Tag 491 – Dublin oder Lissabon? 

Wenn Sie ich wären, würden Sie dann eher auf eine Konferenz in Dublin fahren, die Mitte Juli ist, also innerhalb der KiTa-Ferien, oder auf eine in Lissabon, Die Anfang Juli ist, also außerhalb der KiTa-Ferien?

Zusatzinformationen: 

  • das mit den KiTa-Ferien erwähne ich deshalb, weil sich Herr Rabe für die Dublin-Konferenz dann in jedem Fall Urlaub nehmen müsste. 
  • Frau Brüllen kommt nach Norwegen und wir treffen uns vermutlich in Bergen und ich bin schon ganz doll aufgeregt. 
  • Am 1. August ist mein funding alle. Da muss ich abgegeben haben, wir müssen eventuell dann irgendwie umziehen und überhaupt wird dann alles der blanke Horror hoffentlich nicht ganz so schlimm wie ich es mir momentan nachts ausmale. 
  • Nein, keine von beiden ist keine Option, leider. 
  • Nach Dublin fliegt es sich sehr viel kürzer als nach Lissabon. 
  • Thema ist quasi identisch. 

UPDATE:

Vergessen Sie alles, was da oben steht. Ich hab die perfekte Konferenz gefunden. Sie ist in *trommelwirbel* Kalifornien. Nicht so ganz Europa. Im März. Vermutlich würde ich meinen Geburtstag dann im Flieger verbringen. Aber egal: da kommen schon alleine 5, 6 Menschen hin, deren Artikel ich mit großer Bewunderung gelesen hab. Wahrscheinlich puller ich mir dann vor meinem Poster (oh Gott, muss ich ein Poster machen???) in die Hose, ABER EGAL!

Gleich mal dem Chef schreiben.  

12 von 12 im 12. Monat

Diesen Monat mal wieder auch mit Fotos von mir.

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„Oh!“ – gerade festgestellt, dass heute der 12. ist.

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Das hier ist übrigens mein anderer Adventskalender. 🤓

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Wir haben übrigens einen Bot, der Bescheid gibt wenn Frühstückswaffeln in der Kantine bereitliegen.

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Nachtisch!

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Warum ich gerade beim Frisör war? Aus Gründen!

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Da will man noch schnell ein Bild des Ergebnisses machen und wir von seiner Friseurin gebombt! 😂

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Draußen kalt, drinnen Feuer!

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Mini-Nachtisch.

Rübennase 2 ist eingeschlafen und gleich fällt mir wieder ein Flummi aus der Manduca.

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Auf der Suche nach einem Pils, das sich auch so nennen darf. 😑

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Wir lobpreisen den Opa, denn er schickte Dominosteine!

Es ist soweit, Bananen-Zeit! Rübennase 2 wurde gerade wach und hat Hunger.

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Bonus-Bild (hat wer mitgezählt?): Der Inhalt von Türchen Nr. 12

Tag 490 – #12von12 im Dezember ’16

Vom frühen Morgen gibt es aus Gründen (1,05 m und 82 cm groß, unausgeschlafen und nölig) keine Bilder. 

Gestern hat es geschneit, ich fahre über die feste Schneedecke zur Arbeit. Kein Problem, dafür sind die Spikes ja gemacht. Mein Schloss streikt aber. Na gut, wird es heute erstmal nur am Ähhh anderen Schloss (wie nennt man das Schloss, wo sich so ein Bügel durch die Speichen am Hinterrad schiebt?) und im Fahrradkäfig abgeschlossen. 

Sch**ße, ist das kalt. Mein Fahrradschloss findet das auch. Ich „repariere“ es im Büro. #1von12 von #12von12 nach chaotischem, stressigem Morgen ohne Bilder.

Ich stehe so unter Strom, dass ich nicht mal Hunger habe. Aber Haare machen geht heute immerhin. 

Ehrliches Selfie. Ich habe vergessen, Ohrringe reinzumachen und fühle mich etwas nackt. Ich will auch noch nicht reden und lasse mir stattdessen von Dave Grohl ins Ohr schreien. #2von12 von #12von12


Joa, dann: arbeitarbeitarbeit, mit Mr. I trust you geht es wirklich gut und wir kommen zügig voran. Awkward moment of the day: er fragte mich, ob ich Handball verfolgen würde (wollte wohl smalltalk machen, er ist sehr sehr Sportinteressiert). Und ich so: Ich verfolge eigentlich gar keinen Sport. *peinlich berührte Stille*

Irgendwann schaffe ich es aber doch mal durchzuschnaufen, nämlich in der Kassenschlange beim Kaffee holen. Bald sind Examen und es sind unheimlich viele Medizinstudenten mit leerem Blick und Schlabberklamotten da, die sich Kaffee mit in die Bibliothek* nehmen. 

