dauert alles, dann holen wir Michel ab und es dauert noch länger, dann müssen beide Kinder noch aufs Klo und zu Hause sind wir um 17:15, 25 Minuten vor Abfahrt zum Skitraining. Ach ja: im Hort sehe ich Lise und Lise ist das spargeligste Kind von allen spargeligen Erstklässlerkindern, wenn Lise durchs Turnen noch abnimmt, dann höchstens an den Ohrläppchen. Aber egal, wir sind zu Hause, die Kinder wollen Fernsehen, ich erlaube 15 Minuten unter der Bedingung, dass sie sich dabei umziehen. Die Zeit will ich nutzen, mich umzuziehen und Brote zu schmieren, damit Pippi nicht wieder hungrig beim Skiverein ankommt und dann nicht Skilaufen sondern Waffeln essen will. Das Brot hat allerdings Haare und so schmiere ich Knäckebrote. Das Umziehen vorm Fernseher klappt natürlich nicht und ich muss da noch nacharbeiten, dann die Kinder in ihre Anzüge stecken und schwupps, sind von den 25 Minuten 30 rum. Kleine Rauchwölkchen steigen schon über meinem Kopf auf. Dann bekommt Michel am Skiklub im Dunkeln hinterm Auto die Ski nicht an, Pippi schläft, Michel heult, weil er denkt, seine Gruppe sei schon weg, Pippi heult, weil ich sie geweckt habe und überhaupt ist alles noch verhältnismäßig schön.

Hier ein paar Stichworte zum Rest des Trainings:

  • „Ich will nicht Ski laufen!“
  • „Ich hab Hunger!“
  • „Ich WILL NICHT SKI LAUFEN, WÄHÄHÄÄÄÄ!“
  • „Ich hab Huuuuuuunger!“
    „Ich hab Durst!“
    „ICH HAB DUUUUHUHUHUHUUUUURST!“
    „Ich will Ski laufen!“
    „MICHEEEEEL! WÄHÄHÄHÄÄÄÄ!“
    „ICH WILL ZU PAPAAAAAAA!“

„K2 läuft begeistert Ski!“ (Abbildung ähnlich.) #9von12 von #12von12

Dann kommen die Kinder von draußen nach ihrem Training rein, Pippi macht genau so weiter und der Raum ist nun voller Menschen. Die reden. Laut. Alle durcheinander. Die Rauchwölkchen über meinem Kopf sind inzwischen eher Abgase eines mit Rohöl betankten Unimoks.

Irgendwann kriege ich die Kinder ins Auto und ich hab keins ausgesetzt, wo ist mein Orden.

Zu Hause geht es aber genau so weiter („Ich hab Huuuunger!“), meine Geduld ist halt auch begrenzt und ich sage irgendwann sehr laut Sachen über alleine ins Bett gehen und Schnauze voll und am Ende heulen wir alle drei, es ist echt super. Mit sehr viel Mühe bekomme ich uns alle so weit beruhigt, dass die Kinder ins Bett können. Ich wette mit mir selbst, dass ich auch einschlafe, kriege aber grad noch so die Kurve.

Sie schlafen endlich. Ächz. #10von12 von #12von12

Ich verkrümele mich, nach kurzem Sichten der nassen Skisachen, aufs Sofa zum Bloggen. Mir fallen dauernd die Augen zu und dabei klingeln die Ohren, der Nachmittag/Abend ist einfach zu viel gewesen.

Bei mir geht heute auch nicht mehr viel. Ächz, ächz. #11von12 von #12von12 #Wasseralldaylong

Ich lasse nun das Chaos Chaos sein, das Brot für die Brotdosen morgen ist eh noch nicht aufgetaut und überhaupt, Schlaf ist grad wichtiger. Also träumen Sie alle auch schön!

Gute Nacht, Peppa Wutz! #Diegehörthiernichthin #Eskönntmirnixegalersein #12von12 von #12von12

Tag 1278 – 4.29.

Heute gelernt: einen 4.29 kann man immer machen, wenn einem sonst nix einfällt.

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Michel erzählte heute morgen, seine Klassenkameradin, nennen wir sie mal frei erfunden Lise, könne Spagat. In jede Richtung. Erwachsene können nicht so gut Spagat, weil die Beine länger sind und dann ist der Abstand so groß. Er kann auch keinen Spagat. (Ich fügte an dieser Stelle an, dass ich auch mal Spagat konnte, auch als ich schon erwachsen war und er das auch nur üben müsste, dann könne er das auch irgendwann.) Aber die Lise, die kann das, die geht nämlich zum Turnen.

Und beim Turnen, ne Mama, da nimmt man auch ab.

Der Satz hat mich wütend und traurig und alles gleichzeitig gemacht und ich habe Michel dazu erst mal ein paar Takte gesagt, nämlich

  • Dass man Sport nicht macht um abzunehmen, sondern zu allererst mal weil’s Spaß macht und dann vielleicht irgendwann weil man davon fitter wird
  • Dicke Leute können viel Sport machen und sehr fit sein und sich pudelwohl fühlen
  • Schlanke Leute machen umgekehrt auch nicht alle Sport und sind vielleicht ganz und gar nicht fit oder gesund
  • Und überhaupt und ganz wichtig: SECHSJÄHRIGE SOLLTEN SICH ÜBERHAUPT NOCH KEINEN KOPF UMS ABNEHMEN MACHEN
  • Herrschaftszeiten. Das wird ein schöner nächster Elternabend. Da freue ich mich jetzt genauso drauf, wie auf den im Kindergarten, wo ich mal anmerken werde, dass Leuten, die beim Abliefern und Abholen vorm Kindergarten das Auto einfach laufen lassen, offenbar an der Zukunft ihrer Kinder nicht so viel gelegen ist, jedenfalls an keiner auf einem Planeten mit halbwegs in-Ordnung-em Klima.
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  • Heute zum ersten Mal im nicht-mehr-ganz-Dunkeln das Haus verlassen, um 07:03 wurde der Himmel im Osten schon blau. Auch im noch-nicht-ganz-Dunkeln nach Hause gekommen. Wäre nicht der Zug hoffnungslos verspätet gewesen (ich habe von Schreibtisch zu Couch 1 Stunde 50 Minuten gebraucht), wäre es noch heller gewesen und das tut dem Gemüt außerordentlich gut sage ich Ihnen. Das schafft keine Vitamin-D-Tablette, was länger werdende Tage mit mir machen. Noch 5 Wochen ca. und dann ist es endlich wieder länger hell als dunkel (und ja, der Tag der Tag-und-Nacht-Gleiche ist überall gleich, dieses Jahr am 20. März). Hach!
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  • Das mit dem total verspäteten Zug war aber doof, denn ich musste erst sehr lange warten, dann fuhr der Zug auf einem anderen Gleis, was ich aber erst raffte, als er auf dem anderen Gleis einfuhr und dann musste ich sehr schnell sprinten (was ich hasse und normalerweise tue ich mir würdeloses Rennen zum ÖPNV nicht an, aber ich hatte ja schon ewig gewartet) und dann war natürlich in Eidsvoll auch kein Bus zu kriegen und ich musste vom Bahnhof aus nach Hause laufen. Letzteres war noch am wenigsten schlimm, dachte ich erst, aber mein Uterus meinte dann ab der Hälfte des Wegs, er hätte nun genug und krampfte sich um die Spirale und das war dann sehr unangenehm. Zu Hause plumpste ich auch nur noch aufs Sofa und schlief recht bald bei Mickey Mouse ein.

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    Pippi kuschelte sich beim Fernsehen an mich und als ich wieder wach wurde konstatierte, ich sei sehr weich und würde gut riechen. Das ist doch mal ein schönes Kompliment.

    Tag 1277 – In den Pfützen schwimmt Benzin…

    Na, Ohrwurm? Sorry, es geht ja aber einfach nicht an, dass ich damit den Tag über alleine rumlaufe.

    Nachdem ich mit einer Freundin nämlich per WhatsApp über Nagellacke konferierte, hatte ich unbändige Lust, meine Fingernägel im Farbton Benzinpfütze zu lackieren. Und tadaa:

    Das ist Deborah Lippmann „Wicked Game“ auf Essie „Liquorice“. Wicked Game ist ein Lila-Grüner Duochrome, sprich, je nach Licht sehen meine Fingernägel nun Metallic-Lila oder Metallic-Grün aus und ich bin sehr begeistert. Hach, hach.