Die Schlange beim Kaffee holen sorgt für drei Minuten Pause \o/. #3von12 von #12von12


Trauriges Mittagessen ganz alleine, weil spät. 

12:30, ich sitze alleine im Lunchroom. #4von12 von #12von12


In der Zwischenzeit ist eine Mail reingekommen, dass ich doch bitte meinen jährlichen Progress Report ausfüllen soll. Es interessiert die bestimmt nicht, wie es wirklich läuft, aber ich bin recht ehrlich. 

Progress report, der entspannte Teil. Die ehrliche Antwort auf die Frage wäre vermutlich „Es lief drei Jahre lang total kacke und jetzt hab ich so viel zu tun, dass ich keine Zeit habe für blöde Fragebögen!“ #5von12 von #12von12


Dann wieder zurück ins Labor. 

Vorbereitet auf die nächtliche Probennahme. #6von12 von #12von12


Und auf geht’s zum Kinder abholen. Pippi lässt sich leider nicht vom Schnee loseisen (haha, super Wortwitz!). Nach fünf Minuten, in denen sie auf „Kommst du bitte? Ich möchte nach Hause.“ nur mit Gekreisch reagiert hat, stecke ich sie in den Wagen, mit dem Erfolg, dass sie die ganze vierminütige Heimfahrt brüllt. Als wir zu Hause ankommen, hat sie Michel in den Schlaf gebrüllt. 

Rübennase 2 isst Schnee. Ich möchte nach Hause. Interessenkonflikt. #7von12 von #12von12


Herr Rabe war frisch aufgehipstert schon zu Hause. Ich darf fast in Ruhe kochen. 

Bald auf unserem Fußboden: Blumenkohlsuppe. #8von12 von #12von12


Danach bringe ich Michel ins Bett, Herr Rabe trägt Pippi in den Schlaf, wir lümmeln ein bisschen auf dem Sofa rum und dann wasche ich mich schon mal. Dieses Reinigungsöl ist übrigens echt super. 

Ich mache mich schon mal Bettfertig. Von der Creme in der Mitte hatte ich nen 10 mL-Tester. Der hielt ne knappe Woche. Dieser Spender hat 60 mL Volumen und hält seit Mitte August. #9von12 von #12von12


Ich packe schon mal die Sachen für den Schwimmkurs zusammen und schmiere Brote für Michel und mich. 

Schwimmkurs morgen ist auch schon vorbereitet. #10von12 von #12von12 #julebrunost


Und dann, tja, dann fahre ich noch mal zur Arbeit. In Joggingbuchse. Ich Ernte so vor mich hin, erschrecke mich nur fünf mal vor irgendwelchen Geräuschen fast zu Tode und dann fahre ich wieder nach Hause. Die 

Dann wollen wir mal. #11von12 von #12von12


Wieder zu Hause. Ich kuschel mich jetzt zum Mäuschen, blogge und dann: gute Nacht! #12von12 von #12von12


*schönster Vertipper des Tages: Biobliotkek. 

Tag 489 – Wo ist denn bloß das Wochenende hin?

Ähh. 

Irgendwie hab ich heute nichts zu erzählen. 

In meinem Kopf schwelen ein paar Texte, was zur Verantwortung, was zu meinem Pseudo-Workaholictum (ich kann jederzeit aufhören!), dann liegt hier noch ein Blogstöckchen herum und eigentlich kann man ja auch mal mit dem Jahresrückblick anfangen. 

Aber heute ist mir nach nix davon. 

Gibt halt so Tage. 

Gucke ich weiter YouTube-Tutorials über das Blocking von Gestricktem. 