    Was war sonst noch? Wetter. Nachdem es seit Wochen durchgehend Minusgrade hatte und Wasser wenn überhaupt, in der letzten Woche aber massiv, gefroren vom Himmel kam, hat es gestern viel und heute ein wenig bei knapp über null Grad geregnet. Das heißt, man kann aus dem Schnee endlich mal was machen. Wenn man schon nicht Ski fahren kann… Zum Beispiel ein richtiges Iglu bauen.

    Das hat Herr Rabe mit den Kindern gemacht, ich war in der Zeit in der Küche mit Brot, Hefezopf und danach dann Abendessen (Reis mit Dal und Naan, hatten wir lange nicht und ich frage mich warum. Wahrscheinlich weil ich in der Schwangerschaft mit Pippi kein Curry und alles was in die Richtung ging mochte und wir seither generell wenig Curryartiges machen.) beschäftigt. Ganz in Ruhe. Das war auch mal sehr schön.

    Nicht so ganz schön: mein Handy erkannte irgendwann heute mein Gesicht nicht mehr, ich dachte, es könnte dann eine gute Idee sein, das Betriebssystemupdate, das seit Tagen nervt, zu machen. Blöd dabei: ich weiß meine PIN nicht. Die liegt, da sie nicht hier ist, höchstwahrscheinlich bei der Arbeit. Da liegt sie natürlich gut. Nicht. Meh. Aber immerhin wird mein Gesicht wieder erkannt.

    Tag 1276 – Füße hoch!

    Wochenende ist zum Wäsche waschen, Fingernägel lackieren und Füße hochlegen da. Ersteres und letzteres haben wir heute ausgiebig getan, war auch nötig. Pippi hielt auf mir einen langen Nachmittagsschlaf, was dazu führte, dass Herr Rabe dann bei der etwas ausufernden Einschlafbegleitung einschlief. Michel schaute während Pippis Mittagsschlaf eine norwegische Kindersendung, in der Teams aus drei Kindern gegen den Steampunk-Lord „Daidalos“ antreten müssen, der sie durch Labyrinthe schickt, in denen sie auf seine Erfindungen und Maschinen treffen, die allesamt nur ein Ziel haben: die Kinder mit grünem Schleim einzuspritzen. Das ist gar nicht mal schlecht gemacht oder so, aber es ist für mich wie 99% aller Kindermusik: ich fremdschäme mich furchtbar. Vermutlich, weil ich als Kind Sendungen wie „1, 2 oder 3?“ super gut fand und Rolf Zuckowski sich durch Dauerbeschallung in den Lebensjahren 5-10 für immer in meine Gehirnwindungen gebrannt hat. Wie gern wär ich so ein Kind im Fernsehen gewesen. Heute gucke ich sowas an und ich mag die Kinder nicht, gekünstelte Anspannung, Altklugheit, gekünstelter Triumph, schreckliche Team-Sprüche. Eine Mädchengruppe sprach offensichtlich abgesprochen dauernd im Chor. Im Chor! Leider war ich ja von Pippi ans Sofa gefesselt. Und Michel findet die Sendung ganz toll, es hält ihn nicht auf dem Sofa:

    Nach dem Essen erzählte mir Michel dann noch ganz viel in seiner Michel-Art, vieles hat er aus der Schule, manches denkt er sich dann selbst dazu und dann wird es sehr lustig. Zum Beispiel:

    „Mama? Haben wir im ganzen Körper Wasser?“

    „Ja, überall in unserem Körper ist Wasser.“

    „Auch IM Gehirn???“

    „Ja, im Gehirn auch.“

    „Aber warum denke ich dann nicht nur ‚Wasser, Wasser, Wasser‘?“

    oder auch

    „Es ist gut, dass wir eine Haut am Auge haben. Wenn sonst eine Fliege ins Auge fliegen würde, käme die direkt ins Gehirn rein und wenn man dann reden würde, würde man nur ‚Bssss Bssss‘ sagen.“

    Ebenfalls fiel mir heute auf, wie unsauber wir manche Worte aussprechen, nachdem Michel einen Zettel an seine Tür gehängt hatte, auf dem er um den Besuch seines Ladens und das Bezahlen in ONKLIE PENER bat. Das sollte wohl „ordentlige penger“ heißen, also „richtiges Geld“ (schlaues Kerlchen), aber genauso wie ENKLICH statt egentlig/eigentlich ist ordentlich auch bei mir so ein Wort, wo ich mir wohl mehr Mühe beim Aussprechen geben sollte. Note to self: ooantlicha attikulian.

    Pippi hat heute auf ihrem Telefon Videos geguckt. Komplett mit danach suchen, dann scrollen, dann anschalten und das Telefon quer auf den Tisch stellen, an eine Wasserflasche gelehnt. Pippis Telefon ist ein hellblaues Plastikteil aus den frühen 2000ern, mit Antenne und ohne Bildschirm, nicht mal einem angedeuteten, einzeiligen Display wie man es ja doch meist hatte, damals, als man mit Telefon noch nicht automatisch Handy meinte und das Attribut „schnurlos“ noch durchaus Sinn besaß. Für Pippi heißt Telefon Smartphone, damit kann man Fotos machen und Videos angucken, so.

    Tag 1275 – Klärungsbedarf.

    Ich bin ein Fan von direkter Kommunikation. Ehrlich und grade raus und ohne Schnörkel und Meta-Message und hundert Ohren die in Schweigen weißnichtwas reininterpretieren. Ich habe kein Problem damit, wenn jemand auf „hast du kurz Zeit“ mit „grad nicht“ antwortet, bin aber auch schnell genervt, wenn Leute „fünf Minuten“ sagen und 30 meinen. Wie schön wäre die Welt, wenn wir alle nur sagen, was wir meinen und nur verstehen, was gesagt wurde. Halleluja. Ein Paradies.

    Stattdessen sitze ich nun vor Mails und versuche zu raten, was Person A mir mit ihrem Sermon sagen will. „Wir wollen X und Y und am liebsten X schon unter GMP weil wir dann Y vielleicht irgendwann in klinischen Studien und dafür muss ja GMP aber erst mal X, was müssen wir dafür machen?“ und meine Ohren schlackern und mein Hirn versucht Sinn da reinzudichten und am Ende sitzen wir mit mehreren zusammen und versuchen Sinn im Unsinn zu erkennen und enden mit „die müssen erst mal wissen was sie wollen und dann müssen sie das auch so formulieren, dass wir verstehen, was sie wollen“.

    Ich mag auch nicht, wenn ich nicht weiß, woran ich bin. Heute hätte ich fast beim Mittagessen ein paar (für die anderen) unangenehme Dinge gesagt, weil ich die vom Tisch haben will. Weil es aber 50% der Gruppe nix angeht, was meiner Meinung nach auf dem Tisch liegt, biss ich mir auf die Zunge. Mal sehen, wie lange noch. Interessanter Weise erfuhr ich später zufällig etwas mehr über die Dinge, die auf dem Tisch liegen und es passt sehr ins Bild und bestärkt mich darin, es anzusprechen, aber leider haben die Beteiligten einfach nie Zeit und das nervt gewaltig. Und wäre gar nicht nötig, wenn man einfach ehrlich miteinander wäre.

    (Nicht, dass Sie sich sorgen. Ich bleibe da, wo ich jetzt bin. Gekommen um zu bleiben.)

    Vielleicht kriege ich deshalb im Moment von Twitter so schlechte Laune. Nonmentions, Allianzen, Filterbubbles und das ganze sich gegenseitig an den Karren gepisse hier, ultimative Konfliktvermeidung da… immer wenn ich es aufmache, hauen sich grad welche verbal die Köppe ein, manchmal sogar Leute, die ich mag, auf beiden Seiten. Gleichzeitig doziert wer darüber, was ich nicht sagen darf, weil sich irgendeine marginalisierte Gruppe, an die ich noch nicht mal im entferntesten gedacht habe, dadurch abgewertet fühlen könnte. Dabei ist genau das nicht dran denken das Problem, es geht einfach gar nicht, dass man als durchgehend privilegierte (also westeuropäische weiße, gebildete, gut verdienende, schlanke, heterosexuelle Cis-Frau) nicht permanent jede noch so kleine Minderheit mitdenkt. Ich ziehe schon meinen Bußgürtel enger, weil ich bestimmt Privilegien vergessen habe. Ich mag nicht mehr. Ich habe keine Lust mehr, drauf zu achten, dass ich bestimmte Tweets nicht like, weil irgendwem anders das missfallen könnte, dass ich das geliked habe und schwupps brennt die Filterbubble weil „hast du nicht mitgekriegt, wie DIE damals DEM…“.