Tag 488 – Baaa baaa lidldidl

Wenn Sie mal in der Vorweihnachtszeit in Trondheim sein sollten, kommen Sie uns doch besuchen. Und gehen Sie nicht (!) auf den Weihnachtsmarkt. Schon gar nicht auf einem Samstag. Ehrlich: Weihnachtsmarkt ohne Glühwein ist schon mal kein richtiger Weihnachtsmarkt. Fertig. Wenn es dann (überteuertes) Essen nur in einem Zelt gibt, in das man mit Kinderwagen nicht darf, finde ich das auch nicht so wirklich gut. Meinen (überteuerten) Markenkinderwagen mit der (überteuerten) Markenschlaftüte (aka Fußsack, aber da kann man im Zweifel das ganze Kind bis aufs Gesicht drin einschnüren, damits auch bei -20 Grad nicht erfriert) lasse ich nämlich sicher nicht einfach so draußen rumstehen. Wir haben ein Schloss für solche Gelegenheiten, aber das hatten wir nicht dabei. Also, jedenfalls durfte ich da dank Kinderwagen nicht rein, es waren zwei Grad und feuchter Schneefall, es waren ca. vier Millionen Menschen da und nach ner Viertel Stunde, in der ich den ganzen Weihnachtsmarkt zwei Mal gesehen hatte und sämtlichen GlaskunstBabuschkapuppenHolzbrettchenStrickSchnickeldi mit wachsendem Weihnachtsmarkthass in mir als totalen Scheiß und wer kauft denn sowas* abgetan hatte, war ich bereit, alles mit reinen Blitzen aus meinen Augen anzuzünden. Tat ich dann doch nicht. Aber einem Mann, der der Meinung war, er ließe mir total viel Platz, während er Augenrollend ca. drei cm freigab, bin ich vielleicht mit voller Absicht über die Füße gefahren. 

Dass wir danach auf einem Kinderkonzert waren, bei dem teilweise hohes Fremdschampotential vorhanden war, machte es nicht besser. 

Was schön war: Pippi singt jetzt „Bææ bææ lille lamm“. Siehe Überschrift. Und Michel hat mir ein Privatkonzert gegeben und mir nochmal alle Kindergarten-Weihnachtsfeierlieder vorgesungen. Ich werde zwar wohl für immer einen Ohrwurm von „Santa Lucia“ haben, aber das war’s wert. Die sind schon niedlich, die Kinder. Sehr. Zum Platzen niedlich. 

Pippis Zahnstatus: Vier Schneidezähne oben, drei unten, vier Backenzähne. 

*ich. Der Stand mit den schönen Emaille-Ohrringen, bei dem ich mir im Sommer beim Maker Faire mal welche gekauft habe, ist auch da. Ich habe das schon ganz subtil Herrn Rabe mitgeteilt. (Rot, ich hab, seit mir die Lego-Stecker kaputt gegangen sind, viel zu wenige Ohrringe in rot.)

Tag 487 – Weihnachtsdings 2 und 3

Jösses. Was ein Tag. Erst ein klitzekleines bisschen verschlafen, dann schnellschnell Kinder abliefern (die verabschieden sich gar nicht mehr von mir, auch Pippi nicht. Michel sehe ich meistens nicht mehr, nachdem ich ihm aus dem Fahrradanhänger geholfen habe, der macht alles alleine), dann schnellschnellschnell arbeiten. Dann ohne was gegessen oder getrunken zu haben und mit dem dauernden Mantra „Ich komme nicht zu spät!“ im Kopf zum Kindergarten gerast. Um 11:58 in Regenklamotten, verschwitzt und mit knallroter Birne in den Saal gekommen, um 11:59:30 Regenklamotten aus und Haare gemacht (ja, ohne Spiegel, ohne alles und vor allen Leuten) um 12:00 ging die Weihnachtsfeier los. 

So. Niedlich. Echt. Mehr fällt mir dazu nicht ein. Und so toll, wie in dem Kindergarten alle miteinander umgehen. Ich finde das super gut. Viel KiTa-Liebe. 

Zu Hause musste Pippi dann erstmal schlafen und Michel baden (sie haben das sehr weihnachtliche Boogie-Boogie-Lied in noch weihnachtlicheren Skelett-Kostümen mitsamt Schminke gesungen), Ich lackierte mir meine Fingernägel golden, Herr Rabe zog mit Michel los, Schrauben für den Croozer umtauschen, ich machte mich derweil ausgehfertig und Pippi räumte eine Feuchttücherpackung aus. Als Herr Rabe wieder da war zog ich zur Institutsweihnachtsfeier auf dem Berg am anderen Ende der Stadt los. 

Hmmmmm. Also. Das Essen war gut, obwohl (ja, so muss man das sagen) es viel traditionelles norwegisches Weihnachtsessen war. Ribbe, Pinnekjøtt, Lutefisk. Aber Alles sehr gut zubereitet. Sogar die Ribbe war ok: knusprig und nicht allzu fettig. 

Zwei große Gläser Wein waren auch ok. 

Der Gin-haltige Longdrink nach dem Essen schmeckte nach Fanta Limette und sonst nix. 

Die Reden waren grausam (der Institutsleiter) über naja (Kollegin) bis Mario Barth (Ignacio aus España). 

Das Unterhaltungsprogramm war ganz ok. 

Der DJ am Ende war hmmmmmmm eigenwillig in seinem Mix, aber auch ganz ok. 