    Vielleicht mache ich da mal wieder ne Pause. Sparked kein joy. Regt nur auf, zieht runter und die Leute auf/über die ich mich echt freue, kann ich an einer Hand abzählen (und im Zweifel anderswo verfolgen).

    Tag 1273 – Ein paar Gedanken.

    Heute fertig inspiziert. Es kamen nicht allzu viele Eichhörnchen vor, aber ich habe ein paar Insider-Tipps von meinem Kollegen bekommen und weiß nun, dass meine Kollegin nicht gern gewisse Teilaspekte von Inspektionen macht, weil sie das Gefühl hat, darin nicht gut zu sein. Beides mildert das Gefühl, dass ich wenige der Beobachtungen mit Sicherheit auch allein gefunden hätte. Einige ja, im Labor fühle ich mich zu Hause (und immer wenn ich in einem stehe denke ich, wie schön das ist, da nicht mehr tagaus, tagein irgendwelche Proben in irgendwelche Geräte zu stellen, dann zu hoffen, dass alles klappt und am Ende irgendwelche Daten irgendwie auszuwerten), da weiß ich wo die dreckigen Socken liegen könnten. Aber im reinen Dokumententeil der Inspektion… ich bin da noch unsicher. Was ok ist, denke ich, ich lerne ja noch. Ich muss ja noch nicht alles können und alles wissen, genau deshalb bin ich ja Observatør und genau deshalb frage ich auch, entweder direkt oder (wenn es um „ist das nun echt Murks oder nur so ein Gefühl?“ geht) halt hinterher. Natürlich will ich aber auch nicht rüberkommen, als wär ich total blöd und das ist nun mein täglicher Drahtseilakt bei Inspektionen: genug nachfragen, um Wissensdurst zu stillen, aber auch nicht die ganze Unsicherheit, die ja, sein wir mal ehrlich, auch einfach noch zu 90% aus Altlasten besteht und gar nichts mit dem neuen Job zu tun hat, raushängen zu lassen. Uff.

    Hier stand bis eben ein Sermon über Außenwirkung und was man wem gegenüber so preisgibt und warum nicht. Aber das regt mich grad zu sehr auf darüber zu schreiben, also mache ich es ganz kurz: zu beurteilen, ob jemand glücklich ist, steht nur dieser Person zu. Jemandem, der irgendwie wirkt, sagen wir mal, glücklich, zu unterstellen, er*sie verberge was, sagen wir mal, tiefes Unglück, ist vermessen und falls Sie mal sowas zu mir sagen sollten, werde ich vermutlich ziemlich bissig*. Jemandem dann auch noch ungefragt wegen der vermessenen Einschätzung tiefen Unglücks aufgrund äußerlichen Glücks** zu umarmen oder ähnliches ist grenzüberschreitend und einfach völlig daneben. Machen Sie sowas nicht, oder wenn, rechnen Sie mit körperlicher Gegenwehr.

    So. Soviel zu „glücklich wirkende Menschen einfach mal umarmen, die haben’s nötig“.

    (Könnt mich aufregen.)

    ___

    Noch ein Gedanke: in England werden wohl bestimmte Eichhörnchen (nicht die von den Strommästen) zum Verzehr angeboten und alle schreien, weil Eichhörnchen, die sind ja niedlich. Nicht so wie Lämmer zum Beispiel, die sind nicht niedlich, die kann man essen. Mäh, mäh. Oder Schweine, die zum Teil unter fiesen Bedingungen gehalten werden, das ist viel besser als so ein freilaufendes Eichhörnchen. Oder Kühe, die sind ja so überzüchtet, die kann man auch essen, die kämen ja in freier Wildbahn gar nicht klar, haha, aber wer eingeschleppte Eichhörnchen isst, die dabei sind, heimische Arten zu verdrängen, mit dem stimmt was nicht. Und es ist auch ein riesiger Unterschied zwischen einem im Wald geschossenen Reh und einem im Park geschossenen (?) Eichhörnchen, dochdoch, na sicher. Weil Eichhörnchen sind niedlich.

    (Könnt mich auch aufregen.)