War ganz ok, I guess. 

Jetzt Bett. 

Tag 486 – Von Zellen, vom Schwimmkurs und von Mandeln. 

Das Wichtigste vorweg: der Versuch ist bisher ganz gut gelaufen. Mit zwei Personen und zwei Zelllinien geht das viiiiieeeeeel entspannter als alleine mit drei Zelllinien. Es war fast schon zu einfach, es entstand nämlich eine etwa zweistündige Pause ohne was zu tun. Da dachte ich, ach komm, nächste mal eben die Abbildung, die der Chef haben will, fertig. Bisher sieht die so aus: 

Das hab ich in Excel gemacht, weil ich sowas in Excel in drei Minuten mit nem achtel Gehirn zusammenklicke. Übung und so. Was Excel aber nicht kann: für jeden Datenpunkt individuelle Fehlerbalken anzeigen. Also sollte ich Sigma Plot nehmen. Kein Problem, dachte ich, Sigma Plot habe ich damals auch für ein paar Abbildungen in meiner Masterarbeit benutzt, weil Excel nämlich auch nicht mehrere Y-Achsen pro Diagramm darstellen kann. Für Chromatogramme braucht man aber manchmal mehr. So… fünf oder so. Ist ja auch egal, ich machte mich also and Werk, installierte das Programm von unserer Uni-Programmbibliothek und… scheiterte kläglich. Nach den zwei Stunden war ich bereit, meinen ganzen Schreibtisch anzuzünden, als ich nämlich endlich geschafft hatte, ein halbwegs ansehnliches und vor allem nicht total falsche Daten enthaltendes Diagramm zu erzeugen stürzte das Programm ab, ich musste es kalt abwürgen, und danach hatte es alles vergessen, was ich mühselig erarbeitet hatte. Drecksprogramm. Alternativvorschläge werden gerne angenommen. 

Ich durfte heute mit Michel zum Schwimmkurs. Mein Großer. Er macht das echt super, am Anfang musste ich ihn zwar noch ein bisschen an die Hand nehmen, aber dann machte er anstandslos und mit großem Spaß alle Plantsch-Übungen mit. Nach Geplantsche im Wellenbecken (in einem extra abgesperrten, für Vierjährige Stehbaren Bereich und ohne Wellen) mit Sich-Gegenseitig-mit-Wasser-begießen und „Alle rennen so schnell sie können ans andere Ende und dann nochmal mit den Händen wie einen Pfeil vor uns geformt“ hopsten sie vom Rand ins tiefere Rutschenbecken. Da können die Zwerge nicht stehen, es geht darum Ihnen die Angst eben davor zu nehmen. Also hopste immer ein Kind in die Arme einer der Schwimmtrainerinnen, vorwärts, rückwärts, hoch, mit Quietschen und ohne. So niedlich. Und hab ich erwähnt, das Michel das unheimlich toll findet und ganz toll mitgemacht hat?

Ich saß übrigens die 45 Minuten einfach rum und strickte. Das war schön. Ab und an sah ich auf und lächelte Michel zu, zweimal hab ich sogar gewinkt. Die ruhigsten 45 Minuten der Woche: in einem Spaßbad. (Eine andere Mutter helikopterte brav ihrem Kind zum Rutschenbecken hinterher. Und zurück. In der Zwischenzeit hatten sich aber andere Leute an ihren Platz in der Eltern-Area gesetzt. Und kein Platz mehr frei. Fast gab es einen Eklat, ich packte schon vorsorglich die Stricknadeln fester um mich gegen eventuelle Angriffe verteidigen zu können, aber dann war der Kurs zu Ende und die Mama und ihr Kind zogen scharf ausatmend gen Dusche ab.)

Morgen ist im Kindergarten Weihnachtsfeier und jeder soll was zu Essen mitbringen. Mein Internet sagte im Vorfeld an verschiedensten, mir vertrauenswürdig erscheinenden Stellen, Gebrannte Mandeln selber machen sei total einfach. Ich mag sehr gerne gebrannte Mandeln und dachte deshalb schon am letzten Wochenende, dass ich das mal ausprobieren könnte. Der erste Versuch ging wegen Zaghaftigkeit in die Hose und ich fand auch einfach mal ca. tausend ziemlich ähnliche Rezepte, hier also das tausendunderste, mit Bildern, und sozusagen die Quintessenz aus allem was ich dazu las. 