    ___

    *in meinem Fall hat das besondere Gründe, die hier nichts zur Sache tun und die Sache nicht ändern

    **muss man sich echt auf der Zunge zergehen lassen.

    Tag 1272 – #WmDedgT im Februar ‘19.

    Ja, es ist schon wieder der 5. und da will Frau Brüllen wissen: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag? Also will ich das mal aufschreiben.

    Ganz kurze Zusammenfassung: inspizieren.

    Etwas länger: Der Wecker klingelt um viertel nach fünf, wie immer. Ich quäle mich mit viel Mühe aus dem Bett, ich habe beschissen geschlafen. Wie immer mache ich zuerst die Kaffeemaschine an, seit gestern hat sie eine eigene Steckdose und funktioniert deshalb endlich unabhängig von der Arbeitsplattenbeleuchtung, was natürlich um die Zeit völlig egal ist, weil das Licht eh an ist. Ich mache den Haferbrei für die Kinder fertig und dann gehe ich duschen. Nach dem Duschen, Eincremen, Föhnen und anziehen und schwupps ist es sechs, ohne Witz, ich habe keine Ahnung wo morgens diese Zeit hingeht, sie verfliegt einfach ohne dass ich gefühlt irgendwas sinnvolles tue.

    Ich mache Kaffee und will grade etwas angesäuert den Mann mit Kaffee aus dem Bett werfen locken, da kommt er mir mit Pippi auf dem Arm entgegen. Gut, dann gehe ich mich schminken. Als ich damit fertig bin, sind beide Kinder immerhin wach und ich schicke sie zum Anziehen nach oben, wo Herr Rabe duscht. Ich mache so lange Brotdosen (schlechte Absprache gestern, daher ist das nicht gestern schon passiert) und packe den Kinderkram und meinen Kram zusammen. Um fünf vor sieben (die Zeit! Wo geht sie hin???) stehen Nörgel-Pippi und Laber-Michel im Flur und machen mäßig mit, Herr Rabe rödelt noch. Wir labern Klamotten an die Kinder und sind tatsächlich um kurz nach sieben alle im Auto. Pippi hat Kacklaune, weil sie ihre Thermoskanne nicht mit Kakao füllen durfte, aber das kann ich nicht wirklich ändern.

    Wir setzen Michel an der Schule ab und er geht allein in den Hort-Raum, wir schrecklichen Rabeneltern.

    Ich setze Herrn Rabe und Pippi am Kindergarten ab, drehe, warte kurz, sammle Herrn Rabe wieder ein und wir fahren zum Bahnhof. Wir bekommen beide den Zug um 07:30 und ich schreibe meiner Kollegin, dass ich von der Zugstation zum Hersteller laufe, weil ich früh genug bin.

    Ich sitze also erstmal eine knappe Stunde im Zug und dann gehe ich eine viertel Stunde durch einen verschneiten Osloer Vorort. Tatsächlich bin ich um zwanzig vor neun zeitgleich mit der SMS meiner Kollegin beim Hersteller: der Kollege nimmt den Zug, der in Eidsvoll um 07:51 gefahren wäre, der hat aber 10 Minuten Verspätung. Ich feiere, dass ich der Igel bin und ziehe schon mal meine besseren Schuhe an. Meine Kollegin und der Kollege kommen um 08:56 mit dem Taxi.

    Dann Inspektion. Geheim halt. Ich schlage mich wacker, denke ich. Dieser Hersteller ist ganz anders als der letzte, in ganz vieler Hinsicht. Unpassender Weise muss ich bei einer Geschichte wirklich lachen. Tjanun.

  • Wir inspizieren nach dem Mittagessen direkt die Produktionsanlage und das Labor und ich bereue meine Schuhwahl. Ewig lang neben einem Dings stehen und sich alles in allen Feinheiten zeigen und erklären zu lassen, macht mit mittelhohen Absätzen schon nur noch mittel viel Spaß.
  • Heute inspizieren wir bis kurz nach fünf und sitzen dann zusammen bis halb acht. Ich überrede meine Kollegin und den Kollegen zum Laufen statt Taxi und so kriegen wir einen Zug um viertel vor acht. Ich steige noch um und sitze bis zehn vor neun im Zug, wo ich erst recherchiere, ob ein Bus nach Hause kommt, wenn ich in Eidsvoll bin (nein), ob ich einfach ein Taxi nehmen kann (nur mit gutem Grund) und dann, ob ein guter Grund sein könnte, dass ein Taxi für den Staat günstiger sein könnte, als mich für eine halbe Reisestunde zu bezahlen (knapp, so knapp, dass ich das nicht ohne vorher das ok von meiner Chefin eingeholt zu haben machen will). Ich seufze herum und beschwere mich bei Herrn Rabe und der sagt, er holt mich ab. Ich hadere damit, dass er dann ja die Kinder allein zu Hause lassen muss. Michel gibt sein ok, der ist nämlich noch halb wach, damit ist das geklärt.
  • Ich fange schon mal an zu bloggen und dann bin ich auch schon am Bahnhof und werde schon abgeholt. Um neun sind wir zu Hause. 14 Stunden unterwegs.
  • Die Reihenfolge zu Hause ist Klo–Essen/mit Herrn Rabe unterhalten–Sofa/Bloggen–Bett. Ich bin sehr fertig und morgen klingelt der Wecker wieder um viertel nach fünf. Mal sehen, ob wieder ein paar Eichhörnchen gegrillt werden.
  • Tag 1271 – Møte, møte, møte.

    Einleitung 1: Ich wollte heute gern ein klärendes Gespräch mit meiner Team-Chefin führen, die ist aber so etwa bis in zwei Wochen durchgehend in irgendwelchen Meetings.

    Einleitung 2: selbige Team-Chefin sagte heute im Meeting (sic) zur Besprechung des Jahresberichts und den darin auftauchenden Diskrepanzen zwischen Fristen und tatsächlichem Abliefern: „Ein Problem ist auch, dass wir alle zu viel in Meetings sitzen. Dadurch schaffen wir unsere eigentliche Arbeit nicht mehr.“

    (Da möchte man ja schon ganz Loriotesk „ACH!“ rufen, aber es kam ja noch besser.)

    Tatsächliche Story: in selbigem Meeting, nach der Besprechung des Jahresberichts, diversen Neuerungen auf Datenmanagement-Seite (die neue Team-Chefin macht nicht alles so weiter, wie es der alte Team-Chef seit immer gemacht hat und die Inspektør hier seufzt aus Gründen erleichtert) und „bitte tragt eure Urlaubswünsche da und da ein“ bekamen wir noch Besuch. Der Besuch stellte uns ein neues Tool vor, eine Art Datenbank, die wir ab demnächst benutzen müssen, allerdings längst nicht alle von uns und vor allem brauchen wir diese Datenbank eigentlich nur, um einen ganz bestimmten Prozess nachvollziehen zu können. Die Vortragenden stellten uns aber sämtliche drülfzig verschiedenen, zum Teil noch unausgegorenen und zum Teil auch noch gar nicht implementierten Funktionen vor. Über eineinhalb Stunden lang. Nach etwa dreißig Minuten dachte ich, ja, alles klar, ich klicke also dann da und dann sehe ich, was da passiert ist und kann dann überlegen, ob ich da oder da anrufe und wen ankacke frage, was da wohl los war. Gut! Nein. Denn es ging noch ewig so weiter. „Wir können auch alle Mails an Sie alle weiterleiten!“ (Äh, nein Danke? Ich möchte bitte nur Mails, die für mich relevant sind, nicht tonnenweise Spam…) „Und dann können Sie hier einfach immer gucken…“ (Genau. Wie ich dann demnächst* immer sagen werde „Und wie stellen Sie sicher, dass da auch geguckt wird?“) „Hier machen wir dann noch diese Funktion hin, aber das muss noch von der EU…“ (Jesus. Ich will keine schöne Zukunftsmusik hören. Was zählt ist was jetzt da ist.)

    Und weil das alles ja noch nicht reichte, ignorierte der Ex-Team-Chef nach Kräften meinen sehr demonstrativ mit den Hufen scharrenden** Kollegen und besprach noch tausendundeine Feinheit der „vielleicht irgendwann mal“-Features dieses Systems mit dem Besuch. Während 15 weitere Anwesende an ihren Schreibtisch dachten und an die schlechten Ergebnisse im Jahresbericht.