Als erstes nimmt man Wasser und Zucker und Zimt, tut es in eine Pfanne und stellt den Herd auf Kernschmelze. Die Mengenverhältnisse sind so etwa 1:2-1:1 Zucker zu Mandeln, ca. 1:2 Wasser zu Zucker und Zimt nach Geschmack. Wir mögen Zimt: ich nahm für 500 g Mandeln einen Teelöffel. Und 400 g Zucker und 200 mL Wasser. Man kann wohl auch Vanille(-schote/-zucker) mit rein machen. Ich brauch das aber nicht. 

Naja, also das steht dann auf dem Herd, man kann das mal durchrühren, damit sich der Zimt etwas besser verteilt. Wenn es kocht, kommen die Mandeln mit rein. Man kann da aus dem Mandeln wohl auch ne Wissenschaft machen. Hier gibt es nur eine Sorte, die nahm ich. Das kocht dann eben so rum, ziemlich lange dauert das, bis das Wasser verkocht ist. Man kann das ab und an umrühren. 

Phase 1: noch Wasser da.


Wenn das Wasser dann endlich weg ist, wird das ganz schön trocken. Ab jetzt muss man rühren (und fotografieren wird schwierig). Beim 1. Versuch hab ich da abgebrochen, weil ich eins der tausend Rezepte so interpretiert hatte. Man kann, wenn einem sowas passiert, einfach alles nochmal in die Pfanne kippen, nen Schluck Wasser dazu und quasi von vorne anfangen. Hab ich ausprobiert. 

Phase 2: kein Wasser mehr da.


So, und jetzt rührt man so lange, bis man eine ansprechende Menge karamellisierten Zucker außen an den Mandeln kleben hat. 

Phase 3: der Zucker karamellisiert (n bisschen noch…)


Wenn man sich dann nicht mehr traut, weiter drauf rumzubraten, kippt man alles auf ein Backpapier. Abkühlen* lassen, fertig. 


* warm schmecken sie natürlich am Besten. Aber mit ein bisschen zu warm kann man sich echt fies die Zunge verbrennen. Machen Sie das nicht. 

Tag 485 – Weihnachtsdings 1

Ich bin nicht eingeschlafen. Trotz todesmutigen zwei Gläsern Wein. 

Ich hab immer noch Weihnachtliche Anwandlungen und alle lieb. 

Morgen früh um acht hab ich ein Date mit Mr. I trust you im Zelllabor. 

Ob ich mich jemals an die Diskrepanz zwischen betrunkenem Norweger und nüchternem Norweger gewöhne?

An meine besorgten Freund*Innen: wie süß ihr seid! Und Entwarnung. Die Fibroblasten müssen noch ein bisschen mehr wachsen. Also nur 72 Platten morgen. 

Tag 484 – Langsam irre. 

Wahnsinnig anstrengender Arbeitstag. Erfolgreich auch, aber leider auch erst der Auftakt zum schlimmen morgen und dem Eigentlich-möchte-ich-lieber-Parkplatzwächter-bei-4-Grad-und-Nieselregen-sein-Donnerstag. 

Passend dazu wahnsinnig anstrengender Nachmittag mit Pippi, während dem ich versuchte, Eintopf zu kochen, der dann am Ende nicht mal schmeckte. 

Dann mit Pippi im Bett (sie wollte nicht in die Trage, sondern stiefelte zielsicher aufs Bett zu) eingeschlafen und als Pippi wegen Zähnen (?) schreiend aufwachte wieder aufgewacht. Sie ließ sich absolut nicht beruhigen, also sagen wir uns vier Mausclips an und dann konnte sie wieder einschlafen. Arme Maus. Blöde Zähne. 

Es gibt echt schönere Tage. 

Morgen gibts kein Einschlafen, morgen gibt’s Essen gehen mit der Arbeitsgruppe. Um acht. (Ja, so hab ich auch geguckt. Da sind Norweger eigentlich schon im Bett.) Hoffentlich kippe ich nicht nach einem halben Glas Wein mit dem Gesicht in den Teller. Mehr als ein Glas geht ja auch nicht wegen des verrückten Donnerstags. (144 Zellkulturplatten. 144! Wer hat sich das denn ausgedacht? Oh. Ich war das.)

Tag 482.2 Vergessen

Das Beste hab ich ja vergessen. 

1. Pippi kann jetzt böse gucken und Augen rollen. Mein. Kind. Ich bin so stolz!

2. Ich war ja gestern arbeiten. Im Auto fiel mir ein, dass ich keine richtige Hose anhatte. Nur eine Thermostrumpfhose und Balletthotpants drüber. Gut, dass Sonntag war, ich kaum jemanden (nicht! niemanden) sah und wir im Labor bodenlange Papierkittel tragen. Die hinten offen sind. 

Szene nachgestellt.