    Nach dem Meeting ging ich an meinen Schreibtisch zurück und hängte die verschwendete Stunde hinten dran. Mit leicht rauchendem Kopf. Und wenn es mir so geht, auf deren Tisch noch gar keine Fristsachen liegen, wie soll es dann denen gehen, bei denen die Deadlines schon wie Zombies über den Schreibtisch wanken und die sich zudem grad anhören durften, wie schlimm das ist, dass sie ihre Ziele nicht erfüllen weil sie permanent in Meetings rumhängen? Gnarfz.

    ___

    Abends mit Michel Hausaufgaben gemacht und viel Spaß gehabt. Ich sehe das mit den Hausaufgaben ganz entspannt, dadurch geht es auch bei Michel einigermaßen ohne Wutausbrüche. Dafür macht er nur Blödsinn. Tjanun, möchte ich da sagen, nach einem 10-Stunden-Tag in Hort und Schule und dann wieder Hort würd ich vielleicht auch nur noch rumalbern und mal mit beiden Händen oder mit geschlossenen Augen schreiben.

    Was ich aber faszinierend finde: dass er gar nicht merkt, dass die „Lösung“ für die Aufgaben dauernd daneben steht. Die Aufgabenstellungen sind nämlich oft so: ein Bild von einem Baum, darunter steht „Baum“, daneben die Wörter „Baum, Traum, Ball“. Aufgabenstellung: „Kreise das richtige Wort ein und schreibe es darunter.“ Vielleicht bin ich echt übermäßig systematisch veranlagt, ich würd nach den zwei gleich aussehenden Wörtern suchen, einkreisen, abmalen, fertig. Vermutlich könnte ich bis heute nicht schreiben. Aber das bin ja nur ich, und ich bin 33 und kann seit fast 30 Jahren lesen, insofern bin ich da wirklich kein Maßstab und die Macher*Innen von Schreiblernbüchern denken sich ja sicher was dabei. Und so hab ich was zu wundern, win-win.

    ___

    *genau genommen ab morgen. Wünschen Sie mir irgendwas, am besten, dass mich das verfluchte „Ich kann das nicht!“-Gefühl nicht wieder einholt

    **noch nie habe ich jemanden so aggressiv Zettel einsammeln sehen

    Tag 1270 – Akute Unlust.

    Pippi hat heute festgestellt, dass Schnee kalt ist. Und tiefer Schnee tief* und dass man da schlecht drin laufen kann. Dementsprechend hatte sie plötzlich gar keine Lust mehr auf Schlitten fahren, als wir an der Rodelbahn angekommen waren.

    Ich nahm sie auf den Schoß und wir schauten Michel und Herrn Rabe beim Schlitten fahren zu. Herr Rabe und ich hätten uns da natürlich abwechseln können, aber ich bin bei der ersten Tour mit Michel sehr unelegant vom Schlitten gesegelt und hatte danach frischen Puderschnee in jeder Falte meiner Kleidung, im Kragen, in der Hose und, ach, also Schlitten fahren finde ich nur so mittel gut.

    Pippi war zwar auf meinem Schoß wenigstens ruhig und weinte nicht mehr, aber nach jeder Tour, die Herr Rabe und Michel auf dem Schlitten machten meinte sie „So! Jetzt können wir fahren.“ Michel ließ sich dann aber tatsächlich auch nach recht kurzer Zeit zum Aufbruch nach Hause überreden, es wehte ein kalter Wind und wir alle hatten Hunger. So war das dann ein eher kurzer Ausflug.

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    Was auch nicht so gut lief wie geplant war meine Fingernägel zu lackieren. Irgendwie hatte ich es nach anderthalb Händen so gründlich vermurkst, dass ich dann alles abgemacht habe und dann war es so spät, dass die Zeit nur für Pflegelack reichte. Naja, Hauptsache nicht nackige Nägel: ein Nagellack hat abgefärbt und jetzt sehen meine Fingernägel leider aus, als würde ich rauchen, aber mit allen 10 Fingern gleichzeitig.

    An sich aber ein sehr schöner und geruhsamer Wochenendtag.

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    * der Schnee war so hoch, dass ich kurz befürchtete, ich würde Michel, der direkt nach Ankunft an der Piste mal musste, dafür hochheben müssen. Seine Körpergröße reichte dann aber grade so, um auf den Schnee zu pullern statt nur dagegen.